XXL-TEST: Technics SC-C65 - extrem hochwertiges All-In-One-System in exklusiver Optik

Aus dem Hause Technics haben wir das flexible Multimedia-Ass SC-C65 für eine unverbindliche Preisempfehlung von 799 EUR (hier erhältlich bei Amazon) zum Test erhalten. All-In-One-Musiksystem verfügt über zahlreiche Wiedergabemöglichkeiten. Durch die Integration von Chromecast erhält der Anwender Zugriff auf eine Vielzahl von Online Musikdiensten wie z.B. Amazon Music, Spotify, Tidal, Deezer sowie Internetradio. Betreibt man in seinem Zuhause einen Homeserver oder ein NAS-System, können diese Inhalte selbstverständlich auch auf der optisch sehr edlen Technics-Anlage abgespielt werden. Auch Apple-Liebhaber können sich freuen, unterstützt die SC-C65 AirPlay 2. Der "Old-School" Hörer kommt aber ebenfalls nicht zu kurz, denn die SC-C65 verfügt zudem über einen klassischen FM-Tuner, unterstützt DAB/DAB+ und verfügt über einen integrierten CD-Player. Bluetooth ist natürlich selbstverständlich als weitere drahtlose Streaming-Alternative an Bord.

Die SC-C65 ist, wie bereits einführend kurz angesprochen, optisch sehr nobel gestaltet, und die Materialanmutung macht auf uns einen hervorragenden Eindruck. An der Front sind Rippen aus Aluminium angebracht, dahinter befindet sich ein Gitter, das ebenfalls aus Metall ausgeführt ist. Die Oberseite ist genauso aus Aluminium hergestellt und wurde mit einem gebürsteten Finish veredelt. In den Gehäusedeckel ist der CD-Player integriert, dessen Abdeckung magnetisch haftet. Zwischen dem Rippendesign an der Front ist das mehrzeilige Display untergebracht, das beispielsweise über den gewählten Eingang, die Lautstärke & Co. mittels Laufschrift informiert. Es ist tadellos ablesbar und kann mit der Fernbedienung gedimmt oder auch komplett ausgeschaltet werden.

Auch auf der Technikseite haben die Ingenieure aus dem Vollen geschöpft. Drei sogenannte "JENO Engines" (Jitter Elimination and Noise-Shaping Optimization) minimieren den digitalen Jitter. Mittels dieser Technologie sollen alle Musikinformationen der Quelle hochauflösend, ohne Verluste und realitätsgetreu wiedergegeben werden. Im Klartext gesprochen, sollen Zeitlauffehler im digitalen Signal weitestgehend eliminiert werden. 

Ebenfalls integriert wurde die LAPC-Funktion, einer von Technics entwickelten lastadaptiven Verstärkertechnologie zur perfekten Anpassung der Verstärkereinheit an die Lautsprecher. Das System misst die Phasen- und Impedanzeigenschaften der integrierten Lautsprecher und optimiert die Klangausgabe anhand der ermittelten Daten.

Mehrzeiliges Display an der Front

Um der Bezeichnung "Kompakt" auch gerecht zu werden, möchten wir die Abmessungen der SC-C65 natürlich nicht verschweigen. Mit einem Gesamtgewicht von ca. 8 kg sowie einer Breite von 450 mm, einer Tiefe von 280 mm und einer Höhe von 143 mm macht die Technics-Anlage auf jedem Sideboard oder Schränkchen eine sehr gute Figur. 

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Das edle anmutende Rippendesign ist aus Aluminium gefertigt

Die Frontansicht der SC-C65

Ebenfalls brandneu ist das verwendete Lautsprechersystem in der SC-C65. Das 2.1-Kanal-System besteht aus insgesamt fünf Lautsprechereinheiten. So finden sich zwei 2-cm-Hochtöner, zwei 8-cm-Tieftöner sowie ein 12-cm-Subwoofer im Sortiment. Mithilfe einer leichteren Schwingspule, eines verbesserten Luftstroms und einer steiferen Membran erzielen die 8-cm-Tieftöner ein hervorragendes Ansprechverhalten und eine klare Wiedergabe im oberen Mitteltonbereich, verspricht Technics. Natürlich sollte man derartige Versprechungen auch immer in Relation zu Preisklasse und Gerätekategorie betrachten, dies nur als Anmerkung. Der für hochauflösendes Audiomaterial geeignete 2-cm-Kalotten-Hochtöner verfügt über eine besonders leichte Seidenmembran, die für einen verfärbungsfreien, emotional ansprechenden Klang verantwortlich sein soll. Der 12-cm Subwoofer steht laut Technics für enorme Belastbarkeit, ausgezeichnete Impulstreue und einen erstaunlich nachdrücklichen Bass. 

