TEST: JBL TUNE 225TWS - In-Ear Kopfhörer mit JBL Pure Bass Sound

Unser nächster Test beschäftigt sich mit dem In-Ear Kopfhörer TUNE 225TWS aus dem Hause JBL. Der TUNE 225TWS ist in den Farben silber, weiß, schwarz, pink oder gold für 129 EUR erhältlich und ist unserer Meinung nach optisch etwas an die Apple Airpods angelehnt.

Beim JBL Ohrhörer handelt es sich um einen True Wireless Kopfhörer, der komplett ohne störende Kabel auskommt. Sind der Akku und das Case des In-Ears Hörers voll geladen, ist eine kombinierte Wiedergabezeit von bis zu 25 Stunden möglich. Eine Akkuladung in den beiden Ohrstöpseln reicht für 5 Stunden Musikwiedergabe. Ist der Akku auch im Case trotzdem mal leer, ist er innerhalb von zwei Stunden wieder voll geladen.

Dank der "Dual Connect" Funktion müssen nicht zwingend beide In-Ears verwendet werden. Somit kann man z.B. beim Sport auch nur ein Ohrhörer einsetzen. Was auch geht: Einen Ohrstöpsel laden, den anderen zur gleichen Zeit verwenden. Die JBL TUNE 225TWS arbeiten nach dem Bluetooth 5.0 Protokoll.

Dank "Fast Pair" von Google verbindet sich der Tune 225TWS mit Android-basierten Smartdevice im selben Moment, in dem der Kopfhörer aus der Verpackung genommen wird - verspricht JBL. Selbstverständlich verfügt der JBL Hörer über eine integrierte Freisprecheinrichtung. 

In-Ears beim Ladevorgang im Case

Ladecase

Wie eingangs erwähnt, verfügen die JBL Tune 225TWS über ein mitgeliefertes Ladecase, das laut JBL von der Form her an einen Flussstein erinnern soll. Es ist in schlichtem, im Falle unseres Testsamples schwarzem Kunststoff gehalten. An der Front des Case ist ein JBL Logo angebracht. Der Klappmechanismus des Case ist sehr knackig gestaltet, und das Scharnier ist in Metall ausgeführt. Ist das Case aufgeklappt, bekommt der Nutzer Sicht auf die drei LEDs, die über den Ladezustand der True Wireless In-Ears informieren. Auf der Innenseite finden sich zusätzlich noch farbige Markierungen, um den richtigen Ladeschacht für den linken und rechten Ohrhörer auf Anhieb zu finden. Das Case macht einen ordentlichen, wenn auch nicht überdurchschnittlich hochwertigen Eindruck. 

Anschluss fürs Ladekabel

Im Lieferumfang enthaltenes Ladekabel

Ladekontakt an den In-Ears

Mikrofone

Im Bild zu sehen sind die Mikrofone für die Sprachsteuerung mit SIRI oder Google Assistant. In den Ohrstöpseln sind zusätzlich noch kleine LEDs untergebracht, die über den Betriebszustand der beiden In-Ears informieren. Leuchtet die weiße LED, heißt dies für den Anwender, die In-Ears sind betriebsbereit. Ein blaues Blinken signalisiert, dass eine Bluetooth Verbindung gesucht wird. Ein durchgehend blaues Licht bedeutet, dass die TUNE 225TWS mit dem Smartdevice verbunden sind.

