XXL-TEST: Philips OLED+959 - Bildstarkes Topmodell im edlen Design mit Ambilight plus

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Klipsch Onkyo Odyssee

Bild

Wir starten diesmal unsere Bildwertung direkt mit der Untersuchung des im OLED+959 integrierten TV-Tuners. Bei der ersten Nutzung schlägt uns der Philips TV direkt vor, der P5 AI Picture Engine unsere Vorlieben in den Bereichen Schärfe, Kontrast, Farbe, etc. zu nennen, damit die interne Signalverarbeitung die Darstellung am Bildschirm entsprechend optimiert. Zunächst wählt man ein gewünschtes Bildfeld aus. Es stehen "Kristallklar", "Heimkino", "ECO" und der "Filmmaker Mode" zur Verfügung. Danach lassen sich verschiedene Optionen hinzuschalten oder deaktivieren, darunter auch die automatische Anpassung der Helligkeit und Farbtemperatur in Abhängigkeit der Umgebungshelligkeit. Außerdem noch diverse dynamische Optimierer.

Philips Oled959 P5 Ai Picture Engine Setup 1

Mit dem Assistenten kann man Voreinstellungen für die P5 AI Picture Engine vorgeben

Philips Oled959 P5 Ai Picture Engine Setup 2

Welches Bildfeld soll genutzt werden?

Philips Oled959 P5 Ai Picture Engine Setup 3

Lichtverhältnisse im Raum berücksichtigen und das Bild entsprechend anpassen?

Philips Oled959 P5 Ai Picture Engine Setup 4

Weitere dynamische Bildoptimierer verwenden?

Philips Oled959 P5 Ai Picture Engine Setup 5

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Die Farbtemperatur in Abhängigkeit des Umgebungslichts justieren?

Philips Oled959 P5 Ai Picture Engine Setup 6

Nach wenigen Schritten ist die Einrichtung erledigt

Für eine natürliche Farbgebung empfiehlt sich Heimkino oder auch der Filmmaker Mode. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass der OLED+959 im Bildfeld "Kristallklar" seine maximale Helligkeit erreicht, die deutlich über der erreichbaren Helligkeit bei einem Farbfeld mit natürlicher Farbgebung liegt. Das kann bei HDR-Games dann durchaus von Vorteil sein, allerdings ist die Farbtemperatur für eine authentische Filmdarstellung dann deutlich zu kühl. Mit dem hochwertigen META-Panel und der Mikro-Linsen-Array-Technologie erreicht der Philips insgesamt erstaunlich hohe Helligkeitswerte mit kühlem Bild-Preset. Aber auch bei Heimkino oder im Filmmaker Mode wird eine sehr gute Performance bezüglich der Helligkeit geboten, so dass man in der Lage ist, auch HDR-Filme problemlos in sehr guter Qualität zu betrachten. Je besser man das Umgebungslicht kontrollieren bzw. das Wohnzimmer abdunkeln kann, desto imposanter ist der Bildeindruck. Als OLED-Fernseher profitiert man hiervon natürlich ganz besonders, da man so auch Reflektionen sehr gut vermeidet. Das bedeutet aber nicht, dass man auch mit etwas Umgebungslicht Filme und Live-TV in guter Qualität genießen kann. Solange man direkte Sonneneinstrahlung vermeidet, liefert der Philips OLED+959 ein kontraststarkes Bild mit intensiver dynamischer Farbgebung und ausgeprägter Plastizität. Auch Spiegelungen sind, selbst bei heller Umgebung, recht gemäßigt ausgeprägt, solange die Sonne nicht direkt auf den Bildschirm strahlt, und stören nur bei dunklen Szenen.

