TEST: Sony Smartphone Xperia Z1 – 5 Zoll-Referenz?

Sony liefert schneller nach, als manchem lieb sein dürfte: War das Xperia Z im Februar dieses Jahres noch neuer Super-Hero der Highend-Smartphones, haben sich die Japaner entschlossen, schon ein gutes halbes Jahr danach mit dem Xperia Z1 erneut nachzulegen. Da inzwischen schon wieder einige Wochen ins Land gezogen sind, kann man die 649 EUR UVP des Xperia Z1 noch nicht einmal mehr als groben Richtwert ansehen. Unser Xperia Z1 läuft unter Android 4.2.2. In diesem Monat soll das Update auf 4.3 kommen.

Rückseite aus Mineralglas

Optisch sieht es dem Vorgänger durchaus ähnlich, wie beim Z sorgt ein FullHD Display im 5 Zoll-Format für Seh-Freuden bei beinahe jeder Anwendung. Die Pixeldichte fällt mit 441 Pixel pro Zoll so großzügig aus, dass einzelne Pixel kaum auszumachen sind. Neu ist Sonys Triluminos-Technologie für dynamischere Farbwiedergabe. Damit die Tugenden des Displays optimal zur Geltung kommen, werkeln im Inneren die Bravia Mobile Engine 2 mit X-reality for mobile Bild-Processing.

Seitliche Ansicht, nun mit Metallrahmen und kleinerem Power-/Standby-Knopf

Kopfhöreranschluss nun ohne Abdeckung


Lautsprecher

Wer sich das Z1 genauer ansieht, stellt fest, dass Sony das Thema Hochwertigkeit noch intensiver angegangen ist. Anstatt eines Kunststoff-Rahmens spannt sich nun ein solcher aus Metall rund um das Smartphone, das etwas dicker ausfällt als der Vorgänger. Mit knapp 170 Gramm ist es über 20 Gramm schwerer als das Z, das für seine Größe recht leicht und angenehm wirkte. Die Abmessungen des Z1 betragen 145 x 74 x 8,5 mm – größeren Männerhänden ist das Vergnügen sicher, das Smartphone komfortabel mit einer Hand zu bedienen, kleineren Frauenhänden fällt das schon etwas schwerer, auch aufgrund des Gewichts ist es hier schwer, das Xperia immer in der Balance zu halten und währenddessen noch zu tippen.

Immerhin ist das Smartphone sehr griffig – was daran liegt, dass die Rückseite zwar glatt ist, an den Rändern derselben aber der Rahmen minimal übersteht und so eine Stabilisierungsmöglichkeit für die haltende Hand sicherstellt.  Optisch etwas ungewöhnlich wirkt das Xperia Z1 von vorn – dies liegt darin begründet, dass Sony mit dem 5-Zoll-Display die Gehäusefront kaum ausfüllt. Wie es anders geht, zeigt z.B. Samsung mit dem Galaxy S4. Obwohl das S4 sogar noch einen Hardware-Home-Button unter dem Display hat, sind kaum Ränder erkennbar. Sony hat nur Touch-Buttons, daher verwundert es umso mehr, dass der Rahmen so dick ist. Vielleicht liegt der Grund in der Stabilität – fällt ein Smartphone mit extrem dünnen Rahmen herunter, sind Schäden wahrscheinlicher als bei einem Device mit dickem Rahmen. Natürlich hängen potentielle Folgeschäden auch vom Gehäuse- und Display-Frontscheibenmaterial ab.

microSD-Kartenslot und MicroUSB-Anschluss unter Abdeckung, offen dagegen der Anschluss fürs Einsetzen in ein Dock