Die Rückseiten der beiden In-Ear Ohrhörer

Auf den beiden Außenseiten in oberen Teil der In-Ears befinden sich die Bedienelemente. Um die Ohrhörer einzuschalten und sie per Bluetooth zu verbinden, muss der Taster (nicht berührungssensitiv) am rechten Ohrhörer fünf Sekunden lang betätigt werden. Um die beiden Ohrhörer untereinander zu koppeln, müssen die beiden Taster links und rechts drei Sekunden lang gedrückt werden. Sind die beiden Ohrhörer in der Wiedergabe aktiv, so erfüllen die beiden Bedienelemente neue Aufgaben. Bei einer kurzen Berührung des linken Ohrhörers wird während der Musikwiedergabe einen Titel weitergesprungen, tippt man zweimal, erfolgt die Wiedergabe des vorherigen Songs. Sollte bei der Musikwiedergabe ein Anruf eingehen, kann er mit einmaligen Antippen angenommen bzw. beendet werden. Ein dreimaliges Antippen aktiviert bzw. deaktiviert die Mikrofone für die Sprachsteuerung. Auch der rechte Ohrhörer kommt nicht zu kurz und so muss er folgende Aufgaben übernehmen. Betätigt man den Taster am rechten Ohrhörer zweimal, startet man SIRI bzw. den Google Assistant. Durch einmaliges Betätigen wird die Wiedergabe pausiert. 

Rechter In-Ear Frontansicht 

Im Vergleich links Apple Airpods, rechts JBL Tune225TWS

Eine zusätzliche App für die Verwendung der JBL TUNE 225TWS wird nicht explizit benötigt. 

Klang

Widmen wir uns nun den Klangeigenschaften der JBL TUNE 225TWS. JBL spricht hier von einem kräftigen "Pure Bass Sound", ob dem tatsächlich so ist, werden wir gleich feststellen.

Wir starten die Klangtestreihen mit "Radio Orchid" von Fury In The Slaughterhouse. Der ruhige und vom Text her eher gefühlvolle Song wird von den JBL TUNE225TWS ordentlich wiedergeben. Die Stimmwiedergabe ist gut, wenn auch der Hochtonbereich etwas zu spitz ausgelegt ist. Leider fehlt uns bei der Wiedergabe etwas der Mitteltonbereich, die Mitten erscheinen etwas zurückversetzt. Der Bassbereich ist ordentlich, lediglich ganz unten fehlt es an Volumen und Substanz.

Wir wechseln das Genre für den nächsten Titel und lassen uns jetzt den Titel "Signed Up" von K'eyla wiedergeben. Auch hier gefällt uns der Gesang der Künstlerin gut, auch wenn er vom Hochtonbereich her erneut etwas zu prägnant ist, was man insbesondere dann merkt, wenn der Pegel etwas höher liegt. Etwas höher meint schon beinahe, dass der maximale Pegel erreicht ist - die Lautstärke, die als Maximum möglich ist, bewerten wir mit befriedigend: Wir vermissen hier etwas Leistung in Form von höheren Pegeln.

Als nächstes darf sich Corey Taylor mit Slipknot ans Werk. Wir spielen den Titel "Snuff" zu. Hier gefällt uns die Stimmwiedergabe erneut recht gut. Stimmen gibt der JBL mit guter Struktur und einer ordentlichen Trennung von den anderen Klanganteilen wieder. Der Song ertönt insgesamt gefällt, allerdings fehlt es ganz unten im Bassbereich etwas. Die Mitten an sich sind tonal glaubwürdig ausgelegt - aber unserer Meinung nach etwas zu weit nach hinten versetzt. 

Nun gehen mit einem etwas schnelleren Stück ins Rennen. Wir spielen den JBL In-Ear Kopfhörern "Wild Child" von W.A.S.P zu. Da der Sänger von W.A.S.P auch eine sehr spezielle Stimme hat, möchten wir gern wissen, wie sich die JBL In-Ears hier schlagen. Auch hier gefällt uns die Stimmwiedergabe sehr gut und klingt keineswegs zu schrill oder zu spitz. Somit kann man den Song auf insgesamt ordentlichem Niveau hören, aber dass der maximale Pegel nicht eben hoch ist, wird auch hier wieder deutlich. 

