XXL-TEST: Hisense C1 - Visuell starker Mini-Projektor mit RGB-Laser und Plug&Play-Betrieb?
Aufstellung und Inbetriebnahme

Ein wenig Spielraum ermöglichen die kleinen geschraubten Standfüßchen
Man kann den Hisense C1 vollständig manuell auf die gewünschte Projektionsfläche ausrichten und fokussieren. Im Sinne des einfachen Handlings bringt der Projektor aber auch eine Automatische Fokusfunktion mit und auch eine automatische Trapezkorrektur ist integriert. Im Idealfall sollte man auf Letzteres jedoch verzichten und den C1 lieber gleich richtig positionieren, so dass keine derartige Korrektur, die stets mit einem Qualitätsverlust einhergeht, notwendig ist.
Die Positionierung ist so gesehen auch der Kernpunkt der gesamten Installation und Inbetriebnahme, denn die Wahl des Aufstellungsortes bestimmt die weiteren Bildparameter. Der Hisense C1 verfügt nämlich weder über einen integrierten Lens Shift noch über eine optische Zoom-Funktion. Heißt konkret, dass der Abstand zur Leinwand bzw. der Projektionsfläche die erreichbare Bildgröße bestimmt und man das Bild nicht nach links, rechts, oben oder unten verschieben kann. Grundsätzlich ist dies dank dem integrierten digitalen Zoom schon möglich, denn innerhalb des Zoom-Bereichs lässt sich die Bildposition auch manuell verschieben. Im Sinne hoher visueller Performance sollte man das allerdings nur nutzen, wenn es zwingend erforderlich ist.

Hisense C1 von unten
Am besten findet man also einen geeigneten Ort in entsprechend passender Höhe. Der Projektor kann übrigens nicht nur als z.B. auf einem Tisch platzierter Frontprojektor verwendet werden, auch eine Projektion von der Decke sowie eine Projektion von hinten ist möglich - Einstellungen dafür werden direkt während der Ersteinrichtung abgefragt und sind natürlich auch im Einstellungsmenü verfügbar.
Um kleinere Unebenheiten auszugleichen, können die kleinen Standfüßchen an der Unterseite ein wenig aus dem Gehäuse herausgeschraubt werden. Das schafft einen Spielraum von etwas über einem Zentimeter an allen vier gummierten Schraubfüßen. Hisense empfiehlt einen Abstand von ca. 20cm seitlich und ca. 5cm nach hinten vom Gerät zu lassen, um für ausreichend Luftzufuhr zu sorgen. Einen Anhaltspunkt bezüglich des Verhältnisses von Distanz und Bildgröße gibt die Bedienungsanleitung. Um eine Diagonale von 80" zu erreichen, beträgt der Abstand ca. 210cm. 65" werden bei ca. 170cm erreicht und 150" bei einem Abstand von knapp 4m.

Einrichtungsassistent beim ersten Start des C1

Projektionsmodus festlegen
Ist die richtige Position gefunden, schaltet man den C1 Mini-Projektor ein und wird beim allerersten Start des Gerätes mit einem Einrichtungsassistenten empfangen. Man legt die gewünschte Sprache, den Projektionsmodus und den Standort fest und kann das Gerät mit dem Netzwerk und Internet verbinden. Für die Verwendung von VIDAA inklusive Zugriff auf Apps und Streamingdienste ist dies Grundvoraussetzung. Außerdem kann man, für personalisierte Empfehlungen, ein VIDAA Konto erstellen (völlig optional), die Sprachsteuerung (Alexa oder VIDAA Voice) festlegen und den C1 benennen. Bei Abschluss der Ersteinrichtung und erfolgreicher Netzwerkverbindung sucht der Projektor noch nach aktuellen Firmware-Updates und spielt diese auf Wunsch auf.

