TEST: Wharfedale Diamond 12.2i - kompakte und attraktive Zweiwege-Regallautsprecher zum Paarpreis von 449 EUR

Wharfedale DIAMOND 12.2i Gruppenbild2

Wharfedale ist in der HiFi-Welt bekannt für innovative Lautsprecher mit technologischen Highlights - und das bereits eine lange Zeit. In den frühen 30er Jahren baute Gilbert Briggs seinen ersten Lautsprecher im Keller seines Hauses in der Nähe des Flusses Wharfe, heute ist die Region als Wharfedale bekannt. Bald gründete Briggs eine Fabrik und verkaufte Radios und Lautsprecher. Heute gibt es die Marke nach wie vor, mit einer leistungsfähigen Forschungs- und Entwicklungsabteilung und einer strengen Qualitätskontrolle. Auch unsere aktuellen Referenzlautsprecher Elysian 3 stammen vom britischen Hersteller.

In diesem Test widmen wir uns allerdings eher günstigen Preisregionen. Die neu aufgelegte Wharfedale Diamond 12i-Serie soll, wie es bei dieser Serie schon immer war, richtig gut klingende passive Lautsprecher zum fairen Preis bieten. Ob dies den Tatsachen entspricht, dazu später gerne mehr in unserem Klangcheck.

Die Vorgänger-Baureihe, die 2020 eingeführte Diamond 12-Serie, zählte auf der ganzen Welt zu den beliebtesten Lautsprecherserien von Wharfedale, und nun ist es Zeit für einen optimierten Nachfolger.

Im Verlauf der Entwicklung der Lautsprecher und unter Berücksichtigung der Fortschritte in den Produktionsprozessen, fünf Jahre nach der Markteinführung der Diamond 12, überprüfte Wharfedale das Design jedes einzelnen Modells der Serie, um Verbesserungspotenzial zu identifizieren. Entscheidend war dabei, dass alle Änderungen ohne Preiserhöhungen umgesetzt werden sollten, was selten in der heutigen Zeit ist.

Mit der neuen Diamond 12i-Serie möchte der britische Hersteller aber nicht nur hinsichtlich der Preisgestaltung seiner Philosophie treu bleiben: Bewährte Grundlagen erhalten und diese im Detail wirkungsvoll optimieren. Bezogen auf die Diamond 12i-Serie heißt das: Neue Gehäuseoberflächen, akustisch verbesserte Bassreflexsysteme, im Detail nochmals sauberer justierte Dämpfungskonzepte und eine optimierte Frequenzweiche. 

Die überarbeitete Serie besteht aus den beiden Standlautsprechermodellen Diamond 12.3i und Diamond 12.4i, dem Centerlautsprecher Diamond 12.Ci, dem Dolby Atmos Modul Diamond 12.3Di und gleich drei Regallautsprechermodellen, Diamond 12.0i, Diamond 12.1i und Diamond 12.2i. Letzteres Modell möchten wir uns in diesem Review genauer ansehen.

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Bei der Diamond 12.2i von Wharfedale handelt es sich um kompakte 2-Wege Regallautsprecher, die zu einem Paarpreis von 449 EUR z.B. bei unserem Partner audiolust.de in den Farbvarianten Schwarz, Walnuss oder Grau erhältlich sind. Unsere Testsamples sind im modern wirkenden Oberflächenfinish Grau ausgeführt.  

Wharfedale DIAMOND 12.2i Gruppenbild3

Diamond 12.2i ohne Abdeckgitter

Die Wharfedale 12.2i in der Kurz-Übersicht im Instagram-Reel:
https://www.instagram.com/areadvd

Durch die kompakten Abmessungen von 335 mm Höhe, 200 mm Breite und einer  Tiefe von 313 mm können die Schallwandler problemlos auf einem Sideboard oder auf den optional erhältlichen Lautsprecherstativen positioniert werden. Das Stückgewicht einer Diamond 12.2i beträgt 8,2 kg.

Die Empfindlichkeit der Lautsprecher liegt bei 88 dB, und die empfohlene Verstärkerleistung bei 20–120 W. Die Boxen passen sich problemlos an Verstärkersysteme an – von klassischen HiFi‑Kombinationen bis zu modernen AV‑Receivern, dann im Mehrkanal-Verbund. Die Diamond 12.2i bietet einen Frequenzgang von 50 Hz – 20 kHz, die Übergangsfrequenz beträgt 2,0 kHz, und die Impedanz: 8 Ohm (min. 4 Ohm). Der maximale Schalldruck beträgt 96 dB.

Wharfedale DIAMOND 12.2i Verarbeitung1

Die aufgesetzte Schwallwand in der Detailansicht

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Die Gehäuse der Wharfedale Schallwandler bestehen aus MDF und werden mit einem schwarzen, grauen oder walnussfarbenen Dekor beschichtet. Die Lautsprecherchassis sind auf die Schallwand aufgesetzt und unsichtbar von hinten verschraubt. Die Verarbeitungsqualität der Gehäuse ist in Anbetracht der günstigen Preisklasse als hervorragend einzustufen. Scharfe Kanten, unsaubere Übergänge oder nicht korrekt aufgebrachtes Dekor sind bei unserem Testmuster nicht vorhanden.

