Exklusiv-Preview: Das „ungleiche Duo“ - Canton Smart Amp 5.1 spielt am Reference 1 K High End-Lautsprecher

Das exklusive Preview zum Canton Smart Amp mit 600 Watt Musikleistung (aus einer Class D-Endstufeneinheit) und vier HDMI-Terminals (mit HDR10 und Dolby Vision), sechs Endstufen für insgesamt sechs verstärkte Kanäle und zusätzlich acht Pre-Outs für Wireless-Speaker der Smart Serie erfolgt im Stereo-Betrieb in Verbindung mit Cantons absolutem Lautsprecher-Topmodell Reference 1 K.

Canton Smart Amp 5.1

Seitenansicht

von oben

Glasoberfläche obenauf

Rückseite

Und wir sind absolut erstaunt, denn der kleine kompakte Verstärker treibt sogar diese riesige Box an. Und keinesfalls „irgendwie“, sondern überraschend souverän und nachdrücklich. Der Canton Smart Amp ist mit WLAN-Modul (802.11 ac) und mit Bluetooth (Version 4.1) ausgestattet. Zu steuern ist der Smart Amp über die Google Home App. Mehr zum Klang kommt später in unseren Testreihen. Zun ächst lässt sich der Smart Amp schnell nach bewährtem Muster in die Google Home App einbinden. Damit man ihn schnell wiederfindet, ist es möglich, ihm einen individuellen Namen und natürlich eine Hörzone zuzuweisen.

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Der Verstärker ist recht kompakt, wenngleich die Optik auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheint. Denn der Smart Amp ist relativ hoch, aber nicht enorm tief. Das Gehäuse weist eine schwarz-matte Front auf, auch die Seiten sind matt, während die Oberseite hochglänzend ist. Oben sind einige Touch-Bedienelemente untergebracht. On-/Standby, drei Favoritentasten, Play/Pause, Lautstärkeregelung, Eingangswahl. Unter dem Smart Amp befinden sich vier elegante, silberne Gerätestandfüße. Mitgeliefert wird auch eine Fernbedienung. Canton-Fans kennen sie schon. Alle Tasten haben einen guten Druckpunkt, den manch einer vielleicht als etwas weich empfinden würde.

Canton Reference 1 K

Seitenansicht

Ansicht von oben

Sehr edle Oberflächenqualität

Die riesigen Reference 1 K sind natürlich in der Praxis garantiert nicht die Lautsprecher, die man zum Smart Amp kombinieren würde, aber irgendwie reizvoll ist diese Kombination schon. Dass der kleine kompakte Smart-Verstärker richtig Leistung hat, bemerkt man umgehend. Die Fähigkeiten der Reference 1 K, tiefste Bässe mit großartigem Fundament wiederzugeben, können sogar recht gut ausgeschöpft werden. Bevor sich nun jemand beschwert: Nein, es folgt kein Test der Reference 1 K in Verbindung mit dem Smart Amp. Aber für einige Klangeindrücke haben wir diese exotische Kombination tatsächlich herangezogen.
 
11.000 EUR kostet eine Reference 1 K pro Stück. Lieferbar ist sie in schwarzer Hochglanzausführung. Die spezielle Bauform ist typisch für die Topmodelle der Reference K-Baureihe. Die von uns getestete Reference 3 K weist diese Merkmale ebenfalls auf. Die organisch geschwungene Schallwand hat ein deutlich besseres Abstrahlverhalten als Vorzug. Der Aufbau des Gehäuses besteht aus massivem 50 mm Mehrschichtlaminat und stellt eine optimale Steifigkeit und Stabilität sicher. Die charakteristische Bugform der Gehäuse wird in einem speziellen Verfahren direkt aus dem vollen Material gefräst. Die edle Hochglanz-Oberfläche wird übrigens in nicht weniger als 12 Arbeitsschritten aufgetragen, verschliffen und aufwändig poliert.
 
