TEST: Bluetooth-Lautsprecher LG xboom Bounce by will.i.am - Spaßmacher mit Vollausstattung zum fairen Kaufpreis
Klangwertung
Nun möchten wir genauer auf die klanglichen Eigenschaften des Bluetooth-Speakers aus der 2025 Generation von LG eingehen. Nach mehreren Hörversuchen haben wir uns für die EQ-Kurve "AI-Sound" entschieden, bei der eine Genre-Analyse in Echzeit mittels KI erfolgt und der Klang entsprechend dem Quellmaterial angepasst wird, das hat überraschend gut funktioniert. Wir starten unsere Klangwertung mit "Come Undone" von der kanadischen Rockband My Darkest Days. Der Titel beginnt mit Klängen von einer E-Gitarre und nach wenigen Momenten folgen harte Drums. Beide Facetten meistert der LG Speaker für seine Gerätekategorie wirklich hervorragend, dass kompakte Bluetooth-Lautsprecher günstigerer Preisklassen bei solchen akustischen Elementen mittlerweile so aussagekräftig agieren, ist tatsächlich bemerkenswert. Als Matt Walst, Frontmann und Gitarrist der Band, zum Mikrofon greift, kann sich die Stimme überraschend deutlich vom xboom Bounce by will.i.am lösen, wirkt aber leicht nasal. Im weiteren Verlauf nimmt der Titel an Fahrt und Dynamik zu, und auch unter diesen Bedingungen gelingt eine außerordentlich gute Differenzierung der musikalischen Elemente - natürlich auch hier wieder in Bezug auf die Gerätekategorie zu verstehen. Als Tessa Niles als Background-Sängerin mit in den Titel einsteigt, kann die Stimmwiedergabe nach wie vor auf ganzer Linie überzeugen. In Anbetracht der kompakten Baugröße liefert der LG Lautsprecher überdies einen durchaus spürbaren Bassbereich. Der Nutzer sollte sich allerdings nicht zu weit vom Lautsprecher entfernen, möchte er die volle akustische Wirkung auch tieferer Frequenzen erleben.
Herausfordernder wird es beim nächsten Klangspiel. Hierfür haben wir "I Believe in You (Je crois en toi)" von Il Divo feat. Céline Dion parat. Das Stück wird am Anfang von Querflöten getragen, die natürlich und sogar mit Ansätzen von Fingerspitzengefühl präsentiert werden. Selbst, als sich nach wenigen Momenten Streicher aus dem Orchester hinzugesellen, können wir die Querflöten nach wie vor tadellos differenziert wahrnehmen. Natürlich gelingt nicht die klare Differenzierung, wie man sie von einem ausgewachsenen Lautsprecher kennt, aber für einen Bluetooth-Speaker für den fairen Kaufpreis ist das Ergebnis ohne Zweifel hervorragend. Als die ersten vokalen Elemente der multinationalen Gesangsgruppe folgen, überzeugt der LG xboom Bounce by will.i.am ein weiteres Mal. Überraschend präzise und mit einer klaren Struktur präsentiert der xboom Bounce die unterschiedlichen Gesangseinlagen. Selbst als die vokalen Elemente mehrstimmig werden, können wir immer noch eine stimmige Differenzierung attestieren. Die tieffrequenten Elemente des Tracks werden ebenfalls prima umgesetzt, teilweise fehlt es aber etwas an Durchschlagskraft. Gerade im Außenbereich sollte dann die manuelle Wahl auf die EQ-Klangkurve "Bass Boost" erfolgen.
Weiter geht es mit "Runaway" von der norwegischen Musikproduzentin und Sängerin Aurora. Der Track beginnt mit einem leichten Chorgesang, darauf folgen harte Bässe. Beide akustischen Situationen meistert der LG Speaker für seine Preis- und Leistungsklasse mit Bravour. Die Stimmfarbe von Aurora wird gut getroffen, leicht nasal und die Bässe sind bei diesem Stück sehr kraftvoll, auch die Präzision ist absolut in Ordnung. Im weiteren Verlauf des Titels, als zahlreiche weitere akustische Elemente den Gesang begleiten, gelingt es dem xboom-Lautsprecher, nach wie vor die wichtigsten musikalischen Ebenen kontrolliert herauszuarbeiten, sodass das Gesamtergebnis relativ natürlich und keinesfalls stumpf-monoton in Erscheinung tritt.
Wir setzen unsere Klangwertung mit der Ausnahmekünstlerin Zoe Wees und ihrem Titel "Don`t Give Up" fort. Der Song fängt mit elektronisch verzerrten Vocals der Künstlerin an, die der LG xboom Bounce by will.i.am mit klarer Wirkung umsetzt. Als die normale Stimmfarbe in den Vordergrund tritt, sind wir erstaunt, wie präzise unser Testkandidat hier in der Lage ist, seiner Arbeit nachzugehen. Die doch spezielle Stimmcharakteristik wird nie harsch oder zu aggressiv, sondern kommt immer mit wohltuender Homogenität zum Ausdruck. Als der Song dann an Geschwindigkeit zunimmt, bleiben die vokalen Elemente weiterhin bezüglichg sauberer Akzentuierung erhalten, und ein ausgewogener Bassbereich wirkt sich zusätzlich positiv aufs Gesamtergebnis bei diesem Track aus.
Abschließen möchten wir unsere Klangwertung mit "Pride" von Felix Jaehn und JHart. Ungewöhnlich für DJ Felix Jaehn startet der Track mit einer Akustikgitarre, die fundiert und mit angenehmer, allerdings nicht langweiliger Ausprägung erklingt. Bereits nach wenigen Momenten legt JHart alias James Abrahart mit seinem feinfühligen Gesang los, und wir sind begeistert, wie gefühlvoll die vokalen Elemente vom xboom Bounce umgesetzt werden. Als das Musikstück im weiteren Verlauf an Dynamik gewinnt, ermöglicht der LG Bluetooth-Lautsprecher ein für seine Preisklasse ausgezeichnetes Zusammenspiel aus den elektronisch erzeugten Effekten und dem gefühlvollen Gesang von Jhart.
Konkurrenzvergleich