Automatische Bildanpassung wird durchgeführt

Automatische Fokussierung
Noch direkt vor der Ersteinrichtung führt der Hisense C1 eine automatische Anpassung an die Projektionsfläche an und stellt sich entsprechend scharf. Das gelingt der Komponenten wirklich binnen wenigen Sekunden. In unserem Fall war auch keine Nachkorrektur erforderlich. Essentiell ist also, dass man für den Hisense C1 einen Stellplatz mit passendem Abstand zur Projektionsfläche findet und ihn dort waagerecht und parallel zur Leinwand platzieren kann. Hat man das geschafft, ist der schwierigste Teil überwunden und der Projektor erledigt den Rest praktisch von selbst. Wer möchte, kann dann in den Einstellungen aber nochmal alles genau nachprüfen und ggfs. eingreifen. Mit der kleinen Taste unterhalb des Standby-Buttons startet man den gesamten Vorgang und kann dann nochmals zwischen manueller und automatischer Anpassung auswählen. Jetzt kann man prinzipiell loslegen und Inhalte genießen. Bevor wir uns die Bildperformance des Mini-Beamers genauer ansehen, werfen wir noch einen Blick ins Menü.
- Alle Screenshots des Ersteinrichtungsassistenten des Hisense C1 findet man in der Bildergalerie auf der letzten Seite!
Betriebssystem und Menü

VIDAA Home-Übersicht mit App-Leiste und Empfehlungen
Wer die TV-Geräte von Hisense kennt, ist mit dem VIDAA Betriebssystem bereits vertraut. Identisch zu den Fernsehern profitiert man auch hier von der schnellen Reaktionsfähigkeit der Software. Zwar ist die Software zusammen mit dem C1 nicht ganz so ultraschnell wie auf hochwertigen Fernsehern, Verzögerungen sind aber nicht festzustellen. Eingabebefehle werden flink umgesetzt und auch das Öffnen von Streamingdiensten oder sonstigen Apps sowie das dortige Navigieren gelingt flott. An Bord sind hier die relevantesten VoD-Angebote, die im Rahmen der personalisierbaren Benutzeroberfläche individuell angeordnet werden können. Disney+, prime video, Apple TV+, Rakuten, Chili und auch Netflix stehen unter anderem zur Auswahl. Außerdem erhält man Zugriff auf ausgewählte Mediatheken. Ein Mediaplayer, der eine breite Auswahl an Foto-, Musik- und Video-Dateien unterstützt, ist auch mit dabei.
Im oberen Bereich des Home-Screens gibt es eine Leiste, die sämtliche Entertainment-Angebote beinhaltet. Hier lassen sich auch weitere Apps hinzufügen. Scrollt man nach unten, erhält man von VIDAA Vorschläge von Sendungen, Spielen, Apps, etc. von ausgewählten Streamingdiensten in kategorischer Anordnung. Innerhalb des Home-Screens hat man auch direkt Zugriff auf die vorhandenen Eingangsquellen und natürlich die Geräte-Einstellungen.

Bildeinstellungen

Eingangswahl

Einstellungen zur Barrierefreiheit
Das Einstellungsmenü ist übersichtlich und in typische Kategorien und Bereiche unterteilt. Man findet recht schnell zum gewünschten Punkt und kann entsprechend justieren. Alle relevanten Bild- und Toneinstellungen sowie System- und Netzwerkoptionen sind vorhanden und auch die verfügbaren Möglichkeiten bzgl. der barrierefreien Nutzung kann man einsehen.
Die Bildeinstellungen fallen, für erfahrene Anwender erfreulich, üppig aus. Neben der Wahl des Bildmodus sowie Optionen der Rauschreduzierung und des adaptiven Kontrasts bringt der Hisense C1 auch die Möglichkeit einer Gamma-Kalibrierung, Farbeinstellung und eines Weißabgleichs (2-Punkte und 20-Punkte) mit. In den erweiterten Einstellungen legt man auch die Intensität der Bewegungskompensation (MEMC) fest und stellt die Laser-Helligkeit ein. Selbst wenn man hier nicht viel justiert, lohnt sich ein kurzer Blick in die Einstellungen. Hier sind z.B. diverse Schutzfunktionen noch nicht eingeschalten, dafür aber der Overscan aktiviert. Auch beim Klang kann man per Modus-Auswahl und einem integrierten Equalizer eingreifen.
Der Projektor reagierte während des Testbetriebes übrigens stets zuverlässig. Egal ob wir während der Bedienung mit der Remote vor oder hinter dem Projektor saßen. Auf der Rückseite des C1 sitzt dafür ein zusätzlicher kleiner IR-Sensor.
- Weiter geht es mit der visuellen Leistungsfähigkeit und der Klangqualität des Hisense C1 auf der nächsten Seite!
- Zahlreiche weitere Bilder vom VIDAA Home-Screen und dem eigentlichen Einstellungsmenü findet man in der Bildergalerie auf der letzten Seite!
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Tags: Hisense • Projektor