Bei Live-TV wählen wir zwar bereits das Bildfeld "Heimkino" für eine authentische Farbdarstellung, lassen einige Bildoptimierer, auf die wir im Filmbetrieb meist lieber verzichten, aktiv. Das teilen wir so auch dem Einrichtungsassistenten der P5 AI Picture Engine mit. Der Philips liefert dann natürliche Farben und ein sehr stabiles, angenehmes Bild mit einem sehr guten plastischen Eindruck. Philips setzt dabei auf eine sehr scharfe Abbildung, die stellenweise zu etwas Treppenstufenbildung führt. Das lässt sich per manuellem Eingriff noch ein wenig reduzieren. Das Bild ist ruhig und unaufgeregt, stellenweise gibt es bei schwächerem Produktionsmaterial etwas Rauschen und bei sehr schnellen Bewegungen lässt sich bei genauem Hinsehen das ein oder andere Artefakt der Zwischenbildberechnung erkennen, die sich aber auch ausschalten lässt. Insgesamt wird ein sehr gutes Tuner-Bild mit toller plastischer Wirkung und sehr guter Farbdifferenzierung realisiert. Setzt man gleich auf den Filmmaker Mode, wird die Schärfe automatisch ein wenig reduziert, Logos und Schriften im Bild sind dann nur noch sehr geringfügig mit Treppenstufen versehen. Das artefaktefreie Bild ohne Zwischenberechnung zeigt Bewegungen nicht mehr ganz perfekt flüssig, sorgt aber für eine sehr angenehme, stabile Darstellung. Das gilt auch für langsame Kamerafahrten bei weiten Panorama-Aufnahmen. Hochwertige Produktionen, wie z.B. Naturdokumentationen, präsentieren sich dabei mit exzellenter Detailschärfe, so dass das geringer auflösende Bild auf dem 4K-Bildschirm fein durchzeichnet und differenziert erscheint. Dabei fällt auf, dass trotz der geringen Auflösung auch hintere Bildebenen gut strukturiert sind. Die Umschaltzeiten liegen bei ziemlich genau zwei Sekunden beim Kabelfernsehen.

Der Philips OLED+959 eignet sich auch exzellent für Gaming oder Sport-Events und profitiert dabei vom enorm schnellen Bildaufbau und den flinken Schaltungszeiten der OLED-Pixel. Sollen schnelle Bewegungen sehr gleichmäßig und nachvollziehbar erscheinen, bietet sich auch der Modus der KI-Sportoptimierung an, ganz ohne Bildartefakte gelingt dies dann aber nicht. Im Filmbetrieb hingegen werden exzellente Optionen für ein ruhig erscheinendes, authentisch wirkendes Bild ohne nennenswerte Störartefakte geboten, wie wir im folgenden Abschnitt beschreiben.

4K UHD Blu-ray, Mord im Orient-Express, ab Filmbeginn

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Bei der Filmwiedergabe wählen wir den Filmmaker Mode und prüfen, wie der Philips Flaggschiff-TV die UHD-Signale ohne dynamische "Optimierer" abbildet. Der Philips bietet verschiedene Einstellungsmöglichkeiten bezüglich der Zwischenbildberechnung und beim Filmmaker Mode ist hier der Modus "Film" aktiviert. Da es sich um einen HDR-Film handelt, ändern sich auch die verfügbaren Bildprogramme. Es stehen HDR Kristallklar, HDR-Heimkino, HDR Eco, HDR Filmmaker Mode, HDR IMAX Enhanced, HDR Spiel und HDR-Monitor zur Verfügung. Im Falle der Calman Farbkalibrierung auch HDR Calman. Grundsätzlich entsprechen die HDR-Bildfelder bezüglich ihrer Darstellung und Farbtemperatur den Presets im SDR-Betrieb.

Der HDR Filmmaker Mode liefert hier ein exzellentes Ergebnis ab und realisiert ein extrem scharfes, aber zu keinem Zeitpunkt überschärftes, Bild mit enormem Detailreichtum. Als sich Keira Knightley und Kenneth Branagh unterhalten, zeigt der OLED+959 eine nahezu perfekte Abbildung der Feinheiten im Gesicht und der Strukturen an der Kleidung. Dabei wird zudem ein sehr plastisches und differenziertes Bild mit ausgezeichneter Farbdarstellung geboten. Auch das Dämmerlicht in der folgenden Szene wirkt äußerst authentisch und als der Blick von Hercule Poirot in die Ferne schweift, wird auch die Kulisse im hinteren Bereich scharf und sauber abgebildet. Das Bild erscheint dabei meist nahezu rauschfrei, nur in den Innenaufnahmen lässt sich hier vereinzelt Farbrauschen erkennen. Die gesamte Darstellung wirkt sehr kinogerecht und natürlich. Die Kombination aus Kontraststärke, Plastizität und Detailreichtum zieht den Zuschauer erfolgreich in seinen Bann und dank der sehr angenehmen, stabilen Darstellung gibt es auch keine Störfaktoren, die diese Konzentration stören könnte.

