XXL-TEST: Teufel Stereo M 2 - ikonisch gestaltete Aktivlautsprecher mit Wireless-Signalübertragung

Klangtestreihen

In diesem Abschnitt unseres Reviews möchten wir nun auf die klangliche Expertise der neuen Teufel Stereo M 2 Aktivlautsprecher eingehen. Nach einigen Hörversuchen müssen wir feststellen, dass bereits die Standard EQ-Kurve sehr kräftig ausgelegt ist und wir reduzieren den Bassbereich um -4 dB und erhöhen den Hochtonbereich um 1 dB. Der gefühlvolle und aussagekräftige Titel startet mit einer Akustikgitarre sowie mit einem mehrstimmigen Gesang. Beides, Gitarre sowie Gesang, können die Teufel Stereo M 2 präzise und facettenreich präsentieren. Als Jacoby Shaddix dann zur Kopfstimme übergeht, liefern die Teufel Schallwandler das Gefühl, dass Papa Roach mit diesem Titel mitteilen möchte. Mit sehr viel Sinn für Sensibilität und einer hervorragenden Differenzierung der verschiedenen Elemente, gelingt eine überragende Gesamtwiedergabe. Ebenfalls liefern die Aktivlautsprecher einen satten und staubtrockenen Bass.

Brandneu in unseren Klangtestreihen ist der nächste Titel. Wir haben uns den Track "The Loneliest Hour" der schwedische Rocker von Takida ausgesucht, die wir in diesem Jahr live genießen dürfen. Der Titel startet mit elektronisch erzeugten Effekten, und darauf folgen sofort harte Drums. Sofort sind wir erstaunt, mit welcher Vehemenz die Neuauflage der Stereo M den Track nach vorne katapultieren. Selten haben wir bei dieser Baugröße sowie in dieser Preisklasse so einen harten und präzisen Bass wahrnehmen dürfen und das, obwohl der Bassbereich weiterhin auf -4 dB abgesenkt ist. Als Robert Patterson dann mit seiner unverwechselbaren Stimme einsetzt, sind wir begeistert, was die Berliner Aktivlautsprecher in unserem großen Hörraum freisetzen können. Die Stimmfarbe bleibt gefühlvoll und sauber umrissen, auch als der Titel an Fahrt aufnimmt. Selbst bei höheren Pegeln klappt eine ausgezeichnete Differenzierung der verwendeten Gitarren sowie der feinen Stimme, gepaart mit einem kräftigen Punch im Bassbereich.

Weiter geht es mit dem deutschen Ausnahmekünstler Peter Maffay. Für seine Abschieds-Tournee in diesem Jahr hat der Sänger die Künstlerin Anastacia an Bord holen können, und sie wird mit ihm gemeinsam seinen Hit "So bist Du" auf englisch singen. Auch dieses Event werden wir uns nicht entgehen lassen. Der Titel beginnt mit einem Klavier sowie einen Chorgesang, beide Parts meistern die Schalwandler mit erneut Bravour. Als Peter dann mit seinem Gesang einsteigt, werden Kindheitserinnerungen wach, sind wir doch mit Tabaluga aufgewachsen. Peters etwas nasal wirkende Stimme wird tadellos präsentiert, selbst bei höherer Lautstärke ist nie ein aggressiver Touch festzustellen. Ebenfalls erstklassig kommen die Lautsprecher mit der sehr fordernden Stimme von Anastacia zurecht und präsentieren sie auf den Punkt gebracht und inklusive zahlreicher vokaler Details. Als beide Protagonisten dann zeitgleich ihre Vokals abliefern, bleibt eine klare Differenzierung der Stimmen erhalten, gepaart mit einem kräftigen Bassbereich.   