Nicht überzeugend: Kleiner Kamera-Hardkey seitlich mit schwammigem Druckpunkt

Saubere Detailverarbeitung

Damit ist es nun vorbei, die Sakkotasche wird vom Xperia Z1 schon drastischer nach unten gezogen. Die Vorder- und Rückseite des edlen Stücks ist wie bisher aus Mineralglas. Einsätzen im Wasser sieht es mit noch mehr Freude als das Z entgegen. Das Z1 entspricht den Schutzklassen IPX5/IPX8, was bedeutet, dass es, wie auch das Z, 30 Minuten unter Wasser aushält. Dieses darf anstatt 1 Meter aber nun bis zu 1,5 Meter tief sein – anders ausgedrückt, das Gehäuse hält nun größerem Wasserdruck stand. Dabei fehlt im Vergleich zum Z die Abdeckung für den Kopfhöreranschluss – hier kann man nun, ohne eine Abdeckung entfernen zu müssen, den Kopfhörer einstecken. MicroSD-Slot, SIM-Kartenschacht und MicroUSB-Anschluss sind weiterhin unter Abdeckungen, die im Sinne tatsächlicher Wasser-Widerstandsfähigkeit auch sorgfältig geschlossen sein müssen. Sonst erlischt im Falle des Wassereinbruchs auch der Garantieanspruch.  Im Test legten wir es mit geschlossenen Abdeckungen in ein Waschbecken voll mit Wasser. Keinerlei Probleme – das Z1 war komplett wasserdicht.

Bastellösung, dem Z1 nicht würdig: MicroSIM-Karte mit Tray

Bei aller Noblesse, die das Z1 ausstrahlt: Als es um Entwicklung und Fertigung des Trays für das Einlegen der MicroSIM-Karte ging, waren alle erfahrenen Techniker wohl ebenso im Jahresurlaub wie beim Vorgänger. Windig, instabil, fummelig – es steht in den Sternen, wieso Sony seinem sonst so durchdachten Flaggschiff eine derartige “Murkslösung” mit auf den Weg zum Kunden gibt. Übrigens macht auch das Einlegen der microSD-Karte nicht wirklich Freude.


Speicher – 11,79 GB ab Werk für Userdaten


Das Z1 läuft derzeit unter Android 4.2.2

Menu-Optik

Einfach ist es, innerhalb von Android Ordner zu erstellen und in diese dazu passende Programm einzuordnen

Technisch schöpft das Smartphone aus dem Vollen. Eine Vierkernprozessor basierend auf dem Snapdragon 800 Chipsatz, getaktet mit 2,2 GHz, sorgt für bestmögliche Performance unter allen Arbeitsbedingungen.  2 GB Arbeitsspeicher vervollständigen das Angebot. Die Adreno 330 GPU-Grafiklösung ermöglicht auch bei anspruchsvollem Mobile Gaming hervorragende Leistungen.  Vom internen 16 GB Speicher stehen dem Nutzer knapp 12 GB zur Verfügung, beim Speicheraufkommen von Videos, Musik und Fotos muss der User hier per microSD nachrüsten: Karten mit bis zu 64 GB Kapazität werden akzeptiert.

Selbstverständlich mit NFC

Natürlich unterstützt das Z1 LTE für alle Netze, HSPA, Bluetooth 4.0, MHL, DLNA, Glonass, GPS sowie NFC. Anstatt wie beim Z einen leicht abgehenden Aufkleber über den NFC-Chip im Gehäuse zu platzieren, ist beim Z1 das NFC-Logo nun aufgedruckt.


20,7 MP-Kamera, G-Lens

Richtig Gas gibt Sony an der Foto-Front, denn anstatt einer 13 MP-Kamera wie beim Xperia Z ist nun eine Kamera mit 20,7 MP mit an Bord. Der hochwertige, sonst aus teuren Kompaktkameras bekannte und recht große Exmor RS-Sensor macht zusammen mit dem dreifachen optischen Zoom (G-Objektiv) das Z1 aber auch dicker. Der Sony-eigene BIONZ-Bildprozessor stellt eine hochwertige Bildkomprimierung sicher. Die Kamera bringt nicht nur eine überarbeitete Menüstruktur, sondern auch neue Funktionen mit. So erlaubt es die TimeShift-Funktion, 60 Bilder in kleinstmöglicher Zeit aufzunehmen. 30 Bilder werden dabei vor dem eigentlichen Auslösen geschossen, 30 danach. Neun verschiedene Effekte wie Nostalgie oder Zeichnung werden in parallelen Fenstern live angezeigt. Nicht neu ist das Schwenkpanorama, welches aus verschiedenen nacheinander geschossenen Bildern ein Panoramabild erzeugt. Diese Funktion haben auch die meisten Konkurrenten.  Videodrehs sind nach wie vor mit maximal FullHD möglich und derzeit nicht in UHD.

