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Filmkritik: "John Wick: Kapitel 4" - Die Zukunft ist ungewiss

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John Wick (Keanu Reeves) ist nicht tozukriegen und in "John Wick: Kapitel 4" (John Wick: Chapter 4) führt ihn der Kampf gegen die "Hohe Kammer" in die Wüste, nach Japan, Berlin und Paris. Wick entdeckt dabei einen Weg, um ganz offiziell wieder seine Freiheit zurückzugewinnen, doch Wicks Gegenspieler, der Marquis Vincent de Gramont (Bill Skarsgård) setzt zuvor bereits den blinden Killer Caine (Donnie Yen) auf ihn an, um John Wick endgültig zu beseitigen ....

Regisseur Chad Stahelski setzt in "John Wick: Kapitel 4" wieder auf das bewährte Action-Konzept und lässt Keanu Reeves mit chirurgischer Präzision und kreativer Auswahl der Waffen auf seine Gegner los. Der Film bietet teilweise schwindelerregende Action auf hohem Niveau mit einer grandiosen Stunt-Choreographie und nur wenig CGI. Die Fights sind teilweise episch lang und tragen so auch ihren Teil dazu bei, dass "John Wick: Kapitel 4" mit 169:40 Minuten Laufzeit der bislang längste Film der Action-Reihe geworden ist. Die Story ist eigentlich ziemlich dünn und bis auf einen interessanten Twist auch weitgehend frei von großen Überraschungen. Der Film wirkt stellenweise etwas langatmig und viele Aufnahmen hätte man straffen oder gleich komplett streichen können, um die Handlung etwas schneller voranzubringen.

Trotzdem entwickelt "John Wick: Kapitel 4" aber im Lauf der Zeit dennoch einen gewissen Charme, weil er die offensichtlich absurde Inszenierung mit vielen dezent ironischen Elementen garniert und so selbst Donny Ye als blinder Killer erstaunlich überzeugend rüberkommt. Und dann ist da auch noch ein Hund, der immer wieder allen zweibeinigen Darstellern die Show stiehlt. Bill Skarsgård wirkt hingegen in der Rolle des ominösen Marquis Vincent de Gramont viel zu bubihaft, als dass man ihn als vermeintlich großen Spieler innerhalb der Gangster-Welt wirklich ernst nehmen könnte.

Wie es nach "John Wick: Kapitel 4" weitergeht, ist derzeit noch offen. Ursprünglich sollten der vierte und fünfte Teil an einem Stück gedreht werden. Regisseur Chad Stahelski will jetzt jedoch erst einmal eine Pause einlegen und der Zeitpunkt ist auch gut gewählt, da sowohl das Spin-Off "Ballerina" mit Ana de Armas und die Prequel-Serie "The Continental" mit Mel Gibson ohnehin dafür sorgen werden, dass es in der nächsten Zeit nicht an Neuigkeiten aus dem "John Wick"-Universum mangeln wird. Übrigens gibt es bei "John Wick: Kapitel 4" eine kurze Post-Credit-Szene, die aber nicht direkt mit "John Wick" selbst zu tun hat.

"John Wick: Kapitel 4" läuft seit dem 23.03.2023 in den deutschen Kinos. Mit dem Heimkino-Start und auch der Ultra HD Blu-ray-Veröffentlichung von "John Wick: Kapitel 4" ist im Spätsommer zu rechnen.

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