Nachdem wir uns von der überragenden Klangqualität bei "handgemachter" Musik überzeugen konnten, wechseln wir das Genre und spielen den Teufel Stereo M 2 "Escapism." von Raye & 070 Shake zu. Bereits nach wenigen Sekunden explodiert der energiegeladene Titel förmlich mit harten Kickbässen und dem sehr dynamischen Sprechgesang von Raye. Ausgezeichnet löst sich die Stimme von den Lautsprechern, auch ohne Dynamore. Etwas verblüfft sind wir, was uns der 165 mm messende Kevlar-Tieftöner "um die Ohren haut". Trotz der bereits mehrfach erwähnten deutlichen Absenkung des Bassbereichs liefern die Stereo M 2 ein Bassfundament, was in dieser Preis- und Leistungsklasse seinesgleichen sucht. Dem Tester hat das Vorgängermodell schon sehr gut gefallen, die Neuauflage geht aber nochmal deutlich mehr nach vorne. Selbst bei fast Maximalpegel gelingt eine erstklassige Differenzierung zwischen fordernden Sprechgesang und dem harten, präzisen Bass. Selbst die langgezogenen und tiefen Basspassagen werden erstklassig umgesetzt. Ob der Nachbar in einer Mietwohnung sich allerdings darüber freut, bleibt jedem selbst überlassen.

Abschließen möchten wir unsere Klangwertung mit "One By One" von Robin Schulz & Topic feat. Oaks. Die elektronischen Effekte sowie der Chorgesang wirken auf uns harmonisch eingearbeitet und glaubwürdig dargeboten. Die sehr spezielle und helle Stimmfarbe von Sängerin Oaks wird klar und lebendig darstellt, ohne dabei harsch oder schrill zu wirken. Der Titel strotzt vor wabernden Synthies und einen treibenden Beat, beides können die Teufel-Schallwandler mit Nachdruck und hoer atmosphärischer Dichte umsetzen. Selbst bei höheren Pegeln stellen wir keinen Detailverlust im Mitteltonbereich fest. Die Gesamtwiedergabe bleibt kraftvoll, klar und löst sich ausgezeichnet von den Lautsprechern. Dadurch entsteht ein sehr raumfüllender, überraschend kultivierter Klang.

Konkurrenzvergleich 

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Heco Aurora 200 P Gruppenbild2

  • HECO AURORA 200 P: Wir beginnen unseren Konkurrenzvergleich mit Aktivlautsprechern aus dem Hause Heco. Die kompakten Aktivboxen Aurora 200 P sind ausschließlich in der von uns getesteten schwarzen Farbvariante für einen Paarpreis von 749 EUR erhältlich. Um sie vielseitig nutzen zu können, unterstützen diese Bluetooth 5.0 mit aptX-Standard. Darüber hinaus verfügen die HECO Lautsprecher über einen HDMI-Eingang für die Einbindung eines TVs. Somit können Inhalte vom TV mittels HDMI-ARC ohne Aufwand auf den Speakern wiedergegeben werden. Die Lautsprecher bieten leider keinerlei Netzwerkschnittstellen und können somit auch nicht in einem Multiroom-Verbund eingesetzt werden. Unserer Meinung nach sollte man hier zukünftig über die Integration einer gängigen Streaming-/Multiroom-Plattform wie z.B. Google Home und/oder Apple AirPlay 2 nachdenken. Die HECO Aurora 200 P sind als Master/Slave-Lautsprecher konzipiert, dies bedeutet, dass der Masterlautsprecher mit der Verstärkertechnik ausgestattet ist und den passiven Slavelautsprecher mit einem Signal versorgt. Da im passiven Lautsprecher keinerlei Elektronik verbaut ist, erfolgt die Signalübertragung klassisch über Lautsprecherkabel und nicht drahtlos. Die Gehäuse der kompakten Lautsprecher bestehen aus MDF, die Front sowie die Oberseite besitzen ein hochglanz-lackiertes Finish, die Seitenwangen sowie die Rückseite sind mit Furnier beschichtet. Die lackierten Flächen weisen ein sehr gute Oberflächenqualigtät auf und auch das verwendete Furnier ist ordentlich aufgebracht. Unserer Meinung nach könnten die Ecken der Gehäuse etwas besser abgerundet sein, wirken diese doch etwas scharfkantig. Weitere Quellen wie z.B. ein CD-Player, Netzwerkspieler oder eine Spielekonsolen lassen sich mittels eines optischen Digitalkabels und der optischen Anschlussbuchse realisieren. Für die Einbindung eines externen Subwoofer steht ein Subwoofer-Vorverstärkerausgang zur Verfügung. In unseren Klangtestreihen boten die Aurora ein sehr breites und räumliches Stereobühnenbild und punktete mit einer sehr guten Differenzierung im Hochtonbereich. Beim Mittel- sowie Tieftonbereich meisterten die HECO Speaker ruhigere Stücke tadellos, bei dynamischeren Titeln mussten wir stellenweise Einstellungen am Hoch- sowie Tieftonbereich vornehmen. Positiv überrascht hat uns die Performance bei der Wiedergabe von Filmton. So wirkten die Dialoge zwischen den Protagonisten absolut klar und authentisch und selbst dynamische Szenen mit vielen parallel stattfindenden Effekten präsentierten die HECO Speaker hervorragend.

