TEST: Q Acoustics 5040 - Neuer Lautsprecher-Star in der hart umkämpften 1.500 EUR-Klasse ?

Klang

Aurum A9 C9 Gruppenbild1

Unsere Zuspielung für Stereotests bestehend aus dem Aurum CD-Player C9 und der Verstärker A9. Streaming lösen wir mit dem Cambridge Audio MXN10

Cambridge Audio MXN10 Front Seitlich

In diesem Abschnitt unseres Reviews möchten wir auf die klanglichen Eigenschaften der Q Acoustics 5040 eingehen. Wir beginnen unsere Klangtestreihen mit "I Wish That I Could Tell You" von Gabrielle Grace. Die zu Beginn des Titel ertönende Akustikgitarre wird sehr glaubhaft dargestellt, und wir sind von der Detaillierung positiv überrascht. Ausgezeichnet kommen die Schallwandler mit Gabrielles Stimmfarbe zurecht. So werden die verschiedenen Facetten der Stimme tadellos herausgearbeitet, was einen feinen, kultivierten Klang mit einer überdurchschníttlichen Plastizität bewirkt. Auch im weiteren Verlauf des Titels gelingt das Zusammenspiel von Stimme und Instrumenten hervorragend. Die beiden Tiefmitteltöner liefern dabei einen satten Tiefbass ab, der auf den Punkt genau abgegeben wird. Alle Arten Basspassagen meistern die Schallwandler überragend. Ein erfolgreicher Auftakt der Q Acoustics-Testkandidaten, die uns durch ihr reifes, erwachsenes, zugleich direktes sowie dynamisches Spiel überzeugen. 

Weiter geht es mit dem Cover von "Last Resort" von Falling In Reverse.

Die Streicher sowie das darauffolgende Klavier, welche zu Beginn des Titels ertönen, werden realistisch und mit Nachdruck dargeboten. Auch die sehr hoch angesiedelte Stimmfarbe von Frontmann Ronnie Radke können die 5040 ohne Probleme präsentieren und formen stets akkurate vokale Konturen, auch bei gehobenem Pegel gelingt das souverän. Die Wechsel innerhalb der vokalen Rahmenbedingungen meistern die 5040 mit Bravour. Mal wirkt die Stimme sehr zerbrechlich und nächsten Moment schreit Ronnie förmlich, was auch zu enormen dynamischen Differenzen führt. Die zahlreichen energiegeladen Passagen meisten die 5040 überragend. So gelingt die Tiefenstaffelung mit Punch und Präzision was in dieser Preisklasse und auch darüber keinesfalls selbstverständlich ist. 

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Den nächsten Titel verwenden wir derzeit sehr gerne - wir lassen uns die Coverversion "Stay" von Ghost zusammen mit Patrick Wilson abbilden. Die zu Beginn des Titel gefühlvolle Gesangseinlage von Frontmann Tobias Forge hinterlässt einen unmittelbaren, beinahe greifbaren Eindruck und sorgt tatsächlich für Gänsehaut. Die vokalen Elemente lösen sich dabei hervorragend vom Lautsprecher und liefern uns eine breite Stereokulisse. Als der Titel dann an Nachdruck zunimmt, ist ebenfalls wieder eine sehr gute Differenzierung geboten, und die Dynamik erscheint breit gestaffelt. Bei höheren Lautstärken neigen die Schallwandler bei diesem Track dazu, etwas zu harsch zu werden. Als Tobias und Patrick dann zusammen in den Titel eingreifen, staunen, was die Q Acoustics Schallwandler für den doch günstigen Kaufpreis an Performance mitbringen. So können die Facetten der beiden unterschiedlichen Stimmcharaktere präzise und glaubwürdig herausgearbeitet werden. Nicht zu verachten ist ebenfalls der Bassbereich, den die Speaker in unserem rund 25 Quadratmeter messenden Hörraum umsetzen können. Der Punch wirkt präzise, praktisch alle relevanten tieffrequenten Strukturen werden mit schneller Reaktion umgesetzt. 

Wir wechseln das Genre und spielen den Lautsprecher "Altes Kamuffel" von Paul Kalkbrenner zu. Der sehr Kickbass-lastige Song fordert so jeden Lautsprecher, deswegen verwenden diesen sehr gerne. Gleich von Beginn an, mit der leicht wirr wirkenden Effekteinlage, beweisen die 504er ihr Können und formen ein plastisches Ganzes aus den elektronischen, verzerrten Klängen. Der Bass hat ein enormes Fundament, was in Anbetracht der schmalen Bauform des Gehäuses überraschend ist -  vor allem aber der fundierte Tiefgang, den man mit dem Wort "überragend" am besten umschreiben kann. Die ganzen Synthesizer-Effekte geben die Q Acoustics-Boxen mit enormer Übersicht wieder und öffnen zugleich einen weiten Raum, der dafür sorgt, dass das Auditorium tief in die Gesamtakustik eintauchen kann.

