XXL-PREVIEW: 13.2-Kanal-AV-Verstärker Denon AVC-A110 - High-Tech und bester Sound zum Firmenjubiläum?

Denon feiert das 110-jährige Firmenjubiläum genau am heutigen Tage. Da passt es perfekt, das wir exakt zum 01. Oktober ein Preview des neuen, nur in limitierter Auflage erhältlichen Flaggschiffs veröffentlichen. Der AVC-A110 kommt auf 5.499 EUR, und die "110" im Namen deutet nicht auf eine Special Edition der Schutzpolizei hin, sondern auf die 110 Jahre, die Denon alt wird. Die Farbe der Jubiläums-Edition ist "Silber-Graphit" und wir fragen uns, warum es diese absolut geniale Farbvariante nicht für alle Denon AV-Verstärker immer gibt. Wer sich für den "Jubilar" entscheidet, bekommt noch ein Echtheitszertifikat und 5 Jahre Garantie obendrauf. 

Zertifikat mit dabei

Wie beim AVC-X8500H handelt es sich beim AVC-A110 um einen 13.2-Kanal-AV-Verstärker mit 13 analogen Endstufen. Decoder für DTS:X, Dolby Atmos, DTS:X Pro und IMAX Enhanced sind eingebaut. Zu DTS:X Pro ist zu sagen, dass dieses erweiterte objektbasierte Audioformate nun bis zu 13.2 Kanäle unterstützt. Demnach ideal geeignet für den AVC-A110.

Passungen erstklassig, Materialqualität ebenfalls

Seitliche Ansicht

Ansicht von oben

Besonders hochwertige Standfüße

Zahlreiche Bedienelemente unter einer Klappe vorne

"110 Anniversary" Schriftzug 

Display

Die Fernbedienung ist bestens bekannt und wirkt etwas altbacken 

Der AVC-A110 ist außen und innen von erlesener Qualität. Eisen-Druckgussfüße, eine Transformatorplatte aus Kupfer sowie neuen, speziell gefertigten Teilen (Rückseite, Lautsprecherkabel-Terminals) sind nur einige wenige Beispiele. Auch die Elektrplyt-Kondensatoren sind mit dem "110 Anniversary" Schriftzug versehen. 32-Bit Hochleistungs-DACs von AKM für alle Kanäle sind eine Selbstverständlichkeit. Insgesamt ist der AVC-A110 exzellent verarbeitet, das gilt für die äussere Erscheinung ebenso wie für das erstklassig und absolut kompromisslos aufgebaute Innenleben.

Exzellent aufgebautes Innenleben

Auch die DSP-Prozessoren sind überaus leistungsfähig. Im AVC-A110 stecken zwei duale DSP-Chips mit Sharc+ Kern. Zusammen wird eine kontinuierliche Verarbeitungskapazität von 10,8 GFLOPS (10,8 Milliarden Fließkommaberechnungen pro Sekunde) erzielt. Wegen dieser enorm hoch liegenden Verarbeitungsleistung kann der AVC-A110 auch problemlos in Echtzeit 13.2 Audiosignale zum Beispiel von DTS:X Pro decodieren und verarbeiten. 

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ELKOs

Transformator

Die 13 analogen Endstufen entwickeln satte 210 Watt pro Kanal. Natürlich verfügt der AVC-A110 über ein monolithisches Endstufen-Design mit identischen Arbeitsbedingungen für alle Endstufen. Die großen Kühlkörper sind aus schwarz eloxiertem Aluminium. Der riesige Transformator ist genau in der Mitte des AVC-A110 untergebracht, was ideal für eine saubere Gewichtsverteilung ist. Mit 8,2 kg wiegt alleine der Transformator mehr als mancher AV-Receiver der unteren Mittelklasse. Mit diesem hochwertigen Aufbau versehen wundert es kaum, dass sich der AVC-A110 auch mit Lautsprechern niedriger Impedanzen bedingungslos anfreunden kann.

