XXL-TEST: Samsung 4K Neo QLED-TV QN90D in 55 Zoll - ausgezeichneter Smart TV für Alltag und Filmvergnügen?

Anzeige
Klipsch Onkyo Odyssee

Video-EQ

Samsung 55qn90d Einstellungen Bild 2

Integrierte Bildmodi

Samsung 55qn90d Einstellungen Bild 3

Bild - Experteneinstellungen

Samsung 55qn90d Einstellungen Bild 4

Weißabgleich möglich

Samsung 55qn90d Einstellungen Bild 5

Farbraumeinstellungen

Samsung 55qn90d Einstellungen Bild 6

Anzeige

Farbmanagement Primärfarben

Samsung 55qn90d Einstellungen Bild 7 Intelligent

Intelligente Kalibrierung zusammen mit einem Smartphone starten

Samsung setzt grundsätzlich auf lediglich ein paar wenige Bildmodi für einfaches Handling. Das ist durchaus ein guter Ansatz, da sich viele Presets häufig nur geringfügig unterscheiden bzw. kaum Unterschiede ausmachen. Dynamisch bietet eine sehr intensive, aber nicht wirklich authentische Farbdarstellung. Standard hingegen ist inzwischen gar nicht so schlecht und kann für ein knackiges Bild bei Live-TV genutzt werden, wenngleich das Bildfeld Film und Filmmaker Mode die authentischere Farbdarstellung liefern. Bei hochauflösenden Inhalten von Streamingdiensten oder einem Ultra HD Blu-ray Player zugespielt, sollte man daher auf letztere Bildfelder setzen. Der Filmmaker Mode eignet sich am besten für alle, die eine originalgetreue, vom Produzenten und Regisseur beabsichtigte visuelle Darstellung wünschen. Man muss allerdings wissen, dass hier sämtliche dynamischen Bildoptimierer, auch die Zwischenbildberechnung, deaktiviert wird. Die Inhalte sollten also von solider bis sehr guter Qualität sein. Wer dynamische Bildoptimierung dennoch nutzen möchte, wählt entweder den Film-Modus oder schaltet diese im Filmmaker Mode manuell zu. Die Zwischenbildberechnung findet man bei Samsung in den Experteneinstellungen unter dem Punkt "Bildschärfe-Einstellungen". Hier kann man vorgefertigte Modi mit unterschiedlicher Intensität wählen oder, für ein individuelles Setting, "Benutzerdefiniert" wählen.

Außerdem gibt es den Eco-Modus für geringen Stromverbrauch sowie bei den adaptiven Modi die Presets Optimiert bzw. EyeComfort, wenn man den TV besonders häufig nutzt. Auch die intelligente Kalibrierung, zusammen mit einem Smartphone, empfiehlt sich. Hier werden essentielle Parameter in Verbindung mit der Smartphone-Kamera abgeglichen und häufig erhält man ein noch authentischeres, kontrastreicheres Bild. Die Kalibrierung erfordert hier keine Vorkenntnisse und ist recht schnell erledigt. Wer hier selbst Hand anlegen möchte, findet bei den Farbraum-Einstellungen und Weißabgleich die richtigen Werkzeuge. Natürlich kann man auch die grundlegenden Optionen wie Helligkeit, Kontrast und Gamma justieren und es gibt Zusatzoptionen, wie z.B. HDR-Remastering, um SDR-Inhalte farblich aufzufrischen.

Bild Ultra HD Blu-ray - Mord Im Orientexpress, Kapitel 6, Filmmaker Modus 

Wir sind begeistert, denn auch am Tage (gut, draußen ist es regnerisch, aber trotzdem kommt einiges an externem Licht durchs Fenster) ist es problemlos möglich, eine hochwertige Ultra HD Blu-ray mit HDR10 zu betrachten. Das Display weist eine ausgesprochen hohe maximale Helligkeit und einen für einen Quantum Dot-Fernseher breiten Blickwinkel auf. Durch die oben bereits angesprochene antireflexive Beschichtung können Spiegelungen durch den Lichteinfall deutlich abgemildert werden.

Nun befinden wir uns im Speisewagen des Luxus-Zugs. Wir notieren eine sehr treffende Farbwiedergabe, ein strahlendes, aber nicht zu kaltes Weiß der Tischdecke. Hercule ist am Tisch im Gespräch mit seinem Gegenüber. Das Kristall der edlen Gläser wird fein wiedergegeben, inklusive der Spiegelungen. Die Glasstruktur der Oberfläche der Lampe im Hintergrund ist gut zu erkennen. Das Bild tritt stabil sowie rauscharm auf, selbst dann, wenn man praktisch direkt vor dem QN90D sitzt, ist kaum Rauschen erkennbar.

