Werbung - Für Käufe bei Amazon.de, Media Markt, SATURN, JPC, Disney+, Sky & Apple iTunes erhalten wir Provisionen über Affilliate-Links. Preise & Verfügbarkeit unter Vorbehalt.

XXL-TEST: Panasonic True Wireless In-Ear-Kopfhörer RZ-S300W - erstklassiger Gegenwert zum günstigen Marktpreis

Nachdem wir Panasonics ersten True Wireless In-Ear mit Noise Cancelling, den RZ-S500W, schon in einem XXL-Test genauer betrachtet haben, möchten wir uns in diesem Test den kleineren Bruder, den RZ-S300W genauer ansehen, dieser besitzt allerdings kein aktives Noise Cancelling. Wie sein großer Bruder auch, bringt der RZ-S300W eine IPX4 Zertifizierung mit, die ihn damit unempfindlich gegen allseitiges Spritzwasser macht. Somit sollte ein Spaziergang bei Schneefall oder Regen kein Problem für den Panasonic Kandidaten sein. Wichtig hier ist aber, dass das Ladecase nicht diese Zertifizierung besitzt, sondern nur die Earbuds. Praktisch: Durch eine Schnellladefunktion reichen 15 Minuten Ladezeit für ca. 90 Minuten Musikwiedergabe.

Mit rund 7,5 Stunden Akkulaufzeit setzt der RZ-S300 W sogar noch eine Schippe drauf (klar, die ANC-Funktion, die ebenfalls Strom kostet, fehlt hier) und mit vollgeladenen Ladecase sind Wiedergabezeiten von bis zu 22,5 Stunden möglich. Das heißt für den Nutzer, dass das Case genügend Saft hat um die In-Ears bis zu dreimal vollständig zu laden. Zum Vergleich, die Apple Air Pods 2 schaffen nur 5 Stunden und mit Ladecase 24 Stunden. Damit der Nutzer auch beim Musikhören flexibel bleibt, kann die Entfernung zum Smartphone bis zu 10 Meter betragen. Natürlich haben wir dies getestet und konnten uns sogar weiter vom Smartphone entfernen, ohne das die Verbindung verloren ging. Selbst ein Verlassen des Hauses ohne Smartphone ging bis zu 12-13 Metern problemlos. 

Der Panasonic RZ-S300W kostet derzeit laut unverbindlicher Preisempfehlung 119,99 EUR und ist in schwarzer, weißer oder auch mintfarbener Ausführung verfügbar. Bei amazon sind die In-Ears aber schon für schmale 89 EUR erhältlich. Auch hier wieder zum Vergleich, die Air Pods 2 von Apple schlagen derzeit mit rund 130 EUR zu Buche (Variante ohne die Mölglichkeit, im Case drahtlos zu laden). Preislich sind die Panasonic In-Ears definitiv fair kalkuliert, ob sie unseren Erwartungen in Sachen Klangqualität auch entsprechen, dazu gerne später mehr. 

Die In-Ears beim Ladevorgang im Case

Die sechs Hochleistungs-MEMS-Mikrofone wurden so positioniert, dass störende Windgeräusche der Vergangenheit angehören sollen. Rund um den Berührungssensor ist die Antenne angebracht, was eine verbesserte und stabilere Verbindung mit sich bringen soll. Über das berührungsempfindliche Bedienfeld des RZ-S300W lassen sich die im Smartphone integrierten Sprachassistenten wie Siri, Google Assistant und Amazon Alexa aktivieren.

Die vier verschiedenen Größen der Ohraufsätze

Damit ein In-Ear-Hörer auch vernünftig klingt, muss er angenehm und zugleich fest im Gehörgang sitzen. Auch hier baut Panasonic vor und liefert Ohreneinsätze in den Größen XS, S, M und L mit. Somit sollte für jeden Gehörgang der richtige Einsatz gefunden werden.

Ladecase geöffnet mit In-Ears

Im Lieferumfang befindet sich ein Ladecase, das aus Kunststoff besteht und in der selben Farbgebung gehalten ist wie die Earbuds. Auf der Oberseite des Case ist ein Panasonic Logo eingelassen. Außerdem ist ein USB-Kabel im Lieferumfang enthalten, um das Case zu laden. Ein Ladegerät, wie meist üblich, sucht man vergeblich.

