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XXL-TEST: Samsung 5 Zoll-Smartphone Galaxy S4 GT-I9505 

08.05.2013 (cr/sw)

Samsung Galaxy S4 mit 5-Zoll-Display

Schicke Verpackung in Holz-Optik

Mitgelieferte Ohrhörer

Unser Partner für Smartphone-Tests: 


Kaum eine andere Smartphone-Neuerscheinung wurde so sehnsüchtig erwartet wie das Samsung Galaxy S4, das aktuell in schwarz oder weiß mit 16 GB internem Speicher für eine UVP von 729,- EUR angeboten wird. Das Samsung Galaxy S4 ist natürlich auch bei unserem Smartphone-Partner www.notebooksbilliger.de für derzeit 625 EUR erhältlich. Besonders von Interesse war eigentlich der Samsung Exynos 5 Octa-Core-Prozessor mit 8 Prozessorkernen. Mit diesem bestückt, schneidet das Galaxy S4 in allen Bench-Mark-Tests sensationell ab. Doch wer nun denkt, dass das neue High-Tech-Smartphone mit diesem Prozessor auch nach Deutschland kommt, irrt. Von der neuen CPU können nicht genug Einheiten hergestellt werden, so wird z.B. in Deutschland und in USA das S4 mit einem Quad-Core-CPU, dem Snapdragon 600 aus dem Hause Qualcomm ausgeliefert. Dieser Prozessor ist mit 1,9 GHz getaktet. Wie unsere Tests belegen, ist das S4 aber auch mit diesem Prozessor extrem schnell unterwegs. 

Das S4 läuft unter Android 4.2.2

Terminübersicht

Das Samsung Galaxy S4 läuft unter Android 4.2.2 und ist somit mit dem derzeit modernsten Betriebssystem ausgestattet. Über die Android Plattform legt Samsung die neueste Version der TouchViz Benutzeroberfläche. Dabei greift Samsung sehr stark ins Android- Betriebssystem ein und bietet nicht nur optische, sondern auch technische Highlights. Diese wollen wir zunächst aufzählen. Samsung bezeichnet das S4 als "Life Companion" und meint damit, dass das Smartphone der ideale Begleiter für den Alltag ist. Durch hohen Bedienkomfort und daraus resultierenden hohen praktischen Nutzwert sowie durch leistungsfähige Technik möchte Samsung dies belegen. 

Das Galaxy S4 steckt voller Technik

Das Samsung Galaxy S4 weist eine Vielzahl an Bedienhilfen auf. Zu diesen gehört z.B. Air View. Hierbei, so Samsung, soll man nur den Finger über dem Bildschirm an der gewünschten Stelle schweben lassen und man bekommt die zugehörigen Informationen. Voraussetzung ist natürlich, dass die ausgesuchte App Air View unterstützt. Dies funktioniert z.B. bei der Kalenderfunktion S-Planner. In der Praxis hat diese Funktion allerdings keinen großen Nutzen, da man mit dem Finger so nahe an den Touch Screen herankommen muss, dass man ihn auch gleich berühren kann. 

Menü "Sprache und Eingabe"

Sprachsteuerung für verschiedene Funktionen jeweils separat einstellbar

S-Voice

S-Voice versteht Befehle deutlich besser als früher

Des Weiteren ist eine Sprachsteuerung in das S4 integriert. Bei Samsung heißt das System S-Voice. Mit S-Voice kann man Suchaufträge im Internet erteilen, Nachrichten schreiben oder Notizen verfassen. Die Funktion gab es auch schon im Samsung Galaxy S3 GT-I9300, im S4 funktioniert sie allerdings bedeutend besser. Befehle werden besser verstanden und schneller umgesetzt. Sogar für die Kamera ist eine Sprachsteuerung verfügbar, mit den Sprachbefehlen „Lächeln, Klick, Bitte Lächeln und Aufnahme“ werden Bilder aufgenommen. Auch der eingebaute MP3-Player lässt sich in den Elementarfunktionen per Sprachbefehl steuern. Zusätzlich ist auch eine Gestensteuerung möglich. Hierbei wird das S4 durch bestimmte Gesten gelenkt, die mit der Hand über dem Bewegungssensor ausgeführt werden. Integriert ist auch eine erweiterte Bewegungssteuerung. Hier kann man das S4 mit natürlichen Bewegungen steuern, z.B. man hält sich das Handy ans Ohr und der gerade angezeigte Kontakt wird angerufen. Ebenfalls kann, durch Kippen des Handys ein Bild vergrößert oder verkleinert werden. Auch durch Handflächenbewegung ist der Anwender in der Lage, dem Galaxy Befehle zu erteilen. Durch „Wischen“ mit der Handkante von rechts nach links oder umgekehrt kann ein Screenshot aufgenommen werden. Alternativ ist es natürlich auch auf konventionelle Art möglich, einen Screenshot zu erstellen, indem man gleichzeitig die Power-Taste und den Home-Button drückt. 

