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TEST: Canton SUB 1500 R - der Champion für 2.159 EUR

Für exakt 2.159 EUR ist der Canton SUB 1500 R gelistet. Eine stolze Summe, aber fürs investierte Geld kann sich der Käufer auch auf einen entsprechenden Gegenwert freuen. Der Subwoofer mit Passivmembran und aktivem Treiber (beide messen jeweils 308 mm) weist einen Übertragungsbereich von 18 Hz bis 200 Hz auf und besitzt eine von 50 bis 200 Hz regelbare Übernahmefrequenz.

308 mm Membran

Der aktive Treiber ist mit einer leichten und belastbaren Titanium-Membran (mit Wave-Sicke) ausstaffiert. Mit 38 cm Breite, 50 cm Höhe und 50 cm Tiefe ist der 26,7 kg wiegende 1500 R schon eine in Erinnerung bleibende Erscheinung. Die 500 Watt Dauerleistung und die 750 Watt Musikleistung der Class D-Endstufen tun ihr Übriges dazu, dass man an den bassstarken Hessen gern zurückdenkt.

Rückseite

Was bietet der SUB 1500 R an weiteren Ausstattungsmerkmalen? Nun, hier wären die Ein-/Ausschaltautomatik (die sehr gut funktioniert) zu nennen, ebenso die regelbare Lautstärke, die regelbare Phasenanpassung und die regelbare Übernahmefrequenz.

Anschlüsse hinten

Funk-Fernbedienung

Alle Einstelllungen kann man komfortabel mit der Funk-Fernbedienung vornehmen. Vorteil der Funk-Signalübertragung ist, dass man keinen direkten Blickkontakt zum 1500 R braucht, wie es bei einer IR-Remote der Fall wäre. Über die Fernbedienung schaltbar ist auch eine mehrstufige Raumkompensation, die in der Praxis tadellos arbeitet. Boost, Wide, Normal und Narrow sind hier möglich. In unserem 25 Quadratmeter messenden Hörraum haben wir, ganz schlicht "normal" verwendet. 

Canton gibt 2 Jahre Garantie auf den Bassistent, das ist etwaqs dürftig. 3 Jahre auf die aktiven Komponenten und 5 Jahre auf den Rest dürften es schon sein. 

Präzise eingepasstes aktives Chassis mit Titanium-Membran

Erstklassige Hochglanzlackierung, sauber gearbeitete Gehäuseecken

Das Finish ist grandios: Die Hochglanz-Lackierung ist makellos, glänzt im wahrsten Sinne des Wortes mit extremer Tiefe. Solide Standfüße unterm 1500 R sorgen für sicheren Stand. Das relatiov schwere Stoffgitter hält magnetisch - oder hält eben nicht: Das ist der einzige Kritikpunkt, schon wenn man den 1500 R leicht berührt, fällt das Gitter hinunter. Stärkere Magneten wären hier wünschenswert.

Standfüße

Seitliche Perspektive

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Ansonsten herrscht eitel Sonnenschein, die Rückseite zeigt uns eine akkurat eingepasste Metallplatte, auf der in Richtung der Innenseite die Elektronik sitzt. Das aktive und das passive Chassis sind präzise und fest verschraubt.

Klang

Bei einem Preis von deutlich über 2.000 EUR darf man erwarten, dass der 1500 R sowohl für Musik als auch für Filmton exzellent geeignet ist. Und unsere Erwartungen werden nicht enttäuscht: Bei der Lichtmond-Blu-ray "The Journey" in Dolby Atmos trumpft der hessische Bass-Experte groß auf. Wir hören "The Journey 1+2", "Flowing Like A River" und "Nothing But Change". Hier gibt es teils Bass-Effekte, bei deren Wiedergabe zahlreiche 1.000 EUR-Subwoofer sofort die weiße Fahne hissen, und selbst manches Oberklasse-Modell weiß hier nicht zu überzeugen. Der 1500 R hingegen macht alles richtig, und das auch bei Pegeln, die eine ganze Anwohnerstraße noch wahrnehmen kann, übertriebenn gesprochen. Klar und satt wird hier die ganze Bassgewalt der Titel übermittelt, mit präzise gezogenen Strukturen und einem überragenden Tiefgang: So bekommt man das gesamte tieffrequente Spektrum wie auf dem Silbertablett serviert.

Bei Tiestos "Elements Of Live" Tour - Copenhagen, Disc 2, DTS-HD Master Audio, lässt es der Canton-Woofer bei "He's A Pirate" und bei "Back In Your Head" massiv angehen - aber gleichzeitig so exakt und so genau auf den Punkt, dass man souverän auch hohe Pegel genießen kann. Immer modelliert er verschiedene Bass-Linien präzise auseinander, gleichzeitig wirkt der gesamte tieffrequente Bereich in sich stimmig und komplett homogen. Dass er bei hoher Lautstärke absolut unerschütterlich seiner Arbeit nachgeht, stellt der SUB 1500 R auch in der Wien-Sequenz von "Mission Impossible - Rogue Nation" deutlich zur Schau.

