TEST: Apple iPhone 5 32 GB

28.11.2012 (cr)

Das neue iPhone 5 gibt es ab 679 EUR - und alle technischen Daten unter http://www.apple.com/de/iphone/specs.html

Würden andere Smartphone-Hersteller ihr Topmodell mit einem 4-Zoll-Display ausstatten, gäbe es von der Konkurrenz nur ein mildes Lächeln - Apple aber kann dies. Bislang war das Apple iPhone 4S mit 3,5 Zoll Displaydiagonale sogar noch deutlich kleiner, dem Erfolg tat es aber keinen Abbruch. Und auch das iPhone 5, dessen Displayauflösung 1136 x 640 Pixel bei enorm hohen 326 ppi Pixeldichte beträgt, ist wieder ausschließlich auf der Verkaufs-Überholspur zu finden. Apple-Liebhaber campierten bei der Markteinführung vor den Stores, um eines der neuen Smartphones, wie üblich in weißer oder schwarzer Ausführung lieferbar, zu ergattern. Optisch ist die Rückseite nicht mehr aus Glas, sondern aus Alu, das beim schwarzen iPhone in Graphit gehalten ist, während das Aluminium beim weißen iPhone silbern ist. Das Alu ist gebürstet und offenporig, was einen edlen Eindruck hinterlässt. Die Preise sind happig, aber die Anwender sind bereit, sie zu berappen: Das 16 GB-Modell kommt auf 679 EUR, das 32 GB-Modell auf 789 EUR und das 64 GB-Modell liegt mit 899 EUR in Dimensionen, in denen viele ein leistungsstarkes Multimedia-Notebook kaufen. Fairerweise muss aber hinzugefügt werden, dass viele Nutzer das iPhone 5 auch im Rahmen eines Neuvertrages oder einer Vertragsverlängerung erhalten und somit der hohe Kaufpreis zumindest teilweise entfällt. Wie begehrt das Apple-Smartphone ist, belegt auch der Hinweis im Apple-Onlinestore, dass pro Kunde maximal 2 iPhones bestellt werden können. Wem das iPhone 5 zu teuer ist - es gibt noch das iPhone 4S, allerdings nur in der 16 GB Variante für 579 EUR. Im Inneren werkelt der neue Apple A6 Chip, der im Volumen um 22 Prozent geschrumpft ist, aber 2 x schneller als der im iPhone 4S verbaute Chip ist.

Typischer Home Button

Alu-Rückseite, die weißen Elemente bestehen aus Glaskeramik. Wie auf unserem Bild sichtbar, empfiehlt es sich, eine Schutzfolie oder gleich ein Case über die Rückseite zu legen

8 MP-Kamera, Objektiv mit Saphirglas bedeckt, LED-Blitz

Rückseite in der Gesamtübersicht

Enorm dünn. Nicht verändert wurde die Ausführung der Laut-/Leiser-Tasten und der Sperrtaste

Kante mit Diamantschliff

Was bekommt der Käufer nun beim iPhone 5 für Mehrwerte? Zunächst einmal gibt es in einigen Belangen weniger - es wiegt nur noch 112 Gramm und es ist nur 7,6 mm tief. Breiter als der Vorgänger ist es nicht, nur länger.  Weniger gibt es auch bei der SIM-Karte - auf Micro-SIM folgt Nano-SIM, Apple begründet dies mit dem nochmals geringeren Platzbedarf. Wir sehen es etwas kritischer, nun steht wieder ein SIM-Kartenwechsel an, auch wenn dieser nicht immer direkte Kosten mit sich bringt, ist doch wieder logistischer Aufwand nötig. Auch der Anschluss wurde erneuert und verkleinert. Der beidseitig verwendbare Lightening Connector sorgt dafür, dass man entweder neues Zubehör kaufen oder aber einen entsprechenden Adapter (Preis knapp 30 EUR, Apple Originalzubehör - recht teuer) erstehen muss. Ansonsten gefällt uns Lightening gut - das Einrasten ist viel einfacher, und im Vergleich zu manchen MicroUSB-Anschlüssen an anderen Smartphones sitzt er auch relativ fest, so dass das Ladekabel, wenn man z.B. das iPhone 5 während des Ladens zum Surfen im Internet nutzt, nicht ständig aus dem Anschluss heraus rutscht. 

Neu: LTE (links), bekannt: Grundmenü, Ordner kann man sich selber anlegen

Bezüglich der Datenverbindungen kommt nun LTE hinzu, in Deutschland derzeit aber nur für Telekom-Kunden. Das Quadband-Smartphone verfügt natürlich über HSPA+ und somit über den schnellsten, noch auf 3G basierenden Übertragungsstandard. An Wireless-Standards werden 802.11 a/b/g/n unterstützt (802.11 n 2,4 GHz und 5 GHz). Bluetooth 4.0 ist ebenfalls Bestandteil des Datenübertragungs-Angebots. 

Die mit Autofokus und FullHD Videofunktion ausgestattete Kamera verfügt nach wie vor über 8 MP, neu ist die dynamische Anpassung bei schlechtem Licht, auch der Bildstabilisator wurde überarbeitet. Gesichtserkennung gibt es für Fotos und Videos. Für Fotos und Videos ist selbstverständlich Geotagging mit an Bord. Die FaceTime Frontkamera macht Fotos mit bis zu 1,2 MP und ist für Videos in 720p mit bis zu 30 Bildern/Sekunde ausgelegt.  

