SPECIAL: Dolby European Press Days mit Mercedes-Benz - alles rund um Dolby Atmos im Auto

Unter dem Motto „Dolby European Press Days – Discover the Future of In-Car Entertainment“ konnten wir an einer mehrtägigen Veranstaltung von Dolby teilnehmen, die verschiedene „Schauplätze“ hatte. In diesem Special berichten wir ausführlich vom Ablauf der ereignisreichen Tage mit Dolby
Tag 1: Besuch im Dolby Headquarter Nürnberg

Begrüßung durch Andreas Stumptner
Nach der Begrüßung durch Andreas Stumptner, Senior Marketing & PR Manager DACH kam der Senior Director Automotive, Andreas Ehret, zu Wort, und hat uns erzählt, dass das Auto für den Entertainment-Genuss immer wichtiger wird. Das liegt auch daran, dass autonomes Fahren mehr und mehr zunimmt, und auch für E-Auto-Fahrer, die während des Ladens Unterhaltung brauchen, sind moderne Entertainment-Systeme verstärkt gedacht. Es geht um Musik, Filme und Audiobooks sowie um Podcasts und seit neuestem auch um Gaming – der Trend kommt von China zu uns. Er berichtet, dass es Dolby Atmos Music in Autos seit circa seit 2021 gibt, und hier hat auch Mercedes gestartet. Inzwischen setzen mehr als 25 Automobilhersteller auf die Integration von Dolby Atmos in ihren Fahrzeugen. Begleitend lässt sich noch sagen, dass natürlich sämtlicher Content gestreamt wird und daher ein Konto bei den entsprechenden Streaming-Services vom Endverbraucher benötigt wird.
Es folgte eine Tour durchs Dolby Headquarter.
"Critical Listening"-Raum
Hier waren wir zuerst im Demo-Raum „Critical Listening“: Ein Dolby-Mitarbeiter präsentiert uns verschieden stark komprimierte Tonspuren, um zu verdeutlichen, dass weniger stark komprimierte Dolby Atmos-Streams deutlich besser klingen aufgrund des höheren Datenvolumens – so können die Dolby Atmos-typischen Merkmale besser herausgestellt werden.
"Mixing"-Raum

Mixing Room mit Genelec-Setup

Hier noch ein weiterer Blick aufs Equipment im Mixing-Room

Monitor im Mixing Room

Weiterer Screenshot

Hier wird richtig gearbeitet - um bestmöglichen Dolby Atmos-Sound zu gewährleisten

Nochmals ein Blick auf den Arbeitsplatz
Zweite Station war der „Mixing Room“, da wurde kurz demonstriert, auf welchem System – einem 9.1.6 Setup von Genelec – hier abgemischt wird. Es wurde ein kurzes Promo-Video in Bezug auf Dolby Atmos und Dolby Vision gezeigt. Dann folgte noch eine kurze Musik-Demo, Tiesto & Sevenn, „Boom“ – das klang sehr eindrucksvoll mit vielen Effekten von allen Seiten.
"Immersive Lab"

Polestar 3

Großes Touch-Display im Polestar 3

Dolby Atmos Music-Auswahl

Wiedergabe eines Dolby Atmos-Titels

Hörspiel in Dolby Atmos - klingt grandios

Sound-Einstellungen
Dann, im dritten Step, gibt es ins „Immersive Lab“. Dort standen drei Demo-Autos, und in jedem Fahrzeug wurde eine Demo vorgeführt. Als erstes saßen wir in einem Polestar 3 mit B&W-Soundsystem und circa 20 Lautsprechern, als einer der wenigen Serienfahrzeuge hat der Polestar 3 Lautsprecher, die im Dach verbaut sind, für beste Atmos-Effekte, die authentisch zum Hörer kommen. Im Polestar 3 konnten wir auch einige Musikstücke hören, der klang war äußerst umhüllend-immersiv, mit breiter Bühne und hohem Effektreichtum. Es erwies sich als sehr praktisch, dass auch sofort auf dem Info-Screen im Polestar 3 angezeigt wird, wenn Atmos-Inhalte erkannt wurden. Die Musikbeispiele waren imposant und von guter Qualität, am beeindruckendsten allerdings war ein Dolby Atmos Hörspiel, George Orwells „1984“ – das hatte durch den immersiven Eindruck, dass man als Zuhörer förmlich eingebettet wird in den Effektteppich – hier muss man aufpassen, dass man während des Fahrens nicht zusammenzuckt wegen der enorm realistischen, fesselnden Effekte.

