XXL-TEST: Technics SL-G700M2 - Exklusiver Hightech-Multiplayer mit Streaming, USB-B und SACD/CD-Laufwerk

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Klipsch Onkyo Odyssee

Bedienung und Features

Multifunktionsdrehrad und weitere Bedienelemente

Display und Wiedergabetasten

Fernbedienung

Unterhalb des Displays sind sämtliche für die Wiedergabe notwendigen Knöpfe verbaut. Rechts gibt es außerdem ein Multifunktionsdrehrad, dass man auch für die Einstellungen des Gerätes hernehmen kann. Hier sollte man aber besser auf die Fernbedienung zurückgreifen. Diese müsste in unseren Augen in dieser Preisklasse allerdings hochwertiger ausfallen. Es handelt sich um einen recht ausladenden Riegel, der an Panasonic TV-Fernbedienungen erinnert. Die Oberfläche besteht aus Kunststoff und die Tasten mit ordentlichem Druckpunkt sind gummiert. Für die Wiedergabe ist alles wichtige vorhanden, mit Zifferntasten springt man flink zum gewünschten Titel. Dazu gibt es noch einige Tasten zur Steuerung eines Netzwerk-Players und Verstärkers. Eine Beleuchtung gibt es nicht und, wie erwähnt, wird die Qualität der Fernbedienung dem Anspruch, den der Universal-Player geltend macht, nicht gerecht.

Home-Screen mit Quellenübersicht

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Weitere Musikquellen

 

Einstellungen (hier kann MQA Decoding aktiviert werden)

Klangregelung

  

weitere Einstellungsmöglichkeiten

Neben den Bedienelementen am Gerät selbst und der Fernbedienung kann man auch die "Technics Audio Center" App zur Steuerung des SL-G700M2 verwenden. Der Netzwerk-Player kann nach erfolgreicher Einrichtung einfach ausgewählt werden und zahlreiche Musikquellen stehen zur Verfügung. Zusätzlich zur SACD-/CD-Wiedergabe - hier gibt es übrigens einen "Pure Disc Playback"-Modus, der alle Schaltungsblöcke, außer denen, die für die Super Audio CD- bzw. CD-Wiedergabe notwendig sind, deaktiviert - und externen Quellen ermöglicht die Technics-Komponente den Zugriff auf hochauflösende Dateien aus dem Netzwerk sowie zahlreiche Musikstreaming-Angebote inklusive Spotify, Amazon Music, Deezer, Spotify, Qobuz und Tidal. Anwender des letzteren Dienstes werden über das integrierte MQA-Decoding erfreut sein. Wer MQA nutzt, muss die Decodierfunktion in den Einstellungen des SL-G700M2 aktivieren. Darüber hinaus werden die Formate WAV und AIFF bis zu 384 kHz/32-Bit, FLAC und ALAC bis zu 384 kHz/24-Bit und DSD bis 11,2 MHz verarbeitet.

Im Technics SL-G700M2 steckt außerdem Google Chromecast built-in und somit ist der Genuss von nahezu jedem denkbaren Streaming-Anbieter möglich. Apple AirPlay 2 und Bluetooth werden ebenfalls unterstützt. Zur Komplettausstattung fehlt dem Player lediglich ein Roon Ready- bzw. Roon Tested-Zertifikat - das will Panasonic übrigens noch nachreichen.

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Klang

Ein knapp 3.000 Euro teurer Streaming- und CD-Player erfordert einen sehr hochwertigen Spielpartner. Wir haben uns daher für das Referenzmodell SU-R1000 aus dem Hause Technics entschieden, der auch optisch hervorragend zum vielseitigen SL-G700M2 passt. Die Wandlung erfolgt natürlich im Zuspieler, der das Signal analog an den Verstärker weiterreicht. Unsere Klangtestreihen beginnen wir mit D'Angelos "Unshaken". Antrittsschnell geht es direkt zur Sache und sofort liefert die Kombination der Komponenten eine äußerst ausdrucksstarke und sehr strukturierte Bühne. Auch das Fundament wirkt satt und voluminös. Auffallend ist die exzellente Differenzierung und Struktur des Technics-Players. Jedes akustische Element ist mit enormer Detaillierung versehen und trägt zur hohen Glaubwürdigkeit der Kulisse bei. Die Stimme begeistert mit Charisma und Charakter, sie steht an zentraler Position und begeistert mit vielen Feinheiten, die sonst bei moderatem Pegel etwas untergehen können. Der SU-R1000 ist insgesamt eher nüchterner Natur, zusammen mit dem SL-G700M2 wirkt er aber etwas spielfreudiger und hüllt den Zuhörer besonders räumlich ein. Dennoch ist das Geschehen von sehr hoher Präzision, Klarheit und Transparenz geprägt. Einzelne akustische Elemente sind sofort greifbar und können im Raum einer eindeutigen Position zugeordnet werden.