Kef Lsx Ii Gruppenbild2

  • KEF LSX II: Weiter geht unseren Konkurrenzvergleich mit den britischen LSX II von KEF. Die KEF Schalwandler sind in den frischen Farben Olivgrün, Cobalt Blau, Carbon Schwarz, Mineral Weiß, Lava Rot sowie Soundwave by Terence Conran für einen Paarpreis von 1.399 EUR erhältlich. Die LSX II ist, KEF-typisch, mit einem Uni-Q-Koaxialchassis ausgestattet. Der im Zentrum des Mitteltöners untergebrachte 19 mm Aluminium-Hochtöner ist für eine präzise und brillante Wiedergabe der hohen Frequenzen zuständig. Der 115 mm messende Tief-/Mitteltöner bringt eine Membran aus einer Magnesium-/Aluminium-Legierung mit - diese ist enorm leicht, zugleich steif und hoch belastbar. KEF setzt bei der LSX II auf getrennte Class D-Verstärkerzüge für Hoch- und Mittel-/Tieftonbereich. Für den Hochtonbereich stehen pro Box 30 Watt bereit, für den Tief- und Mitteltonbereich sind es jeweils 70 Watt. Der Frequenzgang (- 3 dB, gemessen bei 85 dB/1m) geht von 54 kHz bis 28 kHz (auch abhängig von den EQ-Einstellungen), der Frequenzgang bei - 6 dB (gemessen bei 85 dB/1m) wird (wiederum auch abhängig von den EQ-Einstellungen) mit 49 Hz bis 47 kHz angegeben. 102 dB (gemessen bei 1 m) werden als maximaler Schalldruckpegel erreicht. Verarbeitungstechnisch präsentiert sich die LSX II von der allerfeinsten Seite. Gerade in der Ausführung "Cobalt Blue" mit champagnerfarbenem Uni-Q-Treiber und champagnerfarbenen Elementen auf der Rückseite erscheint die LSX II als äußerst nobler Aktivlautsprecher. Die Ausstattung der aktiven KEF Lautsprecher ist sehr üppig gestaltet, so finden wir hier Dualband-WLAN (2,4/5GHz), Bluetooth 4.2, Ethernetbuchse, HDMI-ARC, optischer Digitaleingang, USB Typ-C, ein analoger 3,5mm Stereo-Miniklinkenanschluss, sowie ein Subwoofer Pre-Out sind vorhanden. Aber auch Streaming-Optionen fallen umfangreich aus. Apple AirPlay 2, Google Chromecast (Bedienung über die Google Home-App), Roon ready (zur Einbindung in Roon-basierte Systeme), und zudem UPnP-kompatibel. Ebenfalls unterstützt werden Streaming-Dienste wie z.B. Spotify Connect, Tidal Connect, Amazon Music, Qobuz, Deezer, QQ Music via Q Play, Internetradio, Podcast-Funktion. Netzwerk-Streaming funktioniert mit bis zu 384 kHz/32-Bit, der optische Digitaleingang verarbeitet bis zu 96 kHz/24-Bit. USB Typ C eignet sich maximal für Auflösungen bis 96 kHz/24-Bit. Der HDMI-Input nimmt nativ maximal 48 kHz/16-Bit entgegen. Bei einer kabellosen Verbindung sind maximal 48 kHz/24-Bit möglich. Kabelbasiert erhöht sich der Wert auf 96 kHz/24-Bit. In den Klangtestreihen überzeugten die KEF Lautsprecher mit einer sensationellen Räumlichkeit und einer erstklassigen Basskraft. Aber auch das Auflösungsvermögen und die Dynamik sind erstklassig, ebenso die Pegelfestigkeit.