Wenden wir uns dem Smartphone nun im Detail zu und beginnen wir mit Erfahrungen aus dem Nutzer-Alltag.

Leidiges Thema bei Highend Smartphones ist die Akkulaufzeit. Sony hat dies offensichtlich erkannt und dem Z1 einen 3.000 mAh-Akku spendiert, während das Z noch mit 2.300 mAh auskommen musste. Der deutlich leistungsstärkere Akku ist übrigens neben der Kameratechnik auch Grund für das Zunehmen der Gehäusedicke. Leider ist der Akku nach wie vor fest installiert, eine Unsitte, die Apple mit dem iPhone salonfähig gemacht hat.  Wie sieht es nun mit der Akkuleistung des Z1 aus?

Nach 24 Stunden verzeichnen noch 40 Prozent Akku-Kapazität bei normaler bis reger Nutzung, heißt: Fotos erstellt (ca. 30 Stück), 3 Videos gedreht (zusammen rund 6 Minuten lang), Apps im Hintergrund aktualisieren lassen, im Internet gesurft, Notizen geschrieben und verschiedene Apps geöffnet und geschlossen. Das ist ein sehr guter Wert, komplett leer war der 3.000 mAh-Akku erst nach gut 1,5 Tagen.  Muss das Smartphone dann an die Steckdose, fällt das recht lange, aber noch tolerable Aufladen auf. Der große Akku braucht eben auch etwas länger, was vollkommen verständlich ist.  Um die Akkulaufzeit zu verlängern, gibt es  3 verschiedene Energiesparoptionen. Selbst ohne die Aktivierung des Stamina Modus (WiFi etc werden bei Display Abschaltung mit deaktiviert) überzeugt der geringe Stromverbrauch im Standby. Abends legten wir das Smartphone mit 96 % Ladung neben das Bett, morgens nach rund 8 Stunden waren noch 94 % übrig (alle Apps geschlossen).

Tastatur im Hochformat


Tastatur im Querformat

Im Alltag überzeugt die gute Tastatur, die sehr schnelles Schreiben möglich macht. Eine sauber arbeitende Rechtschreibkorrektur und meist passende Wortvorschläge sind ebenfalls zu loben. Ein flotter Wechsel zwischen Hoch und Querformat  ist mittlerweile selbstverständlich.

Internetdarstellung im Hochformat ohne Zoom

Internet-Darstellung im Querformat ohne Zoom


Ein Konto hinzuzufügen, funktioniert beim Z1 sehr einfach

Kontoeinstellungen

Die enorm zuverlässige Einrichtung und einfache Einrichtung eines individuellen email Accounts ist leider immer noch nicht selbstverständlich, für unser Z1 allerdings schon. Ebenso wird (über WLAN) unser Google-Konto mit über 300 Kontakten rasend schnell mit dem Smartphone synchronisiert.

Pluspunkte im alltäglichen Handling bringt auch die sehr stabile WiFi Verbindung mit guter Empfangsstärke. Eine problemlose DLNA Übertragung für das Wireless-Streamen von Musik, Film, Fotos zu den Test-TVs Sony W9 und Samsung F7090 spricht auch für das Xperia Z1. Einmal muss das Smartphone “freigeschaltet” werden, damit klar ist, dass es den jeweiligen Smart TV mit Inhalten bedienen darf.

Wie sieht es mit den Kamera-Ergebnissen und Kamera-Funktionen aus?


Farbecht und lebendig – wenn auch auf dem stark verkleinerten Bild nicht perfekt zu sehen


Landschaftsbild


Detailaufnahme außen


Detailaufnahme innen bei geringem externen Lichteinfall. Hier ist dann Rauschen erkennbar