Rockster Cross in der Fender x Teufel Ausführung
Der Teufel Rockster Cross ist zwar schon älteren Datums, ist aber nach wie vor im Programm und gefiel uns im damaligen Test wirklich gut. Zudem haben wir die Fender x Teufel Variante vor nicht allzu langer Zeit nochmals bei uns in der Redaktion gehabt und konnten uns von den Qualitäten erneut überzeugen. Die in exklusiver Black & Steel Farbgebung gehaltene Fender x Teufel-Variante kommt derzeit auf knapp 250 EUR, die normale Version mit klassischen Teufel-roten Elementen liegt bei knapp 180 EUR. Bei der Fender x Teufel Ausführung liegt sogar ein original Fender Gitarrengurt zum komfortablen Tragen des BT-Speakers mit IPX5-Zertifikat mit dabei. Was die Akkulaufzeit angeht, kann der Rockster Cross mit 16 Stunden nicht mit den 30 Stunden des LG xboom Bounce by will.i.am mithalten. Klanglich hingegen punktet der Rockster Cross auch heute noch, klar & kräftig, mit gutem Bassfundament und ordentlicher Detaillierung.

nuGo! ONE
Aus dem Hause Nubert stammt der nuGo! ONE, der derzeit im Juni für einen absoluten Sonderpreis von 160 EUR angeboten wird. Nubert sieht dieses Produkt weniger als Bluetooth-Lautsprecher, sondern vielmehr als leistungsstarkes schickes Radio mit DAB+/FM-Tuner (letzterer auch weltweit zu verwenden) mit Display, Wecker und Bluetooth-Funktionaliät. Ausgestattet mit einem starken Akku, der für 24 Stunden Laufzeit gut ist, und einer ausgezeichneten, edlen Verarbeitung macht das schwäbische "Mini-HiFi-System" viel Freude. Optional ist auch die nuBase NB-One zusätzlich erhältlich, mit dieser ergibt sich eine akustisch besonders stimmige Positionierung. Klanglich erfüllt der nuGo! ONE souverän auch gehobene Ansprüche. Er wirkt sehr kultiviert sowie erwachsen, und mit seinem klar akzentuierten, erstaunlich feinen Klang bringt er den typischen Nubert-Klang für unterwegs ins Spiel. Der LG-Konkurrent ist mehr der trendige DJ-Rebell, Radioempfang sucht man vergeblich, dafür beeindruckt die tolle ThinQ-App mit vielen Einstelloptionen, und für die spontane Party sind auch die Beleuchtungselemente ein Hit.

Klipsch The Three Plus
Klipsch The Three Plus: Sozusagen "der nächste seriöse Gegenentwurf" zum LG xboom Bounce by will.i.am nach dem nuGo! ONE ist der für den Hausgebrauch konzipierte und sehr elegante, gut verarbeitete Klisch The Three Plus, der auf 299 EUR kommt. Der Bluetooth-Lautsprecher ist in den Farbvarianten Echtholz Esche schwarz mit schwarzer Stoffbespannung sowie Echtholz Walnuss mit grauem Stoff erhältlich. Für die drahtlose Verbindung zum Smartdevice sorgt Bluetooth in der Version 5.3. Ein Akku ist bei diesem Modell nicht an Bord, da es, wie schon kurz beschrieben, für den Einsatz zuhause gedacht ist. Steuerbar ist der schicke Aktivlautsprecher auch mittels App. Die Klipsch Connect App macht auf uns einen guten Eindruck und die Nutzung gestaltet sich intuitiv. Etwas verwundert waren wir im damaligen Test aber, was die verwendete Sprache betrifft. Mal sind die Ausführungen in deutscher und mal in englischer Sprache gehalten, das wirkt nicht besonders professionell. In unseren Klangtestreihen überzeugt uns der Klipsch Speaker mit einer tadellosen Stimmdarstellung und einer fundierten Basswiedergabe. Leider fehlte es bei manchen Titeln an einer klaren Differenzierung der unterschiedlichen Effekte, gerade bei gehobener Lautstärke. Auch mussten wir mehrmals in den EQ eingreifen, da die Hochtonwiedergabe etwas harsch wurde. Hier wirkt der LG-Speaker homogener und klarer definiert.
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