Smart Stay

Smart Stay

Insgesamt teils sinnvolle Funktionen, gerade die Sprachsteuerung, zeigt sich mittlerweile in guter Form. Neu beim S4 sind die s.g. Smart-Screen- Funktionen. Hier wäre zunächst Smart Stay zu nennen, hierbei bleibt der Bildschirm solange eingeschaltet, wie man ihn anschaut. In der Praxis funktioniert dies allerdings nicht immer. Bei Smart-Pause wird ein laufendes Video angehalten, wenn das Galaxy S4 erkennt, dass man nicht mehr auf den Bildschirm schaut. Auch hier hält sich der praktische Nutzen in Grenzen, denn es kann passieren, dass man nur kurz seinen Gesprächspartner anschaut, und das Video stoppt schon. Weitere Funktion ist die „intelligente Drehung“. Hierbei wird die Bildschirmausrichtung an den jeweiligen Blickwinkel angepasst, was teilweise ganz gut funktioniert. Letzte der Smart-Screen-Funktionen ist Smart Scroll. Wenn die Augen vom Gerät erkannt wurden, beginnt der Bildschirm automatisch, je nach Neigungswinkel des Kopfes oder des Gerätes, zu scrollen. Man kann auswählen, ob durch Neigung des Kopfes oder des Gerätes die Funktion aktiviert werden soll. Auch die Geschwindigkeit ist einstellbar. 

Notfallassistent

Message wird an zuvor definierte Kontakte verschickt

Das S4 hat für bestimmte Situationen noch weitere neue Ausstattungsmerkmale, so den Notfallassistenten, dieser hilft z.B. bei einem Unfall. Mit Front- oder Hauptkamera können Bilder aufgenommen werden, zuvor festgelegte Notfallkontakte werden informiert, indem sie Notfallbenachrichtigungen mit den gemachten Fotos, erstellten Tonaufnahmen und Informationen zum Standort enthalten. Möchte man den Notfallassistenten verwenden, hält man beide Lautstärketasten für 30 Sek. gedrückt. 

Energiespar-Optionen

Ruhemodus mit Einstelloptionen

Die Funktionen sind selektiv auszuwählen

Shortcut-Leiste

Konfigurierbar

Erwähnenswert ist noch die Funktion Multi Window. Hier kann der Bildschirm vertikal oder horizontal mit zwei unterschiedlichen Programmen verwendet werden. Das Samsung Galaxy S4 verfügt über einen konfigurierbaren Ruhemodus. Je nach Gusto können eingehende Anrufe, Benachrichtigungen, Alarm und Timer sowie die LED-Anzeigen deaktiviert werden. Desweiteren kann man eine Uhrzeit einstellen, in der der Ruhezustand automatisch aktiviert wird. Ebenfalls ist es möglich, Kontakte zu benennen, für deren Anrufe oder Nachrichten der Ruhemodus nicht gilt. Das S4 besitzt auch einen Energiesparmodus. Drei Möglichkeiten zum Energiesparen kann der Anwender auf Wunsch getrennt voneinander zuschalten. Die CPU-Leistung begrenzen, die Energiespareinstellung für den Bildschirm verwenden, oder das haptische Feedback abschalten. Stets sichtbar im linken Bereich des Bildschirms ist ein kleiner, weißer Reiter. Berührt man diesen, erhält man eine Schnellzugriffsleiste mit oft benötigten Anwendungen. Diese kann auch vom Anwender selbst mit seinen Favoriten bestückt werden. 

S Health

Arbeitsweise

Angaben

Angabe der angestrebten Kalorienzufuhr und des angestrebten Kalorienverbrauchs

Weiteres Ausstattungsmerkmal ist S Health. Dessen Zweck ist es, dem Benutzer zu helfen, Gesundheitszustand und Wohlbefinden mittels Erfassen und Verfolgen von gesundheitlichen Informationen zu optimieren und zu verfolgen. Um die Funktion nutzen zu können, benötigt S Health grundlegende Informationen, wie z.B. Geschlecht, Gewicht, Aktivitätstyp sowie Kalorienzufuhr und Verbrauch die angestrebt werden. Insgesamt eine unglaubliche Fülle spezieller Ausstattungsmerkmale, die noch nicht beendet ist. Das S4 hat auch einen eingebauten Schrittzähler. Um diesen verwenden zu können, sollte man sich als Sportzubehör das Samsung S Band zulegen. Dann braucht man das Galaxy nicht zum Joggen mitnehmen, sondern später die Daten vom S Band auf das Smartphone übertragen. 

