TEST: Harman/Kardon Omni Multiroom-System – Edles Design und hohe Audio-Performance?

Harman Kardon Omni Gruppenbild2

Mit dem Harman Kardon Omni-System, bestehend aus dem drahtlosen HD-Audioadapter Adapt und den beiden Lautsprechervarianten Omni 10 und Omni 20, steuert Harman Kardon nun ebenfalls einen Ableger der momentan beliebten Multiroom-Systeme bei. Auf der Produktseite wird uns basierend auf den Audiotechnologien von Harman raumfüllender, kristallklarer Klang versprochen. Zudem soll durch das Motto „Follow Me Audio“ der Name Omni Programm sein, wodurch der Gebrauch von mehreren Lautsprechern per App und Einbindung ins WLAN-Netzwerk in mehreren Räumen mit einem Tastendruck sehr komfortabel gestaltet werden soll, sogar mit mehreren Liedern auf verschiedenen Lautsprechern. Natürlich sind herkömmlichere Wiedergabemöglichkeiten wie über Bluetooth oder Aux ebenfalls vorhanden. Wie reibungslos die einzelnen Komponenten in ihrer Benutzerfreundlichkeit und v.a. auf klanglicher Ebene performen, lesen Sie im folgenden Test.

Harman Kardon Omni20 Front Seitlich1

Omni 20

Harman Kardon Omni20 Front Seitlich2

2-Wege System mit vier Chassis

Harman Kardon Omni 20 Tiefmitteltoener

Zwei Tiefmitteltöner im Detail

Harman Kardon Omni 20 Rueckseite Seitlich2

Rückseite des Omni 20

Harman Kardon Omni20 Detail Rueckseite

Passivmembran für besseres Tieftonverhalten

Harman Kardon Omni20 Anschluesse Bedienelemente Unterseite

Das Netzteil ist beim Omni 20 integriert

Harman Kardon Omni20 Bedienelemente Oberseite

Bedienelemente auf der Oberseite des Omni 20

Das Harman Kardon Omni besteht aus drei Komponenten: dem Adapt, einem Audioadapter, welcher für das Streaming von Audiodateien an andere Abspielgeräte wie AV-Receiver o.Ä. verwendet werden kann (UVP 129 EUR), dem Lautsprecher Omni 10 (199 EUR) sowie seinem „größeren Bruder“, dem Omni 20 (299 EUR). Alle Komponenten sind in schwarz oder weiß erhältlich.

Der Omni 20-Speaker weist Abmessungen von 260 x 164 x 166mm und laut dem technischen Datenblatt eine Masse von 2125g auf. Innen verbaut sind zwei 75mm Tief- und zwei 19mm Hochtöner mit je 15W Nennleistung, der Frequenzbereich liegt bei ca. 53Hz bis 20kHz.

Rein optisch macht der Omni 20 durch sein modernes, abgerundetes Design und vor allem durch das Gehäuse im Klavierlack einen sehr guten Eindruck. An der Rückseite befindet sich eine Passiv-Membran, die edel mit einer geschliffenen, glänzenden Abdeckung verziert ist. Der Übergang zwischen dem Stoff der Lautsprecherabdeckung und dem Klavierlack ist ordentlich verarbeitet, nur an der Oberseite ist es nicht ganz nahtlos. Insgesamt ist dies aber vernachlässigbar und der Omni 20 überzeugt durch solide Verarbeitung und eine edle Optik.

Oben befinden sich auf gummierter Oberfläche die auf Druck reagierenden Bedienelemente des Lautsprechers, also der Link-Knopf zum Durchwechseln der Audioquellen, Plus- und Minustasten zur Lautstärkeregelung, sowie Bluetooth und Play/Pause. Der große Link-Knopf in der Mitte lässt sich mühelos betätigen, die restlichen Knöpfe, vor allem Bluetooth und Play/Pause allerdings erfordern durch die leicht gewölbte Oberfläche etwas mehr Nachdruck und sind nicht ganz so komfortabel zu bedienen. Am Link-Button sind ein LED-Kreis und LED-Slash. Der Kreis zeigt durch seine Farbe die Audioquelle an und der Slash den Verbindungsstatus.

An der Unterseite, unsichtbar im normalen Gebrauch, finden wir den Stromanschluss (Stromkabel mit EU und UK-Stecker im Lieferumfang), einen Reset-Button zum Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen, den WPS-Knopf zum Verbinden mit dem Heimnetzwerk sowie einen 3,5mm Audio-Eingang. Sofern man den Lautsprecher an der Wand befestigen möchte, sind hierfür ebenso Öffnungen vorhanden.

