TEST: Quadral Aurum Orkan Aktiv – heftige Windböe oder laues Lüftchen?

Aurum Orkan Aktiv Gruppenbild2

6.000 EUR Paarpreis sind schon eine Ansage – selbst wenn man dafür enorm hochwertige aktive Lautsprecher mit 320 Watt Verstärker (aufgeteilt in 3 getrennte Verstärkerzüge) pro Lautsprecher und hochwertige EQ-Technik bekommt. Dass sie ein Schnäppchen ist, kann man der Quadral Aurum Orkan Aktiv also nicht nachsagen. Schon eher, dass die 3-Wege-Box, die nach dem Aurum-typischen Druckkammer-/Bassreflex-Prinzip arbeitet, Maßstäbe mit einer mitreißenden sowie hochwertigen Akustik setzen möchte. Die pro Stück stolze 32,6 kg wiegende Box ist 102,2 cm hoch, 22,2 cm breit und 44,8 cm breit. Nach 90 Minuten geht der Lautsprecher in den Auto off-Betrieb, im Standby-Betrieb werden nur 0,2 Watt benötigt. Geht es richtig „ab“ im Betrieb, nimmt die Orkan Aktiv maximal 350 Watt an Leistung auf. Im Normalbetrieb, verspricht Quadral, sind es nur 14,3 Watt. Schutzschaltungen, die drohende Überhitzung und Überlastung verhindern, fehlen nicht.

Aurum Orkan Aktiv Hochtoener

Bändchenhochtöner

Aurum Orkan Aktiv Mitteltoener

170 mm Mitteltöner mit ALTIMA-Membran

Aurum Orkan Aktiv Tieftoener

170 mm Doppelbass „hinter Gitter“ mit ALTIMA-Membranen

Aurum Orkan Aktiv Rueckseite Seitlich2

Komplette Rückansicht

Aurum Orkan Aktiv Innenleben

Hochwertige Innenverkabelung minimiert Übertragungsverluste

Aurum Orkan Aktiv Bassreflexrohr

Bassreflex-Öffnung auf der Rückseite

Die Verarbeitung ist an sich sehr gut, auch die Optik besitzt durchaus gewisse Reize. Der Sockel unter Box sieht sehr gut aus, auch die spezielle Grundform des aktiven Lautsprechers gefällt uns. Nicht unsere Zustimmung findet die Optik des Mitteltöners mit sichtbaren Schrauben. Irgendwie sieht er auch leicht wie „nachträglich eingebaut“ aus. Perfekte Integration ist das nicht. Da wir gerade bei den Nachteilen sind, diese betreffen auf jeden Fall die Ausstattung. In heutigen Zeiten wird schon in sehr deutlich kleineren Preisklassen vorausgesetzt, dass verschiedene Ausstattungsmerkmale an Bord sind. Hierzu gehören eine Vorverstärkersektion, ein USB-DAC und auch ein Bluetooth-Modul für drahtloses Audio-Streaming. All dies fehlt bei der Orkan Aktiv. Man braucht also entweder einen Vorverstärker oder aber einen D/A-Wandler beziehungsweise ein Streaming-Device mit Ausgang, dessen Pegel regelbar ist. Die Ausstattung, so finden wir, sollte Quadral Aurum bei der nächsten Generation der Aktivlautsprecher definitiv aufwerten. 

Bestückt mit einem Bändchenhochtöner, einem 170 mm Mitteltöner mit ALTIMA-Membran und zwei 170 mm Tieftönern mit ALTIMA-Membran, sollen akustische Höhenflüge souverän möglich sein. Von sehr tiefen 28 Hz bis hoch hinauf auf 65 kHz reicht der Frequenzgang. Für HiRes-Audiofiles vom Home Server, für SACD oder DVD-Audio bestens geeignet. Was verbirgt sich hinter ALTIMA? ALTIMA® Membranen bestehen aus den drei Leichtmetalle Aluminium, Titan und Magnesium, um ein optimales Schwingungsverhalten zu erzielen. Der eigentliche Grund für den unterschiedlichen Klang diverser Materialien liegt in der Tatsache, dass sich Membranen beim Schwingen unkontrolliert verbiegen und also Folge nicht genau den Vorgaben der Schwingspule folgen. Das Ausmaß dieser so genannten „Partialschwingungen“ verantwortet großenteils den Eigenklang von Membranen – dieser ist eigentlich unerwünscht, da sich das Klangbild dadurch verfärbt und vom Original entfernt. Um diese unschönen Nebenwirkungen zu verhindern, versuchen die Lautsprecherhersteller, materialbedingte Eigenresonanzen effektiv zu unterdrücken und auf verschiedene Frequenzen zu verteilen, um sie damit bestmöglich zu verdecken. ALTIMA® eröffnet im Gegensatz dazu ganz andere Möglichkeiten: Zum einen lassen sich die Materialresonanzen damit aus dem jeweiligen Einsatzbereich der Lautsprecher herausdrängen oder -schieben, und zum zweiten wird es ermöglicht, die Resonanzen zu bündeln und dann per Netzwerk zu eliminieren. Das scheint simpel, gelingt aber kaum mit anderen Materialien. Daher sind Schnelligkeit, Genauigkeit und die beinahe völlige Abwesenheit von Eigenklängen die besonderen Kennzeichen der Aurum-Konusmembranen.

