SPECIAL: Philips OLED804 - Prototyp auf dem IFA Innovations Media Briefing 2019

Philips präsentiert aktuell auf dem IFA Innovations Media Briefing einen 65-Zoll-Prototypen der 2019er OLED 804-Baureihe. Der Ultra Slim 4K OLED UHD-TV zeigt mit dem für solche Events typischen Demo-Material eine exzellente Bildgüte. Vor allem die Staffelung des Bildes konnte verbessert werden, fokussierte Objekte im Zentrum des Bildes und langsam nach hinten unschärfere Bildebenen werden überragend voneinander getrennt. Auch die Farbwiedergabe wirkt sehr gelungen. Plastisch, realistisch, klar – aber nicht unpassend überzogen: Nicht übertrieben scharf, keine unpassende, zu starke Farbsättigung.

Standfuß mit Philips-Schriftzug

Detail links

Die Beurteilung des OLED804 konnte von uns besser vorgenommen werden, weil Philips den TV etwas am Rand der Messefläche mit lediglich geringem externem Lichteinfall vorführt. Dabei hätte der OLED804 auch vor mehr externem Licht keine Angst haben müssen: Dank einem OLED-Panel, das 1.000 Nits an Leuchtkraft bereitstellt, ist die Sorge vieler Anwender, ein OLED-TV könnte bei externem Lichteinfall keine HDR-Inhalte mehr differenziert darstellen, unbegründet. Der OLED804 arbeitet unter Android „Pie“. Google Assistant ist integriert, zudem arbeitet der TV mit Amazon Alexa zusammen. Ein Philips 2.1 Soundsystem mit beachtlichen 50 Watt stellt eine nachdrückliche Akustik sicher.

Die Neuheit ist, Philips-typisch, ist mit 3-seitigem Ambilight ausgestattet. Wie wir bereits bei der Demonstration in Berlin feststellen konnten, ist Ambilight bestens geeignet, um den Betrachter noch tiefer ins Geschehen eintauchen zu lassen. Wer es nicht mag, kann es natürlich auch deaktivieren. Neu ist der „Sonnenaufgangs-Wecker“, man kann sich mit Ambilight + passenden Bildern, Wetterinformationen plus passender Musik sanft wecken lassen. Und wenn das Wetter schlecht wird, weiß man es sofort und kann den Tag gleich mit Philips, Ambilight und der Lieblingsserie im Bett verbringen.

Der OLED804 kommt im August 2019 für 3.299 EUR in 65 und für 2.199 EUR in 55 Zoll. Der technisch baugleiche OLED854 mit T-förmigem schwenkbaren Standfuss
ist jeweils 100 EUR teurer.

Detailaufnahme rechts

Rahmen Seite links

Die Philips OLED UHD-TVs sind kompatibel zu allen relevanten HDR-Normen: HDR10, HDR10+, Dolby Vision und HLG. Hinzu kommt Dolby Atmos als kompatibles 3D-Audio-Tonformat. Beide TVs zeichnet das „minimalistische europäische Premium-Design“ aus.  Und der OLED804 sieht wirklich äußerst elegant aus, und die Materialqualität erfüllt auch hohe Ansprüche souverän.

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Im OLED804 arbeitet die dritte Generation des Philips P5 Bildprozessors, zudem wurde Perfect Natural Reality verbessert. Was ist neu beim P5 Prozessor der dritten Generation? Die neue, spezielle Zwei-Chip-Architektur behält die optimierte Reihenfolge der ursprünglichen P5-Verarbeitung bei, fügt dieser jedoch für besonders anspruchsvolle Elemente in der Verarbeitungskette zusätzliche Rechenkapazität hinzu. Im Ergebnis bedeutet dies eine 20-prozentige Verbesserung der Bildqualität gegenüber der bisherigen zweiten Generation des P5-Chips.