Die Reference 1 K ist mit hochwertigen Membranen ausgestattet, die in einem aufwändigen Verfahren hergestellt werden. Im Verlauf der Herstellung wird die molkulare Struktur eines Konus aus Aluminium zu 20 Prozent in eine keramische Struktur umgewandelt und mit Wolfram-Partikeln final veredelt. Wozu der Aufwand? Ganz einfach: Man erhält eine Membran mit dem perfekten Verhältnis von Steifigkeit zu Gewicht sowie eine bessere innere Dämpfung.

Massiver Sockel

Anschluss-Terminal

Was nutzen die besten Chassis, wenn die Frequenzweiche nicht mithalten kann? Bei Canton ist man sich absolut der Tatsache bewusst, dass man auch hier etwas besonders Gutes bieten muss. Bei Reference 1 K und auch bei der Reference 3 K sind Tief-, Mittel- und Hochtonbereich diskret voneinander getrennt, um gegenseitige Beeinflussungen von vorneherein zu vermeiden. Nur streng selektierte Bauteile kommen zum Einsatz, die Platinen sind überdies resonanzarm gelagert. Dazu passt die hochwertige, dicke Innenverkabelung mit Kabelwegen, die auf ein Minimum reduziert wurden. Der Aufbau mit Spezialkern und sechs verdrillten Einzelleitern pro Phrase stellt eine nahezu perfekte Signalübertragung sicher.  Zum Abschluss zur erwähnen ist noch das Luxus-Anschlussterminal mit vier vergoldeten Vollmetall-Schraubanschlüssen.

Canton hat in der Reference 1 K für überragende tieffrequente Qualitäten das Bassreflex-System „Bass-Guide“ installiert. Schwingungen werden dabei aus dem Boxengehäuse geführt und Strömungsgeräusche herabgesetzt. Bei identischen äußeren Abmessungen erhöht sich durch diese Maßnahme das nutzbare Innenvolumen des Lautsprechers. Die Wahl des Aufstellungsortes wird flexibler, und der Wandabstand oder die Positionierung im Eck machen sich nicht akustisch negativ bemerkbar.

Die Nennbelastbarkeit der Reference 1 K liegt bei 500, die Musikbelastbarkeit bei 900 Watt. Den Wirkungsgrad gibt Canton mit 89,5 dB an. Der Übertragungsbereich der Reference 1 K reicht von unglaublich tiefen 18 Hz bis hoch auf 40 kHz. Die beiden Keramik-Wolfram-Tieftöner messen 310 mm, hinzu kommen ein 180 mm Mitteltöner mit Keramik-Wolfram-Membran sowie ein 25 mm Hochtöner mit Aluminium Keramik Oxyd-Membran. Die Impedanz gibt Canton mit 4 bis 8 Ohm an, das Gewicht einer Reference 1 K beträgt 123 kg (!!!). Der Lautsprecher ist mit Sockel und Gerätestandfüßen 127 cm hoch, 48 cm breit und 69 cm tief.

Touch-Bedienelemente

Und wie schlägt sich der Smart Amp 5.1 nun an der Reference 1 K?  Wir starten mit „Shallow“ von Bradley Cooper und Lady Gaga und sind absolut begeistert: Dieses sensible, plastische Präsentieren von Musik kennen wir von mehr als doppelt so teuren Stereoverstärkern. Gut, kann man einwenden, die Reference 1 K sind auch außerordentlich talentierte Luxus-Lautsprecher. Doch auf der anderen Seite: Wenn sie Signal in unzureichender Qualität zugespielt bekommen, können sie sich auch nicht im besten Licht zeigen. Mit anderen Worten: Wäre der Smart Amp nicht richtig gut, würden wir nicht richtig gut hören. Und wie sauber die Konturen bei den Stimmen von Bradley und von Lady Gaga ist, das fasziniert uns. Auch das dichte, umfassende räumliche Gefühl zieht uns in den Bann.