Anzeige
Yamaha True X 800x600

Gesichter in Nahaufnahme zeigen eine saubere Darstellung der Hauttöne, nur selten erscheint die Oberfläche eines Gesichts etwas zu weich gezeichnet und dadurch minimal teigig. Beim Blick in den Speisewagen hinein in Richtung Küche zeigt der Real Depth Enhancer sein Können. Die vorderen Bildebenen werden sehr scharf präsentiert, die Dame im roten Gewand und die Polsterung der hochwertigen Stühle, hinten dann lässt der QN90D bewusst die Unschärfe bestehen. dadurch erscheint das Bild enorm differenziert, plastisch und weist eine enorme räumliche Tiefe auf.

Der teure Stoff, aus dem der Anzug des Meisterdetektivs besteht, kommt ohne Rauschen oder die Bildung störender Artefakte klar heraus. Die Falten im Gesicht der alten Lady erscheinen ebenfalls äußerst authentisch, sodass der QN90D hier insgesamt mit einem sehr realistischen, hinsichtlich der Grundparameter Helligkeit, Kontrast, Farbe und Schärfe hochwertigen Bild daherkommt. Aber auch die stabile Bewegungswiedergabe spricht für sich. Für seine Preisklasse eine tolle Leistung bislang. 

Bild Blu-ray - Mission Impossible, Phantom Protocol, Modus Film, Dubai-Szene

Samsung 55qn90d Menue Bild

Ein KI-Bildmodus ist auch auf Wunsch vorhanden

Hier nun überprüfen wir, ob das 4K AI-Upscaling auch bei diesem Samsung TV-Modell des Jahrgangs 2024 ins Schwarze trifft. Die Dünen, zu Beginn der Dubai-Sequenz sichtbar, werden prima dargestellt, es ruckelt während der Kamerafahrt kaum. Scharf und detailreich sieht man den Innenraum des Land Rover, in dem Ethan und sein Team unterwegs sind. Die Gesichter der Akteure sind sehr gut detailliert, man erkennt die Poren der Haut, und als kurze Zeit später die Skyline von Dubai auftaucht und die Kamera auf den Burj Khalifa zoomt, ist das beeindruckende Gebäude sehr gut auch in Details erkennbar, Ruckeln oder Unschärfen treten kaum auf. Daher - eine saubere, stabile 24p-Bewegungswiedergabe ist definitiv einer der Vorzüge des QN90D.

Wie gut der Samsung auch Feinheiten herausarbeitet, wie die Stoffoberfläche von Benjis Sakko, ist bemerkenswert. Vom Regisseur gewollte Schärfe-Unschärfe-Relationen arbeitet der QN90D auch bei diesem Beispiel sehr gut heraus. Insgesamt entsteht bei dieser BD, die nicht einmal ein über alle Maßen hervorragendes Bild hat, ein Quasi-4K-Bildeindruck, gerade wenn man etwas weiter entfernt vom QN90D sitzt. Klar, der Kenner sieht schon, dass hier eine Blu-ray in sehr beachtlicher Qualität hochskaliert wurde und es keine UHD-BD ist, aber trotzdem ist die Leistung des Samsung exzellent. Das erkennt man auch, als Ethan an der Fassade des Burj Khalifa herumklettert. Einzelheiten an seinen speziellen Handschuhen und an den Fensterrahmen sind allzeit deutlich erkennbar. Auch der im Hintergrund herannahende Sandsturm mit den dichten Sandwolken wirkt plastisch und fein differenziert.

Bild Tuner

Viel Handlungsbedarf für ein farblich natürliches und angenehmes Bild mit dem QN90D besteht, bei konventionellen Anforderungen, nicht. Einer der beiden Film-Modi vorausgesetzt, liefert der Neo QLED TV ein attraktives, stabiles und helles Bild. Eine helle Umgebung kann dem Samsung-Fernseher nichts anhaben, lediglich direkte Sonneneinstrahlung kann bei dunkleren Bildinhalten für wirklich störende Reflektionen sorgen. Ansonsten zeigt der QN90D, auch in sehr hellen Umgebungen mit Tageslichteinfall ein kontrastreiches, helles Bild ohne Einschränkungen. Die Farbgebung ist, wie erwähnt, im Film-Modus bzw. Filmmaker Mode am natürlichsten. Allerdings sind die Bildfelder ideal für hochauflösende Inhalte und da können die 720p-Bilder im Live-TV manchmal schon etwas soft wirken. "Standard" ist in diesem Bereich, mit einer zwar geringfügig kühleren, aber immer noch soliden Farbdarstellung, etwas knackiger. "Dynamisch" hingegen sollte man stets vermeiden, da hier nicht nur die Farbtemperatur nicht passt, sondern auch die Schärfe zu stark angezogen wird, was dann u.a. zu unsauberen Kanten führt. Insgesamt wirkt das Bild angenehm ruhig und stabil. Einzelne Bildebenen werden hinsichtlich ihrer Tiefe gut gestaffelt und auch feine Details in Nahaufnahmen kommen gut heraus. Scaling- oder auch sonstiges Rauschen ist kaum sichtbar, auch Logos und Schriften im Bild gelingen gut und ohne großartige Treppenstufenbildung. Das Umschalten liegt absolut im Soll mit knapp unter zwei Sekunden.