Harman Kardon Omni10 Front Seitlich2

Omni 10 Frontansicht

Harman Kardon Omni10 Front Seitlich3

Das Gitter ist abnehmbar

Harman Kardon Omni10 Hochtoener

Integrierter Hochtöner

Harman Kardon Omni10 Tiefmitteltoener

Tiefmitteltöner im Detail

Harman Kardon Omni10 Rueckseite Seitlich

Rückseite

Harman Kardon Omni10 Detail Rueckseite

Gebürstete Edelstahl-Oberfläche

Harman Kardon Omni10 Bedienelemente Oberseite2

Bedienelemente

Der uns in doppelter Ausführung vorliegende Omni 10 (Stereo-Setup möglich) ist von der Verarbeitung und auch der Anschlussverteilung her identisch. Die Unterschiede zum Omni 20 liegen hauptsächlich in der Größe und der Leistung. Die Abmessungen beim Omni 10 betragen so 181 x 159 x 166mm, er enthält nur einen 90mm Tief- und einen 35mm Hochtöner mit einer Nennleistung zu je 25W und er wiegt nur 1340g. Von der Form her ist der Omni 10 im Gegensatz zu seinem größeren Kollegen kreisrund. Dem Omni 10 liegt zudem noch ein externes Netzteil bei, während der Omni 20 dieses integriert hat und lediglich ein Kaltgerätekabel am Gerät angeschlossen wird.

Harman Kardon Omni Adapt Front Seitlich2

harman/kardon Adapt

Harman Kardon Omni Adapt Anschluesse Bedienelemente Rueckseite

Anschlüsse und Drucktasten

Nun fehlt noch das Adapt. Das Adapt ist ein HD Audioadapter, mit dem sich andere Lautsprecher oder Abspielgeräte (PC, Tablet etc.) via Audio In oder Out in das Netzwerk des Omni-Systems einbinden und so Audioinhalte in bis zu 24-bit/96kHz streamen lassen können. Betrieben wird der Adapter durch ein Micro-USB-Kabel, welches neben EU und UK-Steckern mitgeliefert wird. Alle diese Anschlüsse befinden sich an der in Kunststoff gehaltenen Unterseite des Adapt, die Oberseite zeigt sich abgesehen von der gummierten Fläche für den Link-, den Bluetooth- und den Play/Pause-Button nach wie vor im Klavierlack.

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Die manuelle Einrichtung geht einfach von der Hand

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Gratulation, der Omni 20 ist eingerichtet

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Festlegen, ob ein einzelner Lautsprecher oder Stereo-Setup installiert wird

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Vorgefertigte Räume wählen oder individuelle Räume wählen

Binden wir also jetzt unsere Lautsprecher in unser WLAN-Netzwerk ein. Vorher allerdings laden wir uns die „HK-Controller“-App aus dem Play Store auf unser Android-Smartphone, damit wir dieses gleich zur Konfiguration und später Steuerung der Produkte einsetzen können. Natürlich ist auch für die beliebten iDevices eine Applikation im App Store erhältlich. Die App verbraucht nicht viel Speicherplatz und ist dementsprechend schnell installiert. Erfreut können wir außerdem vermerken, dass sie übersichtlich in drei Tabs aufgeteilt ist (links sind die Audioquellen, mittig die Wiedergabelisten und verfügbaren Songs, und rechts die konfigurierten Lautsprecher) und die Bedienung dementsprechend relativ intuitiv vonstattengeht. Enttäuscht müssen wir leider festhalten, dass per WLAN kein Spotify vom Smartphone unterstützt wird. Die Lautstärke lässt sich ganz einfach über die Lautstärke-Tasten des Phones regeln. In der rechten Leiste unten befindet sich außerdem die Link-Taste, mit der man mehrere Lautsprecher gruppieren kann, um ein bestimmtes Lied auf alle ausgewählten Lautsprecher zu übertragen, da standardmäßig nur ein ausgewählter Lautsprecher ein Lied wiedergibt, was im Übrigen auch parallel möglich ist, wenn man verschiedene Lieder in verschiedenen Räumen möchte. Mit dem Party-Modus kann man schlichtweg mit einem Knopfdruck ein Lied auf allen Lautsprechern spielen lassen.