Aurum Orkan Aktiv Bedienelemente

Umfangreiche Einstellmöglichkeiten, symmetrische XLR- und asymmetrische Cinch-Terminals

Um den Lautsprecher sehr gut auf die jeweilige Hörumgebung abzustimmen, sind der Orkan Aktiv speziell angepasste Filterschaltungen mit auf den Weg gegeben worden. Insbesondere der in normalen Wohnräumen oft problematische Tief- und Grundtonbereich lässt sich dank eines schaltbaren Hochpasses und eines semi-parametrischen EQs genau an die räumlichen Gegebenheiten anpassen. Überdies verfügt die Orkan Aktiv über einen Subsonic Filter, der die Lautsprecher vor extremen Pegeln im Tiefbass und somit vor drohender Überlastung schützt. Der schaltbare Hochpass verfügt über 3 Modi: normal (keine klangliche Beeinflussung), erweiterter Tiefbass und reduzierter Tiefbass mit entsprechend höherer Pegelfestigkeit. Der semi-parametrischen Equalizer (1/3 Oktave), einstellbarem Pegel (-/+ 6 dB) und einstellbarer Frequenz zwischen 30 und 200 Hz gibt eine enorme Flexibilität bei der Feinjustierung des Klanges. Durch dieses Ausstattungsmerkmal ist der Anwender zum Beispiel in der Lage, eine starke Anhebung im Frequenzgang, die durch störende Raummoden bedingt ist, herauszufiltern.

Um auch im Hochtonbereich den unterschiedlichen Wohnraumkonzepten gerecht zu werden, sind die aktiven AURUM Lautsprecher zusätzlich mit einem Pegelsteller für den Hochtöner ausgestattet. Mit einem Regelbereich von +/- 3dB kann die Hochtonintensität feinfühlig angepasst werden, was sich im Testbetrieb als ausgesprochen nützlich erwiesen hat. Die aktiven Aurum-Boxen bieten Cinch-Eingänge sowie zusätzlich auch symmetrische XLR-Terminals. Wir haben im Test mit einer Quadral Aurum P8 (2.500 EUR) als Vorstufe gearbeitet und haben die symmetrische Verbindung mittels XLR gewählt.

Aurum Orkan Aktiv Innenleben2

Da geht was: Drei Verstärkerzüge mit insgesamt 320 Watt Leistung pro Box sowie eine maximale Leistungsaufnahme von 350 Watt garantieren ein pegelfestes Spektakel

Aurum Orkan Aktiv Innenleben3

Layout im Detail

Aurum Orkan Aktiv Innenleben4

Ein großer Ringkern-Transformator garantiert eine generell hohe Stromlieferfähigkeit

Pro & Contra:

+ Solide Verarbeitung
+ Sehr aufwändige EQ-Technologie
+ Drei getrennte Verstärkerzüge pro Box
+ Ringkern-Transformator für hohe Stromlieferfähigkeit

– Keine Vorverstärkersektion
– Kein USB-DAC
– Kein Bluetooth

Klang

Aurum P8 Front Seitlich1

Unsere Vorstufe im Test: Quadral Aurum P8

Defizite in der Ausstattung hin oder her – beim Klang schlagen die Aurum Orkan Aktiv alles, was uns bekannt ist. 