Insgesamt ergibt sich folgendes Bild: Prima ist es um die Stimmwiedergabe des JBL TUNE 225TWS bestellt. Er trennt vokale Anteile sauber von den instrumentalen und schafft es zudem, den Stimmen, ganz gleich, ob männlich oder weiblich, einiges an Charisma zu verpassen. Leider ergibt sich nur das Problem, dass die Mitten unserer Meinung nach etwas zurückgenommen wurden. Zugleich erscheint der Hochtonbereich etwas zu prägnant. Die Auflösung ist zwar recht erfreulich, aber wir würden uns etwas mehr "Zurückhaltung" wünschen. Was die Basswiedergabe anbetrifft: Ein enormer Tiefgang ist nicht die große Stärke des JBL. Bässe ab ca. 100 Hz kommen gut und recht kraftvoll heraus. Die eingebaute Freisprecheinrichtung ist ordentlich, der Gesprächspartner wird gut verstanden, und es existiert nur wenig Rauschen. Insgesamt eine solide Performance. 

Konkurrenzvergleich

  • Apple Airpods2 : Für rund 111 EUR Marktpreis sind derzeit die Apple Airpods erhältlich. Dafür erhält der Käufer einen schinken In-Ear geliefert, der sehr gut im Ohr sitzt. Das Ladecase macht beim Original von Apple auch einen ausgezeichneten Eindruck. Die Sprachsteuerung mittels SIRI klappte im Test problemlos. Klanglich müssen sich die Airpods keinesfalls von den JBL TUNE 225TWS verstecken. Die Apple In-Ears haben deutlich mehr Pegelfestigkeit. Auch der Tief- und Mitteltonbereich gibt bei den AirPods keinen Anlass zur Klage, da er insgesamt recht homogen und ausgewogen wird. Die Höhen lösen nicht sonderlich gut auf, sind aber harmonisch - zu harsch werden die AirPods 2 nie. 

  • Wharfedale WPods: Die WPods kommen auf 99 EUR und verfügen ebenfalls über Bluetooth 5.0. Akustisch sind die WPdos auf Neutralität ausgelegt. Massive Basswiedergabe oder eine enorme Wucht bei der Wiedergabe sind den gut verarbeiteten WPods eher fremd. Sie eignen sich prima für differenzierte Musik, sehr kraftvolle Tracks sind dagegen nicht die Domäne. 

Fazit

Für 129 EUR erhält der Käufer gut verarbeitete In-Ear Kopfhörer, die in verschiedenen Farben verfügbar sind. Das mitgelieferte Case, mit dem die Ohrhörer geladen werden können, sieht gut aus und entspricht, was das Finish angeht, dem Standard der Klasse. Sollte aber auch dem Ladecase mal der "Saft" ausgehen, wird nur ein Ladekabel mitgeliefert, wie leider oft üblich, fehlt ein Netzteil. Beim Case gibt es noch positiv zu berichten, dass es über einen Klappmechanismus aus Metall verfügt. Die Bedienelemente reagieren, wenn man die Taster richtig erwischt, insgesamt  gut. Berührungssensoren würden uns allerdings besser gefallen, da jede feste Berührung die In-Ears im Ohr wackeln lassen und gegebenenfalls die Position verändern. Klanglich erzielen die JBL TUNE 225TWS ordentliche Ergebnisse. Die Stimmwiedergabe von männlichen und weiblichen Stimmen ist prima, auch die Trennung von Stimmen und Instrumenten. Der Bassbereich hat durchaus ein gutes Volumen, aber untenherum fehlt es an Tiefgang. Damit ist der JBL allerdings nicht allein, das passiert zahlreichen Konkurrenten ebenfalls. Die Mitten haben eine tadellose Struktur, sind aber unserer Meinung nach etwas nach hinten versetzt, es fehlt manchmal etwas an Prägnanz. Davon haben die Höhen genug. Sie lösen auch überraschend gut auf, allerdings wirkt die Hochtonwiedergabe stellenweise etwas spitz. Was den maximal möglichen Pegel angeht: Dieser könnte höher liegen. 

Schicker Kopfhörer mit sauberer Verarbeitung und guter Stimmwiedergabe

In-Ears bis 150 EUR
Test 12. Oktober 2020

 

Test und Bilder: Sven Wunderlich
Datum: 12. Oktober 2020 

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