Google Play

Alternative: Samsung Apps

Übersicht

Neben „Google Play“ gibt es noch einen Samsung App Store, um diesen nutzen zu können, braucht man ein Samsung Konto. Teilweise finden sich brauchbare Angebote, es stellt sich allerdings die Frage, ob man zusätzlich zum üppig bestückten Google Play noch einen weiteren App Store benötigt. Mit Chat On und Watch On gibt es Samsung spezifische Chat und Geräte Steuerungstools. Mittels Group Play kann man in Spielgruppen beim Gamen gegeneinander antreten. Bis zu acht Galaxy S4 können bei Group Play per Wi-Fi-Direct und NFC gekoppelt werden. Also ist nur Multi-Player Gaming möglich, sondern es können auch Daten ausgetauscht werden, überdies ist es möglich, beispielsweise ein und dasselbe Lied auf allen gekoppelten Smart-phones wiederzugeben.  Gleich ab Werk vorinstalliert ist überdies Drop Box. Hier hat man Bilder, Dokumente und Videos immer und überall zur Hand. Voraussetzung ist jedoch ein Drop Box – Konto. 

Recht dünner Akkufachdeckel

Saubere Detailverarbeitung

Rückseite ohne Deckel - mit Slots für MicroSIM und microSD-Karte

Rückseite

On-/Off-Button seitlich, akkurat eingepasst

13 MP Kamera, Linse ist nicht geschützt

Home Button

Zwischendurch müssen wir einmal kurz innehalten. Vor lauter Ausstattungsmerkmalen haben wir die Optik und Anmutung des Galaxy S4 beinahe vergessen. Der Vorgänger Galaxy S3 erschien im Vergleich zu manchem Konkurrenten nicht besonders hochwertig. Auf den ersten Blick sieht das S4 dem S3 verdächtig ähnlich, doch bei genauem Hinschauen täuscht dies erfreulicherweise. Mit 7,9 mm ist es noch etwas dünner, trotz größerem Display ist es sogar etwas kleiner als das S3. Es misst 137 mm in der Höhe, 70 mm in der Breite und wie schon erwähnt 7,9 mm in der Tiefe. Das größere Display in Verbindung mit kleineren Abmessungen konnte realisiert werden, indem Bildschirmrand und Gehäuserand nur noch durch einen sehr schmalen Rahmen voneinander getrennt sind. Dies sorgt auch für eine modernere Optik im Vergleich zum Vorgänger. 

Unten am Gehäuse setzt Samsung nach wie vor auf einen Hardkey als Hometaste. Der Bereich vom unteren Bildschirmrand zum Home-Button ist sichtbar kleiner als beim Galaxy S3, auch dadurch konnte mehr Displaydiagonale bei gleichzeitig geringfügig kleineren Gesamtabmessungen verwirklicht werden. Der Home-Button spricht sehr gut an und besitzt einen guten Druckpunkt. Er ist umgeben von einem schmalen Chromrand und nimmt somit das Gerätedesign wieder auf. Auch um das gesamte Smartphone, das 130 g wiegt, spannt sich ein schmaler Metallrahmen. In diesem sind passgenau auf der einen Seite die Lautstärkereglertasten und auf der anderen Seite die Power-Taste eingelassen. Das Display ist laut Samsung kratzunempfindlich, wir raten aber, eine Displayschutzfolie zu verwenden. 

Die Kunststoffabdeckung über dem Akku hat nun eine etwas edler wirkende Oberfläche. Als Kritikpunkt müssen wir nach wie vor die ungeschützte Linse der Kamera anführen. Allerdings ist der Kunststoff der Rückverkleidung sehr dünn, was nicht unbedingt dem Eindruck enormer Hochwertigkeit förderlich ist. Durch die hochglänzende Oberfläche ist er etwas rutschig, Gott sei Dank ist das S4 recht leicht, sonst würde es leicht einmal aus der Hand kippen. Unter dem Akkufachdeckel befinden sich auch die Slots für die MicroSD und die MicroSIM-Karte. Im Gegensatz zu manchen Konkurrenten, bei denen man ein kleines Werkzeug braucht, um die Schublade für die SIM-Karte herauszuziehen (iphone, Motorola Razer, Nokia Lumina 920) oder sich mit fummeligen Kartenschächten herumärgern muss (Sony Xperia Z) nimmt man beim S4 einfach den Akkudeckel ab, legt erst SIM-Karte und dann den Akku ein – und fertig. 

