TEST: KEF Coda W - Aktivlautsprecher-Ensemble mit kultiviertem Klang, umfangreicher Ausstattung und nobler Optik

Kef Coda W Gruppenbild

Für einen Einzeltest haben wir von KEF die brandneue Coda W erhalten. Hierbei handelt es sich um optisch bewusst klassisch gehaltene Aktivlautsprecher, die Tradition und Moderne perfekt miteinander verbinden sollen. Die Coda W sind in den Farbvarianten Vintage Burgundy, Nickel Grey, Moss Green, Midnight Blue und Dark Titanium für einen Paarpreis von 899 EUR im Handel erhältlich. Unsere Testsamples sind im zeitlosen Oberflächenfinish Dark Titanium ausgeführt.

Die KEF Coda W verfügen über keine Netzwerkschnittstelle wie z.B. die KEF LSX II mit umfangreichen Netzwerk-Streamingfunktionen. Bei der KEF Coda W stehen diejenigen Anwender im Fokus, die beispielsweise komfortables Bluetooth-Streaming in Verbindung mit dem praktischen Phono-Anschluss der Coda W fokussieren. Gehen wir auf die Einzelheiten ein. Die KEF Coda W setzt auf die Bluetooth-Version 5.4 inklusive aptX Adaptive Lossless - dieser Codec unterstützt eine Auflösung in CD-Qualität von bis zu 16 bit/44,1 kHz. Klassische analoge Verbindungen sind für die Coda W ebenfalls kein Problem. Die Lautsprecher verfügen praktischerweise über einen integrierten Phono-Vorverstärker, der eine direkte Verbindung mit Plattenspielern mit MM-Tonabnehmersystem möglich macht – ohne zusätzliches Equipment.

Besitzt man einen Plattenspieler, der bereits einen eingebauten Phonovorverstärker mitbringt und den man auch verwenden möchte, kann man die KEF Coda W ganz normal über Cinch/RCA verbinden. Dank HDMI ARC-Anschlussmöglichkeiten nimmt der Hauptlautsprecher der Coda W ganz einfach Kontakt mit dem Smart-TV auf. Aufgrund des USB-Type-C-Eingangs zeigt sich Coda W für Notebook/PC-Audio empfänglich und unterstützt hochauflösendes Audio-Decoding mit bis zu 24 Bit/192 kHz. 

Die beiden Lautsprecher kommunizieren nicht wireless untereinander, sondern werden über ein USB-C Kabel miteinander verbunden. Das im Lieferumfang befindliche Kabel hat eine Länge von 3 Meter. Optional führt KEF auch noch ein 8 m langes USB-C-Kabel, sollte das Mitgelieferte zu kurz sein. Der Preis für das längere Kabel beträgt 59 EUR. Signal & Strom werden mittels USB-C übertragen, und somit arbeiten in beiden Boxen Endstufen. 

Kef Coda W Primary Speaker Detail Schallwand2

Aufgesetzte und schwarz-matte Schallwand trifft auf ein Oberflächenfinish in Dark Titanium

Inspiriert wurden die Aktivlautsprecher von der originalen Coda-Lautsprecherserie aus den 1970er Jahren, die saubeen High-Fidelity-Sound zum fairen Preis bieten konnten und damit sehr erfolgreich waren. Die Coda W im Jahr 2025, so verspricht der britische Hersteller weiter, stellen eine Synthese aus typischem, kultivierten KEF-Sound und enormer Benutzerfreundlichkeit dar und nimmt optische Anleihen an der Ur-Coda.

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Wenden wir uns der Verarbeitung zu.

Wie wir bereits eingangs erwähnt haben, verfügen unsere Testmuster über eine Oberfläche in Dark Titanium. Das matte Finish ist tadellos aufgebracht, Staubeinflüsse oder Ähnliches sind bei unseren Testsamples nicht feststellbar. Optisch sehr gelungen ist unserer Meinung nach die aufgesetzte Schallwand mit den charakteristischen Einkerbungen. Scharfe Kanten oder unsaubere Übergänge können wir bei unseren Testmustern nicht feststellen. Die Rückseite besitzt die gleiche Designsprache wie die Frontpartie. 