Kommen wir zu weiteren Features. Die im Zuge vom Betriebssystem iOS 6 erneuerten, nun von Apple stammenden Karten kann man nicht unbedingt als großen Gewinn ansehen, was wir schon bei der Vorstellung von iOS 6 feststellen mussten (Rechtschreibfehler, Fehlbenennungen.....). Die gern gespriesene 3D-Darstellung (Flyover) ist zwar toll, aber kaum irgendwo verfügbar - nur in selektierten Metropolen. Bei der eigentlich grafisch nett gemachten Navigation werden manche Ziele erst gar nicht gefunden. 

Sorgfältig verpackte EarPads

Rückseite des Cases

Waren die mitgelieferten Ohrhörer bislang billig und einfach gehalten - wer etwas Audio-Ansprüche hatte, packte sie erst gar nicht aus. Das soll sich nun auch ändern. Immerhin kosten die "EarPads" genannten Ohrhörer einzeln knapp 30 EUR bei Apple - laut Hersteller sind sie komplett neu entwickelt worden. Das Design, so Apple, basiert auf der Geometrie des menschlichen Ohrs, zudem sollen sie besonders stabil und robust sein. Schon die Aufmachung gefällt, die EarPads werden in einem kleinen Case geliefert, das exakt passt. 

Das iPhone 5 überzeugt in unserem Test mit erstklassiger Gehäuseverarbeitung. Wir hatten kein Gerät von Apple selber, sondern von der Telekom, und es hätte demnach auch zu jedem anderen Kunden gehen können - von den Beschädigungen, die besonders schwarze iPhone 5 teilweise bereits im Auslieferungszustand hatten, war bei uns nicht einmal im Ansatz etwas zu sehen. Auch Farbstiche beim Display konnten wir keine beobachten. Das iPhone 5 wirkt enorm edel, es ist zwar leichter als der Vorgänger, erscheint aber beinahe noch nobler. Bei unserem weißen iPhone 5 ist das gebürstete Alu auf der Rückseite in silbern gehalten, während es graphitfarben bei der schwarzen Version ist. Es ist laut Apple das identische Aluminium, das auch für die Notebooks des Hauses verwendet wird. Nachteil aber - es ist ungemein kratzempfindlich. Es macht daher Sinn, nicht nur die Vorder-, sondern auch zumindest den Alu-Teil der Rückseite mit einer entsprechenden Folie zu schützen, wenn nicht gleich ein Case gekauft wird. Der Rest der Rückseite besteht beim weißen Modell aus Glaskeramik-Einlagen, beim schwarzen iPhone 5 aus pigmentiertem Glas. Dass man sich auch bei Einzelheiten Mühe gibt, beweist die Oberfläche der rückseitigen iSight-8MP-Kamera: Die Oberfläche besteht nicht aus empfindlicherem Glas, sondern aus Saphirkristall. Damit kann die sehr widerstandsfähige Oberfläche kaum verkratzen, und man kann auch im harten Einsatz stets optimale Bilder schießen. 

Die Einhandbedienung ist auch dann, wenn man kleinere Hände hat, ohne Probleme möglich. Besonderes optisches Kenneichen ist die abgeschrägte, mit Diamanten geschliffene Kante rund um das Display. Solche Details kosten sicherlich bei der Produktion Geld - dafür aber verleihen sie dem iPhone 5 auch das bereits angesprochene edle Flair.

Empfangsprobleme wie beim iPhone 4 sind beim iPhone 5 nicht festzustellen. Auch ist es deutlich schneller, wenn es darum geht, sich ins Netz einzubuchen, ebenso in Regionen, in denen früher ein ständiger Wechsel zwischen 2G und 3G vonstatten ging, bleibt das iPhone 5 solide im 3G-Netz. Auch die Sprachverständlichkeit beim Telefonieren ist besser geworden, allerdings erscheint die Stimme desjenigen, mit denen der stolze iPhone 5-Besitzer telefoniert, etwas belegt. Rauschen kommt kaum vor. Der Teilnehmer am anderen Ende der Leitung nimmt auch den mit dem iPhone 5 Sprechenden als zwar gut verständlich, aber eben minimal belegt wahr. Nicht der Weisheit letzter Schluss ist das eingebaute WLAN-Modul. Geht die WLAN-Verbindung durch mehrere Wände, verliert das iPhone 5 gern mal den Empfang. Das kennen wir schon vom Vorgänger. Samsung hat hier zumindest unseren Erfahrungen nach gerade mit dem großen Galaxy Note 2 deutlich weniger Probleme. 

Internetdarstellung im Querformat

Tastatur im Querformat

Exzellent ist es um die Schnelligkeit des iPhone 5 bestellt. Obwohl Dual- und nicht Quad Core-befeuert, muss es sich keinesfalls hinter den besten Konkurrenten verstecken, im Gegenteil: Binnen eines Wimpernschlages öffnet iPhone Nummer 5 Standardanwendungen wie die Kamera oder die Kontakte. Gaming oder das Betrachten von Movies (trotz nur 4 Zoll Displaygröße) macht unglaublich viel Freude. Bewegungen laufen ohne Ruckeln ab, Details werden klar und scharf präsentiert, und im Gamingbetrieb Kulissen extrem schnell aufgebaut. Auch die Auslösezeit der Kamera ist extrem schnell, selbst unter weniger günstigen Lichtbedingungen. Multitasking ist nie ein Problem. 