Hervorragende Displayqualität

Anzeige-Optionen

Display-Darstellungsprogramme

Beschäftigen wir uns dem exakt 4.99 Zoll messenden Full HD AMOLED-Display. Um dessen Qualitäten voll nutzen zu können, gibt es verschiedene Modi. Wir empfehlen die Betriebsart „Anzeige optimieren“. Hierbei wird unter Berücksichtigung der aktuellen Bedingungen die Bildschirmanzeige optimiert. Weitere Programme sind „Dynamisch, Standard, Professionelles Photo und Video“. Das Display begeistert im Test durch tiefes schwarz, hohen Detailkontrast und exzellente Schärfe. Aufgrund der hohen Pixeldichte sind einzelne Pixel auch bei genauem Hinsehen praktisch nicht auszumachen. Farben wirken brilliant und dynamisch. Etwas problematisch wird es bei starkem externen Lichteinfall. Hier könnte das Display noch mehr Spitzenhelligkeit vertragen. Die interne Signalverarbeitung ist hervorragend. Im Zusammenspiel mit dem starken Prozessor, den 2 GB Arbeitsspeicher und der sehr guten Grafiklösung, laufen Games flüssig und mit hoher Bewegungsschärfe durch. Full HD – Videos aus YouTube sehen brillant und gestochen scharf aus. Das S4 setzt hinsichtlich der Display Qualität zwar keine neuen Maßstäbe, ist einem Sony Xperia Z aber ebenbürtig. Nur bei starkem Lichteinfall lässt sich das Display des Sony Smartphones besser erkennen. 

Sehr gute virtuelle Tastatur, hier im Hochformat

Im Hochformat

Der Touch Screen reagiert sehr sensibel, so ist eine präzise Steuerung möglich. Sowohl im Hoch- als auch im Querformat, macht es Freude, mit der Tastatur selbst längere Texte zu verfassen. Auch interessant ist, dass man die Sensibilität des Touch Screens einstellen kann, so ist es sogar möglich, das S4 mit Handschuhen zu bedienen. 

Hervorragende Wiedergabe von 1080p Videos

Die Arbeitsgeschwindigkeit des S4 ist grandios. Obwohl hierzulande nur mit 4 Kern CPU ausgeliefert, ist uns kaum ein anderes Smartphone bekannt, das so rasch Apps öffnet, Programme installiert oder im Internet unterwegs ist. Hilfreich ist dabei, dass das S4 sbv. LTE unterstützt, ist diese derzeit schnellste Form der mobilen Datenübertragung verfügbar, öffnet das S4 Internetseiten schon nach 1 – 2 Sek. Überdies ist es auch perfekt für die Verwendung im schnellen WLAN geeignet. Hier wird nicht nur der WLAN-n Standard unterstützt, sondern auch das neue nochmals schnellere WLAN-ac. So arbeiten die schnellen Datenverbindungen und der leistungsstarke Prozessor Hand in Hand, die 2 GB Arbeitsspeicher sind für beinahe jede Situation ausreichend. Extrem schnell erfolgt auch der Zugriff auf eine externe SD-Karte. Auch bei 32 oder 64 SD MicroSD-Karten dauert es nur sehr kurz, bis alle Daten verfügbar sind. Bis zu 64 GB SD – Karten werden akzeptiert. Eine Erweiterung des internen Speichers durch MicroSD-Karten dürfte für versierte Anwender beinahe Pflicht sein, denn von den 16 GB internen Speicher sind nur rund 10 GB für Nutzer frei. Zu einem späteren Zeitpunkt kommt das S4 auch mit 32 GB internem Speicher. 

