TEST: Heco In Vita 3 - stilvoller, edler Regallautsprecher mit homogenem Klang

Klang

Als HiFi-Komponenten für den Test setzen wir auf unsere bewährte Aurum-Elektronik, bestehend aus dem A9 Vollverstärker und dem C9 CD-Spieler

Wir beginnen unsere Testreihen mit "Ain't No Sunshine" von Eva Cassidy. Unsere In Vita 3 efreut uns mit einer erstaunlich sensiblen, feinen Wiedergabe. Hatten manche Heco-Lautsprecher in der Vergangenheit eher einen etwas zurückhaltenden Hochtonbereich, der so manches Detail verschwieg, holen die beiden In Vita-Lautsprecher eine durchaus beachtliche Klarheit aus dem Quellmaterial. Auch die Instrumente profitieren davon, hier sind die Strukturen zu jedem Zeitpunkt mit sehr guter Präzision zu vernehmen. Das gilt auch fürs Klavier, das uns nur minimal zu hell erscheint und sich etwas über die restlichen akustischen Elemente legt. Die Räumlichkeit gefällt uns, sie wirkt realistisch und dicht. 

Wir setzen mit Hans Zimmers "Wheel Of Fortune" fort. Und wieder beeindrucken uns die Heco-Schallwandler mit einer feinen, dennoch entschlossenen Wiedergabe. Als nach dem Intro ein enormer Dynamiksprung vollzogen wird, sind unsere Testkandidaten mit einer Impulstreue zur Stelle, die wir nicht von älteren Heco-Produkten gewohnt sind. Der stets klare, aber nie harsche Hochtonbereich zeugt ebenfalls von einer enorm sorgfältigen klanglichen Abstimmung. Die In Vita 3 spielt frei, ungezwungen, zugleich exakt auf - das ist eine Mischung, die uns nicht nur gefällt, sondern die auch dafür sorgt, dass sich der elegante Lautsprecher an der Klassenspitze mitspielt. 

Als nächster Titel folgt "Dell Amore Non Si Sa" von Andrea Bocelli. Hier kann die In Vita 3 direkt von Beginn an ihr Können zeigen, denn eine sensible, feinsinnige Darstellung ist hier nötig. Und diese bieten unsere Testkandidaten in einer Ausprägung, die erneut höchstes Lob verdient. Andreas Stimme überzeugt uns mit einer charismatischen Darstellung, und das Klavier ist so gut getroffen, dass man sogar die Anschlagdynamik der Tasten im Ansatz vernehmen kann. 

Wir wechseln das Genre - und kommen zu "The Howling" von Within Temptation. Eigentlich nicht die Spielwiese für eine Box, die sensible Inhalte gut wiedergibt, aber die In Vita 3 bleibt auch hier absolut souverän und holt einiges aus Sharon Den Adels Stimme heraus. Andere Lautsprecher mögen hier fetziger und grobdynamisch noch ausgeprägter agieren - aber leider oft mit negativen E9inflüssen wie einem zu spitzen, zu harten und verzerrten Klang. Das alles bleibt bei der In Vita 3 weitestgehend aus, beeindruckend ist, wie klar, wie homogen und wie genau auf den Punkt gebracht der Sound bleibt. Die E-Gitarren-Riffs und die Schlagzeug-Einsätze pusht der Schallwandler mit Verve, aber zudem auch noch gefällig in den Hörraum. 

"Silmarilla 2007" von Carlos folgt nun als klassischer Trance-Track, der nie aus der Mode kommt und immer noch bestens anhörbar ist. Mit den harten Kickbässen haben die In Vita 30 keinerlei Berührungsängste und erweisen sich erneut als pegelfest. Aufällig ist auch hier wieder die hohe Harmonie im Klangbild. Das ermöglicht das längere Hören auch mit hoher Grundlautstärke - weil sich nie störende Elemente ins Klangbild mischen. Immer bleibt die Box ihrer angenehmen Auslegung treu und würzt diese mit einem durchaus nachdrücklichen, aber zugleich präzisen Bassbereich.