Links: Internet-Darstellung ohne Zoom im Hochformat. Rechts: Tastatur im Hochformat

Programme können hier einfach geschlossen werden (links), verschiedene Tastaturen (rechts), Emoji meint das Hinzufügen einer Tastatur mit Smileys und anderen Mini-Bildern, die z.B. in Texte eingefügt werden können

Auch wenn man mal vergisst, Programme zu schließen, nimmt der Speed nicht wirklich ab. Nur, wenn man sehr viel dauerhaft geöffnet hat, kann sich das bemerkbar machen: Speed und Akkulaufzeit sinken ab. Abhilfe: Zweimal auf den Home-Butto kurz hintereinader drücken, dann erscheinen unten im Screen die geöffneten Programme. Lang auf das betreffende Programm "touchen" und dann schließen, danach flitzt das iPhone 5 wieder durch alle Anwendungen - natürlich auch durchs Internet. Unglaublich - in 1,5 bis 2,5 Sekunden, je nach Seite - flott lädt das iPhone 5 Websiten bei LTE-Verbindungen. Nur ca. 0,5 bis 1 Sekunde langsamer klappt die Verbindung WLAN-n plus DSL 16000. Geringfügig langsamer, aber immer noch enorm schnell im Vergleich mit der Konkurrenz, geht es bei HSPA ab. Selbst sehr komplexe, umfangreiche Seiten lädt das iPhone 5 sehr rasch. Zoomen für bessere Lesbarkeit geht dank des erstklassigen Touchscreens so zielstrebig wie bei keinem anderen Smartphone. Jede Berührung wird sofort passend umgesetzt, das ist Referenz - ohne Frage. Auch die Tastatur, ganz gleich, ob im Hoch- oder im Querformat, ist die beste, die wir kennen - so wenig Fehler schleichen sich bei kaum einem anderen Smartphone ein, der Touchscreen setzt enorm präzise die Kommandos um. Im umfangreichen "Tastaturen" Sortiment (zu finden in den Einstellungen) kann man auch weitere Tastaturen "hinzubuchen", und eine ist wirklich niedlich - nämlich die für unzählige Smileys und andere hübsche Symbole. Diese ist nach einmaliger Anwahl konstant verfügbar. 

FullHD Videowiedergabe

Sehr gute Detailschärfe beim iPhone 5

1080p-Videos gibt es einige bei YouTube, tatsächlich liegt aber nicht immer 1080p vor. Rechts die Display-Helligkeitseinstellungen

Das Display an sich reißt mit 4 Zoll Größe keine Bäume im Hinblick auf den gerade vorherrschenden Gigantismus aus. Die Pixeldichte ist wegen dem günstigen Verhältnis Displaygröße zu Displayauflösung aber so groß wie bei aktuell keinem anderen Smartphone - was sich aber bald ändern wird, wenn die ersten FullHD-Smartphones (z.B. von HTC) auf den Markt drängen. Farbechtheit, Helligkeit (Appe-Daten: Typisches Kontrastverhältnis 800:1, maximale typische Helligkeit: 500 cd/m2), Blickwinkel und Schärfe sind jedenfalls durchweg erste Klasse - auch bei deutlichem externem Lichteinfall ist das Display noch sehr gut ablesbar. Blickwinkelprobleme gbt es auch nur wenig. 

Navigation: Links Zieleingabe, rechts Warnhinweis der Navigation

Links Kartendarstellung, rechts Navigationsbeginn

Wer mit dem iPhone 5 navigieren oder sich am mit iOS 6 neu eingeführten Kartenmaterial ergötzen möchte, sieht sich mit empfindlichen Schwächen des Highendgerätes konfrontiert. Wirklich absolut präzise arbeitet das Navigationssystem nicht, und die neuen Karten vermitteln zwar mit netter Optik auf den ersten Blick einen gewissen Wohlfühlfaktor, kommen aber an Qualität und Zweckmäßigkeit der Google Maps früherer iOS-Versionen nicht heran. Die 3D-Kartendarstellung funktioniert bislang nur an wenigen Orten. 

Siri-Aktivierung, Siri-Anwendungsbeispiele

Siri-Einstellungen, Mit Siri-Hilfe geschriebene E-Mail

Deutlich besser ist es um die Qualitäten von Siri bestellt. Im Vergleich zu iOS 5 versteht Siri Spracheingaben zuverlässiger und schneller. Bei der Umsetzung schleichen sind weniger Fehler ein. Verglichen mit anderen Spracheingabesystemen, z.B. von Samsung, ist Siri deutlich leistungsfähiger. Wer auf allen seinen Apple iOS-Geräten stets die gleichen Daten und Apps synchron verfügbar haben möchte, findet an iCloud Gefallen. Wer mehr Speicher benötigt als die "serienmäßigen" 5 GB. 10, 20 oder gar 50 GB kann man käuflich erwerben. Kontakte und Kalender kann man z.B. bei Outlook-Nutzung ebenfalls über iCloud angleichen. 