Nach Installation verschiedener Apps noch 9,15 GB von 16 GB internem Speicher übrig

Natürlich fehlt auch NFC nicht

Schnell findet das S4 andere Bluetooth-Geräte

Stellen wir nun die verfügbaren Datenverbindungen im einzelnen vor: Das Galaxy S4 verfügt über Blue-Tooth-Funktion 4.0 und unterstützt WLAN 802.11 in den Spezifikationen a/b/g/n/ac. USB- und WLAN-Tethering werden supportet. WiFi Direct besitzt das Smartphone auch, mit dieser Funktion kann man zwischen einem entsprechend kompatiblen Endgerät wie z.B. der Canton Musicbox Air direkt und ohne einen Router eine drahtlose Verbindung aufbauen Samsung AllShare ermöglicht das Teilen medialer Inhalte. HSUPA wird mit bis zu 5,76 Mbit/s unterstützt, HSDPA mit bis 42 Mbit/s – also selbst dann, wenn kein LTE verfügbar ist (bis zu 100 Mbit/s Download), kann man mit dem S4 sehr schnell unterwegs sein. Natürlich ist auch NFC (Near Field Communication) an Bord, um dieses Feature zu nutzen, muss man nur die entsprechenden Menüpunkte aktivieren. Neben dem Punkt in den Einstellungen/Verbindungen „NFC“ findet sich dann der Punkt „S Beam“ – hier kann man nicht nur über NFC, sondern auch per WiFi Direct Daten senden. Per speziellem MicroUSB auf HDMI Adapterkabel kann man das S4 direkt an einen TV anschließen. Das Samsung Galaxy S4 bietet auch einen Infrarotsender zusammen mit der bereits installierten App „Watch On“ kann man das Smartphone so als Fernbedienung für Unterhaltungselektronik Komponenten verwenden. 

2600 mAh Akku

Telefon-Tastatur

Wenden wir uns nun elementaren Funktionen zu und beginnen mit der Akkulaufzeit. Der Akku ist, durch Abheben der rückseitigen Abdeckung, löblicherweise austauschbar und fasst 2.600 mAh. Dies ist ausreichend für rund einen Tag Laufzeit bei intensiver Nutzung. Wer das S4 ohne Pause nutzt und dabei im Internet surft und Mails abruft, sowie telefoniert, kann mit knappen 7 Stunden Betriebszeit rechnen. Gute, aber nicht überdurchschnittliche Werte. Das gilt auch für die Aufladezeit des komplett entleerten Akkus. Zwei Stunden sollte man einkalkulieren, somit braucht man mehr Zeit als z.B. beim Apple iPhone 5 32 GB, aber weniger Zeit als beim Motorola RAZR HD. Natürlich kann man mit dem Galaxy S4 auch telefonieren, und das sogar ausgesprochen gut. Die Empfangsqualität hat, im Vergleich zum Vorgänger, zugenommen, man hört den Gesprächspartner mit klarer Stimme und beinahe ohne Rauschen. Die Empfangsempfindlichkeit bei Sprach und Datenverbindungen ist ausgezeichnet und gehört zum Besten, was wir bereits testen durften. Das eingebaute WLAN-Modul ist empfangsstärker geworden und liegt somit im oberen Mittelfeld des Konkurrenzumfeldes. 

Kameramenü

Video-Größe von 1920x1080 FullHD bis 320x240 Pixel für MMS-Versand

Still Imaging-Einstellungen

Messverfahren, Lichtempfindlichkeit, Bildstabilisator und automatische Nachterkennung

Art der Messung

Wählbare Lichtempfindlichkeit

Elektronischer Bildstabilisator

Automatische Nachterkennung

Videostabilisierung einschaltbar

GPS-Tag kann gesetzt werden

Sprachsteuerung ist auch für Kamerafunktionen verfügbar

Speicher SD-Karte oder Speicher Intern

Auto-Bildprogramm, völlig ausreichend für die meisten praktischen Einsatzzwecke

Nachtmodus

Modus "Klangfarbe"

Animiertes Foto

Sound&Shot

"Best Face"

