XXL-TEST: Teufel Kombo 62 CD - leistungsstarker 2.1-CD-Receiver mit DAB+/FM-Radio, Spotify Connect, Bluetooth sowie CD-Laufwerk

Klangwertung

In diesem Abschnitt unseres Reviews möchten wir nun auf die klanglichen Eigenschaften des Teufel Kombo 62 CD-Receiver genauer eingehen. Nach einigen Hörversuchen haben wir uns für die Canton Vento 90 als passendes Ausgabeorgan entschieden.

Nach den ruhigen Feiertagen und der besinnlichen Zeit im Kreise der Liebsten, beginnen wir unsere Klangwertung etwas explosiver als sonst. Hierfür haben wir uns den Titel "Glitch" von der australischen Metalcore Band Parkway Drive ausgesucht. Der Track startet mit E-Gitarren, die zunächst aus dem Hintergrund agieren und sich dann in den Vordergrund schieben. Diese Effekte werden hervorragend umgesetzt, weil man die Verschiebung des musikalischen Fokus sehr gut heraushören kann. Nur wenige Momente vergehen, bis der Titel dann einen heftigen Dynamiksprung in Form von harten Gitarrenriffs und Drums erlebt, was unserem Kombo 62 anscheinend zu gefallen scheint. Der kompakte CD-Receiver versetzt unsere Canton Vento 90 tatkräftig in Bewegung, was wir in Anbetracht der Preisklasse in diesem Umfang nicht erwartet hätten, schließlich reden wir über einen CD-Receiver für 599 EUR. Selbst bei höheren Lautstärkepegeln werden die Gitarrenriffs kraftvoll und facettenreich dargestellt, ohne dabei zu schrill oder zu aggressiv zu agieren. Als der Frontmann von Parkway Drive, Winston McCall, mit seinem ebenfalls sehr fordernden und vielschichtigen Gesang einsteigt, wird die Stimmfarbe gut auf den Punkt getroffen und die verschiedenen Gesangsarten, die der Künstler beherrscht, werden akkurat umgesetzt. Auch die beiden Tieftöner unser Canton Vento 90 werden vom Teufel Device keinesfalls vernachlässigt. Der harten Punch, den der Titel bereits ab Sekunde 20 besitzt, wird präzise umgesetzt.

Da uns die erste Präsentation des Kombo 62 CD-Receivers so gut gefallen hat, geht es in unserer Klangwertung mit ähnlichem Material weiter. Wir setzen diesmal auf "Whore", von der US-amerikanischen Metalcore-Band In This Moment. Dieser Song beginnt ebenfalls mit E-Gitarren, die der Teufel CD-Receiver glaubwürdig herausarbeitet, indem er ihnen die nötige Portion Nachdruck mit auf den Weg gibt. Als nach wenigen Momenten dann Maria Brink, die Frontfrau der Band, mit ihrer gefühlvollen und gleichzeitig sehr explosiven Gesangspassage loslegt, wird diese differenziert und dynamisch umgesetzt, ohne dabei den instrumentalen Punch zu vernachlässigen. Selbst als Maria zum Growling übergeht (eine spezielle Gesangstechnik in der Metalcore-Szene), gelingt weiterhin ein hervorragendes Zusammenspiel von Differenzierung und kräftigen Bassbereich, ohne dabei an Auflösung zu verlieren. Die gefühlvollen und zerbrechlich wirkenden Vocals, die ebenfalls im Titel vorkommen, werden in sich schlüssig präsentiert - die Qualität kennen wir sonst nur von deutlich teueren Devices. 

