XXL-TEST: Thorens Soundwall HP 600 - begeisternder Luxus-Dipollautsprecher aus dem Bergischen Land

Wenden wir uns nun unseren Klangtestreihen zu. 

Thorens Soundwall Setup_2

Die Klangtestreihen beginnen

Wir beginnen mit "Angel" von Sarah McLachlan und sind von der ersten Sekunde an begeistert, wie frei die Stimme im Raum steht: Kein Sound aus einer linken und einer rechten Box, nein, Sarah baut sich unmittelbar vor uns auf, und die Soundwall HP 600 schafft eine unglaublich dichte Höratmosphäre, die uns sofort fesselt. Das Klavier wird ebenfalls vorzüglich präsentiert, inklusive der Anschlagdynamik, die so wichti für eine kultivierte Darstellung ist. Die Detaillierung ist über den gesamten Wiedergabebereich hervorragend, und das ist alles andere als typisch für Dipole. 

Nun lauschen wir dem absoluten Klassiker "Fever" von Elvis Presley. Hier entfaltet unser Paar Soundwall HP 600 direkt ab Songbeginn eine dichte, klare Räumlichkeit. Dass es sich um eine entsprechend alte Aufnahme handelt, wird kaim deutlich, nur das nostalgische Knacken der Platte verdeutlicht dies, aber keinesfalls auf unangenehme Weise. Man kann praktisch rund um die Lautsprecher spazieren, und immer ist die akustische Homogenität herausragend. Das erscheint schon beinahe magisch. Trotz des Dipol-Arbeitsprinzips arbeiten die beiden extravaganten Boxen präzise, was uns immer wieder auffällt: Die harmonische Klarheit, immer natürlich, nie zu spitz, auch dann nicht, wenn man den Pegel erhöht. 

Weiter geht es mit "Isn't She Lovely" von Lvingston Taylor. Schon das Pfeifen zu Beginn des Titels beeindruckt uns - so klar, so fein, und so gut losgelöst von den Lautsprechern. Mit höchst akkurater Nivellierung kommt die Stimme zum Ausdruck, stets erstklassig getrennt von den instrumentalen Anteilen. Trotzdem erscheint der Klang in sich schlüssig, homogen, von feiner akustischer Kultur geprägt, zugleich aber dynamisch, nach vorn strebend. Die Soundwall HP 600 verbindet scheinbar mühelos Gegensätze, das kennen wir nicht in dieser Güte. Natürlich, ein Paar Soundwall HP 600 kosten 22.000 EUR - zweifelsfrei viel Geld. Aber die Leistung stimmt auch fürs Investment. So frei und zugleich so präzise zu hören, das ist ein echtes Erlebnis. 

Wir setzen fort mit "Tin Pan Alley" (AKA Roughest Place in Town) von Stevie Ray Vaughan. Die exzellente Detaillierung ist von Beginn an ein beherrschendes Merkmal, das zum genauen Hinhören animiert. Dieser Detailreichtum wird mit einer enormen Weitläufigkeit kombiniert, die dafür sorgt, dass man einfach gern laut hört. Nie wird das Klangbild drückend oder erschöpfend, immer frisch, homogen und angenehm. Das sind drei Charaktereigenschaften, die die Soundwall HP 600 auszeichnen und zu etwas Besonderem machen. Kleine dynamische Differenzen im virtuosen Spiel werden mit ausgezeichneter Impulstreue herausgestellt, und die Stimme steht ein weiteres Mal, mit großartigem Facettenreichtum, mitten im Raum.

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Exzellenter Dipol-Lautsprecher mit bestechender Räumlichkeit

Diana Kralls "The Look Of Love" ist uns bestens bekannt. Mit viel Sorgfalt arbeiten die Soundwall HP 600 Lautsprecher das Melancholische, Rauchige in Dianas Stimme authentisch heraus. Das Besondere an der Soundwall ist ein weiteres Mal die umfassende räumliche Präsentation. Wir sind um die Lautsprecher herumgegangen, und ebenso im Raum herumspaziert, und diese Gleichmäßigkeit in der akustischen Ausbreitung, welche von den Thorens-Schallwandlern ausgeht, ist ohne Zweifel herausragend. Man "lebt" den Klang, taucht tief ins akustische Geschehen ein, und fühlt sich sofort von präzise definierten akustischen Elementen umgeben. Dass die Trennung der einzelnen Instrumente, und die Trennung der vokalen von den instrumentalen Anteilen ist höchst exakt. 

