XXL-TEST: Canton Vento 30 und Power Sub 8 - die perfekte 2.1 Stereo-Lösung für den gehobenen Anspruch ?

Nicht immer sind die platztechnischen Gegebenheiten oder die finanziellen Mittel vorhanden, um teure, ausgewachsene und opulente Standlautsprecher aufzustellen. Nun hat der interessierte Käufer die Qual der Wahl und kann sich zwischen einer Soundbar, einem All-In One Device oder Regallautsprechern entscheiden.
In diesem Test möchten wir eine weitere Möglichkeit erörtern, um nachdrücklichen und authentischen Stereo-Klang zu erreichen, und das auch bei eher beengten Platzverhältnissen und überschaubaren Budget. Dafür haben wir vom Traditionshersteller Canton aus dem schönen Taunus ein interessantes 2.1 Stereo-Setup erhalten. Als hervorragende Schallwandler hat sich die aktuelle Vento-Serie in Form der Vento 90 längst in unseren Testalltag etabliert. Deswegen haben wir uns für diesen Test für die Vento 30, die größere der beiden Vento-Regallautsprecher, entschieden. Die Box ist in den Farbvarianten Schwarz Hochglanz, Weiß Hochglanz, Nußbaum Hell Hochglanz sowie Nußbaum Dunkel Hochglanz für einen unverbindliche Preisempfehlung von 749 EUR/Stück bzw. die Nußbaum Varianten 799 EUR/Stück direkt im Onlineshop des Herstellers oder im Handel erhältlich sind. Optisch attraktiv gestaltete Lautsprecherstative sind beim Hersteller optional erhältlich.
Für die Umsetzung der tieffrequenden Signale und im Sinne eines ordentlichen Bassfundaments haben wir den Power Sub 8 von Canton geordert. Dieser ist, in einem weißen oder schwarzen Dekor, für 599 EUR direkt im Onlineshop von Canton oder im Fachhandel erhältlich.
Canton Vento 30

Nach unserem kurzen Overview möchten wir uns im nächsten Schritt die einzelnen Komponenten unserer Testkombo genauer ansehen. Wir starten unsere Erläuterungen mit der Canton Vento 30. Die nach dem 2-Wege-Bassreflex konzipierten Lautsprecher sind, wie bereits eingangs erwähnt, in den Farbvarianten Schwarz Hochglanz, Weiß Hochglanz, Nußbaum Hell Hochglanz sowie Nußbaum Dunkel Hochglanz für einen unverbindliche Preisempfehlung von 749 EUR/Stück bzw. die Nußbaum Varianten 799 EUR/Stück zu haben.
Der Frequenzgang der Lautsprecher ist mit 27 Hz bis 40 kHz angegeben und die empfohlene Verstärkerleistung liegt zwischen 80 bis 150 Watt. Die Abmessungen der Vento 30 sind wie folgt: Höhe 36 cm, Tiefe 31 cm sowie eine Breite von 23 cm, und das Stückgewicht beträgt 8,7 kg.

Tadellose Kantenverarbeitung und Oberflächengüte
Wenden wir uns nun der Verarbeitungsqualität der Vento 30 zu. Die Form des Gehäuses verjüngt sich nach hinten, was zum einen für eine schicke Optik sorgt, zum anderen aber entstehen durch diese geschwungene Form keine stehenden Wellen im Inneren des enorm soliden Gehäuses mit strategisch geschickt platzierten inneren Verstrebungen. Das aufgebrachte Oberflächenfinish, bei unserem Testkandidaten in der Ausführung Schwarz Hochglanz, ist überragend aufgebracht. Störende Staubeinflüsse oder unschöne "Orangenhaut" können wir bei unseren Testsamples nicht feststellen. Um die Lautsprecherchassis effektiv vor Fremdeinwirkung zu schützen, sind an der Frontpartie Lautsprecherabdeckungen angebracht, die in schwarzem Akustikstoff ausgeführt sind. Damit die Vento 30 auch ohne Abdeckung ein Hingucker ist, sind die Abdeckungen magnetisch haftend. Unschöne und der Optik störende Befestigungslöcher, um das Abdeckgitter zu fixieren, sind an der Frontpartie daher nicht vorhanden.

Die Rückseite der magnetisch haftenden Abdeckgitter

Frontansicht ohne Lautsprecherabdeckgitter
Nachdem wir die magnetisch haftenden Abdeckungen entfernt haben, wird der Blick auf die Lautsprecherchassis frei. Als Tief/Mitteltonchassis ist ein 174 mm messender Treiber mit Titanium-Graphit-Membran installiert. Die leichten sowie gleichzeitig steifen Membranen aus Titanium-Graphit garantieren eine hohe Impulstreue und eine erstklassige Pegelfestigkeit. Die Lautsprecherchassis schmiegen sich fast plan in die Schallwand und sind ohne sichtbare Verschraubungen montiert. Die verwendeten Wave-Sicken garantieren eine große Auslenkung und sollen kräftige Bässe generieren.
Den hochfrequenten Bereich, übernimmt ein 25 mm messender Hochtöner mit hochwertiger Aluminiumoxyd-Keramik.


Tiefmitteltöner

Die Rückseite der Canton Vento 30
Wenden wir uns nun der Rückseite der kompakten Schallwandler zu. Die Rückseite wurde im gleichen hochwertigen und akkurat aufegebrachten Hochglanz-Oberflächenfinish gestaltet, wie wir es auf der Schallwand und den Seitenwangen vorfinden. Im oberen Teil der Rückseite befindet sich das aufgesetzte Bassreflexrohr, das ebenfalls ein Hochglanz-Finish besitzt.
Im unteren Teil der Canton Vento 30 stoßen wir auf die Single-Anschlußterminals. Diese sind vergoldet und nehmen sowohl herkömmliche Kabelverbindungen oder auch Bananenstecker auf.