Da uns die Technics-Kombination mit exzellenter Durchhörbarkeit und Bühnenstruktur verwöhnt, muten wir dem SL-G700M2 mit "Red Flag" von Billy Talent einen sehr schnellen, komplexen Titel zu. Völlig souverän bleiben Player und Verstärker und geben sich zu keinem Zeitpunkt die Blöße. Blitzschnell wird agiert und das in jedem Frequenzbereich. Nichts schwingt nach, alles kommt präzise auf den Punkt. Anhänger eines ausgeprägten oder leicht angedickten Bassbereiches darf man beim SU-R1000 nicht sein, hier wird nichts künstlich hinzugefügt. Die Technics-Kombination verwöhnt den Zuhörer mit einem durchaus nachdrücklichen Bass, der extrem trocken daherkommt und wirklich akribisch genau abgebildet wird. Völlig ohne Kritik zudem die Stimmwiedergabe, leicht rau, mit minimaler Schärfe - wie man den Frontmann kennt. Harmonisch und geschlossen wirkt die gesamte Kulisse, die verzerrten Gitarrensaiten sind perfekt platziert. Das komplexe Geschehen profitiert enorm von der tadellosen Struktur und maximalen Präzision des Technics-Zuspielers. Auch bei der hohen Geschwindigkeit fällt die Zuordnung der einzelnen Instrumente kinderleicht. Hinzu kommt eine sehr detailreiche Abbildung nicht nur der Vokalstimme, sondern auch der einzelnen Instrumente. Das Schlagzeug wird vollständig berücksichtig, drängt sich aber nie in den Fokus. Trotz des eher nüchternen Ansatzes des Technics-Verstärkers nimmt einen die Kombination hier absolut mit, vermittelt große Spielfreude und weckt viele Emotionen.

Mit "Also sprach Zarathustra" wird es martialisch im Hörraum. Leise und besonnen beginnt die Technics-Kette, versieht aber schon in den ersten 60 Sekunden die Pauken und Bläser mit zahlreichen Facetten und Details. Überragend wieder der Aufbau der Bühne. Der Zuhörer kann die Instrumente mit geschlossenen Augen förmlich sehen und greifen, so präsent wird die Kulisse abgebildet. Auch die Orgel begeistert und wirkt sehr authentisch. Wir bleiben gleich beim klassischen Genre und hören uns Allegro aus Vivaldis Vier Jahreszeiten (Frühling) an. Bei der Bühenstruktur können wir schlicht keine Kritik anbringen, hier passt wirklich alles. Die Streicher gelingen höchst akkurat, zeigen weder Wärme noch Schärfe und gefallen mit überdurschnittlich feiner Detaillierung. Auch die übrigen Streichinstrumente lassen sich exzellent orten und werden quasi perfekt in das Gesamtgeschehen integriert. Ob hoher oder niedriger Pegel, der SL-G700M2 liefert stets ein dynamisches, fein differenziertes und präzises Klangbild ab. Trotz des außergewöhnlich hohen Detailreichtums wird hier nie etwas spitz oder unangenehm, selbst bei sehr hohem Pegel nicht. Alles wirkt unangestrengt, ruhig, so als wäre es der Kombination ein Leichtes, die großen Standlautsprecher zu befeuern. Das überträgt sich auch auf den Zuhörer. Das Hören ist zu keinem Zeitpunkt anstrengend. Wir überlegen ausschließlich, welchen Titel wir als nächstes hören möchten. So entspannt, gleichzeitig aber so dicht bepackt mit Feinheiten und Details. Häufig überanstrengt dies das Gehör, nicht so mit den beiden Technics-Geräten, hier lässt sich völlig relaxed auf äußerst hohem akustischen Niveau über einen längeren Zeitraum hören.

Wie schlägt sich das Ensemble bei "Desert Cruiser" der Truckfighters? Hier fordert auch der Tieftonbereich, neben hoher Leistungsfähigkeit, auch eine hohe Differenzierung und Struktur. Wir haben es kaum anders erwartet: der SL-G700M2 liefert zusammen mit dem hochwertigen Amp hervorragend ab. Die leichte Verzerrung kommt ebenso klar heraus wie die unterschiedlich tiefen Frequenzen. Hart und knackig die Kickbässe, satt und voluminös das darunterliegende Fundament. Die Vokalstimme zentral, bewusst ein wenig zurückgenommen, erklingt absolut authentisch und die ruppigen Bässe werden ebenfalls perfekt berücksichtigt. Wir kennen den SU-R1000 gut und zweifellos ist er mitverantwortlich für die hervorragende Performance des SL-G700M2. Dieser vollzieht aber eine exzellente Wandlung und bereitet das Signal in ebenso guter Manier für den Verstärker auf, so dass ein brillantes Endergebnis realisiert wird. Es ist nicht das musikalischste Ensemble, wenngleich Spielfreude und Emotionalität durchaus vorhanden ist. Die große Stärke aber liegt in der Klarheit, der Transparenz und der tadellosen Struktur der abgebildeten Klangbühne. Absolut durchhörbar und mit vielen Details versehen versetzt das Gespann den Zuhörer in die erste Konzertreihe. Das Überragende daran: das lockere, völlig entspannte Hören, dass man in Kombination mit diesem Maximum an Präzision nur selten antrifft.

Das Fazit zum Technics SL-G700M2 gibt es auf der letzten Seite!

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