Umfangreich bestückte HDMI-Sektion

Natürlich erfüllt der AVC-A110 auch die hohen Anforderungen der anderen 2020er Denon AV-Verstärker. Der AVC-X6700H konnte in unserem XXL-Test voll überzeugen. Von diesem "erbt" er auch hochwertige Features wie die komplette 8K-Kompatibilität: 8K/60Hz und 4K/120 Hz (HFR) werden unterstützt. Zudem besitzen die 8 HDMI-Eingänge und die 3 HDMI-Ausgänge (auch mit eARC) HDCP 2.3. Die HDMI-Ports sind zu HDR10, sogar HDR10+, HLG und zu Dolby Vision kompatibel. Weiter geht es: Die Variable Refresh Rate (VRR), Quick Frame Transport /QFT und der Auto Low Latency Mode (ALLM) prädestinieren den großen Denon auch für passionierte Gamer. Das "Maß voll" macht die Upscaling-Funktion des AVC-A110: Er ist in der Lage, eingehende Signale auf bis zu 8K zu skalieren.

Auch vm AVC-X6700H her kann ist die "Front Wide" Unterstützung. Zwei außen stehende Frontlautsprecher können im Setup hinzufügt. Da der AVC-A110 noch mehr Endstufen hat (13 anstatt 11), kann man auch die Front Wide-Funktion noch flexibler verwenden (für Dolby- und DTS-Betriebsarten verfügbar)

Denons hauseigenes AL32 Processing sorgt mittels mehrkanaligen digitalen Audiofiltern mit extrem hoher Auflösung für eine besonders detailreiche, authentische Wiedergabe.

Wie auch die anderen 2020er Denon AV-Verstärker bringt der AVC-A110 einen schaltbaren Vorverstärkermodus mit. Hier arbeitet der Denon AVC-A110 als reine, audiophile Mehrkanalvorstufe. Der Vorverstärkermodus bietet einen absolut verzerrungsarmen Signalweg und mehr Toleranz beim Clipping-Pegel, indem die integrierten Endstufen abgeschaltet werden. 

Das Heos-Modul im Geräteinneren

Natürlich ist im AVC-A110 auch ein Heos-Modul integriert. Dieses ist aber nicht neu, sondern orientiert sich an den bekannten und geschätzten Features. Auch, dass Denon bei vielen Modellen mit Heos-Modul die "Roon testen" Kompatibilität hinzugefügt hat, schlägt sich nieder. Natürlich ist der AVC-A110 "Roon tested". Ansonsten kann man mittels der Heos-App bequem Musik vom Smartphone oder Tablet wiedergeben (alternativ kann man dies auch über Bluetooth anstatt übers Netzwerk tun), wenn man den AVC-A110 entweder kabellos (über ein Dualband WiFi-Modul) oder kabelbasiert (mittels RJ45 Ethernetschnittstelle) ins Heimnetzwerk eingebunden hat. Zudem erfolgt komfortabel der Zugriff auf Musik-Streamingdienste wie Tidal, Spotify oder Deezer. Den AVC-A110 kann man überdies in ein Heos-basiertes Multiroom-System einbinden - oder auch in ein Apple AirPlay 2 System.

Auch, was die Umsetzung von High Resolution Audio-Dateien angeht, findet man den bekannten Standard vor. Das heißt: Bei Direct Stream Digital (DSD) werden auch weiterhin nur 2,8/5,6 MHz unterstützt. Es fehlt DSD 11,2 MHz. ALAC, FLAV und WAV werden mit bis zu 192 kHz/24-Bit unterstützt. Komprimierte Dateiformate wie zum Beispiel MP3 und WMA werden ebenfalls unterstützt. Man kann Medien entweder von Netzwerk-Quellen (zu steuern über die Heos-App) oder auch vom USB-Slot vorne wiedergeben. 

Der AVC-A110 ist kompatibel zu Amazon Alexa, Google Assistant und Apple Siri. Voraussetzung ist nur, dass man einen Smart Speaker mit entsprechender Kompatibilität und integriertem Mikrofon-System besitzt. Denon kürzt dies ab und erklärt: "Externer Voice Access Point erforderlich".