Die gewaltigen Dynamiksprünge innerhalb von Puccinis "Turandot" bereiten dem Kraft-Würfel aus dem Taunus keine Probleme: Mit Wucht und Nachdruck steht der Basslautsprecher sofort bereit. Aber auch große Effekte wie die Schüsse auf den Österreichischen Bundeskanzler stellt er hervorragend dar: Präzise und mit der nötigen Durchschlagskraft. Wo andere Subwoofer teils komplett versagen, legt der 1500 R vor. Er schafft es, kleine, kurze Bassanteile ebenso sicher und prägnant zu präsentieren wie große, massive tieffrequente Salven - so wie in der Eröffnung von "Batman The Dark Knight", als die Mannen des Jokers die Mafia-Bank überfallen und der erboste Filialleiter die Gangster mit einer Pumpgun aufs Korn nimmt. Die donnernden Schüsse in der riesigen Bankhalle ertönen realistisch, sowohl die MP-Salven der Joker-Bande als auch die vehementen einzelnen Schüsse aus der Pumpgun des Bankers.

Bei "Stirb Langsam 4.0" nehmen Gabriels Schergen die Wohnung von Hacker Matthew Farell unter Beschuss und dringen auch ins Mehrparteien-Wohnhaus ein. Als ein unliebsamer Gast nach der Explosion eines Feuerlöschers durch die geschlossene Scheibe auf die Straße hinauskatapultiert wird, bietet der Canton Subwoofer den gesamten Dynamikumfang dieses Effektes dar - kein Anschlagen, kein Verzerren, kein fehlender Tiefgang. Selbst bei der nochmals nachdrücklicheren Explosion in Farrells Wohnung am Ende der Sequenz schafft es der 1500 R, durchzuschalten und nicht die große Dynamik zu komprimieren. 

Demnach eine herausragende Leistung - was bietet die Konkurrenz?

Saxx deepSOUND DS-150DSP

Die Einordnung ins Konkurrenzumfeld dauert hier ein wenig. Denn wir haben zahlreiche starke Konkurrenten wie den Saxx deepSOUND DS-150DSP. Dieser wirft seine imposante DSP-Schaltung mit PC-Interface in die Waagschale, ein Traum für den versierten, akustisch erfahrenen Anwender. Nicht geeignet für normale Heimcineasten. Aber natürlich hat der Saxx-Bassist auch einige direkt einstellbare DSP-Spielereien, die jeder verwenden kann. Leistung satt bringt die Class D-Endstufe mit, die Verarbeitung ist exzellent. Was macht der Canton SUB 1500 R anders oder besser? Das Finish im letzten Detail ist noch eine Idee präziser, und "Präzision" ist auch akustisch das Stichwort. Wie exakt der 1500 R auch komplexe Bassgefüge seziert, ist der Genialität schon relativ nahe. Dafür bietet der "Saxxist" mit seiner DSP-Power ein mächtiges Tool für Hardcore-User. Ein Patt kristalliert sich heraus, Otto Normalverbraucher mit hohem Bassbedarf greift zum 1500 R, der Tüftler, der hochwertigste Elektronik möchte, zum deepSOUND DS-150DSP. Dieser lockt zudem mit einem günstigen Preis von derzeit unschlagbaren 1.440 EUR.

KEF KC62

Weiter geht es, es warten weitere hartnäckige Konkurrenten. Einen kennen wir noch gar nicht persönlich. Aber schon beim Lesen der bisherigen Informationen drückt es in unserem Bassbereich. Die Rede ist vom KEF KC62 mit der UniCore-Technologie. Mini-Abmessungen treffen hier auf Maxi-Bassgewalt. Bald steht der britische Tieffrequenz-Experte endlich in unserem Testraum. 1.500 EUR soll der neue Stern am Kompaktbassisten-Himmel kosten.

Preislich auch fair für die exorbitante Leistung ist der SVS SB16 Ultra. Mit 2.799 EUR ist er nur auf den ersten Blick teuer. Der geschlossene Subwoofer ist per App steuer- und einstellbar und bietet schier unerschöpfliche Leistungsreserven (1.500 W Dauerleistung, schier unfassbare 5.160 W Peak-Leistung), die er mit hervorragender Präzision kombiniert. Ein grosses Talent, aber das Einstellen dauert eine gewisse Zeit, während man den SUB 1500 R auspackt, anschließt und einsetzt. Der Hesse spielt noch etwas homogener, integrativer - wer absolute Spitzentechnik im Leistungs-Grenzbereich möchte, greift jedoch direkt zum solide verarbeiteten SVS.

Fazit

Ein hessisches Meisterstück ist der Canton SUB 1500 R. Das Finish setzt hier ebenso Maßstäbe wie der Klang: Untadelig präzise, auch bei höchstem Pegel, räumlich herausragend, das Volumen ist überwältigend, und der Tiefgang setzt im Hinblick auf Abmessungen und Preisklasse weitere Glanzpunkte. Trotz des gro0en 308 mm Chassis agiert der 1500 R auch bei kleinsten Impulsen sofort und ist demnach für Musik und Filmton gleichermaßen geeignet. 

Hessisches Meisterwerk mit überwältigender Performance

Aktive Subwoofer Oberklasse
Test 17. Februar 2021

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Philipp Kind
Datum: 17. Februar 2021

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