XXL-SPECIAL: Exotisch anmutende Test-Devices aus 25 Jahren AREA DVD - Teil 2
2016: Teufel Vor-/Endstufen-Kombination Complete 7

Teufel baute im Jahr 2016 eine kompakte, edle, sehr gut klingende Vor-/Endstufenkombination - auch das dürfte nicht jeder wissen. Der Name des damaligen Vorzeigeprojekts im Set: Complete 7, was schon darauf hindeutet, dass alles auf sieben Kanäle ausgelegt war.

Anschlüsse der Decoderstation 7

Fernbedienung
Die sehr hochwertige Verarbeitung war ein weiterer Pluspunkt der nur jeweils 27 cm breiten Komponenten, der Kaufpreis betrug erstaunlich günstige 1.750 EUR. Dolby Atmos, DTS:X oder der HDMI-Standard 2.0 (damals üblich, inklusive HDCP 2.2) fehlten allerdings beim "Decoderstation 7" Vorverstärker, er beließ es bei HDMI 1.4a-Terminals.

VU-Meter der AmpStation

Innenleben
Die DecoderStation 7 decodiert DTS-HD Master Audio, Dolby TrueHD, DTS und Dolby Digital. Überhaupt verkörpert das Complete 7-Set eher den puristischen Standpunkt, betrachtet man die Ausstattung. Es gibt kein Lautsprecher-Einmesssystem, überhaupt wirken die gesamten Einstelloptionen fürs Lautsprecher-Management eher rudimentär und nicht so präzise, wie man es von anderen Anbietern kennt.

OSD
Die OSDs wirkten ebenfalls einfach, Teufel hat hier simple, rein aus Schrift bestehende Menüs. Video-Bearbeitung fand in der DecoderStation 7 nicht statt. Der Siebenkanal-Verstärker, als "AmpStation" bezeichnet, erzeugt mit 800 Watt Gesamtleistung aus Texas Instruments Digitalendstufen einiges an Kraft, und zusammen mit der DecoderStation 7 kann die Endstufe klanglich definitiv überzeugen: Klar, fundiert, räumlich authentisch und detailreich spielte die Berliner Kombination im Testraum auf.
2016: Auna AMP-5100 AV-Verstärker

Ein äußerst merkwürdiges Gerät war der Auna AMP-5100 Fünfkanal-AV-Verstärker, mit dem wir unsere eher exotischen Testsamples der letzten Jahre und Jahrzehnte zum Ende bringen. Mit 145 EUR sehr preisgünstig, musste man hinsichtlich der Ausstattung deutliche Defizite hinnehmen, denn es handelte sich hier um ein reines PCM-Gerät. Die Lizenzgebühren für etwaige Dolby Digital- und dts-Decoder hätten den extrem günstigen Preis gleich gesprengt. Daher musste man einen Blu-ray-Player mit eingebautem Decoder besitzen, um Filmtonspuren entsprechend wiedergeben zu können. Dieser BD-Player wird dann - Heimkino-Experten fühlten sich an das Jahr 2000 zurückerinnert - mittels 5.1 Cinch mit dem 5.1 Externeingang des AMP-5100 verbunden. Digitale Anschlüsse am AMP-5100 waren ebenfalls keine vorhanden, kein optischer oder koaxialer Digitaleingang und erst recht kein HDMI. Akustisch war die Misere dann gar nicht so groß, wie man vielleicht erwartet hätte, denn zum sehr kleinen Kaufpreis traten die Endstufen recht kräftig und dynamisch an.
Fazit
Wir hatten beileibe nicht nur "Geräte von der Stange", sondern auch Komponenten, die durchaus den "Reiz des Besonderen" versprüht haben. Zahlreiche Hersteller vergaloppierten sich dann auch mit den sehr speziellen Devices, und viele davon sind heute auch auf dem Gebrauchtmarkt kaum noch zu finden.
Special: Carsten Rampacher
Datum: 04. Juli 2024
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Tags: Special • Tests