Konkurrenzvergleich

Anzeige

Canton Reference 9 K: Da sieht man schon, wie viel wir von der In Vita 3 halten - im Konkurrentvergleich ziehen wir sogar die sehr viel teurere Reference 9 K (Paarpreis: 2.700 EUR) von den Klang-Experten aus dem Taunus mit hinzu. Die optisch klassisch wirkende, edel verarbeitere Reference 9 K setzt hinsichtlich Detaillierung und Transparenz schon nochmal einige Schippen drauf und auch hinsichtlich der Tiefenstaffelung ist er eine Klasse für sich. Trotzdem kann die In Vita 3 in vielen Belangen - Klarheit, Nachdruck, Tiefgang - dranbleiben - was eindrucksvoll beweist, wie gut dieser Lautsprecher gelungen ist. Den Wert der Reference 9 K schmälert das trotzdem nicht - wer extrem anspruchsvoll hören möchte, fährt mit diesem meisterlichen Schallwandler nach wie vor enorm gut.  

Dali Opticon 2 MK2: Das Paar kostet knapp 1.300 EUR und zeichnet sich durch eine grundsolide Verarbeitung aus. Kein Wunder, die sorgfältige Fertigung erfolgt komplett im Stammwerk in Dänemark, was außergewöhnlich ist. Die sehr hochwertigen Chassis stellen einen lebendigen, in sich schlüssigen Klang sicher. Zudem erweist sich die Opticon 2 MK2 als noch pegelfester im Vergleich zur Heco, die dafür nochmals verbindlicher, homogener klingt. Die opulente Optik der In Vita 3 bietet die Dali nicht, sie wirkt weniger aufwändig gemacht - das Gebotene liegt aber trotzdem auf hohem Niveau. 

JBL Synthesis L52 Classic: Richtig gut gefällt uns der Retro-Style der JBL-Boxen, der zudem mit einer ansprechenden Verarbeitung kombiniert wird. Optisch zielen die beiden kompakten Schallwandler in eine völlig andere Richtung als die Heco In Vita 3. Letztere steht mehr für die noble Eleganz, während die L52 Classic modernen Lifestyle perfekt verkörpert und auch in der hippen Wohnung in Berlin-Kreuzberg einfach nur cool wirkt. Der Investment-Banker hingegen stellt ohne Bedenken die In Vita 3 in seine edle Frankfurter Stadtwohnung. Klanglich legt die L52 mit dem kräftigen Bass ansatzlos ab und zeigt, was sie ist: Ein Lautsprecher, mit dem man durch und durch Spaß haben kann, der aber trotzdem präzise und verlässlich agiert und sich keine tonalen Schnitzer leistet. Die In Vita 3 tritt sensibler, feinfühliger auf, kann aber bei Bedarf ohne Probleme kräftig zupacken. 

Fazit

Die Heco In Vita 3 entpuppt sich als Volltreffer auf der ganzen Linie. Sie sieht richtig gut aus und scheut sich nicht, beim Design auch neue Wege zu gehen, was dem optischen Wiedererkennungswert zugute kommt. Sie ist einwandfrei verarbeitet und geizt auch nicht bei der Materialqualität. Besonders attraktiv finden wir die flachen, magnetisch haltenden Abdeckungen, die durch die Transparenz des verwendeten Akustikstoffs die dahinter liegenden Membranen mit den nobel Umrandungen durchschimmern lassen. Klanglich trifft die In Vita 3 mit ihrem einerseits feinfühligen, andererseits auch dynamisch-kraftvollen Antritt den Geschmack vieler Hörer. So bleibt ein eindeutiger Gesamteindruck zurück - ohne Zweifel ist die Heco In Vita 3 derzeit einer der besten Regallautsprecher in der Liga bis 1.000 EUR Paarpreis. 

Feine Optik, exzellente Materialqualität, hervorragender Klang - die Heco In Vita 3 spielt in jeder Hinsicht an der Klassenspitze

Regallautsprecher bis 1.000 EUR Paarpreis
Test 02.  Mai 2023

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 02. Mai 2023

 

 

Anzeige


Weiter auf: Vorherige Seite

Seiten: 1 2

Tags:

Alle aktuellen Tests auf AREA DVD

Themen-Schlagwörter (nach Häufigkeit sortiert)

Lautsprecher Blu-ray Disc-Review Samsung Panasonic IFA TV Kopfhörer Ultra HD Ultra HD Blu-ray-Review Soundbar LG Sony AV-Receiver CES Teufel Fernseher OLED Denon Subwoofer nubert Verstärker Special Bluetooth-Lautsprecher Dolby Atmos Yamaha Smartphone Bluetooth Aktivlautsprecher Stereo Canton Dali Beyerdynamic JBL Marantz Philips aktiver Lautsprecher AVR Wireless-Lautsprecher KEF Info-Special

Privacy Manager
  ZURÜCK