XXL-TEST: Arcam AV-Receiver AVR31 - der geniale Klangmeister mit erstklassigen Kraftreserven

Konkurrenzvergleich

AVX17

AVXP1

IOTAVX AVXP1/AVX17 (3.187 EUR): Mit enormer Dynamik und herausragender Pegelfestigkeit zum kleinen Kaufpreis sind die IOTAVX-Komponenten erste Wahl für den preis-/leistungsbewussten Anwender. Zudem ist die Siebenkanal-Endstufe im Inneren kompromisslos exzellent aufgebaut. Die Vorstufe wirkt deutlich einfacher hinsichtlich Verarbeitung und Materialqualität. Überdies ist die Anschlusssektion der AVX17 nicht auf neuestem Niveau (nur HDMI 2.0 mit HDCP 2.2). Dass es keinerlei Netzwerk-/Streaming-Funktionen (außer Bluetooth) gibt, dürfte hartgesottene Mehrkanal-Liebhaber nicht vom Kauf abhalten. Klanglich tritt der viel teurere und voll ausgestattete AVR31 (inklusive unter anderem mit Auro-3D, Cross Upmixing, Hightech Dirac Einmess-System, Chromecast, AirPlay 2, DAB-Tuner) noch geschliffener und kultivierter auf. Die Class G-Endstufen sind zudem praktisch ebenso wenig kleinzukriegen wie die Endstufen in der AVXP1. 

Denon AVC-A110 (Limitiertes Modell, aktuell noch für rund 6.000 EUR zu haben): Edel und schickt tritt der Denon mit 13 analogen Endstufen auf, der damals zum 110-jährigen Firmenjubiläum in einer Sonderfarbe und in limitierter Auflage auf den Markt kam. Alle drei Decoder (Auro-3D, Dolby Atmos, DTS:X Pro als DTS:X-Erweiterung) für 3D-Audio plus Cross-Upmixing sind natürlich vorhanden. Dank der schon angesprochenen 13 Endstufen erweist sich der Denon auch als sehr aufgeschlossen gegenüber großen Lautsprechersetups. Der hilfreiche Assistent für die erste Einrichtung, eine immer noch relativ moderne HDMI-Sektion, AirPlay 2, ein Heos-Streaming-Modul sowie Audyssey MultEQ XT32 als Lautsprecher-Einmesssystem sind weitere wertvolle Ausstattungsmerkmale. Das moderne Dirac Live, beim AVR31 serienmäßig dabei, gibt es für ausgesuchte neue Denon AV-Verstärker (ab Modelljahr 2022/23) optional, für den AVC-A110 besteht diese Möglichkeit zur Nutzung von Dirac Live nach Kauf einer Lizenz allerdings nicht. Klanglich muss sich der A-110 knapp dem Arcam beugen, der einfach noch geschmeidiger und feinfühliger auftritt. Der Preis des Ausstattungs-Champions geht dafür an den Denon. 

Fazit

Der Arcam AVR31 verfügt zwar "nur" über sieben Endstufen, diese nach Clas G-Prinzip aufgebauten Einheiten haben es jedoch in sich. Detailreich, atmosphärisch dicht, mit enormer Dynamik und gleichzeitig einer hervorragenden Homogenität erfüllt der Brite die Anforderungen der AV-Receiver-Luxusklasse zu nahezu 100 Prozent. Er ist überdies reichhaltig ausgestattet, das betrifft die Anzahl der Decoder (inklusive Cross-Upmixing) genauso wie Anschluss- und Streaming-Möglichkeiten. In manchen Einzelheiten gibt sich der AVR31 etwas verschroben, ao zum Beispiel bei den Menüeinstellungen, bei denen das Display als Monitor dient - es hat aber keine Touchfunktion, sondern bedient wird alles über kleine Tasten. Letzten Endes aber zeigt sich der Arcam AVR31 als kompromissloser Hochleistungs-AV-Receiver, der einen stolzen Preis hat, aber dafür auch eine überwältigende Leistungsbereitschaft besitzt.

Premium-AV-Receiver, der mit fantastischen akustischen Eigenschaften fast alle Konkurrenten auf die Plätze verweist

AV-Receiver/Verstärker Luxusklasse
Test 28. März 2023

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 28. März 2023

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