Behutsamer und feinfühliger wird es bei unserem nächsten Klangbeispiel. Sehr gerne verwenden wir den Titel "Under Your Scars" von Godsmack, eine Formatioen, die wir in diesem Jahr "live und in Farbe" bewundern dürfen. Das zu Beginn des Track erklingende Klavier, gespielt von Sully Erna, Sänger von Godsmack, und die kurz darauf erklingende Violine, werden präzise und erneut mit erstaunlich viel Gefühl vom Kombo 62 dargeboten. Selbst feine Facetten und Strukturen, die der Titel bietet, z.B. in Ansätzen sogar das Anschlagen der Klaviertasten, können wir wahrnehmen. Als Sully dann mit seiner sehr ausdrucksstarken Stimme, die charismatische "Ecken und Kanten" besitzt, in den Titel einsteigt, kann uns der Kombo 62 ein weiteres Mal vollauf begeistern. Die Vocals können sich überzeugend von unseren Lautsprechern lösen und werden mit klarer Kontur zum Auditorium transportiert. Als der Titel dann etwas an Fahrt aufnimmt und an Effekten zulegt, bleibt eine klare Differenzierung erhalten. Chapeau Lautsprecher Teufel, können wir hier nur aufgrund der gelungenen akustischen Auslegung attestieren.

Jetzt geht es um die Darstellung eines großen Orchesters. Die akustische Qualität bei der Darstellung Junge Cruise-Version des Metallica-Klassikers "Nothing Else Matters" hat uns daher interessiert. Ein beeindruckender Titel, mit vielen Wechsel in der Dynamik, und einer hohen atmosphärischen Dichte. Von feinen Nuancen bis zu massiven Sprüngen in der dynamischen Auslegung des Titels ist hier alles enthalten. Mit viel Gefühl, wie wir es auch aus den anderen Beispielen bereits kennen, meistert der Kombo 62 die ersten Passagen des Titels. Das Gefühl echter Räumlichkeit ist zu jedem Zeitpunkt vorhanden, und die Instrumente beziehungsweise Instrumentengruppen aus dem Orchester sind stets exakt im virtuellen Raum zu orten. Klar, deutlich teurere Devices managen die Dynamikunterschiede mit noch mehr Feingefühl und zugleich mit noch mehr Entschlossenheit, fürs investierte Geld jedoch können wir der Berliner Neuerscheinung ein wirklich gutes Zeugnis ausstellen. Auch bei diesem erneut nicht einfach darzustellenden Stück klingt der Kombo 62 komplett, kultiviert und kraftvoll - hier gibt es daher nichts ernsthaft zu kritisieren.

Wir wechseln erneut das Genre und spielen dem CD-Receiver "Mockingbird" von Tiësto, Dimitri Vegas & Like Mike und Gabry Ponte zu. Der Titel startet mit dem elektronisch erzeugten Klang einer Spottdrossel. Dieser Effekt wird stimmig und auch bei hohem Pegel klar von unserem Testsample präsentiert. Nach wenigen Momenten steigt die elektronisch verzerrte Frauenstimme in den sehr dynamischen Titel mit ein, die akkurat und mit klarer Kontur dargestellt wird. Die darauffolgenden harten Bässe sowie die Synthesizer-Effekte, gepaart mit vokalen Elementen, werden kraftvoll, präzise und sehr dynamisch umgesetzt. Erstaunlich ist ebenfalls, welcher Maximalpegel mit dem Teufel Kombo 62 CD-Receiver möglich ist. Selbst bei höheren Pegeln können wir fast kein Clipping feststellen.

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Und weil es so gut funktioniert, legen wir auch hier nach, mit der DJ Klaas-Coverversion des Klassikers "Such A Shame". Ein weiteres Mal sind Kraft, Nachdruck und eine nachvollziehbare Differenzierung vokaler sowie instrumentaler Ebenen gefragt. Wir notieren wieder eine tadellose Impulstreue, und der Bass ist hart sowie straff. Die Nachdrücklichkeit, die von den Class D-Endstufen auf souveräne Art und Weise erzeugt wird, lässt tatsächlich bei keinem unserer angehörten Tracks zu Wünschen übrig. Hier gibt es manche teurere Stereo-Vollverstärker, die dem Kombo 62 nicht das Wasser reichen können. Das gilt auch für die sehr gut abgestimmte tonale Auslegung, immer natürlich und klar, aber nie zu schrill oder metaillisch. 