Ludwig van Beethovens 9. Symphonie „Ode an die Freude“ eignet sich immer wieder gut, um die Qualitäten hochwertiger Lautsprechersysteme zu erkunden. Wir nehmen die Eröffnung, das „Allegro ma non troppo, un poco meastoso“, um den Orkan Aktiv auf den akustischen Zahn zu fühlen. Die „Wiener Philharmoniker“ unter dem legendären Leonard Bernstein sorgen für eine hervorragende Umsetzung von Beethovens Symphonie. Die Orkan Aktiv sorgt mit einem gleichermaßen kultiviert-harmonischen wie dynamisch-schwungvollen Klang für den richtigen Akzent. Hier kann man gern mit hoher Lautstärke hören, die kraftvollen Endstufen der Orkan Aktiv kennen das Wort „Anstrengung“ erst dann, wenn wir Pegel passieren lassen, die man auch bei toleranter Nachbarschaft im Einfamilienhaus eher selten hören dürfte. Dynamische Differenzen kommen sauber heraus, verschiedene musikalische Ebenen innerhalb des Orchesters modellieren die aktiven Lautsprecher aus Niedersachsen treffsicher heraus. Gerade dann, wenn sich das gesamte Orchester zum Einsatz versammelt und eine Vielzahl an Instrumenten zur Attacke auf die Lautsprecher-Membranen loszieht, beweisen die Orkan Aktiv-Boxen ihr Können: Souverän und gelassen wird jeder Dynamiksprung gemeistert, stets wird eine authentische Räumlichkeit offeriert. 

Um nun die Darstellung von Stimmen zu überprüfen, hören wir „O Freunde, nicht diese Töne“ aus der 9. Symphonie. Der berühmte René Kollo (Tenor), Kurt Moll (Bass), Gwyneth Jones (Sopran) sowie Hanna Schwarz (Alt) werden von der Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor unterstützt. Die Orkan Aktiv liefert gerade bei den Einzel-Sängern und Sängerinnen eine grandiose Leistung ab. Dass selbst so teure Boxen noch Potential nach oben mitbringen, beweist die leicht abnehmende Differenzierung innerhalb des Chors bei sehr hohem Pegel. Ansonsten bestechen Detaillierung und Kontur aller vokalen Elemente. Die Atmosphäre, die die Aurum-Lautsprecher herausarbeiten, wirkt stets realistisch: Präzise umrissen kommt die virtuelle Bühne heraus, und die Trennung der Stimmen von den Instrumenten gelingt tadellos. Auch in den „ruhigeren“ Sequenzen, wenn sich neue akustische Strukturen langsam aufbauen, behalten die Aurum-Boxen ihre auf Präzision und Homogenität getrimmte Auslegung bei. Sehr schön integriert sich das Bändchen: Es schließt nahtlos an den Übertragungsbereich des Mitteltöners an, was zu einem geschlossenen, schlüssigen Klangbild führt. 

Wir setzen fort mit der Bryan Ferry-SACD „Frantic“ und hören uns „It’s all over now, Baby Blue“ an. Der straffe Bass besitzt Ausdruckskraft und Vehemenz, die Stimme Bryans kommt trotz der tieffrequenten Eskapaden nicht zu kurz. Der Rhythmus wird genau getroffen, die Impulstreue ist ausgezeichnet. Wieder ist die Souveränität zu loben, mit der die beiden Orkan Aktiv sich in Szene setzen. Auch bei „Cruel“, dem zweiten Test-Song von diesem Album, können wir diese Gelassenheit nachvollziehen. Das liegt daran, dass das Zusammenspiel zwischen Endstufe und Membranen einfach erstklassig funktioniert, die Verteilung der Frequenzen auf die Chassis, die Belastbarkeit aller verwendeten Bauteile – hier hat man bei der Konstruktion aus Sicht des guten Klangs offenbar an vieles gedacht. Die Stimme Bryans löst sich im Übrigen ausgezeichnet von den Chassis, dadurch wird ein klar nachvollziehbarer Bühnen-Charakter geboten. 

Wenden wir uns nun rein instrumental präsentierten 007-Titelliedern zu, gespielt vom Royal Philharmonic Orchestra (SACD). „Goldfinger“ kommt mit exakter Nivellierung jedes Instrumentes sehr gelungen zum Ausdruck, besonders zu loben sind die lebendigen, aber gleichzeitig sehr angenehmen Streicher. Keine Spur störender Aggressivität, keine Spur von schrillen Untertönen. Aber auch die Blechbläser wirken sehr geschliffen und integrieren sich überragend in die Gesamtakustik. „You only live twice“ überzeugt uns ebenfalls, wenn die Aurum Orkan Aktiv sich ans Werk begeben. Verglichen mit preiswerteren, ebenfalls sehr leistungsfähigen Aktivboxen zeichnen sich die teuren Orkan Aktiv durch mehr Detaillierung, mehr Brillanz und noch mehr Homogenität im Klangbild aus. Dass auch die Pegelfestigkeit noch ausgeprägter ist, zeigen uns andere Lieder besser. 

