SPECIAL: Marantz AV 10 Highend-Vorverstärker und Marantz AMP 10 Endstufe mit 16 Kanälen

Marantz möchte neue Maßstäbe bei hochwertigen Heimkino-Komponenten setzen und auch das überbieten, was mancher talentierte Kleinserienhersteller - zu noch höheren Preisen - bereits auf dem Markt hat. Die Werkzeuge für diese nicht einfache Mission hören auf den Namen Marantz AV 10 (Highend-Vorverstärker/Prozessor) und AMP 10 (Hochleistungsendstufe mit 16 Kanälen). Die Preise für die im "Modern Musical Luxury"-Design gehaltenen Schmuckstücke belaufen sich auf jeweils 7.000 EUR. 

Der AV 10 übernimmt die Rolle des "Gehirns" im Ensemble. Der Professor Simon Wright des 21. Jahrhunderts ist als 15.4-Kanal-Modell ausgelegt und eine Selbstverständlichkeit stellen umfassende Decodieroptionen dar. Das man sich hier nicht mit Dolby Atmos und DTS:X sowie IMAX Enhanced zufrieden gibt - das kann jede Oberklasse-Soundbar - dürfte jedem Enthusiasten klar sein. Auro-3D, MPEG-H, DTS:X Pro und natürlich die Option zum Cross-Upmixing gehören dazu. Mit "Cross-Upmixing" ist gemeint, dass man jedes Material, ganz gleich, ob es z.B. in Dolby True HD oder DTS-HD vorliegt, mit Auro-Matic, Dolby Surround oder aber mit DTS Neural:X auf immersives 3D Audio hochskalieren kann. 

"Modern Musical Luxury" Design

In der Pressemitteilung reiht sich, wie üblich, Superlativ an Superlativ, und die Krönung zum audiophilen Kaiser-Gespann steht kurz bevor etc. Aber selbst, wenn man versucht, nahe an den Fakten zu bleiben, klingt das alles schon reichlich euphorisch. Das gilt nicht nur für die voll ausgestattete Vorstufe, sondern auch für die 16-Kanal-Endstufe, die mit Spitzenleistungen von bis zu 200 Watt pro Kanal den Klima-Aktivisten von Nebenan nicht nur bei vollem Leistungseinsatz zur Weißglut treibt. Schön, dass Marantz in der jetzigen von Einschränkungen gerprägten Zeit noch die Freitheit walten lässt, derartige Hochleistungs-Komponenten vom Stapel zu lassen, anstatt langweilige, wattschwache Warmduscher zu präsentieren.

Wenden wir uns nun den Features des AV 10 genauer zu. 

Eine grandiose Performance wird beispielsweise durch diskrete HDAMs, feinst selektierte Bauteile, Hochleistungs-DSP-Prozessoren und hoch präzise arbeitende D/A-Wandler erreicht. 

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Bezüglich der verwendetenRaumkorrektur-Technologie gibt es Optionen. Dank der im Lieferumfang enthaltenen Audyssey MultEQ XT32 werden Lautsprecher schon recht passabel an bis zu 8 Positionen aufeinander und auf die akustischen Eigenschaften des Hörraums abgestimmt. Das garantiert einen verhältnismäßig großen Sweet Spot und enormes Hörvergnügen auch für mehrere Zuhörer. 

Ein Upgrade auf Dirac Live (kostenpflichtige Lizenz erforderlich) ermöglicht erfahrenen Anwendern eine nochmals exaktere Remote-Kalibrierung über den PC oder Smart Devices. Hier können wir nur sagen: Wenn mit Dirac Live alles reibungslos funktioniert (manchmal hakelt es ein wenig bei ersten Versuchen), sind die Ergebnisse überragend. 

HEOS-App (Screenshot aus dem Test des Denon AVC-X3800H)

Natürlich verfügt der AV 10 über ein eingebautes HEOS-Modul. Dieses lässt sich über die 2021 optisch renovierte HEOS-App zügig und übersichtlich handhaben. Natürlich ist es möglich, auf nachgefragte Online-Streamingdienste zuzugreifen, zu denen beispielsweise Spotify (Connect), TIDAL oder Amazon Music gehören. Auch eine Internet Radio-Plattform wurde integriert. Zudem kann man mittels HEOS auf entsprechend kompatible Musikdateien (die gern auch in gebräuchlichen HiRes-Formaten wie FLAC oder ALAC sowie DSD 2,8/5,6 MHz vorliegen dürfen) zurückgreifen, die auf PCs, Notebooks, NAS-Systemen oder Home Servern liegen. Ebenso kann man die Bibliothek des Smart Devices nutzen, auf dem die HEOS-App installiert ist. Die einfache Einbindung in ein HEOS-Multiroom-System gehört auch dazu. Leider bleibt als Wermutstropfen, wie auch bei Yamaha Music Cast, dass kein MQA-Support angeboten wird.

Rückseite

Klasse ist es um die Anschluss-Kompatibilität bestellt, denn es finden sich sieben 8K-fähige HDMI-Eingänge, Digital- und Analog-Eingänge, ein Phono-Eingang sowie Lautsprecher- und Vorverstärkerausgänge bieten Anschlussmöglichkeiten für praktisch alle vorhandenen Komponenten. Auch, wenn man größere Geräteparks sein Eigen nennt und sich von liebgewinnen Museumsstücken nicht trennen möchte, ist man beim AV 10 an der richtigen Adresse. Als weiteren Pluspunkt nennt der Hersteller die Erweiterungsmöglichkeit: Dank umfangreicher Ein- und Ausgangsoptionen und leistungsstarkem Software-Ökosystem macht der AV 10 fast jeden Ausbau des Heimkinos problemlos mit.

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Hochwertige, übersichtliche Fernbedienung

Neue HD-Menüs, hier der Einrichtungsassistent (Beispiel: Denon AVC-X3800H, bei Marantz ist die Optik und Funktionsweise ähnlich)

Für die hochwertige Komponente sprechen auch die einfache Einrichtung und die komfortable Bedienung: Die mitgelieferte Fernbedienung aus Aluminium, leicht zugängliche Bedienelemente an der Gerätevorderseite, Sprachsteuerung und ein intuitiver HD-Setup-Assistent auf dem TV-Bildschirm sorgen hier für kompromisslos gutes Handling. 

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