TEST: LG 50QNED819QA - Quantum Dot + NanoCell im 2022er LG QNED-TV für unter 1.000 Euro

Der 50" große 50QNED819QA vereint Quantum Dot- und NanoCell-Technologie und möchte in Kombination ein beindruckend ein intensives, farbechtes und kontraststarkes Bild liefern. Optimale Farbdarstellung soll mit der Kombination der beiden aktuellen Technologien gegeben sein, für die Hintergrundbeleuchtung kommen allerdings konventionelle LEDs zum Einsatz, die per LG Dimming Pro angesteuert werden. Ein guter Schwarzwert und beeindruckender Kontrast soll damit auch in diesem Preissegment möglich sein. Der LG 50QNED819QA kostet mit der Bilddiagonale von 50" insgesamt 999 Euro UVP und kann am Markt sogar noch ein wenig günstiger ergattert werden. Der QNED819QA ist neben den hier getesteten 50" auch noch in 55", 65", 77" und 86" zu haben. Außerdem gibt es das technisch identische Modell als QNED829QB in 50", 55", 65" und 77", wenn der Body in "Frozen Silver" besser gefällt als im "Dark Meteor Titan" des QNED819QA. Auch der Standfuß ist beim QNED829QB mit einer Oberfläche in "Frozen Silver" oder alternativ "Light Black" versehen, während der QNED819QA nur in "Light Black" bzw. "Light Black Pearl" (86") erhältlich ist.

QNED-Technologie zum Einstiegspreis

Der LG 50QNED819QA ist mit einem 4K Quantum Dot NanoCell Plus-Display mit LED-Backlight und Dimming Pro ausgestattet. Für die Signalverarbeitung sorgt der alpha7 Gen5 4K-AI Prozessor, der mithilfe künstlicher Intelligenz nicht nur die Bildeigenschaften, sondern auch die Klangqualität optimiert und positiv beeinflusst. An Bord ist auch der praktische Filmmaker Mode und natürlich das aktuelle webOS inklusive Support für Google Assistant, Alexa, HomeKit und AirPlay 2. Bei HDR muss man in der günstigen Preisklasse ein paar Abstriche machen. Dynamische HDR-Formate, wie Dolby Vision, werden vom 50QNED819QA nicht unterstützt, HDR10 und HLG sind aber an Bord. Bei den HDMI-Schnittstellen setzt LG teilweise auf HDMI 2.1. Relevante Features wie VRR und ALLM werden unterstützt und auch AMD FreeSync und HGiG-Unterstützung gehören zum Ausstattungspaket. Der QNED81 ist neben 50 auch in 55, 65, 75 und 86 Zoll erhältlich.

Verarbeitung

Rückseite und Rahmen

Standfuß und Verbindung mit dem Fernseher

Standfuß vorne

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Rahmen vorne

Der 50QNED819QA wirkt auf den ersten Blick wertig und auch bei näherem Hinsehen können wir eine absolut solide Verarbeitungsqualität mit sauberen Materialübergängen und eine elegante Gesamtoptik attestieren. Gut, knapp 1.000 Euro sind für einen LCD-TV in 50 Zoll kein Pappenstiel, dennoch handelt es sich im engeren Sinne um ein "Einstiegsgerät", denn günstiger kommt man bei LG nicht in den Genuss der QNED-Technologie. Dass man, nicht in puncto Design, aber bezüglich der Materialqualität ein wenig zurückstecken muss, erkennt man auch daran, dass der Rahmen aus Kunststoff gefertigt ist. Die Haptik ist aber völlig ok und der geschliffene Alu-Look schick. Die dunkle Leiste im unteren Bereich vorne ist aber sogar aus Metall gefertigt und unterstreicht die Wertigkeit. Der Rahmen und auch der Standfuß, der ebenfalls über eine Kunststoffabdeckung verfügt, ist etwas heller gehalten. In Kombination gefällt der 50QNED819QA mit einem eher gediegenen, aber keinesfalls unattraktivem Design. Der Rahmen ist schmal, der Standfuß bereits seit einigen Generationen nahezu unverändert und auch die Bautiefe ist als eher gering zu bezeichnen. Insgesamt kommt man schon auf etwa 5cm, durch die Verjüngung an den Seiten links und rechts sowie oben wirkt der TV aber schlanker. Die Rückseite besteht aus Metall.