Einmessmikrofon

Nichts Neues beim Lautsprechereinmesssystem. Nach wie vor hat der Denon AVC-A110 Audyssey MultEQ XT32 an Bord, wie schon der AVC-X8500H zum Beispiel. An bis zu 8 Hörpositionen wird eingemessen, wie üblich ist das Messmikrofon im Lieferumfang. Nach Analyse der einzelnen Lautsprecher (auch der Subwoofer)werden präzise digitale Filter erstellt. Mit diesen werden für die einzelnen Kanäle geeignete Frequenzgänge und Zeit-Einstellungen festgelegt. Zur größten Audyssey Suite gehört aber noch mehr:

Mit Audyssey Dynamic Volume werden störende Lautstärkesprünge korrigiert, die zum Beispiel bei Werbeblöcken im Fernsehen auftreten. Auch bei niedrigen Lautstärken sind Dialoge, Musik und Geräusche klar und deutlich zu hören. Audyssey Dynamic EQ sorgt für präzise Klangabstimmung und höchste Klarheit bei allen Lautstärkestufen. Beim Audyssey Low Frequency Containment (LFC) kommen leistungsstarke psychoakustische Algorithmen zum Einsatz, um im gesamten Frequenzbereich für einen ausgewogenen Klang zu sorgen. Audyssey LFC verhindert, dass Basswellen Wände durchdringen und die Nachbarn stören, ohne das Basserlebnis im Hörraum zu beeinträchtigen.

Audyssey Sub EQ HT ermöglicht bei Konfigurationen mit zwei Subwoofern eine individuelle DSP-Abstimmung der einzelnen Subwoofer. Im Vergleich zu Konfigurationen mit einem einzelnen Subwoofer lassen sich auf diese Weise tiefere und klarer definierte Bässe erreichen.

Mit der Audyssey MultEQ Editor-App (separat erhältlich) können versierte Benutzer weitere Einstellungen und Anpassungen vornehmen. Die App ist sowohl für iOS als auch Android verfügbar.

Rückseite

Schauen wir uns die Anschlüsse an. Über die 8 HDMI-Eingänge und die 3 HDMI-Ausgänge haben wir bereits weiter oben geschrieben. Hinzu kommen 2 optische und 2 koaxiale Digitaleingänge und eine RJ45 Ethernet-Buchse und insgesamt 7 analoge Cinch-Eingänge. Der AVC-A110 bringt, sollte der Wunsch nach noch stärkeren Endstufen aufkommen (den AVC-A110 kann man dann im Vorverstärkermodus betreiben), einen 15.2 Kanal Pre-Out mit. Insgesamt 15 Paar Lautsprecheranschlüsse sind vorhanden. Auch für Vinly-Fans ist der AVC-A110 mittels dediziertem Phono-Eingang gerüstet. 

Ersteinrichtung

Natürlich bringt auch der AVC-A110 den bewährten und stetig verbesserten Assistenten für die Ersteinrichtung mit. Hier unsere Screenshots: 

Sprachwahl

Erklärung der Funktion des Assistenten

Übersicht über alles, was gebraucht wird

In den Assistenten integriert ist auch das gesamte Lautsprecher-Setup

Es beginnt mit dem Anschließen der einzelnen Boxen

Jetzt wird es ernst

Height-/Decken-/Atmos-Lautsprecher

Extra ein Bild genau des AVC-A110: Perfekter Look im Einrichtungsassistenten. Nun geht es ans Einmessen

Lautsprecher-Kalibrierung

Anschluss des Messmikrofons

Eingabe des Abstands zwischen Raumdecke und der Oberkante der Front Dolby Atmos-Speaker

Netzwerkeinrichtung

TV-Audioverbindung

Die meisten Anwender dürften die HDMI (ARC) Anschlussart wählen

Eingangseinrichtung

Wahl des Eingangs

Verbindungstest

Fernbedienungs-Konfiguration

Hinweis auf die mobilen Apps

Ersteinrichtung abgeschlossen 

Der AVC-A110 lässt sich genauso einfach einrichten wie auch die kleineren Denon AV-Verstärker. Dank des Einrichtungsassistenten werden kaum Rätsel aufgegeben, und man wird Schritt für Schritt durch die erste Inbetriebnahme begleitet. 