Landschaftsaufnahme, morgens, etwas diesig

Macroaufnahme, BMW iDrive-Bedieneinheit

Macroaufnahme Weinflaschen-Etikett

Früchtekorb. Gute Schärfe, leichter Rotstich

Außen dämmert es, innen leuchtet die Philips "Tee-Licht-Lampe" - diese Verhältnisse bekommt das iPhone 5 gut in den Griff

Nahaufnahme mit Blitz

Innenaufnahme mit Blitz

Sehr gut gefallen die Leistungen der Kamera, die nach wie vor Still Images mit 8 MP und Videos mit 1080p aufnimmt. Die Panoramafunktion reißt uns (Still Imaging) nicht wirklich vom Hocker und ist daher kein wichtiges Feature. Hervorragend aber sind die Ergebnisse, wenn man draußen bei Tageslicht fotografiert. Sowohl Landschaften als auch kleine Objekte im Macroradius werden scharf und kontrastreich abgebildet. Die Kamera löst sehr schnell aus, der Autofokus stellt sich bis in den Macrobereich enorm flott und effektiv scharf. Die Digitalkamera, auch wenn sie durchaus gehobenen Klassen entstammt, kann man getrost zu Hause lassen - richtige Verbesserungen sieht man nur noch, wenn man digitale Spiegelreflexkameras zum Vergleich herannimmt, aber dies ist dann ein Kamof mit unfairen Mitteln. Das iPhone 5 kann ähnlich begeistern wie das Samsung Galaxy S3 - bei Tageslicht. Bei Kunstlicht zeigen beide Schwächen in Form von rötlichen (iPhone 5) bzw. erdigen (Samsung) Farbstichen. Aber auch dann sind die Leistungen immer noch deutlich besser als bei anderen Konkurrenten. Mit noch etwas höher liegender Lichtempfindlichkeit sticht das iPhone 5 das Galaxy bei schlechten Lichtverhältnissen aus. Dafür sind unter sehr guten Lichtverhältnissen entstandene Bilder beim Samsung Top-Smartphone noch etwas dynamischer und detailreicher.

Panoramaaufnahme, wenig Möglichkeiten zur Bild-Nachbearbeitung

Links Bildbearbeitungsfunktionen, rechts das kostenpflichtige "iMovie" Programm

iMovie im Querformat

Fehlt das Licht fast ganz, muss auch beim iPhone 5 der leider nicht sonderlich leistungsstarke Blitz bemüht werden. Die Ausleuchtung ist zwar sogar relativ gleichmäßig, aber die Intensität ist nur durchschnittlich. Die 1080p Videoaufnahmen, die der eingebaute Camcorder ermöglicht, sind bei Tageslicht herausragend: Sehr gute Bewegungsstabilität, enorme Schärfe, gute Plastizität, sehr guter Kontrast, wenig Rauschen. Im Vergleich zum iPhone 4S können wir insgesamt, bei Still Imaging und Videoeinsatz, noch bessere Bildstabilität (neu entwickelter Bildstabilisator beim iPhone 5), noch mehr Detailtreue und höheren Detailkontrast beim Phone 5 feststellen. Schlecht sind die Kameraleistungen beim iPhone 4S deshalb noch lange nicht - im Vergleich zur gesamten Konkurrenz wird immer noch Oberklasseniveau offeriert. Wird es dunkler, mischt sich auch beim iPhone 5 sichtbares Rauschen ins Bild. Objekte haben weniger Schärfe, Konturen wirken nicht mehr so präzise, es tritt leichtes Verschwimmen auf. Extrem wichtig ist es, aber das dürfte klar sein, gerade bei Dämmerung oder schlechtem Licht das iPhone 5 beim Camcordereinsatz oder bei der Fotoerstellung mit sehr ruhiger Hand zu führen - wer schon einige Becher Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt getrunken hat, wird am nächsten Tag sicherlich nicht absolut begeistert von den Ergebnissen sein. "Einstellmeister" und "Nachbearbeitungs-Maniacs" dürften auch Verbesserungspotential sehen. Manuelle Einstellmöglichkeiten beim Fotos knipsen oder Video erstellen gibt es keine (außer der Zu- oder Abschaltung des Blitzes, des Blitz-Automatikmodus und des Panorama-Modus) und Nachbearbeitungsmöglichkeiten fallen ab Werk auch sehr dürftig aus. Vorteil - auch ohne große Kenntnisse kann man prima Bilder machen und sehr gute Videos drehen, letztere kann man dann mittels der kostenpflichtigen Original Apple-App "iMovie" mit Musik und anderen kleinen Effekten versehen. 