Mit ihren schlanken Abmessungen von 285 mm Höhe, einer Breite von 168 mm sowie einer Tiefe von 268 mm fügen sich die Schallwandler harmonisch in die Hörumgebung ein und setzen gekonnte optische Akzente. Die Code W können problemlos neben einem TV oder auf einem Sideboard positioniert werden. Für Anwender mit hohem ästhetischen Anspruch führt KEF die Lautsprecherstative SQ1 im Programm. Sie sind in den Farben Mineral White und Slate Grey für einen Paarpreis von 299 EUR beim Hersteller und im Handel erhältlich.

Kef Coda W Primary Speaker Detail Schallwand

Die aufgesetzte Schallwand in der Detailansicht

Kef Coda W Primary Speaker Uni Q Treiber

Uni-Q Treiber der 12. Generation

Die Coda W wären keine typischen KEF-Schallwandler, wenn nicht hochentwickelte Technologien der britischen Lautsprecher-Manufaktur aus Maidstone zum Einsatz kämen. Kernstück der Coda W Lautsprecher ist ein koaxialer 13-cm-Uni-Q-Treiber der 12. Generation, der mit seinem außergewöhnlich präzisen akustischen Timing überzeugen kann - dank seines Arbeitsprinzips als Punktschallquelle, bei der der Hochtöner im Zentrum des Tief-/Mitteltöners sitzt. 

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Yamaha True X 800x600

Bei der Coda W kommt eine 25 mm messende Aluminium-Hochtonkalotte sowie ein Tief-/Mitteltöner mit 130 mm-Membran aus einer Magnesium/Aluminium- Legierung zum Einsatz. Richtig in Szene gesetzt wird der Uni-Q-Treiber von Class-D-Verstärkern mit einer kombinierten Systemleistung von 200 Watt. Haupt- und Sekundärlautsprecher sind mit jeweils eigenen Verstärkern für Hochtöner und Tieftöner ausgestattet, um aus den kompakten Gehäusen einen räumlich dichten, lebendigen Klang zu ermöglichen - ob dies in der Praxis zutrifft, haben wir später überprüft. Ebenfalls ist die uns sehr gut bekannte und von uns geschätzte Music Integrity Engine Bestandteil der Ausstellung. Hierbei handelt es sich um genau aufeinander abgestimmte, proprietäre DSP-Algorithmen von KEF, die speziell auf die Bedürfnisse der Coda W angepasst wurden. Der Frequenzgang der Aktivlautsprecher wird mit 41 Hz bis 20 kHz angegeben (±3 dB) und der maximale Schalldruck beträgt 102 dB.

Kef Coda W Primary Speaker Uni Q Treiber Detail

Die Aluminium Hochtonkalotte im Detail

Kef Coda W Primary Speaker Status Led
Status-LED am Hauptlautsprecher

Am Hauptlautsprecher informiert eine farbige LED üben den gewählten Eingang und vieles mehr. Leuchtet die Diode orange, sind die Coda W im Standby-Modus und leuchtet diese durchgehend blau, sind die Lautsprecher per Bluetooth mit dem Smartphone oder Tablet verbunden. Blinkt die LED blau, befindet sich die Aktivlautsprecher im Bluetooth-Pairing Modus, und leuchtet diese türkis, ist der TV-Modus aktiv und die Lautsprecher sind erfolgreich mit einem TV verbunden. Eine blinkende türkise LED signalisiert, dass die Coda W versuchen, eine Audioverbindung mit dem TV herzustellen, und blinkt diese schnell in Türkis, ist keine Verbindung zum TV möglich. Tritt dieser Fall ein, sollte der Anwender ein anderes HDMI-Kabel verwenden. Blinkt die LED abwechselnd türkis und lila, ist der TV-Modus gewählt, dass empfangene Audiosignal liegt allerdings nicht in PCM vor. Hier muss man im Audio-Menü des TVs die PCM-Tonsignalausgabe auswählen und nicht Bitstream. Eine durchgehend lila leuchtende LED informiert, dass der optische Digitaleingang aktiviert wurde. Leuchtet die LED rosa, ist der USB-Modus aktiv und eine gelbe Farbe sagt aus, dass der AUX-Eingang ausgewählt wurde. Hellviolett signalisiert, dass der Phono-Modus in Betrieb ist. 