Wir gehen nochmal zurück zum Anfang und schauen uns die prekäre Szene an, als die Kamera unter gleißendem Sonnenlicht nach unten zur Klagemauer schwenkt. Bereits kurz davor bei der Logo-Darstellung schafft der Philips TV eine sehr ruhig wirkende 24p-Wiedergabe mit ausgesprochen gleichmäßiger Bewegung. Und der gute Eindruck täuscht nicht, denn auch als die Kamera nach unten schwenkt und viele bewegte Objekte im Bild zu sehen sind, zeigt der Philips ein überdurchschnittlich angenehmes, stabil wirkendes Bild. Ganz leicht nur ist 24p-Judder bemerkbar, dabei bleibt das Bild auch praktisch artefaktefrei und zeigt nur ganz geringfügig zitternde Kanten. Auch die Fugen und Mauersteine gelingen sauber und alle Bewegungen wirken sehr gleichmäßig und ohne Ruckeln. Selbst der rennende Junge, der für Hercule die Frühstückseier transportiert, bringt den OLED+959 kaum aus der Ruhe. Positiv hervorzuheben ist hier, dass die Bildschärfe und Detaillierung, auch bis in die hinteren Ebenen, auch während der Bewegungen erhalten bleibt. Der Bildeindruck wirkt so besonders plastisch und realitätsnah.

Der Filmmaker Mode mit der Einstellung der Zwischenbildberechnung "Film" ist ein hervorragender Kompromiss, der auch Anwender überzeugt, die sonst häufig auf eine vollständig native 24p-Wiedergabe ohne Frame Interpolation setzen. Der typische Film-Look bleibt praktisch komplett erhalten, Artefakte sind uns zu keinem Zeitpunkt wirklich eklatant aufgefallen und dennoch wirken Bewegungen sehr flüssig und, zwar nicht komplett, aber nahezu vollständig, judderfrei. Zugegeben, auch bei vollständiger Deaktivierung der Zwischenbildberechnung (im Menü unter Bewegung - Aus) liefert der Philips OLED+959 ein sehr angenehmes, stabiles Bild. Judder und zitternde Kanten, besonders bei den vielen Pilgern vor der Klagemauer, fallen dann aber schon häufiger auf und wirken sich negativ auf den ruhigen Bildeindruck aus. Neben Film findet sich mit "Pures Kino" eine ebenfalls sehr gute Einstellung, die nochmals feinfühliger eingreift. Außerdem gibt es stärker agierende Modi und mit der Einstellung "Persönlich" kann man die Intensität der Frame Interpolation auch individuell justieren. Hier bietet Philips wirklich alle wichtigen Einstellungsmöglichkeiten. Bei hoher Intensität, z.B. mit dem Preset "Gleichmäßig" werden die Bewegungen zwar sehr flüssig wiedergegeben, hier geht aber der Film-Look doch etwas verloren und Nachzieheffekte sind, vor allem bei schnellen Bewegungen und Kamerafahrten, sichtbar.

Was Kontrast und Schwarzwert betrifft, kann sich der Philips TV voll auf seine OLED-Technologie verlassen. Tiefschwarz wirken Bildbereiche, die im Dunklen liegen. Gleichzeitig werden sowohl in kaum beleuchteten als auch in sehr hellen Bildsegmenten sehr viele Details herausgearbeitet, was ebenfalls zur hohen Glaubwürdigkeit des Bildes beiträgt. Das Bild ist zu jedem Zeitpunkt plastisch und auch die Objektplastizität ist auf hervorragendem Niveau. Mit sehr natürlicher Farbgebung, überragender Schärfe und Detaillierung und einem nahezu greifbaren Bild wird ein sehr authentisches, gleichzeitig sehr mitreißendes Bild generiert.

1080p Blu-ray-Disc, Skyfall

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Das Upscaling von konventionellen Blu-ray Discs mit der Auflösung 1080p erledigt der Philips OLED+959 ganz hervorragend. Hier wird ein sehr scharfes und detailliertes Bild geboten, dass bei hoher Produktionsqualität nahezu an 4K-Inhalte heranreicht. Allerdings sollte man für eine sehr natürliche, authentische Darstellung auf den Filmmaker Mode setzen, Heimkino z.B. zieht hier die Schärfe zu sehr nach oben und wirkt auch nicht ganz so farbecht. So liefert der Fernseher aber eine sehr glaubhafte und intensive Darstellung, die den Film-Enthusiasten sofort mitnimmt. Mit exzellentem Schwarzwert und feiner Durchzeichnung in dunklen Bildbereichen im schwach beleuchteten Appartement begeistert der Philips OLED ebenfalls. Vertiefungen in der Wandvertäfelung oder Feinheiten am Sofa-Stoff kommen klar heraus. Die einfallenden Sonnenstrahlen werden, auch hier in SDR, gleißend umgesetzt und wirken authentisch.