Zur Verbindung mit den Lautsprechern drücken wir in der App auf den Home-Button, anschließend Produkte konfigurieren und „Neues Produkt hinzufügen“. Wir haben dann die Auswahl zwischen „WPS“ und „Manueller Konfiguration“. Theoretisch lassen sich die Geräte per WPS mit dem Router verbinden, indem man den WPS-Button an der Unterseite zwei Sekunden lang drückt, bis die LEDs oben das Blinken anfangen und anschließend die WPS-Taste am Router drückt. Bei unseren beiden Omni 10 und einen Omni 20-Lautsprecher sind an dieser Stelle allerdings mehrere Versuche fehlgeschlagen, weswegen wir dann zur manuellen Konfiguration übergegangen sind, bei der die Reset-Taste unten ca. fünf Sekunden gedrückt gehalten werden muss, bis die Link-Taste zu blinken beginnt. Anschließend zeigt unser Smartphone die verfügbaren Geräte in der Umgebung, innerhalb der App, an und wir können unseren gewünschten Lautsprecher auswählen und müssen anschließend das WLAN-Passwort eingeben. Auf den ersten Versuch und nach ein paar Sekunden leuchtet die Slash-LED permanent und die Verbindung steht.

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Home-Screen der App

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Musikquelle wählen

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Auf dem Smartphone befindliche Musik

Der nächste Schritt ist dann die Konfiguration der verfügbaren Lautsprecher. Wir gehen dazu wieder auf „Produkte konfigurieren“ und diesmal auf „Neuen Raum hinzufügen“. Dort stehen dann verschiedenste Raumkonfigurationen zur Verfügung, je nachdem, wo man den Lautsprecher verwenden möchte. Im nächsten Fenster entscheidet man, ob man einen einzelnen Speaker installiert oder zwei identische zu einem Stereo-Paar kombiniert, wie bspw. unsere beiden Omni 10. Der letzte Schritt ist dann die Wahl des tatsächlichen Lautsprechers, für den die Raumkonfiguration vorgenommen wurde. Komfortablerweise zeigt die App gleich die zugehörige WLAN-Signalstärke an.

Harman Kardon Omni Gruppenbild2

Wie schlagen sich die Omni-Komponenten akustisch?

Nach diesen ganzen Multimedia-Features wird es langsam Zeit, dass wir uns wichtigen Dingen widmen. Wie schlägt sich das System auf klanglicher Ebene?

Bevor wir unsere beiden Omni 10 inspizieren, nehmen wir uns zunächst den Omni 20 zur Brust und geben diesem ein wenig Electro zu speisen. Bei Mark Knights „The Return Of Wolfy“ zeigt der Speaker gleich, dass er sich nicht zurückhalten braucht, was Partymusik angeht. Das Keyboard wird klar hörbar dargestellt und fügt sich in die Synthesizerklänge passend ein. Der Bass bringt auch bei höheren Lautstärken den Omni 20 zwar nicht vollends zum Durchschlagen und wird auch nicht überbetont, allerdings könnte vor allem der Kickbass etwas mehr Nachdruck benötigen, damit noch mehr Partylaune aufkommt. Besser klingen die Tiefen dafür bei Ferry Corstens „F the Bull$h1t“. Bereits von Anfang an sind die dröhnenden Bässe deutlich spürbar und auch, wenn man sich etwas vom Gerät entfernt, bleibt die Power zum größten Teil da (leichte Klangveränderungen sind bei Positionswechsel nicht zu vermeiden). Besonders in der Mitte des Stücks gefällt uns, wie souverän der Omni 20 die verschiedenen Elemente des Synthesizers miteinander kombiniert. An ein Paar ungünstigen Stellen merken wir allerdings, dass die vordergründigen Klänge etwas zu sehr zentriert wirken, wodurch man einige Sounds im Hintergrund wie Snares o.Ä. nicht mehr ganz so deutlich wahrnimmt. Insgesamt schneidet der Lautsprecher aber hier sehr sehr gut ab und Electro macht damit definitiv Laune.