Kef Coda W Primary Speaker Bedienelemente Oberseite

Stationäre Bedienelemente am Primary-Speaker

Für eine stationäre Bedienung direkt am Device verfügt der Hauptlautsprecher des Ensembles über zahlreiche Bedienelemente, die auf der Oberseite des Lautsprechers untergebracht wurden. Hier finden wir einen Button zum Ein- und Ausschalten des System, einen Taster für die Eingangswahl sowie zwei Bedienelemente für die Lautstärkeregelung. Die Taster sind in einer gummierten Leiste untergebracht und weisen einen guten Druckpunkt auf. Oberhalb der Bedienelemente ergänzen LEDs, die den gewählten Eingang anzeigen, das Sortiment.

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Für eine komfortable Steuerung der Aktivlautsprecher vom Hörplatz aus befindet sich im Lieferumfang der Coda W eine Fernbedienung, die aus schwarzem Kunststoff hergestellt ist und eine matte Oberfläche besitzt. Der uns gut bekannte Sender liegt tadellos in der Hand und die Taster haben einen sehr guten Druckpunkt. Mittels der Remote können wir unser Coda W System ein- sowie ausschalten, die Lautstärke regulieren, eine Stummschaltung aktivieren sowie den gewünschten Eingang auswählen. Ein Skippen von Musiktiteln ist z.B. bei der Spotify-Zuspielung via Bluetooth ist ebenfalls möglich.

Kef Coda W Fernbedienung

Der Handsender

Kef Coda W Rueckseiten Vergleich

Die Rückansicht der beiden Lautsprecher. Links der Primary Speaker mit der Anschlusssektion und rechts der Secondary Speaker

Oben sehen wir die Rückansicht der nach dem Master/Slave Prinzip ausgeführten KEF Coda W. Links im Bild befindet sich der Hauptlautsprecher, der die Anschlusssektion beherbergt. Zu den einzelnen Anschlüssen haben wir bereits nahezu alles geschrieben, hier nochmals eine Zusammenfassung. Der Master-Lautsprecher, oder auch, wie KEF sagt, "Primary Speaker", verfügt über einen integrierten Phono-Vorverstärker, der eine direkte Verbindung mit MM-Plattenspielern möglich macht. Ein dedizierter Phonoeingang inklusive Erdung findet sich daher auf der Rückseite. Ferner vorhanden ist einweiterer RCA-Eingang (LINE), ein HDMI ARC-Anschluss sowie USB-C. Mittels dieser Verbindungsform wird hochauflösendes Audio-Decoding mit bis zu 24 Bit/192 kHz unterstützt. Hinzu kommen ein optischer Digitalanschluss und praktischerweise auch ein Subwoofer-Pre-Out.

Kef Coda W Primary Speaker Rueckseite

Die Rückseite des Master-Lautsprechers in der Gesamtübersicht

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Kef Coda W Primary Speaker Schriftzug Rueckseite

Coda W-Schriftzug, der Reset-Button und der Knopf fürs BT-Pairing im Detail

Kef Coda W Primary Speaker Anschluesse Bedienelemente Rueckseite

Sehr breit gefächters Spektrum beim Anschlussangebot

Kef Coda W Secondary Speaker Rueckseite

Die Rückseite des Secondary Speakers

Wie üblich, präsentiert sich die Rückseite des Secondary Speaker wenig spektakulär. So befindet sich lediglich eine USB-C Anschluss auf der Rückseite des Lautsprechers - für die Verbindung zum Hauptlautsprecher.

Kef Coda W Secondary Speaker Anschluss

USB-C Buchse für die Verbindung zum Hauptlautsprecher

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