TEST-REFRESH: Econik SIX jetzt wahlweise mit AMT anstatt Kalotten-Hochtöner - kann auch die neue Variante überzeugen?
Klang

Was klingt besser? Kalotte oder AMT?
Diana Krall, The Look Of Love
Kalotte: Der Sound präsentiert sich ausgewogen und räumlich klar definiert. Dianas Stimme wird sauber fokussiert. Den Bass nehmen wir als angenehm sowie straff wahr, und er weist einen erstaunlichem Tiefgang auf. Zudem notieren wir, wie wir es auch vom Econik SIX-Lautsprecher aus unserem damaligen Test kennen, eine offene, klar strukturierte Räumlichkeit, die authentisch wirkt.
AMT: Das Klavier tritt noch feiner in den Konturen auf, und im Hochtonbereich findet sich insgesamt ein Plus an Brillanz. Die Klarheit der vokalen Konturen von Dianas Stimme sind nochmals ausgeprägter. Das gesamte akustische Bild erscheint noch etwas sensibler, optimierte Feindynamik. Gerade, wer Jazz und Klassik liebt, so unsere erste Einschätzung, profitiert ungemein vom AMT-Hochtöner.
Eva Cassidy, Ain‘t No Sunshine
Kalotte: Schon die Kalotte brilliert mit einer kultivierten Klangcharakteristik. Wir schätzen die saubere, nie zu dominante, zugleich sehr gut durchhörbare Wiedergabe. Auch kleine Einzelheiten wie das Zupfen der Saiten werden akkurat betont. Die Stimme Evas hat Charisma und bietet ein erstaunliches Maß an Facettenreichtum.
AMT: Da horchen wir gleich auf, denn Evas Stimme wirkt noch etwas feinfühliger und reicher an Kontur. Gerade, wenn sich die vokale Dynamik steigert, spürt man, dass der AMT noch mehr Brillanz und Klarheit bietet. Instrumental gibt es auch Unterschiede, die Gitarre ertönt noch feiner abgestuft. Insgesamt offeriert der AMT ein Plus an Feindynamik und Filigranität, was man auch am Klavier merkt, das noch vitaler wirkt.
Nothing Else Matters, Jungle Cruise
Kalotte: Die Darstellung wirkt in sich schlüssig, ist vielschichtig und räumlich solide abgewstuft. Die Hochtonwieder nehmen wir als direkt und homogen wahr, die Impulstreue ist ausgezeichnet. Die Econik Six leistet auch schon mit dem Kalottenhochtöner eine sehr gute Detailarbeit. Unabhängig vom Hochtöner sind wir ein weiteres Mal über den erstaunlich kräftigen Unterbau überrascht, den wir auch in unseren damaligen Testreihen schon schätzen gelernt haben. Zu loben ist auch das souveräne Management der zahlreichen Dynamiksprünge.
AMT: Sämtliche akustischen Elemente innerhalb des Hochtonbereichs überzeugen durch noch mehr Kontur und Finesse, das Gebotene wirkt dadurch direkter, unmittelbarer. Die Impulstreue ist grandios, zudem überzeugen die hohen Frequenzen durch ein Mehr an Strahlkraft, ohne dass das akustische Bild dadurch zu grell oder metallisch erscheint. Durch die enorme Detailfülle kann man mit viel Hingabe hören, und freut sich über die komplette Wiedergabe.
Boris Blank, Resonance
Kalotte: Ein hervorragender Aufbau mit homogener Wirkung, mit enorm guter Räumlichkeit in Bezug auf die räumliche Weite und die räumliche Tiefe. Kleine Details kommen über den gesamten Frequenzbereich ausgezeichnet heraus. Der Hochtonbereich wirkt realistisch, zeigt sich als gut gestaffelt. Gut gefällt uns der nahtlose Übergang der Höhen zu den Mitten, und auch die tadellose Impulstreue.
AMT: Hier ist der Unterschied, wie es auch zu erwarten war, beim Beginn nicht sehr deutlich. Schon die Kalotte war extrem gut unterwegs. Dann, im weiteren Verlauf des Tracks, mehren sich die Facetten, und hier spielt der AMT noch offener sowie freier auf. Insgesamt verhält es sich somit auch bei diesem Track wie bei den vorangegangenen Titeln: Es ist die Finesse im Detail, das Plus an hörbarem Auflösungsvermögen, das den AMT-Höchtöner so reizvoll macht.
Antonio Vivaldi, Vier Jahreszeiten, Frühling, erstes Allegro
Kalotte: Der serienmäßig verbaute Hochtöner erweist sich insgesamt als erstaunlich feinfühlig. So wird die Violine sehr klar, sehr spritzig, und nie harsch dargestellt. Die räumliche Wirkung im Hochtonbereich ist sehr ausgeprägt. Wieder spricht die in sich schlüssige, klare Darstellung wie aus einem Guss für die Econik SIX. Durch den kultivierten, angenehmen, zugleich lebendigen Klang wird sich der aktive Lautsprecher in der Praxis viele Freunde machen.
AMT: Noch mehr Esprit bei den Streichern, kleine dynamische Unterschiede kommen noch besser heraus und wirken sehr authentisch, feingliedrig und werden mit enormer Impulstreue auf den Punkt gebracht. Das gesamte Auflösungsvermögen im Hochtonbereich präsentiert sich in nochmals optimierter Verfassung. Klassik-Fans werden den AMT lieben, hier lohnen sich die 600 EUR Aufpreis defintiv.
Fazit

Der schon mit der Kalotte hervorragende aktive Lautsprecher Econik SIX gewinnt mit dem AMT-Upgrade weiter hinzu. Die Akustik wirkt noch feiner, gediegener, die Impulstreue ist überragend. Gerade für die Wiedergabe von Klassik oder Jazz, aber auch z.B. von Filmmusik ist der AMT aus dem renommierten Hause Mundorf nochmals besser geeignet und erfüllt höchste Ansprüche. Gut, mit den nochmals zusätzlich zu veranschlagenen 600 EUR gibt es ein Paar Econik SIX ab 4.299 EUR, das ist eine Stange Geld. Aber der souveräne, kultivierte und brillante Klang ist diese Summe auch wert.
Brllant, impulstreu, homogen - mit dem Mundorf AMT-Hochtöner legt die Econik SIX nochmals merklich zu

Gesamtreferenz Aktivlautsprecher Oberklasse
Test-Refresh 20. März 2025
Test und Fotos: Carsten Rampacher
Redaktion: Philipp Kind
Datum: 20. März 2025
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