Klang DTS:X Demo-Disc 2018, Beispiele in DTS:X

Auszug Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, Teil 2

Exzellente dynamische Staffelung des turbulenten Geschehens. Auch ohne die Hilfe eines externen aktiven Subwoofers entwickelt der Denon mehr als genug Kraft, um die Bassperformance großer Standlautsprecher optimal zu unterstützen. Trotz des unübersichtlichen Effekt-Chaos sind die Stimmen bestens zu verstehen und hervorragend eingearbeitet. Der AVC-A110 schafft es, auch sehr prägnante Effekte mit sehr guter Auflösung im Hochtonbereich zu präsentieren, ohne aber insgesamt auch nur minimal schrill oder metallisch zu werden. Die Überkopf-Ebene ist mit einer beachtlichen Dynamik und mit einer als natürlich empfundenen Räumlichkeit eingearbeitet.

Fast And The Furious 6

Was hier beeindruckt, ist das enorm hoch liegende Differenzierungsvermögen noch im oberen Pegelbereich: Herumfliegende Autoteile, heftige Zusammenstöße, verzweifeltes Hupen, und dazwischen Stimmen, Schreie: Es gibt viel zu tun und zu sortieren. Das gelingt dem AVC-A110 bestens. Übrigens, auch in den Höhenkanälen ist erneut einiges geboten. Sie schließen sich nahtlos an den Rest der Klangkulisse an, arbeiten zudem dynamische Differenzen sehr gut heraus. Dadurch wirkt die Kulisse nie monoton, sondern auch über den Köpfen der Zuhörer stets lebendig. Plötzliche und drastische akustische Unterschiede - so die kurze Stille am Ende der Sequenz - setzt der A110 sofort um, die Impulstreue ist exzellent. 

Battleship

Auch hier fliegen wieder halbe Triebwerke durch die Luft, die zudem brennen: Es tut sich sehr viel. Ein weiteres Mal punktet der AVC-A110 mit seinem hervorragenden Auflösungsvermögen, das über den gesamten Frequenzbereich geht. Das tosende Wasser, die krassen Dynamiksprünge, zudem der Music Score, und Geschrei: Kompromisslos behält der große Denon auch bei 80 Prozent des maximal möglichen Pegels praktisch die volle Kontrolle. Selten ist uns ein AV-Verstärker untergekommen, der so kontrolliert und zugleich so unglaublich nachdrücklich agiert. Kurze, bewusst metallische Hochtoneffekte, MP-Salven, gigantische Explosionen: Genau dann, wann es beabsichtigt ist, wird der Denon scharf im Hochtonbereich. Aber auch nur dann - sonst gibt er sich vorbildlich ausgewogen, kultiviert. Er ist wie für lange Filmsessions mit hohem Pegel geschaffen. 

King Kong

Es wird nicht ruhiger - beim Auszug aus "King Kong" brilliert der AVC-A110 wiederum mit gigantischer Kraft. Er erwärmt sich kräftig, was vollkommen normal ist, wenn leistungsstarke analoge Endstufen im oberen Pegelbereich betrieben werden. Auch beim King Kong-Beispiel entfaltet der AVC-A110 wieder eine dreidimensionale, enorm lebendige Klangkulisse, die alle Hördimensionen voll mit einbezieht. So fühlt man sich nach vorn, hinten, nach der Seite und nach oben absolut ins Geschehen integriert. Die vor dem riesigen Affen Flüchtenden, die Schreie, dazu wieder der Music Score: All dies verdichtet der A110 zu einem superben Gesamteindruck. 

Klang Dolby Atmos, englische Tonspur "Mission Impossible - Rogue Nation", Kapitel 4, Wien-Szene

Die Stimmen weisen ein minimales Zischeln auf - dieses ist aber der Tonspur zuzuordnen. Ansonsten begeistert der AVC-A110 von der ersten Sekunde an. In der U-Bahn-Station unweit der Wiener Oper beginnt diese Sequenz. Die Geräusche in der Station und das Gespräch zwischen Benjamin und Ethan kommen sehr akkurat heraus. Dynamische Differenzen holt der Denon durch die ausgezeichnete Impulstreue überzeugend ans Tageslicht. Der Ansturm der Presse, als der Österreichische Bundeskanzler vor der Oper eintrifft, wird facettenreich abgebildet, das Blitzlichtgewitter wirkt sehr echt. 