Setzen wir unsere Testreihen fort mit zwei Songs vom Footloose-Soundtrack auf SACD. „Almost Paradise“ von Mike Reno & Ann Wilson kommt mit einem hohen Maß an Emotionalität zum Ausdruck. Das „Love Theme“ aus dem 80er Jahre Kult-Film beweist uns sehr gut, wie ausdrucksstark die Orkan Aktiv agieren. Für nüchternere Zeitgenossen: Sehr gute Staffelung im Bassbereich, exzellente Loslösung der Stimmen von den Chassis, akkurate Trennung der vokalen Elemente vor allem vom Bassbereich, präzise definierte Räumlichkeit. Ja, wenn Quadral auch noch an die richtige Ausstattung gedachte hätte….nicht auszudenken. Dann hätte die Orkan Aktiv wohl alles abgeräumt. Leider hilft der Satz von der Aurum-Website „mittlerweile hat fast jeder D/A-Wandler, jedes Streaming-Gerät etc. einen hochwertigen, in der Lautstärke regelbaren Ausgang“ nicht wirklich – denn wer so viel Geld wie in die Aurum Orkan Aktiv investiert, wünscht sich schlichtweg eine komplette Lösung mit USB-DAC bis 192 kHz/24-Bit, Bluetooth und kompletter Vorverstärker-Sektion. 

Bei Holding out for a Hero“ von Bonnie Tyler wird es schwungvoller, ohne dass es weniger emotional zugeht. Mit dieser etwas anders gearteten Mischung kommen die Orkan Aktiv ebenfalls bestens zurecht. Grobdynamisch eindrucksvoll, feindynamisch ausgewogen und überlegt – so baut man Lautsprecher. Dass selbst bei schon erhöhtem Pegel kaum Anstrengung bei den beiden aktiven Boxen herrscht, ist immer wieder lobend zu erwähnen. Die charismatische Stimmwiedergabe erhöht die Freude am Zuhören. 

Nun wechseln wir von der SACD zur CD und lassen es nun richtig „krachen“: Mit „The Howling“ von Within Temptation“ regeln wir die P8 auf Lautstärke „22“ hoch – ein irrer Pegel! Die Hochtonwiedergabe wird nun aufgrund des ohnehin schon aggressiven Grundtons in der Stimme von Sharon den Adel leicht aggressiv und auf Dauer etwas anstrengend, was hier allerdings definitiv zu einem großen Teil am Quellmaterial liegt. Die Boxen geben trotzdem noch sauber wieder und brillieren mit viel „Feuer“ im Bassbereich. Die Dynamiksprünge wirken extrem nachdrücklich, so dass schon ein paar mal eine Gänsehaut die unmittelbare Folge der unbändigen Kraftausbrüche der Orkan Aktiv ist. Wie die verschiedenen, teils brutal-kraftvollen, teils unschuldig-melodiösen Parts gemanagt werden, ist sensationell: Die Orkan Aktiv lässt hier viele noch teurere Endstufen-Passivlautsprecher-Kombinationen hinter sich. 

„Das Omen, Teil 1“ war Ende der 80er Jahre ein Chart-Stürmer von Mysterious Art. Leicht blechern und anstrengend im Hochton- und oberen Mittelton-Bereich abgemischt, ist das Quellmaterial nicht das, was man als Maßstäbe setzend bezeichnen kann. Hören wir mal rein, was die Orkan Aktiv herausholen kann. Zunächst ein hohes Maß an Klarheit und einen straffen Bass. Es geht etwas, ohne Zweifel. Das ein leicht blecherner Einschlag erhalten bleibt, ist nicht verwunderlich – schließlich ist nicht David Copperfield der Chef-Entwickler von Quadral – aber fast: So gelungen und homogen haben wir den Track bislang kaum gehört. Vor allem wird auch die Stimme enorm gut herausgearbeitet. 

Bei „Kick Da Disco Nation“, einem 90er Jahre Eurodance One-Hit-Wonder, ziehen die beiden Hannoveraner „Aktivisten“ alle Register ihres Könnens. Von wegen, Quadral/Aurum ist eher für reifere Käuferkreise mit Hang zu Jazz und Klassik – dieses Vorurteil kann man getrost vergessen. Mit extremer Pegelfestigkeit und einem straffen Bass, der anderen Mitwettbewerbern zeigt, was Nachdruck ist, schiebt die Orkan wie der sprichwörtliche starke Wind voran. Mit unnachgiebiger Härte und untadeliger Präzision donnert die Aktivbox auch bei hohem Pegel den Kickbass in den Hörraum. Die von Aurum angegebene Endstufenleistung darf, so denken wir, eher als absolutes Minimum verstanden werden. 320 Watt Ausgangsleistung bringen die drei Endstufen zusammen. Diese lassen sie auf 2  x 170 mm Tieftöner, einen 170 mm Mitteltöner und ein Bändchen für den Hochtonbereich los. 