Seitenansicht des OLED804

Die dritte Generation der P5-Engine bringt laut Philips „erhebliche Weiterentwicklungen“ bei Rauschunterdrückung, Schärfe und Kontrast bei allen Quellen sowie weitere Verbesserungen der von Philips entwickelten SDR- auf HDR-Wandlung mittels Perfect Natural Reality. Des Weiteren wird die neue P5-Engine eine besonders aufwändige Bildverarbeitung für Material mit HDR10 und HDR10+ bieten sowie zum ersten Mal dynamische Inhalte mit Dolby Vision unterstützen. Die beiden Dolby Vision Bildfelder „Bright“ und „Dark“ für helle und dunkle Umgebungen sind auch an Bord, so Philips. Im Bright-Modus greift der P5 Prozessor aktiv in die Bild-Optimierung ein.

Hier noch mehr technischer Hintergrund. Eine erstklassige Rauschunterdrückung war schon immer ein Schlüsselelement der P5-Bildverarbeitung, auch schon in der ersten Generation. In der neuen Version wird durch die Kombination der ausgefeilten Bewegungserkennung mit spatialer- (räumlicher) und temporärer (Tiefpass-) Rauschreduzierung ein bestmögliches Ergebnis erzielt, ohne dass störende Verwischungen oder Verschleierungen auftreten. Das heißt: Das Rauschen wird effektiv reduziert, aber das Bild weist keine sonst für Rauschunterdrückungen typische Nachteile auf.

Um noch sauberere Bilder mit höherer Schärfe anzubieten, verfügt die neue P5-Engine über zusätzliche Merkmale wie das De-Contour Enhancement, Bit-Depth Calculation und Sparse Filtering. Ebenso wurden der bisherige Detail Enhancer mittels einer Funktion für Detail Protection und Restoration optimiert, um bei der Umwandlung der ursprünglichen Pixel hin zu schärferen Pixeln noch natürlichere Ergebnisse zu erhalten und kein digital und überscharf erscheinendes Bild. Der zusätzliche „Dejaggy Filter“ verfügt über eine höhere Effizienz sowohl bei flachen als auch steilen diagonalen Linien.

Ambilight

All diese Maßnahmen führen zu einem sichtbar besseren Bild mit feineren Linien und kleinsten Details, um eine größerer Bildtiefe zu erzielen. Wir sind auf die Wirkung in der Test-Praxis gespannt. Im August wird ein OLED804 bei uns eintreffen.

Auch das spezielle Philips-Merkmal „Perfect Natural Reality“ ist nun nochmals verbessert worden. Das Feature verfügt jetzt über eine Spiegelungserkennung, eine bessere Raumbestimmung und Hautfarben-Bewahrung. Dies alles funktioniert im Zusammenwirken mit der inversen Dynamikkompression, was zu einem sichtbar realistischeren Bild mit mehr Details und nochmals besserer Tiefenwirkung führt und so die Umsetzung von SDR-Inhalten zu einem mehr HDR-ähnlichen Bild weiter unterstützt. So kann effektiv verhindert werden, dass ein „Quasi HDR Bild“ zu künstlich wirkt.

Die neuen und die aufgewerteten Bestandteile der P5 Engine verbessern gemeinsam auch die Wiedergabequalität von Inhalten mit HDR10/HDR10+ sowie Dolby Vision.

Philips 65OLED804

Die dritte Generation von P5 beseitigt zudem, so Philips, das Problem des Detailverlustes in sehr dunklen Bildbereichen und stellt sicher, dass es nicht zum Farbclipping in sehr hellen, bunten Szenen kommt. Zusätzlich werden unerwünschte Bandingeffekte und Abstufungen bei Hauttönen entfernt. Hier sind wir besonders gespannt auf die praktischen Auswirkungen.

Um im Jahr 2019 erstmals die Kompatibilität mit Dolby Vision anzubieten, hat das Philips TV-Team für Bildqualität in enger Zusammenarbeit mit Dolby die wichtigsten Elemente von P5 für die Wiedergabe von Dolby Vision-Inhalten optimiert, um die sichtbaren Vorteile bei Rausch- und Artefaktereduzierung sowie Verbesserungen bei Schärfe und Bewegungsdarstellung zu erzielen. Zusätzlich zu den bekannten Stärken zeigt die P5 Perfect Picture Engine in ihrer dritten Generation noch bessere Bilder in SDR sowie mit HDR10/HDR10+.

 

Special: Carsten Rampacher
Fotos: Philipp Kind
Datum: 11.07.2019

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