Anschlüsse

Rückseite

Seitliche Schnittstellen

Anschlüsse unten

Hier auf der Rückseite sitzen, sauber integriert, die verbauten Anschlüsse. 1x USB sowie die Eingänge für DVB-C/DVB-T2 und Satellit sowie der optische Digitalausgang und Ethernet zeigen nach unten, während ein weiterer USB-Slot, die CI+ Schnittstelle und die HDMI-Anschlüsse seitlich integriert sind. Zwei der vier verbauten HDMI-Slots sind als HDMI 2.1-Anschlüsse ausgeführt und unterstützen auch hohe Bildwiederholraten von 120 Bildern pro Sekunden bei 4K-Auflösung. HDMI 3 dient zur Verwendung des Audio Return Channels bzw. des erweiterten Audio Return Channels eARC.

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Inbetriebnahme & Handling

TV-Fernbedienung mit dem Fernseher koppeln

Spracheinstellungen

Internetverbindung herstellen 

Wandmontage oder auf Standfuß platziert?

AI-Funktionen aktivieren?

Empfangsweg wählen

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Netzbetreiber auswählen  

LG-Konto erstellen

Anmeldung bei Apps bereits bei der Erstinstallation durchführen

Wie jeder LG 4K-Fernseher bringt auch der 50QNED819QA einen Einrichtungsassistenten mit. Nachdem die Fernbedienung durch einfachen Tastendruck gekoppelt wurde, können auf Wunsch auch weitere Geräte angelernt und mit der TV-Remote gesteuert werden. Dann wird ausgewählt, ob der Fernseher an der Wand montiert wurde oder auf einem Standfuß steht. Im Folgeschritt kann man die AI-Funktionen sowohl für die Optimierung der Bildqualität als auch für die Tonausgabe aktivieren. Danach erfolgt der Sendersuchlauf über den gewünschten Empfangsweg und wer verschiedene LG-Dienstleistungen (Smart ThinQ, LG Content Store, etc.) nutzen möchte, kann ein LG-Konto erstellen. Nun können noch weitere Apps auf dem TV installiert werden, auch die Anmeldung beim jeweiligen Anbieter (z.B. Prime Video, Rakuten TV, o.ä.) kann bereits in diesem Schritt durchgeführt werden.

webOS 2022 

Home Dashboard

Bildmodus wählen

weitere Einstellungen 

Allgemeine Einstellungen

Das Betriebssystem ist auch in 2022 LGs eigenes webOS. Das webOS 22 wurde weiter optimiert und bietet neue Features. So befinden sich z.B. anpassbare Benutzerprofile. Jedes Haushaltsmitglied kann seine eigenen bevorzugten Inhalte festlegen und gestalten. Optisch ist es ansprechend und auch übersichtlich gehalten, so dass man gewünschte VoD-Anbieter oder sonstige Inhalte flink und mühelos findet. Während sich die webOS-Oberfläche über den gesamten Bildschirm legt, wird das eigentliche Einstellungsmenü als Overlay über den aktuell laufenden Programminhalt gelegt. Die einzelnen Punkte sind in "Bild", "Ton", "Allgemein" und "Support" untergliedert, Hilfetexte zum aktuell ausgewählten Thema erleichtern auch weniger versierten Anwendern die Bedienung.

Fernbedienung

Sowohl die webOS Home-Oberfläche als auch innerhalb des Einstellungsmenüs reagiert der LG Fernseher zügig auf sämtliche Eingabebefehle. Es kann zwar die ein oder andere Sekunde dauern, bis sich ein größeres Menüfeld öffnet, dann aber gelingen alle Eingaben nahezu verzögerungsfrei. Das gilt auch für Apps. Bis sich YouTube oder Netflix öffnet, muss man im Vergleich mit z.B. einem LG OLED TV mit leistungsstärkerem Prozessor einen kurzen Moment einplanen. Sobald die App aber vollständig geöffnet und geladen wurde, bedient man den 50QNED819QA sehr flink und ohne Wartezeit.