Anzeige

Bewegungswiedergabe - Zwischenbildberechnung

Die wichtigsten Bildparameter haben wir bereits ausführlich beschrieben, jetzt wollen wir uns noch um die 24p-Darstellung mit Zwischenbildberechnung kümmern und die Bewegungsschärfe im Allgemeinen betrachten. Wer in Verbindung mit dem Tuner den Bildmodus "Standard" wählt, fällt automatisch bei den "Bildschärfe-Einstellungen" von Samsung in den Auto-Modus. Heißt konkret, dass bei Live-TV sowohl die Punkte Unschärfeminderung als auch Judder-Minderung mit dem Wert 10 auf vollen Ausschlag gesetzt werden. Von einem artefaktefreien Bild kann man dann leider nicht mehr sprechen. Immer wieder fallen Nachzieheffekte und kleine Bildfehler bei genauem Hinsehen auf. Das natürlich je ausgeprägter, desto schneller die Bewegungen von Objekten innerhalb des Bildes erfolgen, oder auch, wenn es viele Kamerafahrten und Schwenks zu sehen gibt. Beim 50Hz-Live-TV-Bild empfehlen wir die Zwischenbildberechnung zu deaktivieren oder aber, wenn man es z.B. beim Sport bevorzugt, innerhalb der benutzerdefinierten Einstellungsmöglichkeiten einen Mittelweg zu finden.

Die 24p-Wiedergabe ist natürlich stärker vom typischen Judder betroffen, weshalb viele Anwender hier lieber auf die Zwischenbildberechnung als die native Darstellung setzen. Grundsätzlich können Kino-Fans, die lieber nativ 24p sehen, beim Samsung QN90D mit einer sehr anständigen Darstellung rechnen. Der typische 24p-Judder wird natürlich an typischen Stellen deutlich, wie z.B. im ersten Kapitel von "Mord im Orient-Express". Bei der schwierigen Szene an der Klagemauer in Jerusalem zeigt sich etwas Ruckeln an den Mauerfugen und dem Kameraschwenk nach unten. Auch die zahlreichen Pilger, auf die man von oben herabblickt, werden dann mit zitternden Objektkanten abgebildet. Das Topmodell QN95D sah hier etwas stabiler und ruhiger aus, insgesamt sehen wir aber auch mit dem QN90D noch eine solide, weitgehend flüssige Abbildung und keinesfalls grobe Schnitzer. Zumal die Szene allen Geräten bzgl. der 24p-Wiedergabe alles abverlangt. Die Auto-Einstellung bei den Bildschärfe-Einstellungen sollte man als Filmenthusiast nicht verwenden. Die genannten Probleme werden damit zwar praktisch vollständig ausgemerzt und es gelingt ein sehr bewegungsscharfes und flüssiges Bild mit sehr guter Tiefenstaffelung, dafür aber geht der authentische Kino-Look etwas verloren und es schleichen sich andere Artefakte ins Bild ein, die durch die Berechnung in Echtzeit entstehen. Hier dann besonders bei schnellen Bewegungen der Protagonisten. Teilweise werden hier ganze Objekte, z.B. der Kopf samt Kopfbedeckung des Eierlieferanten von Hercule Poirot, nicht mehr stabil abgebildet, was dann zu ähnlichen Problemen führt wie eine native 24p-Darstellung. Mit der benutzerdefinierten Einstellung aber lässt sich hier ein sehr guter Kompromiss erzielen. Es gelingt ein authentischer Film-Look mit guter Bewegungsschärfe und nicht übermäßig ausgeprägten Bildartefakten, sofern man es mit der Judder- und Unschärfe-Minderung nicht übertreibt.

  • Weiter geht es auf der nächsten Seite mit den Klangeindrücken, dem Konkurrenzvergleich und Fazit zum Samsung 55QN90D!

Anzeige


Weiter auf: Vorherige Seite Nächste Seite

Seiten: 1 2 3 4

Tags:

Alle aktuellen Tests auf AREA DVD

Themen-Schlagwörter (nach Häufigkeit sortiert)

Lautsprecher Blu-ray Disc-Review Samsung Panasonic IFA TV Kopfhörer Ultra HD Ultra HD Blu-ray-Review Soundbar LG Sony AV-Receiver Teufel CES Fernseher OLED Denon Verstärker Subwoofer nubert Bluetooth-Lautsprecher Special Yamaha Dolby Atmos Smartphone Aktivlautsprecher Bluetooth Stereo Canton Dali Beyerdynamic JBL Marantz Philips aktiver Lautsprecher AVR Wireless-Lautsprecher KEF Info-Special

Privacy Manager
  ZURÜCK