XXL-TEST: Dali Epikore 11 - Maßstäbe setzendes Statement dänischer Lautsprecher-Technologie

Klang

Dali Epikore Setup 1

Unser Setup

Dali Epikore Mark Levinson

Mark Levinson No. 585.5 Vollverstärker

Dali Epikore 11 Test Mark Levinson Display

Betrieb mit der Epikore 11

Dali Epikore Auralic 2

Auralic Streamer Altair G2.1

Dali Epikore Auralic 1

Sehr moderner, hochwertiger Streamer

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Wir haben uns den Luxus gegönnt, für den finalen Test komplett eigene Musik-Checks unternommen zu haben - was fürs Preview bestimmt war, bleibt auch im Preview. Auch beim Test der Epikore 11 starten wir mit Diana Krall und setzen auf "Stop This World" . Hier ist die Epikore 11 direkt wieder in ihrem Element und beeindruckt uns durch das kultivierte, detailgetreue Spiel. Die charismatische Stimme Dianas und die Konturen des Pianos kommen hier auf eine Weise zusammen, die uns tief beeindruckt hat. Die in Weite und Tiefe enorme, aber stets absolut realistische Räumlichkeit ist auch eine große Stärke der dänischen Edel-Box. 

Beim ersten Allegro aus dem "Frühling" (Antonio Vivaldi, Vier Jahreszeiten) modelliert die Epikore 11 gerade in den Streicher-Soli so viele Einzelheiten heraus, dass es pure Freude ist, mit allen Sinnen die Musik in sich aufzunehmen. Man fühlt, man spürt den Esprit dieses Allegros, man hält direkten Kontakt zur Musik. Diese direkte., ungefilterte Art der Wiedergabe hält einen ungemein freien, filigranen, transparenten Hochtonbereich mit praktisch perfekter Anbindung an die Mitten bereit, einen fein gegliederten Präsentonbereich und einen hier natürlich nicht überpräsenten, aber doch im entscheidenden Moment bei den orchestralen Gesamteinsätzen hörbaren Bassbereich bereit.

Es folgt aus Carl Orffs Carmina Burana, direkt vom Beginn, "Fortina Imperatix Mundi, O Fortina". Hier holt die Epikore 11 ihr ganzes Vermögen hinsichtlich überragender Dynamik und räumlicher Weite heraus. Die leiseren Choralstimmen werden mit untadeliger Impulstreue eingearbeitet, und Steigerungen im dynamischen Umfang, auch vokaler Natur, werden so unmittelbar ans Auditorium weitergegeben, dass manchen zurückhaltenden Zeitgenossen hier das Blut in den Adern gefriert. Wuchtig, zugleich exakt, mit auch bei hohem Pegel unglaublich sauberer Durchzeichnung, schiebt die Epikore 11 hier an, ohne es zu übertreiben und ins Massiv-Oberflächliche abzudriften. 

Weiter geht es mit "Till Tomorrow" (Till Brönner & Yello). Hier erfreuen wir uns einmal mehr an der Präzision, mit der die Epikore 11 akustische Elemente im Hörraum platzieren kann. Tills Trompete, aber auch die anderen akustischen Effekte werden mit einem ungemein hohen Maß an Differenzierungsvermögen eingebunden, und die Wechsel bezüglich des Tempos pariert die Epikore 11 nahezu perfekt und ohne jede Verzögerung. 

Die 2013er Remaster-Version des Eagles-Klassikers "Hotel California" ist als nächstes an der Reihe. Schon im Intro scheinen die außergewöhnlichen Talente des Epikore 11 Schallwandlers durch - die unterschiedlichen instrumentalen Anteile werden sehr sensibel erfasst und sind exakt im virtuellen Raum auszumachen. Die vokalen Anteile sind auf der einen Seite nahtlos ins akustische Gesamtgeschehen eingebunden, auf der anderen Seite treten für die Stimme typische Merkmale klar in Erscheinung. 

Wieder verwenden wir einen Klassiker: "I'm Still Standing" von Elton John. Hier handelt es sich um eine Aufnahme mit durchschnittlicher Qualität, keinesfalls ein Meisterwerk des betreffenden Toningenieurs. Trotzdem bietet die Präsentation der dänischen Standbox eine saubere Durchhörbarkeit, einen straffen Bass und sogar eine ziemlich gute Detaillierung. Das hat uns jetzt wirklich erstaunt, ist doch weder unser Mark Levinson Vollverstärker der Luxusklasse noch die dänische Nobel-Konstruktion in irgendeiner Weise "zickig" - dass es sich um Material absolut alltäglicher Qualität handelt, wird hier nur im Nebensatz erwähnt - klar merkt man, dass unsere Kette noch viel mehr kann, das wird aber nicht offensichtlich, sondern wir freuen uns  über eine homogene sowie dynamische Wiedergabe.

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"Land Of Confusion" in der Cover-Version von Disturbed beweist, dass der dänische Schallwandler auch vor massiven Sound-Strukturen keinerlei Furcht hat. Er ist direkt von Anfang an zur Stelle, sorgt für eine ungemein lebhafte Präsentation der Stimme von David Draiman und für eine fetzige, sehr dynamische Darstellung der E-Gitarre. Die Epikore marschiert hier sozusagen mit bis ins Detail kontrollierter Wucht voran, überschreitet nie eine Grenze, ab der Signalanteile unkontrolliert abdriften würden. Klar, der Vollverstärker in unserer Kette ist auch ein Meister im Anliefern exzellenter Basisqualität, aber was die Epikore hier zaubert, ist schon fabelhaft. 

Und auch klassische Trance-Traxx wie die Hymne "Universal Nation" von Push kann man der Epikore 11 bedenkenlos zuspielen, dieser Highend-Lautsprecher ziert sich nie, sondern macht nur eins: Er packt an, und zwar immer mit der bestmöglichen Gewichtung. So auch hier - er sorgt für einen überaus druckvollen, harten Bass, der aber auch bei brutalem Pegel so viel Kontrolle besitzt, dass es für weniger versierte Hörer schlichtweg unfassbar erscheint. Die elektronischen Melodien und Effekte kombiniert der dänische Spitzenlautsprecher in rasender Scnelligkeit zu einem räumlich dichten Klangteppich, der keinerlei Lücken aufweise und den Hörer daher komplett einhüllt. 

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