Bild

Der LG 50QNED819QA bringt mit "Lebhaft", "Standard", "Sparmodus", "Kino" und "Fußball" einige Voreinstellungen als Bildmodi mit. Lebhaft und Standard wirken sehr hell, sehr dynamisch und mit intensiven Farben, während Kino eine angenehmere Farbtemperatur und einen generell natürlicheren Bildeindruck gewährleistet. Das Fußball-Preset soll eine möglichst scharfe Darstellung, auch bei schnellen Bewegungsabläufen, garantieren. Außerdem gibt es, wie eingangs schon erwähnt, den Filmmaker Mode. Dabei werden sämtliche dynamischen Bildoptimierer, auch die Zwischenbildberechnung, deaktiviert. Die Einstellung bietet eine sehr solide visuelle Darstellung mit hoher Natürlichkeit und angenehmer Farbtemperatur, die sich besonders beim Serien- und Filmgenuss empfiehlt. Allerdings erzielt man damit die besten Ergebnisse, wenn nicht gerade externer hoher Lichteinfall bei Tageslicht herrscht. Außerdem stehen beim 50QNED819QA zwei isf Experte-Modi zur Verfügung. Einer davon ist für Schauen bei Tageslicht gut geeignet, während der andere bei dunkler Umgebung vorzuziehen ist. Darüber hinaus kann man AI-Bild Pro aktivieren, bei dem insbesondere die Schärfe sowie weitere Bildparamter abhängig vom gezeigten Inhalt angepasst werden. Weiterhin ist der Spiele-Optimierer an Bord, der mit drei auswählbaren Genres aufwartet und verschiedene weitere, Gaming-relevante Einstellungsmöglichkeiten zu Bildwiederholrate und Latenz bereitstellt.

1080p Blu-ray Disc, Skyfall, ab Kapitel 1

Zunächst betrachten wir die Wiedergabe einer konventionellen Blu-ray Disc mit einer nativen Auflösung von 1080p. Der 50QNED819QA muss also den Bildinhalt auf die deutlich höhere 4K-Auflösung skalieren und dennoch ein angenehm ruhiges und sauberes Bild liefern. Kritik erntet der Fernseher hier nicht. Das gesamte Bild wirkt stabil und ist nicht von irgendwelchen Artefakten gekennzeichnet. Die Frame-Interpolation und sonstigen Optimierer wurden zunächst im Rahmen des Filmmaker Modes deaktiviert, auch um zusätzlichen Rechenaufwand einzuschränken, damit der TV sich voll und ganz auf das Scaling konzentrieren kann. Insgesamt mit ausgezeichnetem Ergebnis. Die Kanten und das gesamte Bild wirken gestochen scharf, gleichzeitig kommen aber auch feine Strukturen der Kleidung und Gesichtszüge detailliert heraus. Auch schnelle Bewegungen werden kompromisslos sauber dargestellt. Bei der Verfolgung des Schurken auf dem fahrenden Zug gibt es keine zitternden Objektkanten oder Nachzieheffekte. Die 24p-Stabilität beeindruckt uns ebenfalls. Schnelle Kameraschwenks zeigen keine Schwächen und insgesamt wirkt das Bild durchweg stabil und angenehm, trotz des steten Gerangels der Kontrahenten sowie der vielen Schnitte und Kamerafahrten im zweiten Kapitel. Die ein oder anderen nicht ganz sauber definierte Armbewegung oder eine zitternde Kante gibt es schon mal und natürlich kann LG den typischen 24p-Judder nicht vollends ausmerzen, insgesamt aber eine sehr gute Performance. Die Farbgebung gefällt mit Authentizität und wirkt nicht zu intensiv. Bislang haben wir den LG TV allerdings noch bei typisch durchschnittlichem Tageslichteinfall betrachtet. Er zeigt hier ein durchaus schon ein kontraststarkes Bild, lediglich die Differenzierung einzelner Tiefenebenen im Bild ist nicht ganz perfekt und natürlich gehen im tiefen Grau-Bereich einige Details verloren.

