PREVIEW: AVM Evolution AS 3.3 Streaming-Vollverstärker - Das grandiose Multitalent mit enormer Maximalleistung
Klang

Die aufwändige Phonovorstufe des AS 3.3 präsentiert den Streaming-Vollverstärker für eine Zusammenarbeit mit hochwertigen Plattenspielern

Wharfedale Elysian 3
Wir starten mit unserem Thorens TD 403 DD als Zuspieler und legen die Platte "A Tribute To Eva Cassidy" von Margriet Sjoerdsma auf. Als Lautsprecher setzen wir auf die Wharfedale Elysian 3 (Test folgt in Kürze).
Bei "In The Early Morning Rain" erfreut uns der Evolution AS 3.3 mit einer sehr feinsinnigen Darstellung, die Stimme von Margriet tritt sehr lebendig, mit hervorragender dynamischer Breite und einer exakt dosierten räumlichen Ausprägung, hervor. Die Geige hat uns bei den begleitenden Instrumenten besonders gut gefallen, weist sie doch ein angenehm "smothes" Spiel auf, zugleich aber wird kaum eine Einzelheit unterschlagen. Sehr filigran, beinahe zerbrechlich wirkt der gesamte Aufbau - aber der AS 3.3 ist jederzeit Herr der Lage und kombiniert diese sensible Auslegung mit stets vorhandener subtiler Kraft, die sich auch in einer fundierten, homogenen akustischen Ausrichtung manifestiert.
Nun singt Margriet den Sting-Klassiker "Fields Of Gold", und auch hier sind wir wieder zutiefst beeindruckt, wie charismatisch und mit welcher intensiven Wirkung der AVM Streamingverstärker seiner Arbeit nachgeht. Mit präziser, sorgfältiger Dosierung aller akustischen Anteile wird ein umfassendes klangliches Gesamtbild geboten, das auch aus räumlicher Sicht wieder begeistert. was am AVM Evolution AS 3.3 besonders positiv auffällt, auch hier wieder, ist diese Mischung aus einer klaren, extrem natürlichen Wiedergabe, die aber mit einem äußerst gefälligen, angenehmen Präsentation kombiniert wird. Klar, auch andere von uns getestete hochwertige Streaming-Vollverstärker beherrschen gerade diese Kombination ausgezeichnet. Extrem nüchtern auftretende, sehr analytisch und wenig mitreißend agierende HiFi-Devices findet man nicht mehr oft. Trotzdem offenbaren sich auf einem bereits hohen Grundniveau durchaus Unterschiede, und hier tritt der AS 3.3 durch seine authentische, bis ins Detail angenehme Gangart wirklich hervor.
Streaming über die X-Stream-Plattform, Titel von TIDAL
Wir beginnen mit dem legendären Imperial March (24 Bit/96 kHz HiRes-FLAC), gespielt von den Wiener Philharmonikern. Der Evolution AS 3.3 bleibt seiner eben gezeigten Auslegung komplett treu und holt auch hier eine Menge Details aus dem HiRes-Audio-Stream, kombiniert diese Detaillierung mit einer eindrucksvollen räumlichen Kulisse und dem schnellen, nachdrücklichen Management sämtlicher Dynamiksprünge innerhalb des Titels. Jedes Instrument innerhalb des großen Orchesters ist genau auszumachen, und die Übergänge zwischen den einzelnen Instrumentengruppen sind nahtlos und homogen.
Wenden wir uns dem 007-Titelsong "No Time To Die" von Billie Eilish zu. Hier beginnt der AVM-Verstärker direkt ein weiteres Mal vielversprechend. Die leicht ansteigende Dynamik der ersten Sekunden des Songs arbeitet er mit untadeliger Impulstreue heraus, und als Billie mit ihrer charismatischen Stimme durchstartet, kommt das leicht Vibrierende, sehr Gefühlvolle und atmosphärisch Dichte innerhalb ihrer vokalen Ausprägung exzellent zum Ausdruck. Aber auch die begleitenden Instrumente sind immer präsent und rücken zu keinem Zeitpunkt in den Hintergrund. Es ist genau diese unglaublich gelungen abgestimmte tonale Gesamtbalance, die, wenn es erforderlich ist, auch ein massives, präzises Fundament bereitstellt, die den AS 3.3 ausgezeichnet.
"Resonance" von Boris Blank beginnt mit der Wiedergabe subtiler, langsam kraftvoller werdender tiefer Frequenzen. Superb, wie der AVM-Verstärker diese betont, immer klar, immer exakt, nie kommt es zu Wummern oder einer verwaschenen Darstellung. Nun gesellen sich immer mehr Effekte und Elemente hinzu, die vollumfänglich eingearbeitet werden, wie immer mit höchster Signalintegrität und einer dynamischen, aber zugleich ausgewogenen Wirkung. Dass hier 2 x 350 Watt in den Endstufen schlummern, daran zweifeln wir nicht, denn drehen wir kräftig am Lautstärkeregler, schiebt der Evolution AS 3.3 mit unerbittlicher Entschlossenheit an und beschallt mühelos auch Hörräume, die mehr als 30 Quadratmeter messen.
Als nächsten Titel nehmen wir uns "Kings & Queens" von Fritz Kalkbrenner vor. Wir sind sehr angetan von der Klarheit, die uns gleich von der ersten Sekunde an präsentiert wird. Sehr facettenreich, mit einer tiefen räumlichen Wirkung und einer nahezu optimal abgestimmten Nachdrücklichkeit, kommt dieser Track mit einer mitreißenden Wirkung in unserem Testraum an. Die Differenzen innerhalb des dynamischenn Gefüges werden klar und zügig aufgearbeitet, die Schnelligkeit des AS 3.3 sorgt immer wieder für Staunen bei den Testern. Die Endstufen sind wirklich über alle Maßen geschmeidig und stellen nahezu ohne jede Verzögerung einen kräftigen, aber nie überzogenen Antritt sicher.
Erstes Fazit

Der AVM Evolution AS 3.3 ist eine Lichtgestalt, die zwar teuer bezahlt werden möchte, aber auch einen überragenden Gegenwert bietet. Der Streaming-Vollverstärker kann extrem viel, und das auch noch extrem gut. Die zeitlos-minimalistische optische Erscheinung weist ihn als typisches AVM-Familienmitglied aus, und die hochwertige Verarbeitung ebenfalls. Das sehr umfangreiche Anschlussangebot, unter anderem mit HDMI-ARC und XLR-Terminals, spricht ebenfalls für den HiFi-Boliden aus dem badischen Malsch. Die hervorragend arbeitende Streaming- und Multiroom-Plattform X-Stream Engine, die über die umfangreich RC X App gesteuert wird, sorgt für sehr flexible Einsatzmöglichkeiten. Man braucht keinen weiteren Zuspieler, der AS 3.3 alleine reicht schon, um ein musikalisches Universum zu erkunden. Aber schade wäre es schon - denn die hochwertige Phonovorstufe, geeignet für MM und MC Tonabnehmersysteme und über die App einstellbar, wartet nur auf den Vinylfreud und seinen Plattendreher. Klanglich hat uns der AVM Vollverstärker sofort, ohne jede zeitliche Verzögerung, begeistert. Dynamisch, kraftvoll, fundiert, kultiviert und detailverliebt, setzt er sich mit jeder Quelle auf höchstem Niveau auseinander.
Preview: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 21. August 2025
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Tags: AVM • AVM Audio • Evolution • Streaming-Vollverstärker • Verstärker