Weiter geht es mit Slash, Myles Kennedy and The Conspirators. Wir lassen uns die Coverversion von "Starlight" von der Standlautsprechern abbilden. Los geht der Titel mit einem heftigen Akustik-Gitarrensolo von Slash - diesem fehlt es nicht an Punch und Ausdruckskraft, wenn die "Q-Acoustiker" die Wiedergabe übernehmen. Als es dann runder & harmonischer wird, geizen die Briten ebenfalls nicht mit ihren Reizen. Überrascht sind wir, wie hochklassig die Lautsprecher die unverwechselbaren Stimme von Myles Kennedy umsetzen können. Auch bei diesem Titel lösen sich die Vocals hervorragend vom Lautsprecher. Aber auch die Trennung der vokalen von den instrumenten Elementen sowie die Handhabung der Dynamiksprünge sprechen für die 5040. 

Abschließen möchten wir unsere Klangtestreihen mit dem Berliner Rapper Kontra K. Wir verwenden seine neueste Single "Was Echtes". Der Titel startet mit einer Klaviereinlage, die mit tadelloser Feinfühligkeit präsentiert wird. Als der Titel an Fahrt aufnimmt, gelingt der Spagat zwischen Sprechgesang und harten Bässen hervorragend. Selbst als wir die Lautstärke erhöhen, bleibt die Gesamtwiedergabe absolut stabil.  

Konkurrenzvergleich

Canton GLE 100_komplett

  • Canton GLE 100: Die Canton GLE 100 ist unser nächster Kandidat im Konkurrenzvergleich. Diese sind für einen Stückpreis von 699 EUR erhältlich und bieten ebenfalls "viel Lautsprecher für wenig Cash". Die Verarbeitungsqualität der GLE 100 ist in Anbetracht des Kaufpreises ok, die Q Acoustics 5040 ist aber unser Meinung nach im Detail etwas besser verarbeitet. In unseren Klangtestreihen spielte die GLE 100 souverän und mit einer kraftvollen Akustik auf. Tiefgang und Gesamtdynamik sind absolut zu loben, das gilt auch für die Pegelfestigkeit. Klar, was die Detaillierung gerade im Hochtonbereich anbetrifft, sind teurere Boxen der GLE 100 überlegen - aber in Relation zum Kaufpreis kann man die GLE 100 nicht kritisieren. Die Verarbeitung ist eher einfach, aber mängelfrei und robust. 

Nubert nuBoxx B-60 Gruppenbild1

  • Nubert nuBoxx B-60: Erwähnen möchten wir unseren Konkurrenzvergleich mit der Nubert nuBoxx B-60. Die Schallwandler aus Schwäbisch Gmünd sind für günstige 976 EUR Paarpreis direkt bei Nubert erhältlich. Die nuBoxx B-60 besitzt ein MDF-Gehäuse mit Innenverstrebungen, die nicht nur die Stabilität erhöhen, sondern gleichzeitig Resonanzen reduzieren sollen. Die aufgesetzte Schallwand ist, wahlweise in Graphit oder Eisgrau seidenmatt lackiert, der Gehäusekorpus ist mit einer Dekorfolie in Schwarz oder Weiß veredelt. Als optischer Hingucker ist der Sockel unter dem Lautsprecher zudem in der Farbvariante der Schallwand lackiert. Die Folierung des Gehäuses ist sehr sauber aufgebracht, gerade in der Anbetracht der Preisklasse. Die Lackierung der Schallwand ist zudem tadellos aufgetragen. Die exzellente Pegelfestigkeit, der nachdrückliche, zugleich präzise Bass und die authentische Stimmwiedergabe sind zu loben. Die hervorragende Gesamtdynamik und das tadellose Auflösungsvermögen über den gesamten Frequenzbereich ebenfalls. 

Elac Uni-Fi Reference UFR52 Paar Side

  • Elac Uni-Fi 2.0 UFR52 (Paarpreis/Markt rund 1.400 EUR): Die Elac Uni-Fi Reference UFR52 überzeugte uns im Test mit ihrer sauberen Verarbeitung, der schicken, modernen Optik und der enormen akustischen Dynamik. Sie ist mit enormer Konsequenz auf eine bestimmte Zielgruppe zugeschnitten: Hörer, die direkt, ungefiltert und nachdrücklich ihrer Lieblingsmusik folgen möchten. Zimperlich und sensibel sowie harmonisch-rund sind nicht unbedingt die passenden Attribute für die UFR52 - und das ist absolut so gewollt. Denn mit der Debut Reference-Serie und der teureren Solano-Baureihe hat Elac genug Pfeile im Köcher, die genau diese Merkmale aufweisen. Klar, auch eine Debut Reference kann Dynamik, und eine Solano FS287 kann nachdrücklich - aber in so komprimierter, kompromissloser Form wie bei der Uni-Fi Reference UFR52 sind diese Eigenschaften selten zu finden. Die Q Acoustics Q 5040 spielt im Vergleich verbindlicher, gefälliger und homogener auf, bietet aber nicht ganz diese überbordenede Dynamik der Elac-Box.

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