Ladekontakte im Case

Wie schon erwähnt, ist das mitgelieferte Ladecase in den Farben der In-Ears gehalten und ist somit in schwarzem, weißen oder auch mintfarbenen Kunststoff gehalten. Von der Qualitätsanmutung macht es einen soliden Eindruck und kann durch seine geringen Abmessungen problemlos in der Jacken- oder auch Hosentasche verstaut werden. Öffnet man das Case und entnimmt die In-Ears, fällt der Blick gleich auf die Ladekontakte, mit der die In-Ears aufgeladen werden. Zusätzlich sind Magnete verbaut, damit die Earbuds beim Ladevorgang auch richtig sitzen. An vorderen Rand informieren drei LEDs über den Ladezustand des Cases. Den Klappmechanismus möchten wir aber etwas kritisieren. Dieser ist nicht aus Metall, sondern nur aus Kunststoff gefertigt. Gerade bei unachtsamen Zeitgenossen und intensivem Gebrauch könnte sich hier schneller als gewünscht der Verschleiß breit machen. Um den Ladezustand der In-Ears zu kontrollieren, wird die Panasonic Audio App benötigt, dazu möchten wir aber später im Test natürlich noch genauer eingehen. Betrachtet man die Rückseite des Ladecases, fällt der Blick sofort auf den USB-C Anschluss, mit dem das Case mittels Kabel aufgeladen werden kann. Die Ladedauer des Cases mit Kopfhörer beträgt ca. vier Stunden. Zu lang - unserer Meinung nach.

Rückseite des Case mit USB-C Anschluss für das Aufladen

Case im geschlossenen Zustand

Oberseite der In-Ears, auf der sich der Berührungssensor befindet

Anzeige

Auf der Oberseite der In-Ear Kopfhörer befinden sich die Berührungssensoren, mit denen sich die In-Ears steuern lassen. Welchen Funktionen durch Berührung der Sensoren möglich ist, möchten wir in diesem Punkt etwas genauer erläutern.
Wir starten mit dem Berührungssensor vom linken In-Ear. Bei einmaligen Berühren wird die Wiedergabe gestartet bzw. pausiert. Durch dreimaliges und schnelles Berühren wird die Lautstärke erhöht und bei zweimaligen schnellen Berühren die Lautstärke verringert. Sollte ein Anruf eingehen, so kann mittels einmaligen Tippen der Anruf angenommen werden. Möchte man den Anruf ablehnen oder ein Telefongespräch beenden, muss der In-Ear zwei Sekunden berührt werden. Um den Sprachassistenten zu starten, muss der Bewegungssensor zwei Sekunden lang betätigt werden. Damit auch Gleichberechtigung munter den In-Ears herrscht, darf der rechte In-Ear auch ein paar Funktionen übernehmen. So wird durch zweimaliges schnelles Berühren zum nächsten Titel gesprungen, möchte man den vorherigen Titel wieder hören, reicht ein dreimaliges und schnelles Betätigen aus. Die Anruffunktionen sind links und rechts der Kopfhörer identisch. 

In-Ear in der Seitenansicht

Einrichtung und App

In diesem Abschnitt möchten wir uns die Panasonic Audio Connect App etwas genauer ansehen, mit der wir auch die Erstkonfiguration vorgenommen haben. Diese ist natürlich für iOS und Android erhältlich.

Nach dem Download und dem Starten der App fordert uns diese auf, Bluetooth auf unserem Smart-Device zu aktivieren

Die In-Ears müssen, wenn nicht automatisch erfolgt, in den Kopplungsmodus versetzt werden.