Aufnahme Innen unter guten Lichtverhältnissen


Detailaufnahme unter durchschnittlichen Lichtverhältnissen

Dämmerlicht ohne Blitz

Dämmerlicht mit Blitz

Die Kamera löst schnell aus, es ist besser, den Touchscreen Button als den schwammigen Hardkey seitlich am Gehäuse zu nehmen. Wer den intelligenten Automatik-Modus nimmt, hat übrigens keine Freude an den über 20 MP maximal möglicher Auflösung, denn diese Betriebsart unterstützt nur maximal 8 MP. Also ab in den manuellen Modus und Verzicht auf die Szene-Modi – auch diese gibt es in der 20,7 MP-Betriebsart nicht. Das lichtstarke F2.0 Objektiv produziert anders als in den Aussagen anderer Testberichte unseren Erfahrungen nach auch bei normalen Lichtverhältnissen und nicht nur bei sehr gutem Licht rauschfreie Bilder im 20,7 MP-Modus. Erst, wenn es dämmrig wird, kommt merkliches Rauschen hinzu.  Wichtig noch: Fotos in voller 20,7 MP Auflösung können per email nicht verschickt werden.


Sehr gut gemacht – Kamera-Betriebsarten und Funktionen


Szenen-Programme im Videomodus


Maximal 1080p Auflösung


Weitere Funktionen


Still Imaging Kamera – knipst mit maximal 20,7 MP


Weißabgleich


Nutzt man die Automatik, knipst man nur in maximal 8 MP


AR-Effekte

Blitz-Optionen


Erklärung zu Info-eye


Tipps zur Info-eye-Nutzung


Wirksamer Bildstabilisator


Unterschiedliche Filtereffekte in Real Time-Vorschau

Schnellstart-Funktionen – sehr praktisch

Szenen-Auswahl für Still Imaging


Hier die Szenenwahl für Still Imaging Teil 2

Unsinn sind die kindlich aussehenden AR Foto Effekte – die Effekte (z.B. kleine Dinosaurier im Bild) sollen Schnappschüsse aufpeppen, was aber vermutlich nur der Gruppe der Zwei- bis Fünfjährigen gefallen dürfte. Für allen anderen einfach nur peinlich.

Fernab dieser Betrachtung stellen wir nüchtern fest, dass das Xperia Z1 die bislang besten Fotos und Videos macht.  Die sehr hohe Lichtempfindlichkeit ist nochmals besser als beim Xperia Z und auch als beim Nokia Lumia 920. Gespannt sind wir auf einen bald folgenden Vergleich mit dem Lumia 1020. Der Blitz des Z1 leuchtet bis zu 2,5 m Objektdistanz gut aus. Danach zeigt er kaum noch Wirkung. Der Blitz oder das Videolicht werden aber oft  aufgrund der hohen Lichtempfindlichkeit nicht gebraucht. Super ist der dreifache optische Zoom. Interessant wäre hier die Verbesserung durch externe SnapShot Cam DSC-QX100 für rund 450 EUR. Diese nutzt als Sucher den Screen des Smartphones, weist aber ansonsten technische Eigenschaften auf, die in einem Smartphone nicht zu realisieren sind.

Neu ist im Übrigen “Info Eye” – hier werden im Sucher nach vorheriger Aktivierung der Funktion ähnlich wie bei Google Goggles Informationen zu den im Sucher zu sehenden Objekten angezeigt.

Kommen wir zur Darstellung von medialen Bildinhalten. Die Bravia Mobile Engine sorgt für extrem gute Bildqualität auch beim Aufpolieren von Material unter FullHD Auflösung. Durch die gigantische CPU Power tritt beim Zocken von Games und Betrachten von Filmen kein Ruckeln. Saubere diagonale Linien. Sehr gut meistert das Z1 das Gameloft-Spiel zu “Ironman 3″ und brilliert hier durch gestochen scharfe, praktisch pixelfreie Grafik und einen sehr flotten Aufbau der Game-Kulissen.

Natürlich muss bei der Qualität auch das Display mitziehen, damit es sich nicht als limitierender Flaschenhals entpuppt. Und da können wir nur feststellen: Sony serviert im Z1 eines der derzeit besten Displays.  Nur weil die AMOLED Kollegen knalligere Farben produzieren als das Sony TFT-Display, ist das AMOLED Display nicht besser, wie man leider oft lesen kann. Das Display des Z1 begeistert durch absolut natürliche Farben., ein tiefes Schwarz und erstklassigen Detailkontrast. Eine feinste Darstellung kleiner Einzelheiten zeigt sich z.B. beim Elysium UHD-Trailer. Fesche Farben und viel Erlebnis durch Triluminos Display. Insgesamt ist das Display deutlich heller und kontrastreicher als bei Vorgänger. Das Display ist dadurch auch bei stärkerer Sonneneinstrahlung dank höherer Helligkeit besser ablesbar.