Pro & Contra:

+ Erstklassige Grob- und Feindynamik
+ Brillanter, fein auflösender sowie räumlich dichter Hochtonbereich
+ Exzellente Pegelfestigkeit
+ Tolle Stimmwiedergabe
+ Hervorragende Loslösung des Klangs vom Lautsprecher
+ Tiefgang herausragend

Konkurrenzvergleich
  • Heco Ascada 600 Tower: Bezüglich der Ausstattung zieht die Heco trotz des deutlich geringeren Preises (Paarpreis 1.990 EUR) auf und davon: USB-DAC, Bluetooth, Fernbedienung – es fehlt an nichts. Akustisch setzen die Hecos für ihren Kaufpreis Maßstäbe: Bassgewalt, Präzision über den gesamten Frequenzbereich, Stimmwiedergabe – überall agiert der Pulheimer Aktivlautsprecher exzellent. Zudem sieht die Ascada 600 Tower einfach gut aus und ist sehr hochwertig verarbeitet und aufgebaut. Dass die teureren Orkan Aktiv akustisch noch eine „Schippe“ drauflegen und noch mehr Kraft im Bassbereich, noch mehr Kontur im Mitteltonbereich und noch mehr Brillanz im Hochtonbereich bieten, sollte in Anbetracht der preislichen Differenz kaum verwundern.
  •  Nubert nuPro A-700: 1.265 EUR pro Stück kostet die nuPro A-700 und hält somit auch Distanz zur Orkan Aktiv. Optisch sieht die nuPro hervorragend aus, zudem gefällt uns, dass auch die nuPro eine vollwertige Vorverstärkereinheit inklusive USB-DAC an Bord hat. Das Display an beiden Boxen ist ebenfalls äußerst praktisch. Clevere DSP-Steuerung und eine kraftvolle Endstufensektion sichern hohe akustische Leistungsfähigkeit, die sich in sehr hohem Maximalpegel und tollem Tiefgang manifestieren. Die Orkan Aktiv schafft allerdings noch mehr Pegel und liefert eine etwas feinere Detailauflösung. Das darf man aufgrund des Mehrpreises aber auch erwarten. 
  • Reicht nicht auch die kleinere Quadral Aurum Altan Aktiv für 1.400 EUR/Stück? Für viele Fälle bestimmt, denn schon die Regallautsprecher-Ausgabe von Aurums Aktivlautsprecher-„Team“ besticht durch hochwertige EQ- und Endstufen-Technologie. Für mittelgroße Hörräume wird genug Kraft aufgeboten. Die Verarbeitung ist genauso untadelig, geht sprichwörtlich „die Post ab“, kann die für sich betrachtet sehr gute Altan Aktiv den Anschluss an die Orkan Aktiv aber nicht halten. 
Fazit

Aurum Orkan Aktiv Gruppenbild1

Klanglich setzt die Quadral Aurum Orkan Aktiv die Maßstäbe bei allen bislang getesteten Aktivlautsprechern. Grob- und Feindynamik, absolut schlüssige, homogene Auslegung, exzellenter Bassbereich, überragende Stimmwiedergabe, feine Differenzierung akustischer Ebenen und eine grandiose Pegelfestigkeit: Wem es nur um maximale Audio-Performance geht, kann hier bedenkenlos zuschlagen, wenn die finanziellen Ressourcen vorhanden sind. Dass wir leider trotzdem nicht eine Referenz oder gar ein Masterpiece vergeben können, liegt an den Ausstattungs-Defiziten: Keine Vorverstärkersektion, kein USB-DAC, kein Bluetooth. Auch, wenn das manche Audio-Fans nicht interessieren wird, so denken wir doch, dass für den immensen Kaufpreis diese Features an Bord sein sollten. Quadral sieht hier natürlich den puristischen Ansatz und legt den Fokus komplett auf die akustische Maximalperformance.

Unangefochtener „Imperator des Klangs“ mit Ausstattungs-Defiziten
ueberragend
Aktivlautsprecher Luxusklasse
Test 16. März 2016

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich




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