Die 24p-Wiedergabe in typischer Einstellung im Filmmaker Mode gefällt uns auch hier wieder am besten. Ein ruhiges Bild, das nur während der blitzschnellen Sequenzen während der Verfolgungsjagd ein paar Nachzieheffekte und ganz leichtes Kantenzittern zeigt, begeistert sowohl den nativen 24p-Filmbegeisterten als auch denjenigen Anwender, der ein gleichmäßiges, aber immer noch kino-gerechtes Bild bevorzugt. Bei gleichzeitigem Upscaling und der Frame Interpolation wirkt es zwar subjektiv so, dass ein paar mehr zitternde Kanten und Artefakte zu sehen ist, als bei der 4K-Darstellung, insbesondere z.B. als der Scherge vor Bond auf dem Motorrad flieht. Dennoch befürworten wir diesen sehr guten Kompromiss zwischen nativer Wiedergabe und gleichmäßiger Bewegungswiedergabe. Auch bei den weiten Panorama-Aufnahmen über den Dächern Istanbuls gefällt die ausgeprägte Detaillierung mit guter Durchzeichnung der hinteren Bildebenen. Man muss aber auch sagen, dass hier die native 24p-Abbildung sehr gut gelingt und das Bild nochmals etwas sauberer und natürlicher wirkt, wenn man mit leichtem 24p-Judder leben kann.

Intensive, nicht zu strahlende Farben, realisiert der OLED+959 auch im rec.709-Farbraum. Die Detaillierung zeigt nochmal bei der Nahaufnahme von Judi Dench sowie Bonds Gehilfin, dass sie sich auf höchstem Niveau befindet. Die Gesichter sind sehr fein abgebildet und gefallen auch mit ausgezeichneten Hauttönen. Aber auch der abgenutzte Lack am Bagger auf dem Zug oder feine Details im Textilgewebe von Bonds Anzug werden sorgfältig herausgearbeitet. 

Ambilight Plus

Philips 65oled959 Ambilight1

Eine Vielzahl einzeln ansteuerbarer LEDs mit aufgesetzten Linsen

Der Philips OLED+959 ist der erste Philips OLED-Fernseher, der mit der neuen Ambilight Plus-Technologie ausgestattet ist und verdient diesbezüglich besondere Beachtung. Fast 200 LEDs sitzen hier auf der Rückseite des Fernsehers. Diese können einzeln angesteuert werden, verbaute Linsen werfen das Licht dann in unterschiedliche Richtungen an die Rückwand hinter dem Fernseher. Philips gelingt damit eine subjektive Erweiterung des Bildgeschehens über den Bildschirm hinaus. Bei Ambilight Plus wird dabei der aktuell laufende Inhalt noch präziser analysiert. Das gilt sowohl für die erkannten Farben als auch für die Intensität der Farbhelligkeit und auch dem Inhalt, der gerade angezeigt wird. Also z.B. Bewegungen, die zu "bewegter" Farbabbildung an der Rückwand sorgt. Das kann sensiblen Gemütern dann auch schon einmal etwas zuviel des Guten werden, da sich Farben und Helligkeit sehr schnell ändern.

Philips Oled+959 Style 2

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Ambilight plus in Action 

Philips Oled+959 Side 2

Intensiver Gesamteindruck

Das Bildgeschehen wird damit allerdings wirklich konsequent unterstützt. Wer bereits vorher auf Ambilight stand, der wird den zusätzlichen Benefit definitiv willkommen heißen. Wem das ganze etwas zu hektisch ist, kann zudem in den Einstellungen individuell justieren. Zunächst wählt man unter Ambilight Stil ein Preset aus. Man kann aber auch die Helligkeit und die Geschwindigkeit selbst festlegen sowie weitere relevante Optionen vornehmen. Es gibt auch die Möglichkeit, bei der Musikwiedergabe alles entsprechend mit Lichteffekten zu untermalen. Ist die Farbe der Rückwand nicht weiß, kann man das ebenfalls einstellen, mittels "Lounge-Light" eine passive Wohnraumbeleuchtung vornehmen oder natürlich Ambilight komplett ausschalten. In den vielen Optionen sollten sich recht problemlos Voreinstellungen finden lassen, mit denen der Großteil der Nutzer einverstanden ist. Alle Screenshots dazu finden sich im Abschnitt "Menü".