Integrierter Subwoofer an der Unterseite

Der CD-Player ist mit einer magnetischen Abdeckung ausgestattet

Wie wir bereits eingangs erwähnten, wurde auf der Oberseite der SC-C65 der CD-Player inklusive magnetischer Abdeckung untergebracht. Alles ist tadellos in die Gehäuseplatte aus gebürstetem Aluminium eingelassen. Damit die Disc und der Laser auch keinen Schaden nehmen können, werden diese effektiv von der soliden Abdeckung geschützt. Möchte man eine Disc einlegen, wird der Deckel einfach nach rechts geschoben. Um in der Dunkelheit einen besonderen Eindruck zu hinterlassen, wird der CD-Player während des Spielbetriebs zudem indirekt beleuchtet.

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Neben dem CD-Player sind, wie eingangs schon angesprochen, zudem noch ein klassischer FM-Tuner sowie ein DAB/DAB+-Tuner integriert. Auch Onlinedienste wie Amazon Music, Spotify, Tidal, Deezer sowie Internetradio lassen sich mit der SC-C65 Anlage nutzen. Der Zugriff auf Inhalte von NAS-Systemen oder Home Servern ist ebenfalls möglich. Apple AirPlay 2 wird selbstverständlich ebenfalls unterstützt. 

Sensor-Bedienelemente sowie Taster für die Lautstärkeregelung

Um die SC-C65 auch direkt am Device steuern zu können, befinden sich auf der Oberseite des Geräts Sensorbedienelemente. Sie dienen zum Abspeichern bzw. Abrufen von Radiosendern und für den elementaren Spielbetrieb (Titelsprung vorwärts/rückwärts, Stop, Play/Pause). Mittels der FAV Taste kann man die Favoriten aufrufen, und mit der Select Taste ist es möglich, die Eingangsquelle zu wechseln. Unter diesen Sensorbedienelementen ergänzen noch zwei schmucke Aluminium-Taster für die Lautstärkeregelung das Sortiment.

Auf der linken Seite des Kompaktsystems befindet sich der On/Off Taster, mit dem der Lautsprecher zum Leben erweckt oder bei Nichtnutzung ausgeschaltet werden kann.

On/Off Taster auf der linken Geräteseite

Die Rückseite der SC-C65

In diesem Abschnitt möchten wir uns die Rückseite der Technics SC-C65 Komplettlösung etwas genauer ansehen. Auf linken sowie rechten Seite befinden sich die beiden Bassreflexrohre des 2.1 Systems für eine effiziente Basswiedergabe. Im Mittelteil ist die Anschlussbestückung zu finden. Links im Bild zu sehen ist der Anschluss für die Stromversorgung. Daneben befindet sich der AUX-In Eingang, mit dem externe Zuspieler angeschlossen werden können. Darauf folgt der optische Digitaleingang sowie der LAN-Anschluss für eine kabelgebundene Netzwerkverbindung. Die SC-C65 kann dank integrierten WLAN-Modul auch kabellos ins Heimnetzwerk eingebunden werden. Am USB-Eingang kann ein USB-Wiedergabegerät angeschlossen werden und die Inhalte auf der SC-C65 wiedergegeben werden. Als letztes befinden sich in der Anschlusssektion der Antennenanschluss für die Wurfantenne für die Wiedergabe von DAB/DAB+ sowie FM-Radio.

Über einen HDMI-Anschluss oder auch einen Sub-Out für den Anschluss eines externen Subwoofers verfügt die Technics All-In-One Anlage allerdings nicht. Das wären noch durchaus sinnvolle Ergänzungen.

Anschlusssektion der SC-C65

Auf der linken und rechten Seite befinden sich die beiden Bassreflexrohre

Im Lieferumfang enthaltene Remote

Um die Technics SC-C65 auch komfortabel aus der Ferne zu navigieren, liegt im Lieferumfang eine Fernbedienung bei. Die Remote ist aus schwarzem Kunststoff gefertigt, oben ist eine silberne Kunststoffplatte angebracht. Um die Wertigkeit des Systems zu unterstreichen, würde sich hier eine Aluminiumplatte gut machen. Die Taster haben allesamt einen sehr guten Druckpunkt und geben keinen Anlass zur Kritik.