EarPad im Detail

Gehörgang-gerechte Formgebung

Fernbedienung und Mikrophon

Laut-/Leise-Tasten, in der Mitte Pause-Taste, die (2 x kurz drücken) auch für den Titelsprung genutzt werden kann

Anschluss

Bekannte iTunes-Darstellung im Querformat

Einen großen Sprung hat das iPhone 5 bezüglich der akustischen Eigenschaften gemacht. Die EarPods sind deutlich besser als die früheren Billig-In-Ears. Wir finden auch die Passform sehr gut, in anderen Berichten wurde der lockere Sitz kritisiert, das können wir nicht nachvollziehen. Als Sport-In-Ears sind die EarPads freilich nicht geeignet, aber im normalen Betrieb sitzen sie angenehm und auch nicht zu locker. Klanglich geben sie alle musikalischen  Inhalte dynamisch, räumlich, klar und mit überraschend guter Detaillierung wieder. Der Neukauf eines In-Ear-Hörers muss demnach wirklich nicht sein, es sei denn, der Anwender ist Klassik- oder Jazz-Liebhaber und legt enormen Wert auf Transparenz und Brillanz. Dann aber muss er sich auch gleich in der 70 bis 100 EUR-Liga der In-Ears umschauen, um wirklichen klanglichen Gewinn zu erhalten. Die Fernbedienung für Lautstärke, Pause, Titelsprung ist allerdings etwas zu nah am Ohr untergebracht. Insgesamt kann man aber nun sagen, dass es kaum ein anderes Smartphone gibt, das bereits ab Werk mit so guten Ohrhörern ausgeliefert wird. Die zahlreichen EQ-Modi (Acoustic, Dance, Deep, Electronic, Flach, Gesang, Halle, Hip Hop, Jazz, Klassik, Kleine Boxen, Late Night, Latin, Loudness, Mehr Bässe, Mehr Höhen, Piano, Pop, R&B, Rock, Sprache, Weniger Bässe, Weniger Höhen) sind besser angepasst als früher. Wie gut die EarPods sind, beweisen sie, wenn die EQ-Funktion deaktiviert ist: Kraftvoll, bassstark, mit erstaunlicher Impulstreue - Apple hat hier einen großen Schritt nach vorn gemacht. 

Links iTunes-Wiedergabelisten, rechts die meist wenig gefälligen Klingeltöne. Noch immer ist es nicht, wie bei Android Smartphones schon längst, möglich, sich auf direktem Wege den Lieblingssong als Klingelton zu nehmen

Auch für andere Apple iOS-Devices wie das Apple iPhone 4S gibt es das neueste Betriebssystem iOS 6.0.1. Mit iOS 6 zogen viele Neuerungen ein, hier nochmals der Gesamtüberblick:

  • Über 200 neue Funktionen integriert

  • Neue Anruffunktionen: Wenn man einen eingehenden Anruf ablehnt, kann man direkt mit einer SMS antworten oder auch eine Rückruferinnerung erstellen. Passt der Anruf gerade nicht in die berufliche oder private Situation, wird die "Nicht stören" Funktion aktiviert. Kontakte, die das Recht haben, immer anrufen, können trotzdem durchkommen. Wie funktioniert es? Während des eingehenden Anrufs auf dem Touchscreen nach oben streichen, dann werden die entsprechenden Optionen angezeigt. Man hat dann die Wahl, später an einen Rückruf erinnert zu werden oder gleich eine Message zu schreiben. Es stehen drei vorgefertigte Message-Texte zur Verfügung, wahlweise kann man auch selber einen Text nach Wahl verfassen. Arbeitet in der Praxis sofort durchschaubar und problemlos.

  • Von Apple gestaltete, neue Karten: Die vektorbasierten Karten bringen nach Inaugenscheinahme aber keine wirkliche Verbesserungen gegenüber den früher verwendeten Google-basierten Maps. Die Navigation mit gesprochenen Wegbeschreibungen, 3D-Ansicht und Verkehrsinfos in Echtzeit zeigt sich runderneuert. Selbst, wenn der Bildschirm gesperrt ist, kommen die Infos an, indem sie auf dem Sperrbildschirm angezeigt werden. In der Praxis sind die Ladezeiten kürzer als früher, der Aufbau erscheint flüssiger. Wirklich überzeugend aber ist die Navigation nicht. Manche Wege kennt die Apple-Navigation nicht, die Treffsicherheit ist insgesamt nicht die höchste.

  • Mailprogramm mit erweiterten Funktionen: In iOS 6 kann man eine VIP-Liste festlegen, so dass wirklich wichtige Nachrichten auch direkt gelesen werden und nicht mehr in der Flut unzähliger Mails untergehen. Einfacher als früher ist es nun, Fotos und Videos einer E-Mail hinzuzufügen. Neu auch - möchte man seine Mails abrufen, streicht man auf dem Touchscreen nach unten. 

  • Siri mit mehr Funktionen und höherer Treffsicherheit. Nun kann Siri auch Apps öffnen, kann zu Sportergebnissen und Tabellen Auskunft erteilen, ebenfalls Wegempfehlungen ebenso wie Filmtipps geben. Auch für soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter kann Siri zum Teilen des aktuellen Status Verwendung finden. Unserer Meinung nach ist Siri, wie wir beim iPhone 5 feststellen durften, treffsicherer geworden, das heißt, sie versteht mehr Worte und es kommt nicht mehr so wie früher auf einen typischen Rhythmus beim Sprechen an. Hat man zu schnell oder zu langsam gesprochen, waren die Ergebnisse oft nicht sonderlich gut. Siri ist nun fehlertoleranter, auch längere Texte werden besser umgesetzt. Insgesamt die aktuell beste Sprachsteuerung - mit einem "Aber": Wenn, was vorkommen kann, die Apple-Server, über die die gesamte Siri-Kommunikation abläuft, überlastet sind, kann es dauern, bis Siri antwortet. 