Konkurrenzvergleich

Denon Ceol N12dab Rcd N12dab Frontansicht2

  • Denon CEOL RCD-N12DAB: Wir beginnen unseren Konkurrenzvergleich mit der Denon CEOL RCD-N12DAB Komplettlösung. Diese ist, in einer schwarzen oder weißen Farbvariante, für derzeit 499,99 EUR im Handel erhältlich. Neben einem klassischen CD-Laufwerk sowie einem FM/DAB+ Tuner verfügt das Multitalent über ein HEOS Built-in Streaming-/Multiroom-Modul. Durch die Integration der HEOS Technologie kann man seine Lieblingstitel beispielsweise von Spotify, Amazon Music, Napster, Soundcloud sowie Tidal auf der CEOL abspielen. Auch kann man Dateien aus dem Netzwerk streamen, und durch TuneIn werden Tausende von Internet-Radiosendern zugänglich. Zudem ist es möglich, die Denon CEOL N12DAB in ein vorhandenes HEOS-Multiroom Setup zu integrieren. Für eine komfortable Einbindung eines TVs steht der CEOL ein HDMI- Anschluss inklusive ARC Unterstützung zur Verfügung. Für die Verwendung eines externen Subwoofer, stehen die Audio Out Buchsen auf der Rückseite zur Verfügung. Die RCD-N12DAB unterstützt die Sprachassistenten Amazon Alexa, Google Assistant und Apple Siri. AirPlay2 sowie Bluetooth stehen ebenfalls auf der sehr umfangreichen Ausstattungsliste des Denon Device. In unseren Klangtestreihen präsentierte die Denon CEOL einen facettenreichen und klaren Klang. Durch die "Super Dynamic Bass" Funktion lieferte die CEOL einen dynamischen Bassbereich der gerade für kleinere Räume bestens geeignet ist. Verglichen mit dem Kombo 62 bietet Denons CEOL-Lösung die umfangreicheren Streaming-Optionen und die besonders feine Optik. Was Pegelfestigkeit und Nachdrücklichkeit beim Klang angeht, ebenso das vorhandene Maß an Räumlochkeit, kann Teufels Kombo 62 vorbeiziehen. 

Technics Sa C600 Front Seitlich

  • Technics SA-C600: Weiter geht unser Konkurrenzvergleich mit einem Device der Kultmarke Technics. Wir haben uns für den SA-C600 entschieden, welcher in silber, schwarz oder weiß für 999 EUR im Fachhandel erhältlich ist. Der SA-C600  setzt auf einen volldigitalen Verstärker und auch die JENO Engine (Jitter Elimination and Noise-Shaping Optimisation) ist mit an Bord. Weiterhin ist die Stromversorgung für die Verstärkerschaltung und für für den "Rest der Kompanie" (CD-Player etc.) getrennt ausgeführt. Überdies besitzt die Taktgeberschaltung im Geräteinneren eine besonders hochwertige Stromversorgung: Sie ist mit der selben Rauschunterdrückungsschaltung versehen, die auch im Plattenspieler-Spitzenmodell von Technics, dem SL-1000R, Verwendung findet. Ihren Weg in den SA-C600 fand auch eine Phonovorstufe für Moving Magnet (MM) Tonabnehmer-Systeme. Weiterhin ist der CD-Netzwerk-Receiver mit Technics Space Tune ausgestattet. Mittels dieser Funktion wird eine akustische Abstimmung auf den Aufstellungsort und den Aufstellungsraum ermöglicht. Ob das Device frei im Raum, wandnah, nahe einer Raumecke oder in einem Regal aufgestellt wird, kann hier entsprechend berücksichtigt werden. Die Einmessung mittels Space Tune ist in die Technics Audio Center App integriert. Neben gängigen Low- und Hi-Res-Formaten unterstützt der SA-C600 auch MQA, was die Flexibilität deutlich erhöht. Bei unseren Testreihen mit TIDAL-Titeln im MQA-Format wurden diese sofort erkannt und entsprechend wiedergegeben. Weiterhin ist das flexible Device auch kompatibel zu Spotify Connect, Apple AirPlay 2 und Google Chromecast. Dies ermöglicht eine Integration in Google Home-basierte Multiroom-Netzwerken. Neben der Kompatibilität zu zahlreichen Musikdiensten wie TIDAL oder Amazon Music ist auch eine Internet Radio-Plattform integriert. Das eingebaute WLAN-Modul ist in Dualband-Bauweise ausgeführt (2,4/5 GHz). Für die schnelle kabellose Einbindung von Smartdevices steht darüber hinaus Bluetooth zur Verfügung. Ein klassisches CD-Laufwerk sowie ein DAB+/FM-Tuner sind ebenfalls an Board. Insgesamt treffen hier viel Hightech auf ein pralles Ausstattungspaket und eine interessante Optik. Klanglich heftet sich der viel günstigere Kombo 62 entschlossen an die Fersen des SA-C600 und kann bei der Pegelfestigkeit und der maximalen Dynamik sogar "den Blinker setzen" und knapp vorbeiziehen. 