Ambilight, ganz besonders in der Ambilight Plus Version, kann natürlich auch beim Gaming für einen erweiterten Bildeindruck und mehr Immersion sorgen. Spannend ist hier beim OLED+959 im Besonderen, dass Philips ein kleines "Easter-Egg" versteckt hat. Im TV-Flaggschiff gibt es einen speziellen, exklusiven Ambilight Modus für das Spiel FC24 von EA Sports. Sobald zum Beispiel eine Xbox Serie X angeschlossen wird, erscheint auf dem Fernseher eine Nachricht zu dem zusätzlichen Betriebsmodus für Ambilight (Achtung: Dolby Vision muss bei der Spielekonsole deaktiviert werden). Es ist das erste Mal, dass der Hersteller so etwas einbaut. Daher wollen wir auch nicht zuviel verraten. Wer das Spiel sowie das Philips OLED-Topmodell besitzt, sollte sich das Lichtspektakel aber definitiv eimal ansehen.

Klang

Der Philips OLED+959 ist mit einem leistungsfähigen Bowers & Wilkins Audiosystem ausgestattet und dies fällt insbesondere bei der Wiedergabe von actionlastigen Szenen definitiv positiv auf, wie wir bei "Skyfall" feststellen konnten. Kraftvoller, mit etwas mehr Tiefgang und einem atmosphärisch dichteren Klangbild tritt das Philips OLED-Topmodell hier auf. Gerade der Bassbereich ist, wenn auch immer noch eher zurückhaltend, ausgeprägter als bei typischen Konkurrenten. Als Bond z.B. von seiner Gehilfin bei Skyfall vom Zug geschossen wird, gelingt der Aufprall und das Aufspritzen des Wassers erstaunlich authentisch. Das tosende Wasser beim Wasserfall wird ebenfalls überraschend gut durchzeichnet und wirkt nicht, wie so oft, nahezu wie weißes Rauschen. Auch die Stimmwiedergabe gefällt mit sehr guten charakteristischen Eigenschaften und hoher Klarheit. Mit den zahlreich integrierten Treibern gelingt eine räumliche Wiedergabe, die zur mitreißenden akustischen Abbildung zweifellos beiträgt. Bei all dem Lob muss man sich aber dennoch eingestehen, dass es sich immer noch um ein integriertes Soundsystem handelt. Das schlägt sich insbesondere in der Qualität bei höherer Lautstärke nieder. Insbesondere in größeren Räumen, wo man schlicht auf etwas mehr Pegel angewiesen ist. Irgendwann ist auch das B&W-System im OLED+959 am Limit, wird leicht metallisch und verzerrt. Bilanzierend wird aber ein überdurchschnittlich gutes Ergebnis präsentiert und in Kombination mit einem externen Subwoofer, der am OLED+959 problemlos angeschlossen werden kann, könnten wir uns durchaus vorstellen, dass man hier auf ein externes Setup komplett verzichten kann, wenn nicht höchste akustische Ansprüche bestehen.

Bei der Wiedergabe des Skyfall-Introliedes geht das Philips-Flaggschiff gar nochmal in die Vollen und liefert, in hoher Lautstärke, eine emotionale akustische Darstellung mit sehr guter Differenzierung der Bühne und einer starken Demonstration von Adeles' prägnanter Stimme. Auch die vokalen Merkmale von Ralph Fiennes und Judi Dench werden sehr gut herausgearbeitet. Dies behält sich der Fernseher auch bei, wenn das Geschehen komplexer wird. Die Verständlichkeit ist durchweg gegeben und insgesamt wirkt die Klangkulisse, über das gesamte Frequenzspektrum hinweg, ausgewogener als einfacher ausgeführte Systeme. Untenrum, so z.B. bei heftigen Explosionen, ist natürlich auch der OLED+959 irgendwann am Ende. Kleinkalibrige Geschosse oder PKW-Zusammenstöße aber gelingen noch gut. Hohe Transparenz, Klarheit und Präzision sind den britischen Akustikingenieuren hier ausgezeichnet gelungen. Ebenso die räumliche Wirkung durch die zusätzlich integrierten Treiber.

Wer die Klangcharakteristik noch individualisieren möchte, findet zahlreich Einstellungsmöglichkeiten im Menü. Dabei lassen sich sogar Lautstärke-Einstellungen für einzelne Treiber vornehmen, um z.B. die räumliche Wirkung zu erweitern oder Dialoge nochmals gezielt anzuheben. Auch über DTS Play-Fi verfügt der OLED+959 und man kann auf Wunsch das TV-Audiosignal an kompatible Lautsprecher per WLAN senden.

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