Machen wir weiter mit „The Only Thing I Know For Real“ aus dem grandiosen Soundtrack zu „Metal Gear Rising: Revengeance“ von Jamie Christopherson. Sehr gut gefällt uns an der Stelle die Vertonung der Instrumente, vor allem die E-Gitarre verleiht dem Stück eine besondere Note. Der Gesang wird auch sehr homogen herausgearbeitet und verschwimmt an keiner Stelle. Bei „A Soul Can’t Be Cut“ hat der Omni 20 zu keinem Zeitpunkt mit dem wahnsinnig schnell gespieltem Schlagzeug keine Probleme. Allerdings wird das Lied nicht einfacher und so klingt, wenn dann der Gesang und die anderen, ebenso schnellen und komplexen Instrumente, wie bspw. die E-Gitarren dazukommen, aufgrund der schieren Schnelligkeit des Stücks leicht überfordert und nicht ganz so dynamisch. Für sich genommen jedoch ist das Inszenesetzen des Schlagzeugs beeindruckend. Das Gleiche fällt uns bei „It Has To Be This Way“ auf, wobei uns hier wiederum die Kooperation des Gesangs und der Instrumentalelemente sehr gut gefällt, weil weder die Höhen noch die Mitten an viel Detail zu wünschen übrig lassen.

Hans Zimmer ist zu Recht bekannt für seine Filmmusik und so gönnen wir uns noch „Now We Are Free“ aus „Gladiator“. Schon am Anfang zeigt uns der Omni 20, dass er solch orchestrale Klänge durchaus in Szene zu setzen weiß. Dabei stellt er unter Beweis, dass er nicht nur rockige Vocals kann, sondern auch gefühlvollere Passagen wie hier Lisa Gerrards angenehm ertönende Stimme samt Backgroundchor. Leider fällt uns, wenn Lisa lauter singt, wieder auf, dass Klänge, die nicht so mächtig sind, etwas zu weit in den Hintergrund fallen und deshalb etwas verschwinden, was gerade bei solchen Stücken die starke Präsenz des Ensembles und demzufolge die Räumlichkeit etwas vermissen lässt. So etwas fällt wahrscheinlich nicht nur Audiophilen auf, die sehr genau hinhören, ändert aber auch nichts daran, dass die insgesamte Darstellung des Stückes von den Ohren harmonisch und wohlklingend wahrgenommen wird.

Nehmen wir uns jetzt also die Omni 10 vor. Und da wir zwei zur Verfügung haben, testen wir sie im Stereo-Modus an. Auf den ersten Blick müssen wir festhalten, dass uns die beiden zusammen sogar besser gefallen als der Omni 20 alleine. Wir versuchen es wieder mit Ferry Corstens „F the Bull$h1t“ und müssen vor allem, was die Tiefen angeht, eine Steigerung wahrnehmen. Der Bass des Omni 20 war schon nicht verachtenswert, die beiden Omni 10 liefern in ihrem Zusammenspiel aber sogar noch den Nachdruck, den wir vorhin vermisst haben. Auch den Kickbass meistern unsere zwei Kandidaten jetzt, selbst ohne Durchschlagen und insgesamt stehen sowohl der Vorder- als  auch der Hintergrund der Musik sehr gut im Einklang. Wenn man bei der guten Disco-Laune vorhin noch ein klein wenig Nachbesserung gebraucht hat, findet man sie beim Stereo-Paar hier auf jeden Fall. Wir gönnen uns noch Jerome Isma-Ae mit „Stars“, ein langsameres und atmosphärisches Trance-Stück. Die Omni 10 schlagen sich auch hier nicht schlecht und präsentieren vor allem den Synthesizer vorne sehr ansprechend und auch im späteren Teil des Liedes, wenn der Kickbass und alle Klangelemente zusammenkommen, geht nur sehr wenig im Hintergrund verloren. Wir würden uns einzig ein etwas gelösteres Klangbild wünschen, bei dem die Lautsprecher die Sounds einen Tick mehr ausdifferenzieren würden. Dadurch würde auch die Räumlichkeit verbessert werden und auch die dichte Atmosphäre profitieren.

Wenn wir auf „It Has To Be This Way“ zurückkommen, stellen wir ähnliches fest. Insgesamt empfinden wir das Klangbild ein Stück kraftvoller als noch beim einzelnen Omni 20 und können wiederum ein gutes Zusammenspiel der Instrumente mit dem Gesang erkennen. Lobend hervorzuheben ist auch das sehr schön in Szene gesetzte Schlagzeug, was selbst in der Geschwindigkeit den Omni 10 keine Probleme bereitet.
Bei Ville Valos und Natalia Avelons Interpretation von „Summerwine“ geben die Omni 10 eine weitere sehr solide Performance ab, mit fein gezeichneten Streichern und dem passend eingefügten Kontrabass. Gerade Natalias sanfte Stimme wissen die Stereo-Speaker, sehr graziös zur Geltung zu bringen, leider gehen die Mitten etwas im Hintergrund verloren wie bspw. die E-Gitarre. Da wir aber nach wie vor mit kleineren Lautsprechern arbeiten, kann man damit rechnen, dass nicht jedes letzte Detail immer prominent vorhanden ist. Gleiches stellen wir bei „Kiss From A Rose“ von Seal fest, bei dem Seals Gesang deutlich und anmutend dargestellt wird, aber auch die Streicher wieder sehr schön eingefügt sind und so sogar ein merkliches Volumen bei der Wiedergabe entsteht.