  • Neue Safari-Funktionen: Hinzugekommen ist hier iCloud Tabs, dieses Feature erfasst, welche Seiten vom Anwender auf dem jeweiligen Apple iOS Device geöffnet wird. Man kann z.B. mit seinem iPhone unterwegs ins Internet gehen und später zu Hause auf der Couch mit dem iPad genau dort weiter surfen, wo man zuvor aufgehört hat. Safari sichert jetzt Webseiten - und nicht nur deren Links - in der Leseliste. Daher ist es möglich, sogar offline weiter zu lesen. Postet man ein Foto z.B. bei eBay, kann man, ohne den Safari-Browser zu verlassen, aus den Aufnahmen auf dem iPhone wählen, ohne Safari zu verlassen. Für optimalen Überblick kann man das iPhone oder den iPod Touch ins Querformat bei der Betrachtung von Internetseiten drehen, und dann auf das Vollbildsymbol klicken.  

  • Kamera mit Panorama-Funktion: Für iPhone und iPod Touch ist dieses neue Feature verfügbar. Mit einer einzigen Bewegung kann man Aufnahmen mit bis zu 240 Grad-Winkel machen, sogar senkrecht für sehr hohe Objekte. Als Ergebnis kann man ein nahtloses hoch auflösendes Panorama bewundern. Das hat auch in der Praxis gut funktioniert. 

  • Suchfunktion fürs iPhone: In iOS und in iCloud gibt es jetzt den Modus "Lost". Mittels diesem ist es noch einfacher als früher, ein verlorenes Gerät zu finden und entsprechend vor Missbrauch zu schützen. Das verlorene Phone kann sofort durch einen vierstelligen Code gesperrt werden, somit ist es nutzlos für den, der den Code nicht kennt. Man kann auch eine Nachricht ans Gerät schicken, um eine Telefonnummer direkt außen auf dem Sperrbildschirm anzeigen zu lassen, so dass der ehrliche Finder in der Lage ist, direkt vom Sperrbildschirm aus anrufen. Im "Lost"-Modus registriert das iPhone, wo es unterwegs ist, und die Orte werden dem Besitzer gemeldet, sobald er die App "Mein iPhone" öffnet. 

  • Facebook-Komplettintegration: Man braucht nicht mehr die App, um in facebook aktiv zu werden, Facebook ist sozusagen "Ab Werk" komplett integriert. Schnell können Fotos geteilt werden, Highscores aus dem Game Center gemeldet oder die momentane Position aus der Karten-App gepostet werden. Nur einmal mit Benutzernamen und Passwort anmelden, und es kann losgehen. Facebook-Ereignisse sind darüber hinaus gleich in die Kalender-App eingebunden, so dass man keinen Geburtstag mehr verpasst.

  • Passbook: Für Bordkarten, Kundenkarten, Coupons oder Kinokarten kann man iPhone oder iPod Touch scannen, um z.B. im Flughafen am Gate zu boarden, ins Kino zu kommen oder um einen Gutschein einzulösen. Klingt ergreifend, ist aber schlicht und einfach eine App für unterschiedliche Barcodes. Der Wert der App steigt, wenn mehr und mehr Anbieter Coupon, Kunden- und Rabattkarten anbieten, die kompatibel sind. Aktuell nutzen Lufthansa und Euronic XXL den neuen Apple-Dienst. 

  • Mehr Bedienhilfen: iOS 6 kommt mit noch mehr Features, die Menschen mit Seh-, Hör-, Lern- und Mobilitätsproblemen dabei helfen, ihre iOS Geräte optimal zu nutzen. Guided Access gibt umfangreichen Support für Schüler mit Behinderungen wie z. B. Autismus dabei, sich auf ihre Aufgabe und die Inhalte zu konzentrieren. Eltern, Lehrer oder Administratoren können ein iOS Gerät auf eine App begrenzen, indem sie die Hometaste deaktivieren und die Eingabe mit den Fingern in bestimmten Bereichen des Screens einschränken. VoiceOver, das spezielle Bildschirmleseprogramm für Blinde und Sehbehinderte, ist jetzt in die Karten App, AssistiveTouch und Zoom integriert. Apple arbeitet mit renommierten Herstellern daran, effektive Hörhilfen mit dem Logo „Made for iPhone“ zu entwickeln, die eine energieeffiziente, digitale Audio-Erfahrung in hoher Qualität ermöglichen.

  • Neue Weckton-Optionen: Neben den Standard-Wecktönen, die keinen vom Hocker reißen, kann man sich nun endlich mit dem favorisierten Lied wecken lassen. Bei nahezu Android-basierten Smartphones ist dies schon länger selbstverständlich. 

