XXL-SPECIAL: Polk Signature Lautsprecher-Serie jetzt in Deutschland - Hands-On und Technik im großen Überblick

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Schon im Vorfeld zur High End in München gibt es etwas zu berichten: Der US-amerikanische Lautsprecherhersteller Polk aus Baltimore, 1972 von drei Freunden gegründet und in den USA Marktführer (ca. 10 Prozent der US-amerikanischen aHushalte haben Equipment von Polk) möchte nun auch in Deutschland richtig Gas geben. Das Unternehmen gehört zur Sound United-Gruppe, ebenso wie beispielsweise Denon, Marantz und Definitive Technology. Über 70 Patente hält Polk, und große, leistungsfähige Lautsprechersysteme gehören ebenso zum Portfolio wie zahlreiche Soundbars. 2008 war Polk der erste der "klassischen" Lautsprecherhersteller, der sich auch dem Thema Soundbar mit Erfolg widmete. Doch diese Story soll nicht im Mittelpunkt dieses Specials stehen. Vielmehr stellen wir die Signature Lautsprecherserie vor, mit der Polk auch in Deutschland zahlreiche Käufer finden möchte. 

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Hi-Res-Hochtöner, der bis hoch auf 40 kHz spielt

Bei der Signature-Serie - alle Regalboxen, Standboxen und die Center sind wahlweise in schwarzer oder weißer Variante lieferbar - hat Polk einen hohen technischen Aufwand getrieben, um getreu dem Motto "Expect Great Sound" auch für den deutschen Markt eine ausgezeichnete Klangqualität anzubieten. Dank des neuen Terylen-Hochtöners ist die Signature-Serie mit dem Hi-Res-Audio-Zertifikat ausgestattet. Bis auf 40 kHz hoch spielt der Kalotten-Hochtöner, der über kurvenförmige Spulenträger verfügt, die die Bewegung erweitern und die Resonanz verringern. Die leistungsstarke Motorbaugruppe aus Keramik reduziert die Systemresonanz weiter und sorgt ebenfalls für eine von Klarheit und Detailreichtum geprägte Hochtonwiedergabe. 

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S60 Tieftöner

Die mit Glimmer verstärkte Polypropylen-Membran kommt für die Mittel-/Tieftöner zum Einsatz. Weitere Merkmale sind Butylkautschuk-Sicke, vierlagige Schwingspulen sowie Motorbaugruppen aus Keramik und Spinnen aus Hochtemperatur-Conexfaser. Hohe Linearität, geringe Verzerrungen und ein akkurater, präzise aufspielender Mittel- und Bassbereich sind die Folgen. 

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PowerPort als patentierte Polk-Technologie

Für einen satten, tiefen Bass kommt Polks "PowerPort" Technologie zum Einsatz. Das patentierte Design, welches den Luftstrom von der Öffnung des Lautsprechers bis in den Hörbereich anpasst. Die größere Bassreflex-Öffnung verhindert Turbulenzen und Verzerrungen, was auch dafür sorgt, dass die Bässe nicht nur nachdrücklich sind, sondern auch musikalischen Anforderungen gerecht werden. Polk verspricht überdies, dass die Tieftonwiedergabe 3dB lauter ist als bei herkömmlichen Bassreflex-Ports. 

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"Expect Great Sound"

Natürlich gehören auch entsprechend sorgfältig entwickelte Frequenzweichen und solide Gehäuse zum Konzept. Die Verarbeitung hinterlässt einen sehr soliden Eindruck, auch im Detail.

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S60: Sockel

Die Materialqualität ist tadellos, und die hochwertigen Sockel der Standlautsprecher mit Metall-Füßen haben uns sehr gut gefallen. Der Schallwand-Einsatz vorn ist mit bewusst auffällig großen, soliden Schrauben befestigt, die Chassis selbst sind nicht sichtbar verschraubt. Die Lautsprecherschutzgitter haften magnetisch.

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Alle Standboxen haben Bi-Wiring-Terminals

Drei verschiedene Standlautsprecher gibt es: S60 (Stückpreis 549 EUR), S55 (Stückpreis 399 EUR) und S50 (299 EUR). Bei allen gleich:

  • 1 Zoll Terylen Hi-Res-Hochtöner, der bis 40 kHz hoch spielt
  • Nennimpedanz 8 Ohm
  • Vergoldete Bi-Wiring-Terminals
  • Mindestverstärkerleistung 20 Watt

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S60 als größer Standlautsprecher

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PowerPort Technologie

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Hinten im Überblick

Die S60 ist ferner mit 3 x 6,5 Zoll Polypropylen-Treibern bestückt, die untere Grenzfrequenz sind 26 Hz, und maximal werden 300 Watt an Verstärkerleistung verkraftet. 90 dB beträgt der Wirkungsgrad. 23,6 kg wiegt die S60, sie ist 113 cm hoch, 21,6 cm breit (mit Füßen 29,6 cm)und 40 cm tief.

Die S55 bringt 2 x 6,5 Zoll Polypropylen-Treiber mit, die untere Grenzfrequenz sind 32 Hz, und maximal werden 200 Watt an Verstärkerleistung verkraftet. Der Wirkungsgrad sind auch hier 90 dB. Die S55 ist 105 cm hoch, 21,6 (mit Füßen 29,6) cm breit und 31,6 cm tief. Sie wiegt 20 kg.

Die S50 besitzt zwei kleinere Polypropylen-Treiber (jeweils 5,25 Zoll) und bringt als untere Grenzfrequenz 33 Hz mit. Sie verkraftet maximal 150 Watt und weist 89 dB Wirkungsgrad auf. Sie wiegt 14,5 kg und ist 95 cm hoch, 19,1 cm breit (mit Füßen 26,2 cm) und 27,7 cm tief. 