Die eingebaute 13 MP Kamera offeriert eine Vielzahl an Funktionen. Verschiedene Bildprogramme bekommt man angezeigt, wenn man die Modus-Taste auf dem Touch-Screen drückt. Hier finden sich folgende Programme: Der Automatik-Modus arbeitet mit automatischer Belichtungseinstellung und optimiert dadurch Farben und Helligkeit, der Nachtmodus ermöglicht hellere und klarere Bilder bei schwachem Licht, ohne das Fotolicht hinzuzuziehen. Wichtig im Nachtmodus ist nur, das S4 ruhig in der Hand zu halten, selbst dann, wenn der Bildstabilisator aktiviert ist. Das Programm Sport ist für schnelle Bewegungsabfolgen gedacht, natürlich verfügt auch das Samsung Smartphone über eine Panoramafunktion. Hierbei werden Bilder in horizontaler oder vertikaler Abfolge aufgenommen, um ein lineares Panorama zu erstellen. Neu ist der Modus „Radierer“. Hier kann der Anwender das beste Bild speichern, nachdem er bewegte Objekte aus fünf aufeinanderfolgenden Objekten gelöscht hat. Etwas missverständlich ist der Modus Klangfarbe. Hier werden Fotos mit unterschiedlicher Belichtung aufgenommen und zusammengeführt, um besonders satte Farben mit stimmigen Farbübergängen zu erzeugen. Für „Spielkinder“ ist der Modus „animiertes Foto“ eine willkommene Abwechslung. Hierbei kann man ein Bild mit ausgewählten bewegten Objekten erstellen, indem der Anwender bestimmte Teile des Bildes animiert. Auch vorhanden ist das Programm „Drama“ – Fotos mit unterschiedlicher Belichtung von einem bewegten Objekt werden aufgenommen und in einem Bild zusammengeführt. Sound & Shot ist das nächste Bildprogramm, hier kann man „stumme Bilder“ durch einige Sekunden dauernde Hintergrundbilder lebendiger gestalten. Bei dem Modus „Best Face“ kann man das beste Bild jeder Person aus fünf aufeinanderfolgenden Bildern auswählen, um so ein optimales Gruppenbild zusammenzustellen. Beim Programm bestes Foto wird eine Bildserie aufgenommen und dann das beste Bild ausgesucht. Letztes Programm ist das schöne Portrait, hier werden Hautunreinheiten bei der Aufnahme automatisch korrigiert. Interessant ist die „Double Shot-Funktion“. Bei dieser nehmen Haupt- und Frontkamera gleichzeitig ein Bild auf. Die Frontkamera nimmt mit 2,0 MP auf. 

Sonnenschein, 11 Uhr vormittags, Macroaufnahme

Nahaufnahme bei Sonnenschein mit leichter Bewölkung

Sonnenschein, 11 Uhr, Aufnahme des Himmels

Panoramaaufnahme bei Sonnenschein

Macroaufnahme an einem regnerischen Tag

Außenaufnahme an einem verhangenen Tag

Nachtaufnahme um 22.30 Uhr

Nachtaufnahme um 21.00 Uhr

Nahaufnahme nachts, 21:15

Angestrahltes Fachwerkhaus, 21.15

Bei guten Lichtverhältnissen erzielt die eingebaute Kamera im Automatikmodus exzellente Ergebnisse. Farben erscheinen realistisch und satt, überdies erscheint das Bild sehr plastisch. Gesamt wie auch Detailkontrast überzeugen, Bildrauschen tritt beinahe nicht auf. Hauttöne stellt das S4 außergewöhnlich realistisch dar. Wenn man bei Tageslicht im Sportmodus aufnimmt, bekommt man bewegungsscharfe Bilder dank ultrakurzer Belichtung. Makroaufnahmen können unter sehr guten Lichtverhältnissen mit enormer Schärfe erstellt werden. Weiter entfernte Objekte, wie z.B. Wolkenformationen am Himmel, stellt das S4 farbecht und kontrastreich, praktisch rauschfrei, dar.  Ist das Wetter draußen eher bedeckt und nicht sonnig, tut dies der Bildqualität keinen Abbruch. Auch bei grauem, verhangenem Himmel, sind Farbtreue und Kontrast ausgezeichnet. Erst in den hinteren Bildebenen lassen sich dann Kontrast- und Detailverluste ausmachen. Bei Nachtaufnahmen, z.B. in einer beleuchteten Stadt, gelingen Nahaufnahmen noch recht gut. Farben wirken allerdings etwas blasser. Panoramaaufnahmen sind zwar noch ordentlich ausgeleuchtet, weisen aber Schärfe- und Detailverluste auf. Auch kommt es zu Artefaktebildungen, in den hinteren Bildebenen wirkt das Foto überdies etwas „matschig“. Bei Kunstlicht erzeugt das S4 sehr gute und scharfe Fotos, die allerdings bei Hauttönen gut zu erkennen, einen leichten Gelbstich aufweisen. Insgesamt eine überzeugende Leistung, das S4 rauscht kaum und produziert – außer bei Kunstlicht – realistische Farben.  Vergleichen wir mit den Konkurrenten, so steht es zusammen mit dem Sony Smartphone Xperia Z, dem HTC One und dem Nokia Lumia 920 an der Spitze. In der Dunkelheit macht das Lumia dank optischem Bildstabilisator und enormer Lichtempfindlichkeit die besten Bilder.  Die Frontkamera macht ebenfalls saubere Bilder, die natürlich nicht so viel Details bieten und nicht so plastisch wirken. Für ihren Einsatzzweck jedoch sind die Resultate wirklich gut. 