Wir verdunkeln daher den Raum und nehmen direkt eine gesteigerte Plastizität und ein höheres Differenzierungsvermögen, auch im Grenzbereich, wahr. Der Schwarzwert ist für einen LCD-TV mit Hintergrundbeleuchtung in dieser günstigen Preisklasse beeindruckend. Auch die schwarzen Balken bei der Cinemascope-Darstellung sind wirklich schwarz, allerdings fällt auf, dass keine absolut 100%ige Homogenität der Hintergrundbeleuchtung gegeben ist. Es gibt immer noch leicht hellere Bereiche, z.B. in den Ecken des Gerätes. Richtige Hot Spots sind es aber keinesfalls und man muss hier schon genau hinsehen. Auch fällt auf, dass der TV bezüglich des Blickwinkels nicht unempfindlich ist. Sitzt man nicht gerade vorm TV, sondern seitlich versetzt oder schaut von oben bzw. unten auf das Bild, sind Erhellungen im Randbereich erkennbar. Die Farben wirken im abgedunkelten Raum nochmals besser und werden cinephilem Anspruch absolut gerecht. Aber auch hier sollte man aufpassen, dass man recht zentral vor dem TV sitzt. Bei seitlicher Betrachtung sind die Farben zwar nicht stark verfälscht, aber deutlich geringer in ihrer Intensität.

Auf die einzelnen Modi und die Qualität der Zwischenbildberechnung des 50QNED819QA werden wir im nächsten Abschnitt noch präziser eingehen. Hier sei nur schon mal erwähnt, dass der zusätzliche Rechenvorgang dem Fernseher keine Probleme bereitet und Scaling zusammen mit Frame-Interpolation kein verstärktes Auftreten von Artefakten zur Folge hat.

Ultra HD Blu-ray, Mord im Orient-Express, ab Filmbeginn

Bevor wir TruMotion - die Zwischenbildberechnung von LG - aber auch hier aktivieren, betrachten wir die erste Szene nativ in 24p. Der Blick in die Sonne mit darauffolgendem Schwenk auf die Klagemauer in Jerusalem inklusive zahlreicher Pilger und Prediger eignet sich exzellent zur Beurteilung beider Betriebsarten. Den guten Eindruck hoher 24p-Stabilität kann der 50QNED819QA auch bei der Ultra HD Blu-ray-Wiedergabe untermauern. Zwar sind die vielen bewegten Objekte in Form der "Klagenden", die man aus der Vogelperspektive am Boden umherwuseln sieht, nicht alle völlig stabil, Arm- und Kopfbewegungen ziehen immer mal eine zitternde Kante nach sich, insgesamt ist die Darstellung aber ruhig und angenehm. Die Mauer, beim Kameraschwenk rechts im Bild, ist zudem frei von Artefakten und zitternden Fugen, das haben wir bei vergleichbaren Fernsehern schon ganz anders gesehen. Auch der Schwenk an sich läuft ruhig und ruckelfrei ab.