Grund für die Überlegenheit des Z1 ist natürlich auch die extrem schnelle CPU, perfekt für Multitasking. Keine Verzögerung ist auch dann festzustellen, wenn viele parallel Apps offen sind. Über LTE oder WLAN ist ein rasend schneller App Download aus dem Google PlayStore möglich. Paralleles Downloaden einer 1 GB Datei plus paralleles Durchsuchen des Video Umlimited Video On Demand Service ist aufgrund satter CPU Leistung und großem 2 GB Arbeitsspeicher problemlos realisierbar. Insgesamt werden S4  mit knapperer Distanz und iPhone 5 deutlich angehängt. No Chance auch für HTC One und erst recht nicht für das HTC One X. Auch das Xperia Z wird distanziert, der Chipsatz des Xperia ZChipsatz entstammt noch der Vorgänger-Snapdragon-Generation.

Quadrant Standard


AnTutu


Sehr gutes Ergebnis


CPU Prime Benchmark-Test

Im Quadrant Standard-Test erzielt das Xperia Z1 17.984 Punkte. Bei AnTutu Benchmark liefert das Z1 31.737 Punkte, das S4 28.259 Punkte.  Beim CPU Prime Benchmark Test sichert sich das Z1 6.247 Punkte. Wer die Elite-Ergebnisse im Schnappschuss festhalten möchte: Mit Standby-Button und Lautstärke verringern wird, indem man beide Bedienelemente zusammen drückt, ein Screenshot erstellt.

Natürlich erwartet der anspruchsvolle Hightech-Fan auch akustisch einiges vom Z1.

Walkman Musicplayer

Musik-Optionen mit Zugriff auf Music On Demand. Voraussetzung: Sony-Konto


Zugriff auf unsere Netzwerk-HDD

Music Unlimited – Kanäle


Premium-Abteilung


Sound-Effekte


EQ


Virtuelles Surroundprogramm “Studio”

Virtuelles Surround-Programm “Club”


DSP “Konzertsaal” für virtuellen Raumklang


Lautsprechereinstellungen

Um diese zu befriedigen, ist ab Werk softwareseitig die Sony Walkman App vorinstalliert.  Sie überzeugt uns mit zahlreichen Audio-Funktionen. Unter dem Punkt “Einstellungen” finden sich die Soundeffekte, die sich in folgende Unterdivisionen gliedern: Clear Audio+, Soundoptimierung und Dynamiknormalisierung. Nutzt man Clear Audio, kann die Soundoptimierung nicht zusätzlich verwendet werden. Clear Audio ist eine automatische Optimierung fürs Musikhören.

Bei der Soundoptimierung findet sich ein grafischen EQ mit folgenden Bändern: 400 Hz, 1/2,5/6/16 kHz. Zu den freien Slots (3x Benutzer definiert) kommen viele DSP Programme: Heavy, Pop, jazz, Individuell, Soul, Easy Listening, bass Boost, Treble Boost.

In den Einstellungen, oberhalb der EW Regler aufzurufen, gibt es Programme für virtuellen Surround: Studio, Club, Konzertsaal. Grafisch schön dargestellt.

Hinzu kommt die Funktion “Stereo pur”, welche das Kanalübersprechen reduziert, sowie Clear Phase, hier soll die Wiedergabe des eingebauten Lautsprechers optimiert werden. Xloud hat die Aufgabe, den Pegel des internen Lautsprechers zu optimieren.

Eindrücke in der Praxis: Der eingebaute Lautsprecher erbringt keine Meisterleistung, ist aber auch nicht so schlecht wie in manchen Review beschrieben. Ausdruckskraft, Dynamik und Stimmwiedergabe sind besser als z.B. Beim iPhone5. Besondere Audiokompetenz merkt man aber nicht.