Vergleichen wir noch kurz bei ein oder zwei Liedern die Performance eines einzelnen Omni 10 mit dem Omni 20. Beim Track „Valiant“ aus dem Soundtrack zum 2013 erschienenden Electronic Super Joy von EnV stellen wir erstaunt fest, dass auch der kleine Bruder des Omni 20 nicht von schlechten Eltern ist und gleich am Anfang Bassstärke zeigt. Aber auch die Höhen und Mitten, wie bspw. das Keyboard, sind wieder deutlich zu hören und zeigen ein stimmungsvolles Klangbild auf. Bei „Shakestopper“ wird dem Omni 10 ordentlich etwas an Tiefe abverlangt und hier geht ihm leider hin und wieder die Power aus. So als würde er sich auf den Synthesizer nicht mehr so richtig konzentrieren können und so gehen einige Mitten hinten verloren. Hier gefällt uns die Auflösung des Omni 20 schon besser. Es ist aber klar, dass im Einzelbetrieb nicht mehr ganz so viel Volumen abverlangt werden kann wie im Stereo-Betrieb oder direkt vom Omni 20.

Zum Schluss noch einmal „Now We Are Free“ aus dem Gladiator-Soundtrack. Wir stellen einmal mehr eine schöne Darstellung der Streicher und des Gesamtbildes des Instrumentalensembles fest, genauso kann Lisa Gerrard ihrem Gesangstalent freien Lauf lassen, vermissen aber wieder diesen Hauch von Räumlichkeit, bei dem die verschiedenen Instrumente detailliert im Raum zu hören sind und nichts an Klangvolumen vermissen lassen. Dies ist an der Stelle aber Meckern auf hohem Niveau und auch der Omni 10 gibt eine solide Performance ab, wenn auch nicht ganz so kraftvoll wie der Omni 20 oder zusammen mit einem zweiten Omni 10.

Fazit

Harman Kardon Omni Gruppenbild1

Das Harman Kardon Omni-System kann dank einer edlen Optik, ausgezeichneter Verarbeitung und einem ausgezeichneten Klangbild überzeugen. Vor allem der Omni 20 einzeln und zwei Omni 10 im Stereo-Betrieb liefern mit starkem Tiefgang und stimmungsvoller Musikwiedergabe sehr solide Arbeit ab. Außerdem ist die Bedienung durch die HK-Controller App intuitiv gehalten, leider wird Spotify nicht unterstützt (in der Sidebar wird jedoch darauf hingewiesen, dass mehr Musikangebote in Kürze verfügbar sind). Hierfür müssste man also aktuell noch auf Klinke oder Bluetooth zurückgreifen. Beeindruckt hat uns bei beiden Komponenten vor allem die Pegelfestigkeit, auch größere Räume können so ohne Weiteres beschallt werden. Einzig die Räumlichkeit und das Klangvolumen lassen stellenweise zu wünschen übrig. Bilanzieren wirft harman/kardon hier ein sehr solides Ensemble auf den Markt, dass, wenn Software-Seitig mit mehr App-Support nachgelegt wird, sein Potential noch besser ausspielen kann.

Edle Optik, einfache Bedienung und in sich stimmiges Klangbild machen das Omni zu einer attraktiven Alternative unter den Multiroom-Systemen
ausgezeichnet
Multiroom-Systeme
18.12.2014

+ Pegelfestigkeit
+ Kräftiger Klang, v.a. bei Stereo-Betrieb
+ Sehr solide Verarbeitung
+ Einfache und schnell zu bedienende App
+ Dynamik
+ Einfaches manuelles Setup

– Zugriffsmöglichkeiten wie DLNA-Server und Spotify In-App Support
– Verbindung per WPS bei uns fehlgeschlagen

 

Test: Michael Kind
Fotos: Sven Wunderlich




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