ARD & ZDF wollen weiterhin keinen Ultra HD-Sender - ARTE 4K auf Eis

Die deutschen Öffentlich-Rechtlichen Sender haben weiterhin keine Ambitionen zur Ausstrahung ihrer linearen TV-Programme in Ultra HD. Das geht aus dem jetzt von der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) veröffentlichten 25. Bericht für den Zeitraum 2025 bis 2028 hervor. Die KEF überprüft regelmäßig für einen Zeitraum von vier Jahren die Kostenplanungen des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks und gibt auf dieser Basis Empfehlungen zur Höhe des monatlichen Rundfunkbeitrags heraus. Laut dem neuen KEF-Bericht haben ARD und ZDF keine Gebührengelder für eigene 4K-Programme beantragt:
"Die lineare Verbreitung von Fernsehprogrammen in UHD-Qualität ist von ARD und ZDF derzeit nicht geplant".
Auch beim deutsch-französischen Kultursender ARTE sind die ursprünglich etwas ambitionierteren Ultra HD-Pläne ins Stocken geraten. Nachdem schon einmal im 23. KEF-Bericht 2022 eine Ausstrahlung von ARTE in Ultra HD für 2023/2024 in Aussicht gestellt wurde, wurden dafür im neuen Bericht keine Gelder beantragt:
"ARTE Deutschland plant für die Periode 2025 bis 2028 keine lineare Verbreitung von Programm in UHD-Qualität".
ARD und ZDF strahlen ihre TV-Programme via Satellit weiterhin in 720p aus. Bei DVB-T2 HD ist 1080p Standard wobei nur einzelne Sendungen wirklich in nativem 1080p gezeigt werden und ansonsten von 720p hochskaliert wird. Lange Zeit wurde von Senderseite häufiger argumentiert, dass eine Ausstrahlung in Ultra HD erst erfolgen könne, wenn der SD-Simulcast beendet wird. Mit der SD-Abschaltung des ZDF im November 2025 wäre diese Hürde jetzt aus der Welt geschafft.
Doch trotzdem hinken die Sender der technischen Qualität der privaten TV-Konkurrenz und der Streaming-Anbieter mit Ultra HD und teilweise auch HDR weiterhin hinterher. Lediglich via HbbTV werden einzelne Sendungen von ARD, ZDF und ARTE zum Abruf in Ultra HD angeboten.