Interessant sind die Möglichkeiten, die das Samsung S4 bietet, wenn Photos sortiert werden sollen. Fotos können anhand von Voreinstellungen angezeigt werden oder aber der Anwender erstellt völlig frei eigene Alben. In diesen Alben kann man Aufnahmen nach Person, Orten, Ereignissen oder anderen Parametern einordnen. Es stehen Vorlagen zur Verfügung, um Photos mit Texten zusammen zu einem Photobuch zu verarbeiten. Dieses kann am Ende auch ausgedruckt werden. 

Kommen wir nun zu der Videokamera, die Aufnahmen in 1.080p erstellt. Hier sehen wir bei Clips, die am Tage aufgenommen wurden, eine hohe Bildschärfe und eine gute Bewegungsstabilität, obwohl nur ein elektronischer Bildstabilisator vorhanden ist, werden kleine Ruckler mit der Hand gut ausgeglichen, dem Bild geht keine Schärfe verloren. Abstriche sind bei der Farmreinheit zu machen. So wirkt eine grüne Wiese durch minimalen Blaustich zu intensiv und somit poppig. Bei Nacht erzielt das S4 bei Aufnahmen in einer beleuchteten Stadt tadellose Resultate. Besonders erstaunt, dass angeleuchtete Objekte noch eine gute Bildschärfe aufweisen. Bildteile, die in praktischer Dunkelheit liegen, bieten Kontrastbezogen kaum noch Differenzierung. Allerdings hält sich Bildrauschen in überraschend kleinem Rahmen. 

Equalizer

EQ-Programme

Zuletzt hinzugefügte Musiktitel

Titel eines Albums

Musikwiedergabe und Einstellmöglichkeiten

Headphones

Kabelfernbedienung

Bewerten wir als nächstes die klanglichen Leistungen. Im Lieferumfang enthalten ist ein gut verarbeiteter In Ear – Kopfhörer, der gute akustische Leistungen ermöglicht. Im Vergleich zu den edlen Ohrhörern, die beim Xperia Z mitgeliefert werden, zieht das Samsung-Modell zwar den kürzeren, mit harmonischem Sound und klarer Stimm- sowie Instrumentalwiedergabe drängt sich aber nicht zwingend der zusätzliche Kauf eines Ohrhörers von Drittanbietern auf. Die gut abgestimmten DSP-Programme, z.B. Dance oder Pop, ergänzen unsere Eindrücke. Die Ohrhörer sitzen gut und bieten einen ordentlichen Tragekomfort. 

Adapt Sound gibt verschiedene Signaltöne aus

Adapt Sound - Tonanpassung

Für linkes und rechtes Ohr verfügbar

Grafische Darstellung

Sehr interessant ist die Adapt Sound-Funktion. Hier wird das Profil des Ohrs des Anwenders exakt ermittelt. Diese Analyse geschieht mit Hilfe verschiedener Testtöne, auf deren Basis dann auch eine Tonanpassung für Musik und Ton vorgenommen werden kann. Im Test funktionierte Adapt Sound ausgezeichnet und erzeugt ein klareres und besonders ausgewogenes Klangbild. Man kann sogar angeben, ob für das linke und das rechte Ohr die Adapt Sound-Telefongesprächsanpassung vorgenommen werden soll.

Nutzt man den eingebauten Lautsprecher, so macht sich keine Begeisterung breit. Weder bei der Nutzung der Freisprech-Option, noch beim Anhören von Musik kann er so recht überzeugen. Dazu ist der Klang zu flach und leicht blechern. 

