XXL-SPECIAL: Lautsprecherentwicklung und Produktion der Luxus-Serien bei KEF in Maidstone/Großbritannien

Bei unserem Besuch bei KEF in Maidstone haben wir bereits über das KEF-Museum und über den Showroom mit allen aktuellen Modellen sowie übers Kino und die Hörräume berichtet. Hier die Links zu den Specials:

Diesmal präsentieren wir einige Bilder aus dem Konstruktionsbüro und aus der Produktion. Die Luxus-Serien Reference, Blade und Muon werden dort herstellt, in vielen aufwändigen Schritten und mit viel Handarbeit. 

Entwicklung

Am PC werden zunächst Eigenschaften eines neuen Lautsprechers definiert, Targets (Ziele) für die Konstruktion der einzelnen Teile werden, hier noch in der Theorie, festgelegt. Später dann werden, ebenfalls am PC, die "echten" Bauteile entworfen (extrem leistungsstarke CAD/CAM-Programme).

Auf zwei Bildschirmen wird gearbeitet: Links der gesamte Entwurf, und rechts kann man sich einzelne Graphen/Kurven detailliert anzeigen lassen.

Mit den "wirklichen" Lautsprechern, hier ein Modell aus der Blade-Serie (Blade 2) beschäftigt man sich in aller Sorgfalt, um später ein perfektes akustisches Erlebnis sicherzustellen. Hier die Außenseite eines Gehäuses.

Und hier die Innenseite. Schon auf dem PC kann man betrachten, wie komplex eine solche Konstruktion ist. Jede der Verstrebungselemente hat einen Zweck: Immer im Sinne bestmöglicher Akustik. 

Explosionszeichnung eines Modells der Blade-Baureihe

Explosionszeichnung der Muon, dem Spitzenmodell aller KEF-Lautsprecher

Jedes einzelne Chassis wird mit riesigem Aufwand entwickelt

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Verschiedene, später im Betrieb auftauchende Bedingungen, werden am PC simuliert

Entspannte Atmosphäre in der Entwicklungsabteilung

Weiterer Blick in die Konstruktionszentrale

Natürlich gibt es in der KEF-Zentrale auch eine Kammer, die einen schalltoten Raum darstellt und perfekt für hochpräzise Messungen ausgestattet ist. 

Die Kammer im Detail, gut erkennbar die speziellen Mikrofone und Akustik-Elemente an der Wand

Hier nochmals ein größerer Ausschnitt

Der Boden

Auch Freifeldmessungen werden simuliert. Dafür steht ein weiterer Raum auf dem KEF-Werksgelände zur Verfügung. 

Weiterer Messraum

Sammlung von Prototypen

Tooling für die Blade

Bei KEF war und ist man stets auf der Suche nach Innovationen. Bei Materialauswahl, z.B. für die Treiber, ebenso wie bei konstruktiven Kniffen für besten Sound. Nach außen hin schlicht, unscheinbar, sitzen ganz helle Köpfe bei KEF an den mit aufwändigster Software ausgestatteten PC-Systemen. Sie sind jetzt schon längst bei den KEF-Schallwandlern von morgen. Und wir sind uns sicher: Aus Maidstone werden auch nach wie vor außergewöhnlich leistungsstarke Lautsprecher kommen. 

Produktion

Ebenfalls auf dem KEF-Werksgelände ist die Produktion untergebracht. Wie schon erwähnt, handelt es sich um die Modelle Blade, Blade Two, die Reference-Serie und die luxuriöse Muon.

Gleich am Eingang der "heiligen Hallen" ist das erste hier produzierte Pärchen der Muon ausgestellt. Immer wieder sind wir beeindruckt von den riesigen Abmessungen und der einzigartigen Formgebung der Kunstwerke, die von Ross Lovegrove designt wurden. 

Gehäuse von Lautsprechern der Blade-Serie

Auf diesem Bild erkennen wir Gehäuse der Reference 1. Der elegante Booksfelf Speaker beeindruckt, wie man auf dem Bild gut erkennen kann, durch aufwändige Querverstrebungen im Gehäuse, die für optimale Stabilität und somit für reinen, klaren, unbeeinflussten Klang sorgen.

Blick in ein Gehäuse

Hochwertigkeit ist Trumpf. Das gilt auch für alle Frequenzweichen gerade in den KEF Luxus-Baureihen. Die besten Chassis und das am cleversten konstruierte Gehäuse nutzen herzlich wenig, wenn an der Frequenzweiche gespart wird. Daher setzt KEF auf selektierte, langzeitstabile Bauteile von erlesener Qualität. 

Fertige Frequenzweichen für alle Reference-Modelle

KEF-eigene Bauteile, exklusiv für die Luxus-Serien des Hauses, werden auf den Frequenzweichen verbaut. Wie selbst der technisch weniger Bewanderte auf diesem Bild sehr gut erkennen kann, sind extrem teure, überdimensionierte Baugruppen Gang und Gäbe. 

Frequenzweiche eines Modells der Blade-Serie

Ein Lautsprecherkabel-Anschlussterminal eines Reference-Lautsprechers von der Innenseite, also der, die man normalerweise nicht sieht

Und hier das Terminal von der Seite, an der die Lautsprecher angeschlossen werden

Lautsprecherkabel-Anschlussterminals

Ein legendärer UNI-Q-Treiber. Bei diesem koaxialen Chassis sitzt der Hochtöner im Zentrum des Mitteltöners (Punktschallquellen-Prinzip). Somit ist sichergestellt, dass alle Klanganteile absolut zeitgleich beim Hörer ankommen. 

Zierringe in Kupfer für die exklusive Optik

Hier werden Gehäuse (links, Reference-Serie), aber auch Transport-Cases und fertige Boxenpaare gelagert

Blick auf Reference-Gehäuse

Handarbeit und größte Sorgfalt bei jedem Handgriff sind selbstverständlich

Mit Liebe zum Detail wird jedes Lautsprecher-Gehäuse mit Komponenten bestückt

Die Blade Two, hier in einer Hochglanzausführung, wird per Hand aufwändig poliert

Natürlich wird der fertige Lautsprecher, hier eine Blade Two, durchgemessen

Auch eine eigene schalltote Kammer findet sich in der Produktionshalle

Blade Two in der Kammer

Die Ergebnisse werden auf dem Monitor angezeigt 

Aufwändig bis ins Detail: Eine fertige Blade wird gefilmt. Warum macht man das bei KEF? Ganz einfach: So wird perfekt dokumentiert, dass sich die Blade nach Fertigstellung in einwandfreiem Zustand befindet. Das hilft ungemein, sollte es später zu Reklamationen kommen. 

Zertifikat zur Blade für den stolzen Besitzer

Eine fertige Reference 1 wartet auf einen neuen Eigner

In der Produktion ist in einer Halle alles, was benötigt wird: Gehäuse, Treiber, Frequenzweichen, Anschlussterminals. Ohne Hast, dafür mit größtmöglicher Sorgfalt geht in Maidstone jeder seiner Arbeit nach.

Fazit

Es ist im höchsten Maße beeindruckend, was bei KEF in Maidstone für ein immenser Aufwand betrieben wird. Aufwändige Handarbeit in vielen Schritten, inklusive intensiver Politur und akustischem Check zum Schluss, Festhalten des Auslieferungszustands per Kamera - und ein entspanntes, aber gleichzeitig konzentriertes Betriebsklima vor Ort. Wir denken sehr gern an unseren Besuch in der Entwicklung und Fertigung zurück.

Special: Carsten Rampacher
Datum: 27. November 2019

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