Dank der Chromecast-Kompatibilität stehen dem Nutzer zahlreiche Online-Dienste und eine einfache Multiroom-Integration zur Verfügung. Nun möchten wir uns um die Ersteinrichtung kümmern und haben deswegen zahlreiche Screenshots von den Apps gemacht. Wichtig ist hier zu wissen, dass man zwei Apps benötigt. Zum einen die Google Home App sowie die Technics Audio Center App. Wir beginnen mit dem Einrichtungsprozess über die Technics Audio Center App.

Nach dem Starten der Technics Audio Center App wird abgefragt, ob die App im Netzwerk nach geeigneten Geräten suchen darf

Nachdem wir den vorhergehenden Punkt bestätigt haben, findet eine kurze Suche statt und unser Testkandidat wird sofort erkannt

Übersicht der Quellen: Streaming, Geräte, Heimnetzwerk

App-Darstellung bei der FM-Wiedergabe

Wiedergabe über Spotify 

Einstellmöglichkeiten in der App- Die Toneinstellungen können auch deaktiviert werden, Re-Master optimiert die Klangqualität

Die weiteren Einstellungen in der App

Netzwerkübersicht

In dieser Maske können die Favoriten abgespeichert werden

Für eine optimale Klangqualität in jeder Hörumgebung verfügt die SC-C65 über die Kalibrierungssoftware "Space Tune"

"Space Tune" korrigiert akustische Parameter über das eigene Netzwerk und ermöglicht eine individuelle Soundanpassung an die jeweilige Raumsituation. Das Ergebnis ist ein optimierter Sound für die jeweilige Umgebung mit voreingestellter Klangregelung. Der Anwender kann zwischen drei Aufstellvarianten auswählen: Aufstellung im Raum, Aufstellung wandnah oder Aufstellung im Eck. Wer sich aber mit diesen Presets nicht zufriedengeben möchte, der kann auch den Raum individuell einmessen lassen. 

Wir möchten natürlich die Messung anhand einiger Screenshots erläutern. Zunächst soll die Hülle vom Smartdevice entfernt werden

Im nächsten Punkt werden die Umgebungsgeräusche kontrolliert und die Einmessung des Systems beginnt

Nach der Einmessung können die Werte auch angesehen werden

Nun können die Werte an das Wiedergabegerät übertragen werden

Soll die Technics SC-C65 in einem Netzwerk-Verbund mit Chromecast-Devices, auch verschiedener Hersteller, betrieben werden, benötigt man die Google Home App. Die Einbindung unseres Testkandidaten erweist sich als sehr einfach und in wenigen Steps geschehen.

Die Startansicht der Google Home App

Im nächsten Schritt muss das zu verknüpfende Konto ausgewählt werden

Die Übersicht unserer Chromecast Geräte in der Übersicht

Lautstärkeregelung in der Google Home App

Einstellmöglichkeiten in der App#

Insgesamt präsentiert sich die SC-C65 als exzellent verarbeitet und üppig ausgestattet. Nun sind wir gespannt, was die Lösung akustisch leistet. 

Klangtestreihen

Tidal, diverse Titel

Wir starten mit Diana Kralls "Lok Of Love" und sind direkt ab Beginn des Titels von der akustischen Frische angetan, welche die SC-C65 Komplettlösung bereitstellt. Kein muffiger, monotoner Klang, sondern ein klar definierter virtueller Raum, in dem sich der Sound mit einer ausgezeichneten Auflösung präzise verteilt. Dianas charakteristische Stimme kommt richtig gut heraus, und die Trennung der vokalen von den instrumentalen Anteilen gelingt der Technics-Anlage auch bei gehobenem Pegel souverän. Das Technics-Device ist authentisch und neutral ausgelegt, was die akustische Charakteristik angeht. Wer möchte, kann innerhalb der App Höhen, Mitten und Tiefen individuell justieren. Was uns auch sehr gut bei der SC-C65 gefällt: Die räumliche Tiefe. Alle musikalischen Ebenen werden tadellos präsentiert. Diese Eindrücke setzen sich bei Diana Kralls Adaption von "Desperado" weiter fort. Hier besteht der Anfang des Songs aus Dianas Stimme und einem Klavier - hervorragend, was die SC-C65 hier leistet. So gut haben wir ein Piano selten aus einer All-In-One-Komponente gehört. So feinfühlig, zugleich klar, plastisch - das ist beeindruckend. Auch, als noch ein tiefer liegendes akustisches Fundament hinzukommt, liefert die Technics-Anlage eine überdurchschnittliche Leistung ab. Hier kommen keine Zweifel auf: Im kleineren Wohnraum ist die SC-C65 eine absolut vollwertige Anlage mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und überragendem Klang - dem es tatsächlich an nichts fehlt. 