Marantz Model M1 Frontansicht2

  • Marantz Model M1: Abschließen möchten wir unseren Konkurrenzvergleich mit den Marantz Model M1. Der ultrakompakte, elegant gehaltene, aber leider Display-lose Streaming-Stereoverstärker ist ausschließlich in der von uns getesteten schwarz/matten Farbvariante für eine unverbindliche Preisempfehlung von 1.000 EUR im Handel erhältlich. An Leistung stellt der Marantz M1 recht kräftige 100 Watt pro Kanal bereit, geliefert von einem "digitalen Hi-Res-Verstärker". Der Model M1 verfügt über ein HEOS Built-in Streaming-/Multiroom-Modul. Es ermöglicht die Nutzung von Spotify, Amazon Music, Deezer, Soundcloud, Tidal sowie MOOD:MIX. Ebenfalls lassen sich Dateien aus dem Netzwerk streamen, und durch TuneIn werden Tausende von Internet-Radiosendern zugänglich. Zudem ist es möglich, den Marantz Model M1 in ein vorhandenes HEOS-Multiroom Setup zu integrieren. Mit an Bord sind ein Dolby Digital Decoder, ein HDMI eARC-Terminal für die komfortable Einbindung eines TVs sowie ein Subwoofer Pre-Out, sodass man sich ein klangstarkes 2.1 Layout erstellen kann. Damit die Akustik immer stimmt, integrieren die Japaner, die stets für viele hauseigene Technologien bekannt sind, das Marantz Musical Digital Filtering (MMDF). Hierbei handelt es sich um eine ausgefeilte digitale Filtertechnologie, die den Klang besonders authentisch und facettenreich machen soll. Klanglich weiß der M1 absolut zu überzeugen. Er bietet erstaunliche Kraftreserven, agiert zudem dynamisch und mit räumlich dichter akustischer Darbietung. Im Reigen der kompakten Streaming-Amps ist er eine Bereicherung, trifft allerdings auch auf harte Konkurrenz. Ein CD-Laufwerk sowie ein DAB+ Tuner sind allerdings nicht an Bord. Fazit: Der M1 ist teuer, aber richtig gut. Der Kombo 62 trumpft mit kaum schlechterer Klangqualität, einem zusätzlichen CD-Laufwerk und einem stark nachgefragten DAB-Tuner auf. Dafür hat er weniger Streaming-Optionen. Zu seinem Preis, das verdeutlicht aber auch dieser Vergleich, ist der Kombo 62 derzeit kaum zu schlagen.

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