So können die In-Ears in den Kopplungsmodus versetzt werden

Nun werden wir aufgefordert, im Bluetooth Menü unseres Smart-Device die Panasonic RZ-S300W auszuwählen

Nach dem wir dies getan haben, kann ausgewählt werden, ob die "Finden"-Funktion verwendet werden soll

Nun startet die eigentliche Ersteinrichtung der Kopfhörer

In diesen Punkt können die True Wireless Hörer umbenannt werden

Und in diesem Abschnitt die Gehäusefarbe ausgewählt werden

Einstellungen für die automatische Abschaltung

Sprachauswahl der Anweisungen

Unsere Testkandidaten in der Übersicht

Die Umgebungsgeräusche können in diesem Punkt ausgeblendet werden

Auch über eine Klangregelung verfügen die RZ-S300W

Bei der Klangregelung kann der Benutzer zwischen den Klangmodis "Bassoptimiert", "Klare Sprachverständlichkeit", "Equalizer" (grafischer EQ für eigene Justagen) sowie "Aus" wählen. Beim Punkt "Equalizer" können eigene Einstellungen vorgenommen werden.

Klangmodi "Equalizer" in der Detailansicht mit den verschiedenen Bändern des grafischen EQs

Übersicht der Einstellungen

Hier kann der favorisierte Sprachassistent ausgewählt werden

Möglichkeit, ein Firmware-Update durchzuführen

Ebenfalls in der App sichtbar, ob ein Firmware Update für die True Wireless Kopfhörer verfügbar ist. Bei unserem Testgerät ist dies der Fall und nach starten der Aktualisierung sind die Kopfhörer nach 10 Minuten wieder betriebsbereit. Natürlich spielt hierbei die Größe des Updates eine Rolle.

Die Ersteinrichtung funktionierte bei unserem Testgerät wieder tadellos und die App macht einen sehr guten Eindruck. Sie wirkt dabei sehr frisch und aufgeräumt.

Klang

Da auch die RZ-S300W ebenfalls eine Freisprecheinrichtung verfügen, möchten wir diese natürlich ebenfalls testen. Nachdem wir mehrere Telefonate geführt haben, müssen wir feststellen, dass die Freisprecheinrichtung leichte Schwächen aufweist. Der Angerufene hört einen leichten Hall seiner eigenen Stimme beim Telefonat und der Anrufer empfindet die Stimmfarbe des Angerufenen etwas zu hoch.

Nun werden wir uns den Klangeigenschaften widmen. Die RZ-S300W verfügen über 6 mm große Neodym Treiber und bieten unterschiedliche Klangprogramme. Wie eingangs erwähnt, kann der Nutzer zwischen "Klare Verständlichkeit", "Bassoptimiert" sowie einen Equalizer auswählen, bei dem eigene Einstellungen vorgenommen werden können.

Wir wählen die Klangkurve "Bassoptimiert" aus und lassen uns von den Panasonic In-Ears den Titel "Paradise" von Meduza feat. Dermot Kennedy wiedergeben. Der Track starten mit Gesang, und die Stimmwiedergabe gefällt uns auf Anhieb: Sehr  natürlich und auch mit einem gewissen Fundament, was bei manch anderen Kopfhörer gerne mal nicht so sauber abgezeichnet wird. Auch als der Titel nach einiger Zeit schneller wird, gefallen uns die True Wireless Ohrhörer sehr gut: Die Gesamtdynamik wird stets impulstreu dargestellt. Auch die Basswiedergabe kann hier punkten, auch wenn sie etwas strukturierter sein könnte.

Weiter geht mit dem Künstler Ed Sheeran und wir starten die Wiedergabe von "Afterglow". Der sehr langsame und gefühlvolle Song, der von Eds Akustikgitarre begleitet wird, wird von den RZ-S300W mit überraschender Klarheit und Detailtreue wiedergegeben. Die Stimme Eds wird zu keinem Zeitpunkt spitz wiedergegeben, trotz der nicht ganz einfach zu handhabenden Stimmfarbe. Auch die Gitarre wird authentisch präsentiert. Ein sehr schönes Bühnenbild wird uns ebenfalls geboten, sodass wir erstaunt sind: Für Marktpreise unter 90 EUR bekommt man mit dem RZ-S300W einen richtig talentierten True Wireless In-Ear-Kopfhörer.