Klipsch The Nines Gruppenbild1

  • Klipsch "The Nines": Abschließen möchten wir unseren Konkurrenzvergleich mit der Klipsch "The Nines". Die aktiven Schallwandler sind in Echtholzfurnier in Walnuss und Esche Schwarz für einen Paarpreis von 1.999 EUR im Handel erhältlich. Um die Aktivlautsprecher mit dem Smartdevice nutzen zu können unterstützen diese Bluetooth 5.0. Ein HDMI-Slot mit ARC für die komfortable Verbindung mit dem Fernseher ist ebenso an Bord und per USB kann direkt ein Computer angeschlossen werden. Hochauflösende Formate werden bis maximal 192 kHz/24-Bit unterstützt. Lediglich die Netzwerkintegration fehlt den US-Amerikanern, auf eine Streaming-Plattform oder die Verwendung der Lautsprecher im Multiroom-Verbund muss man also verzichten. Die Klipsch "The Nines" sind als Master/Slave-Lautsprecher konzipiert. Dies bedeutet, dass der Hauptlautsprecher mit der Verstärkertechnik, dem DSP sowie allen relavanten Anschlüssen ausgestattet ist. Der passive Slavelautsprecher wird mittels Kabelverbindung vom Masterlautsprecher mit den entsprechenden Signalen versorgt. Für die doch eher höhere Preisklasse etwas enttäuschend, viele Konkurrenten bieten in der Liga um 2.000 EUR zwei vollaktive, sehr kraftvolle Boxen mit komplett drahtloser Signalübertragung an. Die Gehäuse der recht voluminösen Regallautsprecher sind aus einer mitteldichten Holzfaserplatte, kurz MDF, hergestellt. Nimmt man die Lautsprecherabdeckung ab, kommt die im unteren Teil sitzende, in einer Art Sprenkeltechnik lackierte, Schallwand zum Vorschein. Die Seitenwangen sowie die Rückseite sind ebenfalls mit Echtholzfurnier beschichtet. Das verwendete Furnier ist in großen Zügen ordentlich aufgebracht. Bei unseren Testkandidaten sind teilweise leichte Spaltmaße bei den Übergangen sichtbar. Die Kantenbereiche sind leicht abgerundet und scharfe Kanten sucht man vergebens. Die Klipsch "The Nines" verfügen für den Hochtonbereich über einen 2,5 cm messenden und belüfteten Titan-LTS-Hochtöner mit Tractrix-Horn. Die Tractrix-Technologie wurde von Klipsch selbst entwickelt und passt die Abstrahlung der höheren Frequenzen optimal an die Größe des jeweiligen Tiefmitteltöners und das Gehäuse an. Zudem verfügen Hochtöner mit Hornvorsatz über einen exzellenten Wirkungsgrad. Bei den Klangtestreihen konnten die Klipsch Speaker uns mit einer detaillierten und feinfühligen Gesamtwiedergabe überzeugen. Verblüfft waren wir von dem sehr präsenten, kräftigen und zugleich auf den Punkt gebrachten Bassbereich. Für das Genre Rock und Heavy Metal sind die Klipsch Lautsprecher der perfekte Partner. Bei anderen Genres fühlten sich die Speaker aber ebenfalls wohl. Nur bei sehr langsamen Titeln empfanden wir den Bassbereich, trotz Absenkung, immer noch zu überladen.

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