"Moon River" (Melody Gardot) ist ein wunderschönes Stück, das von der einzigartigen Stimme getragen wird. Ein neue Herausforderung für unsere Kette, der sie sich aber souverän stellt. Die feine Ausprägung, mit der die Instrumente präsentiert werden, vervollständigt das Ganze, sodass man hier von einem Hörgenuss auf sehr hohem Niveau schreiben kann. Die Liebe zu den kleinen Einzelheiten wie z.B. dem Abklingen der Stimme oder der Instrumente, die genaue Herausarbeitung dynamischer Differenzen und die präzise räumliche Einarbeitung jedes klanglichen Elements sind defintiv überragend. 

Es folgt "Fix It" von Lady Blackbird. Und ein weiteres Mal verdeutlichen uns die beiden Thorens-Lautsprecher, warum sie eine echte Bereicherung des eigentlich schon prall gefüllten Lautsprechermarktes darstellen. Mit ihrer dichten Räumlichkeit, in die mit enorm exakter Ausprägung die vokalen Elemente, die instrumentalen Elemente und ganz besonders das Klavier inklusvie hörbarer Anschlagdynamik eingebunden sind, sind die Soundwall HP 600 etwas ganz Besonderes. Dieser in jeder Sekunde nachvollziehbare Aufbau der virtuellen Bühne fesselt uns, und wir sind richtiggehend enttäuscht, als der Track sein Ende findet. Die sehr charismatische Stimme wird so umfassend präsentiert, das wir den Klang noch am Abend danach in den Ohren haben.

Weiter geht es mit Sting und "The Bells Of St. Thomas". Wie es der Titel bereits vermuten lässt, stehen die ersten Selunden Kirchenglocken an, die von unserem Thorens Schallwandler-Paar feinfühlig übertragen werden. Kurz darauf ist dann bereits Stings Stimme zu vernehmen, die man unter Tausenden anderer Vocals sofort identifizieren kann. Die HP 600 fokussiert geschickt seine vokale Präsenz, ohne andere akustische Anteile unpassend in den Hintergrund rücken zu lassen. Die Räumlichkeit ist ein weiteres Mal ausgezeichnet, aber auch die Impulstreue stellt klar, dass man es hier nicht mit einer guten Oberklasse-Box zu tun hat, sondern mit einem echten akustischen Könner, der auch audiophil gesinnte Anwender glücklich macht. 

Wir hören noch weiter, diesmal mit Finks "Troubles What You're In" (Live von der Union Chapel London). Und die feinen Konturen der Stimme harmonieren vortrefflich mit der sensibel betonten akustischen Gitarre. Die Soundwall HP 600 managt den Spagat zwischen feiner Detaillierung und voluminöser Räumlichkeit beinahe perfekt und glänzt auch wieder mit ihrer souveränen, sauberen Spielweise. Wie eng sämtliche akustischen bestandteile räumlich miteinander verwoben ist, ist schlichtweg phänomenal - hier entsteht ein umfassender, plastischer Klangeindruck, den nur wenige uns bekannte Lautsprecher bieten. 

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"A Thousand Kisses Deep" von Till Brönner & Dieter Ilg steht nun bereit. Gleich ab der ersten Sekunde erscheint das gesamte akustische Gebilde wieder sehr lebendig und klar. Jeder Hauch beim Trompetenspiel Tills wird akkurat erfasst, und impulstreu eingearbeitet. Die Lebendigkeit ist enorm, und das bei gleichzeitig überragender akustischer Gesamtharmonie. Man kann sich einfach nur relaxen oder auch ganz genau hinhören: Die Thorens Soundwall HP 600 eignet sich für alles exzellent. Ob Entspannungsschallwandler oder fein abgestimmtes Hör-Instrument, die beiden Boxen aus dem Bergischen Land sind überall zuhause.

Wir schließen ab mit dem legendären "Hotel California" der Eagles. Diesen Song haben schon über so viele Stereo- und auch Mehrkanalsysteme gehört, dass wir mit dem Aufzählen gar nicht nachkommen. Daqs Filigrane, Ausdrucksvolle des Titels bringen die beiden Soundwall HP 600 sehr gut zum Ausdruck, und auch die Stimmwiedergabe erfüllt ein weiteres Mal hohe Ansprüche. Klar, direkt, mit vielschichtig gestaffelter Räumlichkeit, sorgen die beiden hochentwickelten Lautsprecher für große Freude beim Hören. 

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