Weiter geht es mit drei Regalboxen, S20 (Paarpreis 349 EUR), S15 (Paarpreis 299 EUR) und S10 (Paarpreis 249 EUR). Hier die Gemeinsamkeiten: 

  • 1 Zoll Terylen High-Res-Hochtöner, der bis 40 kHz hoch spielt
  • Nennimpedanz 8 Ohm
  • Vergoldete Anschlussterminals
  • Mindestverstärkerleistung 20 Watt

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S20 mit Ständer

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S20 als größter Regallautsprecher

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S20 hinten

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S20 Terminals

Die S20 bringt einen 6,5 Zoll Polypropylen Mittelton-/Basstreiber mit. 39 Hz sind die untere Grenzfrequenz, 88 dB der Wirkungsgrad. Der Lautsprecher ist 37,6 cm hoch, 21,6 cm breit und 35,1 cm tief. Er wiegt 7,7 kg. Maximal werden 125 W an Verstärkerleistung verkraftet.

Die S15 verfügt über einen 5,25 Zoll Polypropylen Mittelton-/Basstreiber, 50 Hz beträgt die untere Grenzfrequenz. Der Wirkungsgrad: 87 dB. Die S15 wiegt 5,9 kg und ist 30,5 cm hoch, 19 cm breit und 25,9 cm tief. Maximal werden 100 Watt Verstärkerleistung verkraftet.

Die S10 bringt einen 4 Zoll Polypropylen-Treiber für Bass- und Mittenwiedergabe mit. 100 Watt werden maximal an Verstärkerleistung verkraftet. 87 dB beträgt der Wirkungsgrad, 67 Hz die untere Grenzfrequenz. Die S10 wiegt 2,7 kg und ist 21,3 cm hoch, 13,7 cm breit und 15,5 cm tief. 

Zwei Center, S35 (Stückpreis 349 EUR) und S30 (299 EUR/Stück), ergänzen das Sortiment. Der bis auf 40 kHz hochspielende 1 Zoll HiRes-Hochtöner fehlt auch hier nicht. Die Nennimpedanz: 8 Ohm. Die Anschlussterminals sind vergoldet, die Mindestverstärkerleistung liegt auch bei den beiden Centern bei 20 Watt. 

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S35

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Hi-Res-Hochtöner, 3 Zoll-Chassis x 6

Besonders Highlight ist der S35, der extrem flach ist: Nur 10,4 cm ist er hoch, dafür 62 cm breit und 15,5 cm tief. Er wiegt 6,4 kg und hat 53 Hz als untere Grenzfrequenz. Maximal 150 Watt pro Kanal darf der angeschlossene Verstärker zum S35 schicken. 88 dB beträgt der Wirkungsgrad. Gleich sechs nur 3 Zoll messende Polypropylen-Treiber sind für den Mittel- und Tieftonbereich verantwortlich. 

Der S30 Center ist klassisch hinsichtlich seiner Proportionen: 19 cm hoch, 50,8 cm breit und 27 cm tief. Er wiegt 8,6 kg und hat 89 dB Wirkungsgrad. Seine untere G<reqnzfrequenz: 42 Hz. Maximale Verstärkerleistung sind 125 Watt, zwei jeweils 5,25 Zoll Mittel-/Tieftontreiber sind an Bord. 

Wir konnten ein Setup von 2 x S60, 1 x S35 und 2 x S20 anhören, und zwar mit folgenden Trailern von einer Dolby Demo-BD:

  • The Man from U.N.C.L.E (Flucht aus Ost-Berlin)
  • Mad Max Fury Road (Filmbeginn)
  • Auszug aus "Everest"

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Top-Center: S35

Der angeschlossene AV-Receiver war ein fürs Geld sehr gutes, aufs Ganze gesehen aber eher bescheidendes Modell: Ein Denon AVR-X1400H. Wie hat sich diese Kombination in den ersten Testreihen bewährt? Wir waren sehr überrascht. Die Polk Signature-Serie weist einen wirklich beachtlich guten Wirkungsgrad auf. Kein aktiver Sub im Setup, und ein eher kleiner AV-Receiver, und trotzdem wurde bei "Mad Max" die erste kurze Jagd der Warboys auf den Titelhelden mit Wucht und Kraft wiedergegeben. Bei "The Man from U.N.C.L.E" überzeugt der Hochtöner mit Klarheit und einen sehr schönen Facettenreichtum. Nicht so, wie man es US-amerikanischen Boxen nachsagt, sondern sehr natürlich und frisch spielen die Signature-Schallwandler auf. Eine lebhafte Surround-Atnosphäre wird hinten von den beiden S20 erzeugt, das wird auch bei den heftigen Schneestürmen bei "Everest" deutlich. Die Übergänge Front-Surround gefallen durch Homogenität. Sehr gut macht sich der S35 Center: Der breite horizontale Abstrahlwinkel und die räumlich dichte Wiedergabe von Stimmen und Effekten macht ihn zu einem starken Partner. 

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Unsere Bilanz: Die Konkurrenz sollte aufpassen. Klarer, detailreicher Klang, straffer und kräftiger Bass - die Kombination stimmt. Wir werden die Baureihe auch einem großen Test unterziehen, welche Konfiguration bei uns im Testraum stehen wird, können wir derzeit aber noch nicht final sagen. 

Special: Carsten Rampacher
Fotos: Oksana Fritz
Datum: 09. Mai 2018

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