Wer keinen 24p-Judder und mehr Bewegungsschärfe möchte, aktiviert beim 50QNED819QA die TruMotion Zwischenbild-Berechnung. Grundsätzlich bringt der TV hier vier Einstellungsmodi mit: Filmische Bewegung, Natürlich, Glatte Bewegung und Nutzerauswahl. Bei letzterem handelt es sich um einen individuell justierbaren Modus, bei dem jeder Anwender die für sich beste Einstellung finden kann. Out-of-the-box ist unserer Meinung nach noch genau ein Modus übrig, der sich für filmaffine Nutzer eignet: Filmische Bewegung. Das Preset Glatte Bewegung übertreibt schlichtweg maßlos. Zwar wirkt die Darstellung sehr scharf und sämtliche Bewegungen laufen wirklich aalglatt und sauber ab, allerdings wirkt das Bild nicht mehr, wie man es aus dem Kino kennt. Man handelt sich einen sehr digitalen Look ein, der eher einer Soap-Opera oder einer Dokumentation ähnelt als einem Spielfilm. Zudem scheint der Algorithmus das Bild derart akribisch zu "säubern", dass diesem stellenweise auch Bildinhalte zum Opfer fallen. Der Lens Flare beim Kameraschwenk, als man direkt in die Sonne schaut, fällt nur einen Bruchteil so lang aus wie beabsichtigt und wirkt nahezu beschnitten. Nicht viel anders sieht es aus, wenn man sich für das Preset "Natürlich" entscheidet. Auch hier ist die Darstellung von einem eindeutigen Video-Look gekennzeichnet, insgesamt sieht der Modus nur geringfügig natürlicher aus als "Glatte Bewegung" und sollte ebenfalls nur von Fans absoluter Bewegungsschärfe verwendet werden, die dafür gerne andere Nachteile in Kauf nehmen. "Filmische Bewegung" ist zwar ebenfalls in der Ausprägung ähnlich, fährt die digitale Optik aber deutlicher zurück und liefert einen, zwar nicht perfekten, aber natürlicheren Look, mit dem sich auch Filmenthusiasten anfreunden können. Die Bewegungsschärfe ist deutlich höher als im nativen 24p-Modus. Der typische Film-Look wird zwar immer noch nicht erreicht, so extrem wie in den anderen Modi nimmt der Fernseher aber nicht Einfluss, dafür muss man wiederum ein paar zitternde Kanten in Kauf nehmen. Insgesamt ist es wohl am besten, man setzt sich eingehender mit dem Thema auseinander und justiert den Modus "Nutzerauswahl" nach persönlichem Gusto.

Das HDR-Bild an sich begeistert hingegen. Einzelheiten und Strukturen an der Uniform der Polizisten kann man ausmachen, ebenso die charakteristischen Gesichtszüge von XY als Hercule Poirot. Gleichzeitig gelingt auch die Darstellung von Highlights exzellent und dank der präzisen Ansteuerung der Hintergrundbeleuchtung sind auch benachbarte Bereiche, die sich in ihrer Helligkeit extrem unterscheiden, sauber differenziert. Das Bild ist nicht völlig rauschfrei, begeistert aber insgesamt auch anspruchsvollere Nutzer, die auf Gesamtkontrast und Schwarzwert Wert legen. Nochmal der Hinweis, dass diesbezüglich und auch für eine korrekte Farbdarstellung man sich nicht allzu weit links und rechts vom Fernseher aufhalten sollte. Insgesamt gesehen wird aber für einen Preis von unter 1.000 Euro hier schon ein überaus beachtliches visuelles Niveau geboten.

Tuner

Der 50QNED819QA ist für die drei gängigen Signalarten (DVB-C/DVB-T2/DVB-S2) gerüstet, allerdings lediglich mit einem Single Tuner ausgestattet, ein gleichzeitiges Aufnahmen eines Senders und das Ansehen eines anderen Programmes ist also nicht möglich. Grundsätzlich ist die Aufnahme von TV-Sendungen auf einen externen USB-Speicher aber möglich und auch Timeshift sowie HbbTV werden unterstützt. Das EPG zeigt die Programmübersicht für die kommenden 8 Tage an. Die Umschaltzeiten bei Kabelfernsehen liegen zwischen einer und zwei Sekunden und sind absolut im Rahmen. Visuell kann der 50QNED819QA die guten Eigenschaften, die wir bei Blu-ray und UHD Blu-ray beobachten konnten, fortsetzen. Hochwertig produzierte HD-Sendungen gelingen mit guter Schärfe, sehr guten Kontrasteigenschaften und nicht überdurchschnittlicher, aber guter Plastizität und Tiefenstaffelung. Auch die Farben wirken lebendig, aber nicht übertrieben. Wichtig beim TV-Alltagsgenuss ist ein stabiles, angenehmes und rauscharmes Bild. Diesbezüglich hat der LG-Fernseher keinerlei Probleme und präsentiert ein angenehmes Bild, dass man auch über einen längeren Zeitraum mühelos genießen kann. Harte Kanten sind nicht völlig frei von Treppenstufenbildung, insgesamt weist das Bild aber durchaus eine hohe Detail- und Kantenschärfe auf, ohne überschärft zu wirken. SD-Sender hingegen fallen klar ab und hinterlassen keinen ganz so guten Eindruck, obwohl der TV in 50" eine recht hohe Pixeldichte aufweist. SD-Programme kann man immer noch, ohne allzu eklatante Abstriche, genießen, die Schärfe fällt allerdings deutlich ab. Auf die allgemeine Gesamtbildruhe und die angenehme Stabilität hat die Auflösung allerdings keinen negativen Einfluss.