Wharfedale DIAMOND 12.2i Verarbeitung2

Tadellose Verarbeitungsqualität

Wharfedale DIAMOND 12.2i Front Seitlich2

Die Frontansicht inklusive Lautsprecherabdeckung

Die Wharfedale DIAMOND 12.2i verfügen erfreulicherweise über magnetisch haftende Lautsprecherabdeckungen. Dadurch sind in der Schallwand keine störenden Löcher vorhanden und die Lautsprecher machen auch ohne Abdeckung eine sehr gute Figur. Die Abdeckungen bestehen aus MDF und sind mit dunkelgrauen/schwarzem Akustikstoff bezogen. Das Gewebe ist ordentlich aufgebracht, könnte aber unserer Meinung nach etwas straffer auf dem Rahmen sitzen. Im unteren Teil der Abdeckungen sitzt zudem ein Wharfedale-Logo.

Wharfedale DIAMOND 12.2i Lautsprecherabdeckung Verarbeitung

Das dunkle Akustikgewebe im Detail

Wharfedale DIAMOND 12.2i Lautsprecherabdeckung Schriftzug

Inklusive Wharfedale-Plakette im unteren Teil der Abdeckung

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Wharfedale DIAMOND 12.2i Lautsprecherabdeckung Verarbeitung2

Die Rückseite der Lautsprecherabdeckung

Wharfedale DIAMOND 12.2i Front Seitlich1

Macht auch ohne Abdeckung eine gute Figur 

Wharfedale DIAMOND 12.2i Hochtoener

Die Detailansicht des Hochtöner 

Für den Hochtonbereich bestücken die britischen Ingenieure alle Modelle der DIAMOND 12i-Serie mit einer 25 mm großen, gewebten Polyesterkalotte, die über eine spezielle dämpfender Beschichtung verfügt. Sie sorgt für einen gleichmäßigen, dynamischen Hochtonbereich. Die Frontplatte ist flach und besitzt einen minimalen Wellenleiter, wodurch die Kalotte optimal freiliegt und die Abstrahlung besonders gut ist. Das Resultat: klare, natürliche Höhen mit exzellenter Abstrahlung auch außerhalb der Achse.

Wharfedale DIAMOND 12.2i Tiefmitteltoener

Der Tief/Mitteltöner

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Im Fokus der Überarbeitung stand ebenfalls die Abstimmung des tieffrequenden Bereichs. Wharfedales Ingenieursteam um Peter Comeau optimierte das komplette Bassreflexsystem – inklusive Luftführung, Portgeometrie sowie der interneren Dämpfung. Diese Verbesserungen, so führen die Briten aus, ermöglichen einen strafferen, definierteren Bass mit besserer Kontrolle im Grundtonbereich. Das werden vor allem auch Anwender zu schätzen wissen, die die Schallwandler wandnah beziehungsweise in akustisch kritisch zu handhabenden Räumlichkeiten aufstellen möchten. Ferner gelingen die Übergänge zu den Mitten nochmals besser. Wharfedale spricht hier von einer klareren Präsentation vokaler Elemente und von einem Plus an instrumentaler Präsenz und Körperhaftigkeit. 

Zum Einsatz in der Diamond 12.2i kommt ein 150 mm messender Tief/Mitteltöner mit Klarity-Membran. Hierbei handelt es sich um eine akustisch ausbalancierte Mischung aus Polypropylen und Glimmer, die eine hohe Steifigkeit mit gleichzeitig niedrigem Gewicht und minimaler Verzerrung kombiniert. Das Ergebnis drückt sich laut Hersteller in einer natürlichen, offene Wiedergabe mit ausgezeichnetem Impulsverhalten aus. Daher ertönen Stimmen und Instrumente klar umrissen und authentisch.

Auch eine optimierte Frequenzweiche für ein nochmals besseres Zusammenarbeiten der Chassis untereinander mit runden, nahtlosen Übergängen stand im Lastenheft der Wharfedale-Entwickler. Die neu abgestimmte Linkwitz-Riley-Weiche mit luftkernspulenoptimierter Auslegung ist im Detail für das gelungene Zusammenspiel der Treiber verantwortlich. Der Übergang zwischen Hoch- und Mittelton läuft besonders harmonisch ab – mit einer weiten Bühnenabbildung und nahtlosen Übergängen. 

Wharfedale DIAMOND 12.2i Rueckseite Seitlich

Die Rückansicht der Diamond 12.2i

Wenden wir uns nun der Rückseite der Diamond 12.2i zu, die sich wenig spektakulär präsentiert und ein ein schwarz-mattes Oberflächenfinish, umschlossen von einem Rahmen im identischen Grau wie der Rest des Lautsprechers. Da die Diamond 12.2i als Bassreflex-Lautsprecher konzipiert ist, befindet sich im oberen Teil der Rückseite das aufgesetzte, schwarz-matte Ende des Bassreflexrohrs. Eine Etage tiefer wurden die vergoldeten und hochwertig wirkenden Lautsprecherterminals untergebracht. Wharfedale verzichtet ebenfalls bewusst in dieser Preisklasse auf Bi-Wiring Terminals, da diese im Einsteigerbereich selten genutzt werden.

Wharfedale DIAMOND 12.2i Bassreflexrohr

Im Detail: Das aufgesetzte Bassreflexrohr

Wharfedale DIAMOND 12.2i Anschluesse Rueckseite

Die Anschlussterminals

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