Das aufgesetzte Bassreflexrohr im Detail

Die vergoldeten Anschlussterminals
Canton Power Sub 8

Wenden wir uns nun den "Bassisten" unserer 2.1 Konfiguration zu, den Canton Power Sub 8. Dieser ist, in einem weißen oder schwarzen Dekor, für 599 EUR im erhältlich. Mit seinen kompakten Abmessungen von 41,8 cm Höhe, einer Breite von 27,5 cm sowie einer Tiefe von 38,2 cm findet der Bassmacher auch in kleineren Räumen problemlos seinen Platz.
Da der Power Sub 8 als Bassreflex-Subwoofer mit Passivmembrane konzipiert wurde, kann er selbst in engeren Nischen problemlos seine Dienste verrichten. Besonders unkritisch bei der Aufstellung des Power Sub 8 macht ihn seine „Room-Compensation-Schaltung“, dazu später gerne mehr.

Frontansicht ohne Abdeckung
An der Frontpartie des Subwoofer, befindet sich eine Abdeckung die aus Holz gefertigt ist und mit schwarzem Akustikstoff bezogen ist. Befestigt wird diese, erfreulicherweise ebenfalls mit Magnete.

Separate Schallwand am Power Sub 8
Der Canton Power Sub 8 verfügt nicht über ein Unibody-Gehäuse, sondern setzt auf eine separate Schallwand, die in schwarz-seidenmatt daherkommt. Die Passung Schallwand-Gehäuse ist im Großen und Ganzen ordentlich. Allerdings ist der Abschluss zwischen Gehäuse und Schallwand nicht bündig, sondern mit einem leichten Versatz ausgeführt. Gerade Canton, meist Musterschüler in Sachen Verarbeitung, kann sowas besser.

Die Schallwand unseres Test-Subwoofers schließt nicht ganz plan mit dem Gehäuse ab

Das 219 mm messende Tieftonchassis in der Detailansicht
Nachdem wir die Abdeckung entfernt haben, wird der Blick frei auf das 219 mm messende Tieftonchassis, dessen Membran aus Titanium besteht. Um eine präzise mechanische Leistungsfähigkeit zu garantieren, ist der Treiber mit einem üppig dimensionierten Antrieb inklusive Wave-Sicken-Technologie in moderner Ausführung ausgestattet. Die mehrfach gefaltete Wave-Sicke ermöglicht, im Vergleich zu herkömmlichen Sicken, einen wesentlich größeren Hub und verringert Klangverfälschungen. Auf der Unterseite des Power Sub 8 befindet sich die besagte Passivmembran, ebenfalls mit 219 mm Durchmesser.

Akkurate und saubere Detailverarbeitung bei der Treibereinheit
Der Power Sub 8 harmoniert dank seinen Einstellmöglichkeiten mit nahezu allen Stereo- und Heimkinolautsprechern. Die Ein- und Ausschaltautomatik ermöglicht den komfortablen und unkomplizierten Betrieb im Alltag. Im Inneren unseres Testkandidaten verrichtet eine Class D-Endstufe mit 200 Watt Nennleistung und 280 Watt Musikleistung tatkräftig ihre Dienste, und Frequenzen zwischen 25 Hz und 200 Hz werden übertragen.

Passivradiator auf der Unterseite - in der gleichen Größe wie das angetriebene Chassis

Die Rückseite des Power Sub 8

Die Bedienelemente auf der Rückseite, Teil 1
Auf der Rückseite des Bassisten sind einige Bedienelemente sowie Anschlüsse vorhanden, auf die wir in diesem Abschnitt unseres Reviews etwas genauer eingehen möchten. An Einstellmöglichkeiten gibt es einen Automatik-Modus sowie eine dreistufige Anpassungsmöglichkeit an den Hörraum. Hier stehen die Optionen "Wide", "Narrow" und "Normal" zur Verfügung. "Wide" sollte verwendet werden, wenn der Subwoofer frei aufspielen kann und keine Möbel oder Ecken die Wiedergabe stören können. Bei "Narrow" wird der Bassbereich etwas abgesenkt und dadurch kann der Power Sub 8 in einer Ecke verwendet werden. Durch die Absenkung sollen störende Dröhngeräusche vermieden werden. Darauf folgen die stufenlos einstellbaren Bedienelemente für Phase und Übernahmefrequenz (50 bis 200 Hz) sowie der obligatorische Pegel-Drehregler.
Eine Etage darunter befinden sich die beiden Low Level Eingänge sowie die beiden Low Level-Ausgänge. Die beiden High-Level-Eingänge (Lautsprecherkabel) beenden unsere Erläuterungen zur Anschlusssektion.

Teil 2 der Anschlüsse und Bedienelemente

Teil 3

Canton-Schriftzug sowie Status-LED an der Frontpartie
An der Schallwand befindet sich im unteren Teil, ein verchromter Canton-Schriftzug sowie eine Status-LED. Für die notwendige Bodenhaftung und Entkopplung sorgen auf der Unterseite vier hochwertige Standfüsse, die mit einem gebürsteten Edelstahl-Finish versehen sind.

Die hochwertigen Standfüsse im Detail

Im Detail: Das im Inneren aufwendig verstrebte Gehäuse des Power Sub 8

Die Elektronik in der Detailansicht
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