Nun geben wir aber etwas Gas und füttern die RZ-S300W mit einem etwas schnelleren Titel. Wir lassen und nun den Titel "For Whom The Bell Tolls" von Metallica wiedergeben. Auch hier dürfen wir verkünden, dass die TWS-Hörer für ihre Preisklasse richtig gut klingen Die spezielle Stimmfarbe von James Hetfield wird erstaunlich charismatisch wiedergegeben. Auch die unterschiedlichen Instrumente sind differenziert wahrnehmbar.  Die instrumentalen werden sauber von den vokalen Elementen getrennt, sodass wir sagen können: Auch, wenn man durchaus gewisse Ansprüche hinsichtlich Präzision und Klarheit bei der Wiedergabe hat, ist man mit den RZ-S300W sehr gut bedient. 

Abschließen möchten wir unsere Klangtestreihen mit dem Song "Radio Orchid" von Fury In The Slaughterhouse. Auch bei diesem Titel punkten die RZ-S300W wieder mit einer ausgezeichneten Stimmwiedergabe. Auch die Tiefenstaffelung ist angesichts des Kaufpreises, als sehr gut zu bezeichnen.

Konkurrenzvergleich

Cambridge Audio Melomania 1: Für unter 80 EUR sind die Cambridge Audio Melomania 1 laut aktuellen Marktpreisen erhältlich. Der brandneue Melomania Touch (mit App-Steuerung und Touch-Bedienung an den Ohrstöpseln außen) ist deutlich teurer und liegt bei knapp 140 EUR. Pluspunkt des hier zum Vergleich herangezogenen Melomania 1 ist die mit neun Stunden sehr großzügig bemessene Wiedergabe mit nur einer Ladung. Die verarbeitung ist prima, das Case sehr kompakt. Akustisch gefallen die Melomania 1 mit dem harmonischen, kräftigen Klang. Die gebotene Auflösung und die gesamte Staffelung des Klangbildes sind beim RZ-S300W besser.

Appie AirPods 2: Rund 130 EUR kosten die ehemals 180 EUR teuren AirPods 2 noch. Dafür gibt es nach wie vor einen soliden, kräftigen Klang und ein vorbildlich einfaches Handling. Auch die Betriebssicherheit liegt hoch. Defizite: Die AirPods 2 passen oder eben nicht. Aufgrund der Bauweise gibt es keine austauschbaren Ohrpassstücke. Zweiter Nachteil ist die Akkulaufzeit von durchschnittlichen 5 Stunden pro Ladung. 

Rund 76 EUR kosten die JBL Tune 225 TWS (UVP waren 129 EUR). Prima verarbeitet und gut aussehend, lassen sie es etwas an maximal möglichem Pegel fehlen. Der Klang ist recht ausgewogen, allerdings fehlt es etwas an Feinschliff im Detail.

Fazit

Für derzeit rund 88 EUR sind die Panasonic RZ-S300W eine attraktive Alternative zu dem Apple Airpods, die aktuell mit etwa 129 EUR zu Buche schlagen. Die Panasonic Hörer überzeugen mit einer guten Verarbeitungsqualität, auch wenn das Ladecase nur mit einem Kunststoff-Klappmechanismus ausgestattet ist. Die Akkulaufzeit kann sich bei unserem Testgerät auch sehen lassen. Nur die Ladedauer von Case inklusive Kopfhörer empfinden wir mit 4 Stunden als etwas lang. Die Ersteinrichtung und Nutzung der App zeigte sich in unserem Fall auch störungsfrei und die App gefällt durch ihr frisches Design und ihrer Einfachheit. Klanglich gefallen uns die RZ-S300W ebenfalls sehr gut. Bei der Auslegung wurde hier anscheinend großer Augenmerk auf die Stimmwiedergabe gelegt. Die Hörer klingen lebendig und auch die Basswiedergabe konnte hier punkten. Einen kleinen Kritikpunkt haben wir aber noch, da wir uns doch etwas mehr Maximalpegel wünschen würden.

Hervorragende Stimmwiedergabe gepaart mit einem günstigen Marktpreis und einer perfekt funktionierenden App, das ist der Panasonic RZ-S300W
True Wireless In-Ear-Kopfhörer bis 150 EUR
Test 18. Januar 2021

 

Test und Bilder: Sven Wunderlich
Redaktion: Carsten Rampacher
Datum: 18. Januar 2021

Anzeige
Tags:

Anzeige

Alle aktuellen Tests auf AREA DVD
  ZURÜCK