Kompletter Genrewechsel - der 80er Jahre-Hit "Living On A Prayer" von Bon Jovi steht auf dem Programm. Keinerlei Berührungsängste seitens der SC-C65 - mit Schwung geht es voran, obwohl, das Quellmaterial nicht allzu überzeugend hinsichtlich der akustischen Qualität ist. Die störende Überhöhung im oberen Mitteltonbereich ist hier kaum zu hören. Vielmehr überzeugt uns die solide Präsentation der Stimme Jon Bon Jovis und die dynamisch auftretende E-Gitarre. Zu jedem Zeitpunkt des Songs sind alle Konturen gut ersichtlich, parallel stattfindende akustische Ereignisse werden gut umgesetzt. 

Jetzt geht es auf dem Zeitstrahl ein gutes Stück nach vorn, zu "I don't care" von Ed Sheeran. Klar, lebendig, mit sauberer Ausarbeitung vokaler Konturen: Das passt defintiv, was wir aus dem edlen Gehäuse der SC-C65 vernehmen dürfen. Uns erstaunt, welch solides Fundament bei tieferen Frequenzen bereitgestellt wird - trotzdem, vermutlich auch dank der Space Tune-Einmessung, praktisch kein störendes Dröhnen, auch bei höherer Lautstärke nicht. Der gesamte virtuelle Raum wirkt zu jedem Zeitpunkt glaubwürdig. 

Es folgt "Love Tonight" von Shouse. Der Club-Hit liegt dem SC-C65 System ebenfalls auf ganzer Linie: Eine frische, vehemente, vollständige Wiedergabe erfreut das Ohr der Tester. Dynamische Wechsel im akustischen Gefüge kommen mit hoher Impulstreue zur Geltung. Nur, wenn man es mit dem Pegel übertreibt, wirkt der Bass leicht hohl, und die Substanz schwindet etwas. Der Rhythmus kommt zu jedem Zeitpunkt in vollum Umfang zur Geltung, und die Saxophon-Einlagen wirken schwungvoll und exakt auf den Punkt gebracht. "Ready Or Not" im Mix der Bodybangers überzeugt ebenfalls: Die maximal ohne größere störenden Konsequenzen erzielbaren Lautstärkepegel reichen defintiv aus, um die Nachbarn aufzuschrecken. Wechsel in der akustischen Gesamtausprägung werden zuverlässig umgesetzt, mit ausgezeichneter Klarheit und solidem Fundament, welches sofort und ansatzlos bereitsteht. 

CD-Player - "James Bond Themes"

Wir legen die Hybrid SACD/CD "James Bond Themes" (The Royal Philharmonic Orchestra) ins CD-Laufwerk oben ein. Fast geräuschlos und schnell geht der Einlesevorgang vonstatten, während der Wiedergabe ist das Betriebsgeräusch des Laufwerks ebenfalls angenehm niedrig und ist schon aus geringer Distanz praktisch nicht zu hören. Über die Wiedergabe der rein instrumental dargebotenen 007-Titelsongs gibt es auch nur Positives zu berichten: "Goldfinger" hat eine hervorragende Dynamik, dynamische Differenzen kommen impulstreu heraus. Die Streicher werden lebendig, zugleich aber angenehm sowie homogen dargeboten. Der Aufbau in verschiedene musikalische Ebenen gelingt souverän, der tieffrequente Unterbau punktet ausnahmslos. Bei "Thunderball" finden die bisherigen Höreindrücke ihre nahtlose Fortsetzung. Erstaunlich wuchtig, markant, mit Durchsetzungskraft - da haben andere All-In-One-Systeme wenig Chancen gegen die Technics-Offerte. Aber auch Kleinigkeiten kommen treffend zum Ausdruck - diese kultivierte, komplette Wiedergabe überrascht immer wieder. 