Konkurenzvergleich
  • Samsung Galaxy S3 GT-I9300: Mit vergleichbaren 32 GB ausgestattet, kostet das Galaxy S3 rund 565 EUR und ist damit deutlich günstiger als das iPhone 5. Bei Apple gibt es für dieses Geld gerade in iPhone 4S mit 16 GB, das dem Samsung in allen Belangen deutlich unterlegen ist. Bei Geschwindigkeit und Kamera-Leistungsfähigkeit liegen beide Smartphones praktisch gleichauf. Das Samsung wirft aber die Erweiterung mittels microSD-Karten um bis zu 64 GB und den austauschbaren Akku, der überdies längere Laufzeiten ermöglicht, in die Waagschale. Das iPhone 5 kontert mit der edleren Verarbeitung, der deutlich besseren Materialqualität, dem noch sensibler ansprechenden Touchscreen, dem besseren Sprachinterface (Siri) und der insgesamt nochmals flüssigeren Bedienung. Beide Smartphones aber markieren derzeit die Spitze des Machbaren. Eines allerdings gilt es zu bedenken: Das "normale" S3 hat kein LTE. Das Samsung ist zwar auch mit LTE seit kurzem lieferbar, allerdings taucht es auf dem freien Markt kaum auf, ist ohne Vertrag recht teuer (mit 16 GB rund 600 EUR) und tritt in erster Linie bei Vodaphone und Telekom in Erscheinung. Vorteil des S3 mit LTE ist, dass LTE in allen Netzen hierzulande funktioniert, man ist nicht auf Telekom oder Vodaphone beschränkt. 

  • LG P880 Optimus 4X HD: Unser Preis-/Leistungs-Sieger - für rund 340 EUR Marktpreis gibt es kaum etwas besseres, wenn das LG auch nur 16 GB internen Speicher mitbringt. Es ist nicht ganz so schnell wie S3 und iPhone 5, das Display aber ist beinahe ebenbürtig. Die enorme Kratzempfindlichkeit beim LG ist zu kritisieren, auch bei S3 und iPhone 5 gibt es Verbesserungspotential, aber nicht ganz so viel wie beim 4X HD. Die Verarbeitung des LG ist nicht schlechter als beim Samsung Galaxy S3, das Samsung hat ein geringfügig größeres Display (4,8 zu 4,7 Zoll). Auch das LG hat einen austauschbaren Akku und ist mittels microSD-Karten um bis zu 64 GB erweiterbar. Leider klappt das Fokussieren beim Aufnehmen von Videos nicht so gut, und trotz der großen Kapazität ist der Akku des LG bei starker Nutzung nach nicht einmal einem Tag komplett leer. Gerade fotografieren und filmen kostet auch im Vergleich mit Kontrahenten überdurchschnittlich viel Energie. 

  • Apple iPhone 4S: Noch kann man auch den Vorgänger 4S neu erwerben, man spart 100 EUR (Apple Online Store-Preis) im Vergleich zum iPhone 5. Unserer Meinung nach sollte man die 100 EUR in die Hand nehmen und gleich zum 5 greifen. Sicherlich, das iPhone 4S ist nach wie vor ein sehr gutes Smartphone, das ebenfalls mittlerweile unter iOS 6.0.1 läuft, aber Displayqualität, Zuverlässigkeit, Arbeitsgeschwindigkeit und auch der Formfaktor sind dem iPhone 5 schon unterlegen. 

  • HTC One X: Das HTC mit vier Prozessorkernen kann man für 479 EUR mit 32 GB erwerben - ein sehr guter Preis, der Käufer spart beinahe 100 EUR im Vergleich zu einem S3 mit 32 GB und 300 EUR im Vergleich zum 32 GB iPhone 5. Allerdings - der Speicher des HTC ist ebenso wie bei Apple nicht erweiterbar, und der Akku ist ebenfalls fest eingebaut. Bezüglich der Geschwindigkeit liegt das One X nahezu gleichauf mit iPhone 5 und Galaxy S3, das Display zeigt Farben etwas blasser, der Schwarzwert ist nicht ganz so gut. Wir konnten - im Gegensatz zu  manch anderem Kunden - keine Qualitätsschwächen bei unserem One X feststellen, das mittlerweile über ein halbes Jahr extrem zuverlässig seinen Dienst bei uns verrichtet. Die Verarbeitung ist nach Apple die hochwertigste im Konkurrenzumfeld, der Akku hält länger als beim iPhone 5 und bewegt sich auf einem Level in etwa mit dem S3. Das HTC gibt es als One XL auch mit LTE, dann kostet es mit 32 GB knapp 550 EUR - auch hier ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis. 

  • HTC Velocity: Wer LTE im Vodaphone-Netz nutzen möchte und keine Lust verspürt, Unsummen auszugeben, kann sich für knapp 400 EUR (UVP 599 EUR) das HTC Velocity mit 16 GB Speicher in hochglänzendem weiß sichern. Mit Dual Core-CPU ist es etwas langsamer, der Speed reicht aber mehr als aus für Standardsituationen. Die Kamera ist sehr gut, die Verarbeitung ebenfalls, und das Velocity erweist sich überdies als außerordentlich zuverlässig. Die Displayauflösung (qHD) ist etwas geringer als bei den Konkurrenten, die Displaygröße beträgt 4,5 Zoll - ein guter Kompromiss aus Größe und Handlichkeit.