Klang

Ton-Modus wählen

Akustisch schlägt sich der LG 50QNED819QA erfreulicherweise sehr gut und trotz der nicht allzu ausladenden Größe des Gerätes können auch weitläufige Wohnzimmer angemessen beschallt werden. Selbst in höheren Pegelbereichen zeigt der TV keine unschönen Verzerrungen oder ein Durchschlagen der Woofer. Für den TV-Alltag ist auch die Klangqualität auf überaus solidem Niveau mit guter Stimmcharakteristik und einem räumlichen Klangeindruck. Dieser kann mit dem entsprechenden Tonmodus noch verstärkt werden oder man setzt gleich auf AI-Ton Pro. Während der Betrachtung einer Krankenhaus-Serie übertreibt der TV zwar ein wenig und setzt stark auf eine virtuelle Verbreiterung der Bühne, der Gesamteindruck der Tonalität aber bleibt weiterhin stimmig und auch die Dialoge wirken authentisch. Gerade beim Filmgenuss kann man mit AI-Ton Pro oder auch dem Modus Kino für etwas mehr Räumlichkeit und eine breitere Kulisse sorgen. Eine Kombination mit einer Soundbar oder zusätzlichen Lautsprechern bietet sich aber in jedem Fall an, da es gerade bei Action-Spektakteln dann doch an Volumen und Tiefgang mangelt. Das ist, abgesehen von Topmodellen und ähnlich luxuriös ausgestatteten Geräten, bei Fernsehern allerdings der Regelfall.

Fazit

Die moderne QNED-Technologie, die beim 50QNED819QA zum Einsatz kommt, ist zweifellos das Highlight des LG-Fernsehers. Mit einer UVP von unter 1.000 Euro markiert er beim koreanischen Hersteller den Einstieg ins Sortiment der TVs, die Quantum Dot- und NanoCell-Technologie erfolgreich miteinander kombinieren. Zu diesem Preispunkt liefert er eine erstaunlich hohe visuelle Kompetenz und kann zweifellos von der präzisen Steuerung Hintergrundbeleuchtung profitieren. Ein paar Abstriche muss man aufgrund des vergleichsweise geringen Preises allerdings in Kauf nehmen. So ist es nicht perfekt um die Blickwinkelstabilität bestellt und er kann die Probleme bezüglich einer nicht völlig homogenen Helligkeitsverteilung nicht komplett ausmerzen. Insgesamt betrachtet ist die Darstellungsqualität in diesem Preisbereich aber beachtlich und auch das Upscaling von niedriger aufgelösten Inhalten verrichtet er tadellos. Die Klangqualität ist ebenfalls solide und auch größere Wohnzimmer kann der 50QNED819QA angenehm beschallen. Das Handling überzeugt ebenfalls, lediglich nach Betriebsstart und beim Laden von Apps muss man kurze Verzögerungen einkalkulieren. Wer über die Neuanschaffung eines nicht allzu teuren Fernsehers des Jahrgangs 2022 nachdenkt, sollte beim LG QNED819QA in 50 Zoll definitiv einen zweiten Blick riskieren. Dank des besonders attraktiven Preispunktes und der Integration der QNED-Technologie macht er sich um unser begehrtes Prädikat der Preisklassen-Referenz verdient.

Moderner LG LCD-Fernseher mit QNED-Technologie zum besonders attraktiven Preis

13.05.2022

 

Test: Philipp Kind
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 13.05.2022

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