Bluetooth-Verbindung, Netflix: "Transformers 3", Filmtonwiedergabe

Taugt die Technics-Anlage auch zur Wiedergabe von Filmton? Wir nutzen die Bluetooth-Verbindung zum Smartphone und starten die Wiedergabe von "Transformers 3" über Netflix. Der Spreche der Autobots zu Beginn wird sauber, aber minimal zu hoch und mit etwas zu wenig Volumen in der Stimme wiedergegeben. Die Schlachtszenen gleich zu Anfang werden mit guter Räumlichkeit in Weite und Tiefe präsentiert, zugleich kommt der Music Score akkurat heraus. Erst bei hohen Pegeln (ca. 75 - 80 Prozent des maximal möglichen Pegels) merkt man dem SC-C65 System die Anstrengung an, und die Dynamik kann nicht mehr vollumfänglich wiedergegeben werden. Die Szenen in Washington, stark von Dialogen und dem Music Score getragen, wirken authentisch - auch hier beweist das SC-C65, dass man es als wirklich vollwertige Lösung angesehen kann, die Filmton deutlich besser wiedergibt als so manche preiswertere Soundbar. Mehr Details, mehr Klarheit in den Dialogen, bessere Ortungsmöglichkeit von Effekten: Qualitativ setzt unser Testkandidat defintiv Akzente. Auch hinsichtlich der Basswiedergabe, wie man anhand der Mondlandung nachvollziehen kann. Tiefgang, Substanz und tieffrequente Dynamik sind mit der Note "sehr gut" zu bewerten. 

Konkurrenzvergleich

Bluesound Pulse 2i: Zum identischen Preis (Marktpreis) gibt es den Bluesound Pulse 2i, der in unserem damaligen Test absolut überzeugen konnte. Mit der äußerst flexiblen Bluesound-App mit extrem umfangreichen Wiedergabe- und Einstellungsmöglichkeiten setzt der wahlweise in weißer oder schwarzer Version erhältliche große Tabletop-Speaker nach wie vor für Furore. Sauber verarbeitet und einfach im Handling ist der Pulse 2i ebenfalls. Akustisch kommt er nahe an das SC-C65 System heran, kann bei Detaillierung und Klarheit aber nicht zu 100 Prozent mithalten. Für die Technics-Lösung spricht zudem die bessere Ausstattung: DAB-/FM-Tuner, Einmessung per App, eine gute mitgelieferte Fernbedienung und ein CD-Laufwerk stehen hier auf der Habenseite. 

Denon Home 350: Für Preise um die 600 EUR macht der größte der All-In-One-Speaker der Denon Home Serie einen hervorragenden Eindruck: Einfach zu handhaben, klanglich gerade im Bassbereich äußerst potent und prima verarbeitet. Das Technics-System offeriert für 200 EUR mehr eine deutlich edlere Anmutung, eine Fernbedienung, eine Einmessung per App sowie CD-Laufwerk, digitaler/analoger Radiotuner und Chromecast zusätzlich zur eigenen Technics Streaming-Plattform. AirPlay 2 besitzen beide Devices. 

Teufel Stereo M: Wer mehr Platz hat und zwei dedizierte, per Kabel miteinander verbundene Regallautsprecher aufbauen kann, erhält mit dem Teufel-Set eine verlockende Alternative, die mit knapp 900 EUR maßvoll teurer ist. Minimalistisch im Bauhaus-Design gestaltet, klanglich sehr stark (sauberer, harmonischer Klang, gute Detaillierung, kräftiges Fundament), fällt es leicht, hier glücklich zu werden. Das SC-C65 ist aber auch in diesem Vergleich die bessere Lösung, wenn man mehr Flexibilität bei den Wiedergabeoptionen wünscht. Verarbeitet ist das Teufel Set sehr gediegen. 

Fazit

Das Technics SC-C65 System hat uns im gesamten Testbetrieb praktisch zu 100 Prozent überzeugt. Die Vorzüge der japanischen Lösung beginnen umgehend nach dem Auspacken. Die äußerst edle, gediegene Optik besitzt einen hohen Wiedererkennungswert, ohne aufdringlich zu erscheinen. Die Materialqualität ist vorzüglich, nimmt man die eher durchschnittliche mitgelieferte Fernbedienung aus. Zieht man allerdings die Lösungen der Konkurrenz mit ins Kalkül, so wird dort entweder gar keine oder aber eine deutlich schlechtere Remote mit beigelegt. Das Display auf der Gerätefront löst fein auf, die Bedienung mit der Technics-eigenen App, Google Home-App oder mittels der Fernbedienung ist einfach sowie komfortabel. Akustisch trumpft die SC-C65 groß auf und übertrifft praktisch alle Kontrahenten. Fundiert, kräftig, impulstreu und detailreich, wird hier eine Messlatte gesetzt, an der auch bestens etablierte Konkurrenten scheitern dürften. Dank der Ausstattung mit Streamingmodul, Bluetooth, DAB/FM-Tuner und CD-Laufwerks ist das SC-C65 zudem extrem flexibel einzusetzen.

Innovative Vollausstattung, erstklassige Verarbeitung und hervorragende Klangqualität ergeben einen echten Champion

Gesamtreferenz All-In-One-Devices Oberklasse
Test 18. Februar 2022

 

 

Test: Sven Wunderlich, Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 18. Februar 2022

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