Volvo EX30

Display im Volvo EX30

OLED-Displays mit Dolby Vision-Unterstützung
Nun wechselten wir in einen Volvo EX30. Hier erfolgt die zweite Dolby Demonstration, bei der Dolby Vision und Dolby Atmos zusammen in einem Fahrzeug vorgeführt wurden. Im Volvo sind BOE Automotive OLED Displays verbaut, und tatsächlich war der Dolby Vision-Content geprägt von intensiven Farben, homogener Helligkeit sowie sehr hohem Kontrast und, OLED-typisch, einem tiefen Schwarzwert. Auch Musikstücke haben wir hier gehört, die Atmos-Demonstration war auch im EX30 sehr räumlich mit einer Vielzahl klar definierter akustischer Effekt-Elemente, ebenso das Jazzstück. Im Vergleich haben wir auch den Jazz-Track in klassischem Stereo gehört, und es war festzustellen, dass die Kulisse weniger räumlich und die Bühne weniger breit war, aber eben auch die Staffelung der Instrumente nicht mehr so gut differenzierbar war.

Volvo XC60, gut zu erkennen sind die zu Testzwecken montierten Speaker

Mittiges Lautsprecherelement auf dem Armaturenbrett

Wiedergabe eines Titels
Die dritte finale Präsentation erfolgte in einem Volvo XC60, installiert war in diesem Fahrzeug ein B&W Soundsystem. Die Dolby Ingenieure haben bei dieser Konfiguration aus Versuchsgründen noch weitere Lautsprecherchassis im Dach verbaut. Wir haben hier nochmals den Tiesto & Sevenn-Track „Boom“ ein zweites Mal gehört. Diesen Track haben wir in exzellenter Qualität im Mixing Room gehört – an diese Experience reicht das, was hier im Auto zu hören war, natürlich nicht ganz heran, für sich betrachtet allerdings waren die Ergebnisse ausgezeichnet, man fühlt sich auch hier immersiv umhüllt, auch wenn die Effekte etwas verschwommener und nicht ganz so klar & präzise übermittelt wurden.
Dolby Vision Room, Dolby Vision HQ Lab sowie Dolby Atmos & Dolby Vision im Wohnzimmer
Dolby Vision Room & Dolby Vision HQ Lab

Ablauf der produktion von Dolby Vision Content

Erklärungen zur Entstehung von Dolby Vision-Inhalten

Dolby Vision-Testlab mit verschiedenen Dolby Vision-fähigen Displays verschiedener Hersteller

Hier ein Blick auf einen Teil der Displays
In zwei unterschiedlichen Räumen und Umgebungen konnten wir bei Dolby in Nürnberg sehen, wie Dolby Vision-Material produziert wird und wie ein hohes Qualitätsmanagement gewährleistet ist.
Dolby Atmos & Dolby Vision im Wohnzimmer

Demo-Aufbau, Front

Hier der Rear-Bereich
Nach diesen drei Fahrzeug-Demonstrationen ging es weiter, nun standen „Dolby Atmos & Dolby Vision im Wohnzimmer“ auf dem Programm. Hier wurde verglichen: Dolby Atmos Sound über einen 77 Zoll C4 OLED von LG und dessen eingebautes Lautsprechersystem gegen eine Sennheiser Ambeo Max Soundbar, und im dritten Schritt erfolgt die Wiedergabe über einen Denon AVC-X6500H an einem 7.1.4 Lautsprechersystem von Heco. Das TV-Soundsystem konnte sich überraschend gut schlagen, da er auch bei gehobener Lautstärke eine tadellose Klarheit erzielen konnte, Verzerrungen traten so gut wie nicht auf. Aber natürlich war die Gesamtkulisse eher flach, und die Effekte verteilten sich nur in unmittelbarer Nähe des TVs. Tiefbass konnten wir, was völlig klar bei einem solchen Lautsprechersystem ist, auch nicht feststellen. Die Sennheiser Ambeo Max war schon ein deutlicher Schritt nach vorne, mit mehr Räumlichkeit, nachvollziehbareren Effektstrukturen auch von oben und mit mehr Basskraft. Die Denon-/Heco-Kombination mit Atmos Aufsatzmodulen auf den vorderen und hinteren Boxen boten genau so eine Effektkulisse, wie sie Heimkinofans schätzen: Ein sehr immersiver, nachdrücklicher und zugleich detailreicher Gesamteindruck mit authentischer Wiedergabe vokaler Elemente war herauszuhören. Für die letzte Klangtestreihe wurde von den Aufsatzmodulen auf Heco Deckenlautsprecher gewechselt. In dieser Kombination war die Effektplatzierung und die Präzision nochmals besser waren. Als filmisches Beispiel für die Testreihen wurde eine Sequenz aus „Top Gun – Maverick“ herangezogen, Kapitel gegen Ende, als die feindliche Basis angeflogen wird und viele, auch massive Effekte, vorhanden sind. Nur am Schluss auf dem Heimkinosystem haben wir noch Titel des leider verstorbenen österreichischen Ausnahmekünstlers Falco gehört (vom Album „Ultimate Hits – A New Experience“, neu in Atmos abgemischt). Effekt werden hier sehr gezielt ums Auditorium herum platziert, und unter Einbeziehung des kompletten 7.1.4 Systems eine den Zuhörer komplett umschließende Kulisse entsteht, sodass man sich mitten im Konzert fühlt.
Auf der nächsten Seite folgt der Teil 2 des Events.
Weiter auf: Nächste Seite