Fazit

Das iPhone ist rundherum bestens gelungen. Die Optik stellt eine Evolution und keine Revolution dar, dies sehen wir aber keinesfalls als Fehler an. Nach wie vor gibt es kaum ein anderes Smartphone - von sündhaft teuren Designer-Phones wie z.B. von TAG Heuer einmal abgesehen - das ähnlich edel und stimmig wirkt. Das iPhone 5 ist deutlich leichter geworden, dank dem Einsatz von Alu anstatt von Glas, und liegt hervorragend in der Hand. Im Zeitalter gigantischer Displays von 4,5 bis 5,5 Zoll kann man mit den 4 Zoll des iPhone 5 zwar keinen Preis für schiere Größe gewinnen, dafür aber ist die Einhandbedienung ohne Schwierigkeiten auch für Menschen mit kleineren Händen möglich. Die Qualität des Displays liegt enorm hoch, was auch daran liegt, dass die Pixeldichte die derzeit grö0te ist. Zwar schafft Apple nicht die 1280 x 720 Pixel anderer Hersteller, sondern bleibt knapp darunter, dadurch, dass das Display aber lediglich 4 Zoll in der Diagonale misst, ist die Pixeldichte extrem hoch. Konkurrenten bieten im 4-Zoll Format nur die klassischen 800 x 480 Pixel an.  Farbtreue, Schärfe und Blickwinkel sind erstklassig. Das gleiche Prädikat steht der Arbeitsgeschwindigkeit zu - Multitasking, Gaming, Filmgenuss, das Öffnen der Kamera und anderer Standardanwendungen: Alles geht extrem schnell, und - extrem zuverlässig. Ausfälle leistete sich unser Test-Phone nicht. Mit den 4 Zoll ist mobiler Filmgenuss zwar eigentlich grenzwertig, durch die superbe Display-Güte macht es aber trotzdem Spaß. Hinzu kommt, dass Ruckeln kaum sichtbar ist. Die Multimediaeigenschaften überzeugen ohnehin. Die Kamera sichert dem iPhone 5 im Still Imaging im und 1080p Video Betrieb überragende Zensuren. Die Lichtempfindlichkeit ist tadellos. Die neuen "Ear Pods" als Beigabe sind deutlich klangstärker als die Billigohrhörer, die man beim mitgelieferten Zubehör-Sortiment früherer iPhone-Generationen bis einschließlich 4S finden konnte. Bedienhilfe Siri ist verbessert worden, der AppStore ist neu gestaltet und sehr praxisgerecht. LTE ist auch integriert, auch schon im HSPA+-Betrieb oder bei WLAN-n-Einbindung ist das iPhone 5 im Internet so schnell unterwegs wie kaum ein anderes Smartphone. Also alles eitel Sonnenschein? Fast, aber nicht ganz. LTE funktioniert nur für Telekom-Kunden, das das iPhone die Vodaphone LTE Frequenz nicht unterstützt. Das ist auch deshalb schade, weil Vodaphone derzeit das umfangreichste LTE-Netz in Deutschland anbietet. Die von Apple entwickelten Karten sowie die Navigation sind bestenfalls durchschnittlich, die eigentlich tolle 3D-Ansicht ist selten und dann auch nur in Metropolen verfügbar. YouTube ist ebenfalls nicht mehr fest integriert, sondern muss per - allerdings guter - App (kostenlos) aus dem App Store aufs iPhone geholt werden. Nach wie vor nicht sonderlich gut ist es auch um die Akkulaufzeit bestellt. Der Akku, wie üblich fest eingebaut, hält bei starkem Gebrauch höchstens einen dreiviertel Tag, selbst dann, wenn man weniger intensiv hinsichtlich der Nutzung ist, schafft man kaum mehr als 1,5 Tage. Nach wie vor gibt es auch keine externe Speichererweiterungsmöglichkeit, dafür hat sich Apple einen neuen Anschluss (Apple Lightening) geleistet. Wer altes Zubehör weiter nutzen möchte, braucht einen Adapter. Immerhin ist der neue Anschluss im Handling praktischer, nicht mehr so sperrig und doch kontaktsicher. Die Preise sind - wie wir es von Apple kennen - saftig, wenn man das iPhone 5 auf dem freien Markt ohne Vertrag kauft, ist man viel Geld los. Auf der anderen Seite gibt es auch kein anderes Smartphone weltweit, das so wertstabil ist. 

Nobel verarbeitetes, enorm leistungsfähiges Smartphone mit hoher Betriebssicherheit und nahezu perfektem Bedienkonzept

Smartphones Luxusklasse
Test 28. November 2012

+ Arbeitsgeschwindigkeit hervorragend
+ Pfeilschnelle Internet-Verbindungen
+ Erstklassige Kamera im Still Imaging- und im Video-Betrieb
+ Referenz-Display mit hoher Pixeldichte
+ Perfekt ansprechender Touchscreen
+ Extrem einfache Bedienung
+ Siri derzeit mit Abstand bestes Sprach-Kommunikationssystem
+ Hohe Zuverlässigkeit
+ Enorm flach, liegt sehr gut in der Hand
+ Sehr gute EarPads im Lieferumfang
+ Üppiges App-Angebot

- LTE nur für Telekom-Kunden
- Navigation und Kartenmaterial
- Akkulaufzeit

Test: Carsten Rampacher
Datum: 28.11.2012

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