PREVIEW: Denon AVC-X6800H - Pure Immersion mit 11 Endstufen zum fairen Preis?

Denon hat im Frühjahr den neuen AVC-X6800H vorgestellt, der als leistungsstarke und preislich attraktive Option unterhalb des 15-Kanal-Boliden AVC-A1H rangiert. Mit einem Preis von 3.500 Euro ist der Neuzugang deutlich günstiger als das Flaggschiff. Natürlich ist er einfacher aufgebaut und er hat vier Endstufen weniger im Gepäck, bezüglich der Features und Ausstattung hat Denon aber auch in den AVC-X6800H praktisch alles gepackt, was sich der moderne Mehrkanal-Enthusiast wünschen kann. Im Vergleich zum Vorgänger wird das aktuelle Modell zudem nun auch in Japan in der eigenen Fabrik in Shirakawa gefertigt. Zur 11-Kanal-Befeuerung mit 205 Watt pro Kanal kommt eine 13.4-Kanal-Signalverarbeitung hinzu. Mit entsprechendem Endverstärker sind also auch z.B. 7.1.6-Setups möglich und man kann, identisch zum Topmodell, vier Subwoofer anschließen.
Für hohe akustische Performance sind eine neu entwickelte D/A-Platine, neue Endstufentransistoren und eine konsequent abgestimmte Vorstufeneinheit mit, laut Hersteller, streng selektierten klangoptimierten Bauteilen integriert. Ein großer Trafo und großzügige Energereserven sind ebenfalls an Bord.
Nativ verarbeitet werden Dolby Atmos, DTS:X in der Pro-Variante sowie Auro-3D und MPEG-H. Auch IMAX Enhanced-Inhalte werden unterstützt. Mit dabei ist natürlich auch die 8K-Video-Sektion von Denon mit vollem HDMI 2.1- und HDR-Support. HEOS sorgt für Flexibilität beim Zugriff auf Musikstreaming-Angebote und der Wiedergabe, auch von hochauflösenden Dateien, über das Netzwerk.
Für die akustische Anpassung an die eigenen Räumlichkeiten setzt Denon auf Audyssey MultEQ XT32 ab Werk. Vorbereitet ist der AVC-X6800H zudem für Dirac Live. Mittels kostenpflichtigem Upgrade und einem eigenen Mikrofon lässt sich die Einmessung und Raumkorrektur per Dirac sehr präzise und effektiv durchführen. Unser Testgerät ist in Schwarz gehalten, Premium-Silber ist auch verfügbar.
Verarbeitung

Front links

Front rechts

Detailverarbeitung vorne (Lautstärke-Drehregler)

Materialübergang und Geräte-Standfuß
Weder beim Design noch bei der Verarbeitungsqualität des AV-Boliden hält Denon für uns Überraschungen bereit. Der AVC-X6800H kommt in bewährter Optik und Formensprache daher, setzt auf eine Metallfront mit leichter Verjüngung nach hinten im oberen Drittel und ein geschliffenes Hairline-Finish. Die beiden großen Drehregler links und rechts sitzen sauber im Gehäuse und sind solide geführt. Beim Display geht man ebenfalls keine Experimente ein und setzt weiterhin auf das, zugegebenermaßen inzwischen etwas alteingesessen wirkende, Punktmatrix-Display. Die Einfassung in die Front ist aber sehr gelungen und exakt gearbeitet. Zudem ist die Anzeige auch in einer hellen Umgebung sehr gut ablesbar, lässt sich aber ebenso im dunklen Heimkino komplett deaktivieren.
Links unten befindet sich der Power-Button, direkt darüber eine kleine Status-LED und rechts davon ist die massive Frontklappe integriert. Darunter die verschiedenen stationären Bedienelemente mit gutem Druckpunkt, darunter auch vier Quick Select-Tasten für die Direktanwahl eines voreingestellten Eingangs mit gespeicherten Parametern, wie z.B. die Lautstärke und Audio-Optionen. Die Blende schließt sauber und macht haptisch einen tadellosen Eindruck.
Die Kanten und Materialübergänge zu Geräte-Vorderseite, Seitenwangen und Rückseite sind ebenfalls sauber und passgenau ausgeführt. Die Anschlüsse sitzen gut und wirken robust. Zahlreiche Cinch-Schnittstellen sind vergoldet und auch die Lautsprecher-Terminals fallen hochwertig aus.

Innenleben

Blick auf Trafo, Endstufen und Kühlkörper
Der Aufbau innen ist Denon-typisch, übersichtlich, mit etagenartiger Anordnung der Platinen für die analoge und digitale Signalverarbeitung. Ganz oben sitzt das HEOS-Modul, welches mit einem schwarz eloxierten Kühlkörper ausgestattet ist. Dahinter die 11-Kanal-Monoblock-Endstufe, mit Denon-Schriftzug auf den Transistoren und einem großen Kühlkörper. Für perfekte Wärmeableitung sind die Endstufen über eine Kupferplatte mit dem Alu-Kühlblock verbunden. Der große Trafo findet daneben Platz.
Die Gerätestandfüße, auch das ist typisch für Denon, sind groß dimensioniert und verschaffen dem AV-Verstärker im unteren Bereich ausreichend Luft zum Atmen.
Weitere Detailbilder der Verarbeitung, der Anschlüsse und des Innenlebens vom Denon AVC-X6800H in der Bildergalerie auf der letzten Seite:
Anschlüsse

Rückseite

Pre-Out, analoge Eingänge und HDMI
Die Anschluss-Sektion des Denon AVC-X6800H ist reichlich bestückt und mit gut erkennbaren Markierungen und Beschriftungen versehen. Der untere Bereich wird von den vergoldeten und mit Acryl gekapselten Lautsprecher-Schraubanschlüssen eingenommen. Hier lassen sich 13 Lautsprecherkomponenten anschließen, 11 davon können simultan betrieben werden. Bei mehr als 11 Kanälen kann man, der 13.4-Signalverarbeitung zum Dank, zusätzlich auf die Pre-Outs zurückgreifen, die mittig platziert sind. Direkt daneben befinden sich die vier Subwoofer-Ausgänge, die hier als Cinch-Out ausgeführt sind.
Daneben befinden sich zahlreiche analoge Eingänge, dazwischen die analogen Ausgänge für Zone 2 und Zone 3. Ein separater Anschluss für Tuner sowie für Phono ist ebenfalls integriert. Außerdem gibt es insgesamt drei Tigger Out sowie Remote Control In/Out. Links oben sind jeweils zwei koaxiale und zwei optische Digitaleingänge montiert, dann die Ethernet-Schnittstelle und dann eine ganze Reihe HDMI-Slots. Alle 7 Eingänge und zwei der drei Ausgänge sind als HDMI 2.1-Schnittstellen ausgeführt und unterstützen 8K60 sowie 4K120. Sämtliche dynamischen HDR-Formate, darunter neben Dolby Vision und HDR10+ auch Dynamic HDR werden unterstützt. Außerdem die Features ALLM, VRR und QFT für Gaming. Video-Inhalte werden vom Denon AV-Verstärker auch von niedriger auf bis zu 8K-Auflösung skaliert.
Rechts der HDMI-Eingänge bietet der AVC-X6800H noch zwei FBAS-Videoeingänge sowie sogar einen Komponenten-Videoeingang. Zwei Anschlüsse für die beiliegenden BT-/WiFi-Antennen sind noch vorhanden.
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Tags: AV-Verstärker • Denon