Ein Headset war leider bei unserem Testgerät nicht dabei. Daher haben wir mit hochwertigen Onkyo In Ears IE-FC300 für 150 EUR getestet. Bei manchen Songs gefällt Clear Audio nicht, weil der obere Mittenbereich und die Höhen dann zu dominant werden. Deutlich mehr Gefallen finden wir am Club Programm für virtuellen Surround im Kopfhörer Betrieb zusammen mit dem Pop-DSP: kräftiger Bass trifft auf gute Raumwirkung. Etwas mehr Klarheit und Bühne bringt Stereo Pur. Insgesamt eine Top Leistung, der Sound der Onkyo in Ears war in Verbindung mit S4 und iPhone 5 nicht so satt, lebendig und intensiv.

Video Unlimited, Sonys eigener Video-On-Demand-Dienst


Einrichtung des Dienstes


Eingabe des Geburtsdatums erforderlich


Reichhaltige Auswahl


Anmeldung


Recht hohes Preisniveau

Wie sieht es mit vorinstallierter Software aus? Hervorzuheben ist die saubere Integration der Sony Entertainment Plattform, praktischer und grafisch besser, zielgerichteter als früher erfolgt das Handling. Zu bemängeln ist aber, dass das Leihen von Videos lediglich in SD-Qualität vom Video Unlimited Store recht teuer ist.

Verschiedene Sony-eigene Apps sind  zu erwähnen.

  • Mit TV Side View wird eine gute App für Sony Netzwerk Bravia TVs geboten. Programmführer, Netzwerkfunktionen zum Medienaustausch und Sprachbefehle können genutzt werden.
  • Sony Select ist ein Sony eigener App Store, der Tipps und Empfehlungen abgibt, der Download aber erfolgt dann über Google Play.
  • My Xperia: Wenn das Z1 verloren gegangen ist. Such/Findefunktion, Auslösen eines Tonsignals, damit man aufmerksam wird. Zudem ist es möglich, das Smartphone zu sperren oder die darauf enthaltenen Daten zu loschen.
  • Xperia Lounge: Zugang zu exklusivem Content VIP Symbol als Kennzeichnung. Games, Gewinnspiele, Musik etc.
  • Xperia Privilege: eigene App, aktuell Version 3.0, spezielle Sony Angebote zu den Themen Entertainment, Accessoires. Nicht allzu gute Kundenrezensionen im Play Store.
  • PlayStation mobile: Gaming On Demand Service. Gaming unterteilt z.B. In Action, Adventure, Arcade, Gelegenheitsspiel, Bildung, Musik, Party, Rätsel, Rennspiel, Rollenspiel, Shooter, Simulation, Sport, Strategie, Sonstige. Verfügbar sind auch Apps. Diese sind unterteilt in Audio, Lifestyle, Musik, Reisen, Dienstprogramme.

Konkurrenzvergleich:

Samsung Galaxy S4: Kompakter und leichter, nicht ganz so schnell, aber nach wie vor so flott unterwegs, dass kaum der Wunsch nach mehr aufkommt. Das exzellente, farblich sehr dynamische Display füllt die Front des S4 fast voll aus. Die Kamera ist schlechter, vor allem bei Kunstlicht und in der Dämmerung. Sind es bei Kunstlicht leichte Farbverfälschungen, stört bei Dämmerung deutlicher Schärfeverlust. Die Rauschneigung ist überdies etwas ausgeprägter, aber nicht zu dominant. Gut, wenn auch nicht so gut wie Apples Siri, ist die Samsung-eigene Sprachsteuerung.  Viele Apps sind vorinstalliert, man braucht aber bei weitem nicht alle.  Das “normale” Galaxy S4 ist nicht wasser- und staubgeschützt. Wem diese Attribute wichtig sind, greift zum S4 Active, das in etwa gleich teuer ist. Dann hat man aber nur eine 8 MP anstatt einer 13 MP Kamera. Das S4 derzeit preiswerter als das Xperia Z1 und für knapp 500 EUR zu haben. Das ist rund 100 EUR weniger als beim Xperia Z1, das derzeit für gut 600 EUR zu erwerben ist.

Sony Xperia Z Ultra:  6,4 Zoll-Phablet, etwa gleich teuer wie das Xperia Z1 (ab gut 600 EUR). Das Ultra hat die deutlich schlechtere Kamera (8 MP), die nur für Schnappschüsse ausreicht. Der Smartphone-/Tablet-Hybride ist dünner als das Z1, und das große FullHD  Display eignet sich noch besser für mobiles Multimedia. Insgesamt ist das Ultra für den Anwender interessant, der Tablet und Smartphone gern in einem Device haben möchten.