River Flows In You von Yiruma beweist uns, wie kontrolliert auch der preiswerte Canton Smart Amp mit einem virtuos gespielten Piano umgehen kann. Die feinen Tastenbewegungen, die Unterschiede bei der dynamischen Ausprägung, all das sorgt für einen kultivierten, lebendigen, plastischen akustischen Gesamteindruck. Und auch bei diesem melancholischen, ruhigen Stück wird eine sehr dichte, in sich geschlossene, umfassende akustische Vorstellung geboten.

Der unvergessene Friedrich Gulda spielt Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierkonzert Nummer 20 in D-Moll (Köchelverzeichnis 466, erstes Allegro) – und was die eigentlich ungleiche Canton-Kombination hier offeriert, wird selbst erfahrene Klassik-Liebhaber überraschen. Feine Konturen, gerade bei den Streichern, das Piano mit Anschlag-Dynamik und passender Temperatur – das ist für einen 700 EUR-Verstärker Weltklasse. Dieser kleine unscheinbare schwarze Kasten zaubert uns bei einem komplexen Stück ein glückliches Lächeln ins Gesicht – so gut schlägt sich die Kombination. Dass die Reference 1 K auch feinste musikalische Details exzellent darstellen, verblüfft nicht, sehr wohl aber, dass diese offensichtlich vom Smart Amp angeliefert werden.

Smart Amp 5.1

Nun wechseln wir komplett den Musikstil „Stars“ von Vize steht auf dem Programm. Hier ist Leistung gefragt – und der Smart Amp 5.1 liefert, und wie. Tiefgang, Nachdruck und Präzision sind genial. Klar, die große Reference 1 K setzt alles in einer Souveränität um, die wir nur von wenigen Schallwandlern kennen. Aber die Kraft, die der kleine Verstärker freisetzt, ist enorm. Und wie gut es um die vokalen Konturen und um die Trennschärfe der verschiedenen akustischen Ebenen bestellt ist, erfreut uns genauso.

HUGELs „Guajira Guantanamera“ entfaltet eine Bassgewalt, die schlichtweg genial ist. Der Smart Amp liefert den großen Reference 1 K hier Basssignale in einer exzellenten Qualität zu, die impulstreu und mit enormem Nachdruck umgesetzt werden. Kleinste Veränderungen in der Dynamik werden umgehend, ohne jede Verzögerung, herausgearbeitet. Und wie schon bei den Beispielen zuvor ist es beinahe unfassbar, welche Pegel der Smart Amp ohne jede erkennbare Mühe bereitstellt. Das Mix des Klassikers „Freed From Desire“ von Drenchill und Indiana schiebt unsere Canton-Kombination ebenfalls mit einer Wucht durch den Hörraum, die man gerade beim harmlos wirkenden Verstärker nie zugetraut hätte.

Zeit für einen Klassiker: „L‘ Amour Toujours“ des italienischen Star-DJs Gigi D‘ Agostino. Trotz des lediglich durchschnittlichen Quellmaterials liefert unser hessisches Gespann eine exzellente Leistung ab: Räumliche Dichte, Weitläufigkeit, Bassgewalt, akustische Klarheit: Alles auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau. Der harte Bass, der treibende Rhythmus, die akustischen Effekte – all das verdichtet sich zu einem umfassenden, stets kontrollierten akustischen Gesamterlebnis.

Fazit

Canton Smart Amp 5.1 an der Reference 1 K

Der Smart Amp 5.1 bietet eine praxisgerechte Ausstattung inklusive HDMi (mit HDR10, Dolby Vision), Google Chromecast und flexiblen Kanal-Layouts. Hinzu kommen enorm kompakte Abmessungen und eine solide Verarbeitung. Die große Überraschung erwartet uns, was die klanglichen Fähigkeiten betrifft. Im Zweikanal-Betrieb an der gigantischen Canton Reference 1 K liefert er eine großartige Dynamik, einen kraftvollen Bass, eine tolle Raumwirkung und eine überzeugende Detaillierung. Wir sind schon gespannt auf den finalen Test.

 

Preview: Carsten Rampacher, Philipp Kind
Fotos: Oksana Fritz
Datum: 03.12.2019

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