Kalender

Monatsübersicht

Google Now wurde von Samsung beibelassen

Recht schneller eingebauter Internet-Browser

Samsung Hub

AccuWeather ist vorinstalliert

Samsung hat zahlreiche Apps auf dem S4 vorinstalliert. Dazu gehören nützliche, wie auch überflüssige Sachen. Kalender und Notizfunktionen finden unsere Zustimmung, natürlich sind Rechner und Diktiergerätfunktionen vorhanden. Zusätzlich zu Samsungs eigenem Browser findet sich auch Google Chrome. Die ganzen, teilweise bereits erwähnten Samsung Apps, dürfte nicht jeder benötigen. Zentraler Anlaufpunkt ist der Samsung Hub, hier kann der Anwender Musik, Videos, Bücher, Spiele oder Lernsoftware für sein Galaxy S4 erhalten. Hinzu kommt noch das Story-Album, mit diesem kann der Anwender selbst Alben mit wichtigen Erinnerungen erstellen. Natürlich hat das Smartphone einen GPS-Empfänger, um das Google-basierte Navigationssystem nutzen zu können. Wer im Ausland unterwegs ist und über ein Samsung-Konto verfügt, kann den S-Translator verwenden. 
Samsung hat zusammen mit dem S4 auch verschiedenes Zubehör vorgestellt. So eine neue Klapphülle, ein Game-Pad (in dieses kann das S4 eingesetzt werden) oder ein Wireless-Charging-Pad (Near Field Communication (NFC) basiert)

Fazit

Das Samsung Galaxy S4 besticht durch erstklassige Leistungen in wichtigen Grunddisziplinen. So ist es zunächst extrem schnell und überaus betriebsstabil. Auch leistungsintensive Anwendungen bereiten dem S4 keine Probleme. Alle relevanten Datenverbindungen sind an Bord. LTE wird für alle Frequenzen in Deutschland unterstützt. Neben WLAN-n ist sogar WLAN-ac verfügbar. Natürlich bietet das S4 auch Bluetooth und NFC. Sprach- und Empfangsqualität sind ausgezeichnet, nur der eingebaute Lautsprecher begeistert weder beim Freisprechen, noch beim Musik hören. Samsung hat das Galaxy S4 mit vielen Zusatzausstattungsmerkmalen versehen und darum tief ins Android Betriebssystem eingegriffen. Ein Teil dieser Features ist durchaus sinnvoll, ein anderer Teil dagegen ziemlich sinnfrei. Dies kann man von der eingebauten Kamera keinesfalls behaupten. Sie liefert erstklassige Ergebnisse ab, ganz besonders dann wenn man draußen bei Tageslicht fotografiert. Nur bei Kunstlicht bringt sie einen leichten Gelbstich ins Foto. Bei schwachen Lichtverhältnissen sind die Ergebnisse immer noch ordentlich. Die Video-Clips, die mit dem S4 erstellt werden können, sind von ausgezeichneter Güte, nur wirken Farben bei Tageslicht schon beinahe zu satt. Die Akkulaufzeit geht in Ordnung, der Aufladeprozess dauert nicht zu lange. Meister edler Verarbeitung ist das Galaxy S4 nicht, aber es wirkt durchaus ordentlich gemacht und keinesfalls so billig, wie es einem mancher gern weismachen würde. Die extreme Vielfalt an Zusatzfunktionen hinterlässt einen zweifelhaften Eindruck. Manche davon kann man durchaus gebrauchen, andere aber wirken noch nicht ausgereift und nerven nur, anstatt Zusatznutzen zu bringen. Eher hätte Samsung darauf achten sollen, das S4 in wasserfester und staubgeschützter Hülle zu präsentieren. Insgesamt aber präsentiert sich das Galaxy S4 als hochmodernes Smartphone mit üppiger Ausstattung und hoch liegender Betriebssicherheit, das zu einem zwar hohen, aber gerechtfertigten Preis angeboten wird. 

Hervorragendes Smartphone mit Vollausstattung und erstklassiger Arbeitsgeschwindigkeit

Smartphones Luxusklasse
Test 08. Mai 2013

+ Erstklassiges, scharfes und brillantes Display
+ Sensibler Touchscreen und ausgezeichnete virtuelle Tastatur
+ Extrem hohe Arbeitsgeschwindigkeit setzt derzeit Maßstäbe
+ Überragende Auswahl bei den Datenverbindungen  mit LTE, WLAN-ac und Bluetooth 4.0/NFC
+ Hervorragende Kamera für Still Imaging und Videodreh mit zahlreichen Funktionen
+ Sehr guter Klang - tadelloses Headset und innovative Adapt Sound Funktion
+ Für ein 5 Zoll Smartphone recht leicht und handlich
+ Gute Sprachsteuerung

- Manche neue Funktion ist noch nicht restlos ausgereift
- Bei sehr starker externer Helligkeitseinwirkung Ablesbarkeit des Displays etwas eingeschränkt
- Nicht Spritzwasser-resistent und nicht staubgeschützt

Test: Carsten Rampacher
Bilder: Carsten Rampacher, Sven Wunderlich
Datum: 8. Mai 2013

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