Sony Xperia Z: Der Vorgänger ist deutlich im Preis gefallen und ist deutlich günstiger zu haben. Man bezahlt noch gut 380 EUR für das Smartphone, das noch ordentlich mithalten kann. Im Vergleich zum Z1 ist die Kamera nicht ganz so gut, es wirkt nicht so edel, ist dafür leichter. Die CPU-Geschwindigkeit ist nach wie vor recht hoch, das Z1 rennt aber noch schneller durch alle Apps und Anwendungen. Überdies hält der Akku besser durch. Fazit – wer noch ein Xperia Z hat, muss keinesfalls zwingend updaten, wenn ein Neukauf ansteht, ist es sinnvoller, noch ca. 2 Monate zu warten und dann das Z1 zu nehmen, das bis dahin auch merklich im Preis gefallen sein dürfte.

Apple iPhone5S Front2

Apple iPhone 5S: Teuer – typisch für Apple (16 GB für 699 EUR). Keine externe Speichererweiterung. Typisch für Apple. Lieferbar in drei Farbkombinationen. Neu bei Apple. Eine Gold-weiße Variante, die keinen Mehrpreis kostet, ist nun erhältlich. Optisch bleibt alles beim Alten. das iPhone 5S hat nach wie vor ein 4-Zoll-Display, das exzellent ist und beim neuen Modell etwas heller, aber keine FullHD Auflösung bietet. Auch die 8 MP Auflösung der Kamera bleiben gleich, im Detail aber wurde die Kamera optimiert, mit dem Erfolg, dass gerade in der Dämmerung nun schmucke Bilder ohne Blitz möglich sind. Dank 64-Bit-Struktur, die Samsung angeblich auch beim 2014er Modell Galaxy S5 einführen möchte, und neuem A7-Chip ist das iPhone 5S extrem schnell und lässt sich auch von arbeitsintensiven Prozessen nicht aus der Ruhe bringen. Für mobilen Filmgenuss ist das Xperia Z1 besser, ebenfalls überzeugt die Kamera mit noch mehr Schärfe und Detailtreue. Was den Speed angeht, sind beide Smartphones extrem flott. Das Xperia Z1 ist merklich günstiger, ebenso hochwertig und der Speicher ist extern erweiterbar. Handlicher und noch einfacher zu bedienen ist das iPhone 5S.

Fazit

Es waren Beschwerden zu lesen, dass der Wechsel vom Sony Xperia Z auf das Xperia Z1 nach lediglich einem halben Jahr zu schnell vonstatten ging – Einspruch stattgegeben. Das ist aber auch das Einzige, was man Sony vorwerfen kann, denn abseits dieser Tatsache entpuppt sich das Xperia Z1 als Maßstäbe setzendes Smartphone, das mit erstklassiger Verarbeitung, extremer Schnelligkeit bei allen anfallenden Aufgaben, überragendem Display, exzellenter Kamera und tadelloser Akkulaufzeit ein erstklassiges Gesamtkonzept darstellt, das derzeit von kaum einem Konkurrenten erreicht wird. Das Gewicht der soliden Konstruktion ist zwar grenzwertig, aber noch tolerabel. Kleine Meckerei am Rande: Der Tray, in den die MicroSIM-Karte eingelegt wird, sollte schnellstmöglich verbessert werden.

Sony marschiert voran: Das Xperia Z1 brilliert mit makellosen Leistungen und Maßstäbe setzendem Gesamtkonzept
referenz
Smartphones Luxusklasse
Test 23. Dezember 2013

+ Extrem schnell bei allen Anwendungen
+ Brillantes Display mit Triluminos-Technologie
+ Bravia Mobile Engine sorgt für überragendes Bild-Processing
+ Exzellente Kamera
+ Gute Akkulaufzeit
+ Hervorragende Verarbeitung
+ Wasserfest und staubgeschützt
+ Datenübertragungen sehr schnell

- MicroSIM Tray
– Gewicht grenzwertig

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 23. Dezember 2013



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