Als der Killer mit einer als Musikinstrument getarnten Waffe die Sicherheitskontrolle passiert, zeigt uns der A110, dass er auch die Wiedergabe von Details wie z.B. das Zuschnappen des Schlosses an einer Transportbox sehr fein und plastisch darstellen kann. 

Als dann die Aufführung von Puccinis "Turandot" startet, gefällt uns, wie räumlich das Klatschen des Publikums hörbar ist, und zwar in allen Dimensionen inklusive der Überkopf-Ebene. Das komplexe musikalische Geschehen bereitet dem großen AV-Verstärker keinerlei Probleme. Mit sauberer, filigraner Durchzeichnung kommen die Streicher zum Ausdruck. Die Stimmen der weiblichen und der männlichen Opernsängerinnen und Opernsänger wirken lebendig, akkurat von den Strukturen her. Die Trennung nicht nur von Stimmen und Instrumenten, sondern auch von den Instrumenten innerhalb des Orchesters erfolgt mit enormer Sicherheit und Souveränität.

Nun macht sich Ethan auf die Suche nach dem Killer. Sein Weg führt ihn hoch über die Bühne, dort beginnt eine Keilerei zwischen ihm und dem Killer. Der A110 schafft es, sowohl die rüde Auseinandersetzung oberhalb der Bühne als auch das Geschehen auf der Bühne in allen Konturen abzubilden. Dabei beweist er ein weiteres Mal, wie dicht und zugleich weitläufig die gebotene Räumlichkeit ist. Ethan Hunt Schritte, als er dem Killer hinterhergeht, sind trotz des dynamischen musikalischen Geschehens auf der Bühne einwandfrei auszumachen, und alle Elemente fügen sich in einem authentischen virtuellen Raum zu einem vielschichtigen Gesamtbild zusammen. 

Was macht der Denon AVC-A110 nun besser als andere bereits exzellente AV-Verstärker und -Receiver der Liga von 2.000 bis 3.000 EUR? Es ist zum einen die enorme Souveränität bei hohem Pegel. Nichts verändert sich an der Tonalität, nur die Lautstärke steigt. Der Denon behält bis in höchste Pegelregionen seine Gesamtbalance bei. Er verteilt Effekte stets enorm glaubwürdig und nachvollziehbar. Er löst auch im Vergleich zu Modellen der Oberklasse nochmals besser auf - das betrifft den gesamten Frequenzbereich. Bässe haben mehr Struktur, die Mitten fügen sich zum einen absolut nahtlos zwischen Hochton- und Bassbereich ein, zum anderen präsentieren sich sich sehr plastisch - diese "Greifbarkeit" vom Stimmen ist es, die der A100 exzellent beherrscht. Das heißt nicht, dass günstigere, ebenfalls für sich betrachtet hervorragende AV-Receiver und AV-Verstärker keine überzeugende Stimmwiedergabe bieten. Aber dieses Gefühl, dass die Stimmen sich loslösen vom akustischen  Hintergrund, bei gleichzeitiger Homogenität des gesamten Geschehens, ist schon extrem gut. 

Erstes Fazit

Der Denon AVC-A110 sieht nicht nur blendend aus. Er besticht auch durch eine über jeden Zweifel erhabene technische und akustische Qualität und eine überaus moderne, praxisgerechte Ausstattung. Zugegeben, der Preis ist stolz, aber dafür erhält man auch einen limitierten AV-Verstärker in Jubiläumsausgabe, der überdies fünf Jahre Garantie mitbringt. Die einzigen kleinen Kritikpunkte betreffen die altbacken auftretende Fernbedienung und das zweizeilige Punktmatrix-Display. Hier wäre ein modernes, besser auflösendes OLED-Display eine schöne Alternative. 

Preview: Carsten Rampacher
Fotos: Philipp Kind
Datum: 01. Oktober 2020

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