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Filmkritik: "Captain Marvel"

Die Kree-Kämpferin Vers (Brie Larson) gerät auf einer Mission gegen die gegnerischen Skrull in Gefangenschaft. Als diese versuchen, ihrem Gedächtnis tief versteckte Geheimnisse zu entlocken, werden bei Vers Erinnerungen an ein anderes Leben auf der Erde wach. Auf der Suche nach Antworten zu ihrer eigenen Vergangenheit kommt Vers einem noch viel größeren Geheimnis auf die Spur ....

Nachdem bereits "Guardians of the Galaxy" mit viel Musik der Siebziger Jahre zu einem kleinen Retro-Trip wurde, geht "Captain Marvel" noch einen Schritt weiter und lässt gleich einen Großteil der Handlung auf der Erde der Neunziger Jahre spielen. Damit ist der Film noch vor der Zeitlinie der meisten späteren Filme des "Marvel Cinematic Universe" angesiedelt aber wie sich im Verlauf herausstellt, doch bereits an einzelnen Stellen mit der bekannten Marvel-Welt verbunden.

Im Unterschied zur lockeren Atmosphäre der "Guardians of the Galaxy" ist "Captain Marvel" schon etwas düsterer. Die Reise in die Vergangenheit von "Captain Marvel" erweist sich in der Umsetzung allerdings nicht ganz so spannend und geheimnisvoll wie sie in den Trailern angedeutet wurde, sondern klärt den Hintergrund doch recht simpel auf. Im Vergleich dazu wurde z.B. die Origin-Story von "Doctor Strange" deutlich atmosphärischer inszeniert.

Da "Captain Marvel" zum Großteil in ziemlich abgeschiedenen Gegenden spielt, gibt es nur recht wenig Berührungspunkte mit Kultur und Personen der 90er, die für kleinere Gags genutzt werden. "Captain Marvel" bietet dafür einige Twists, die die Erwartungen des Zuschauers über den Haufen werfen und punktuell ganz gut eingestreuten Humor. Neben "Captain Marvel"-Haupdarstellerin Brie Larson gibt es mit Samuel L. Jackson als "Fury" oder Ben Mendelsohn mehrere recht große Nebenfiguren, die dem eigentlichen Star sogar ab und zu die Show stehlen.

"Captain Marvel" erinnert über weite Strecken auch eher an 90er Jahre Buddy Cop-Filme als einen Superhelden-Blockbuster. Die große Action konzentriert sich vor allem auf das letzte Drittel des Films, welches dann wieder einen Marvel-typischen Showdown mit viel CGI-Einatz abliefert. Insgesamt bleibt "Captain Marvel" zwar qualitativ hinter den pfiffigeren Debüt-Filmen der "Guardians of the Galaxy", "Doctor Strange" und "Black Panther" zurück. Trotzdem gibt es eine ganze Reihe unterhaltsamer Momente, ziemlich gut miteinander harmonierende Darsteller und bei gerade einmal 125 Minuten Laufzeit auch nur wenig Leerlauf für die Zuschauer zu sehen.

"Captain Marvel" läuft seit dem 07.03.2019 in den deutschen Kinos und erscheint voraussichtlich am 18.07.2019 auf Blu-ray Disc, Blu-ray 3D und Ultra HD Blu-ray.

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