XXL-PREVIEW: Panasonic Ultra HD-Flat-TV TX-58DXW904 – der starke Bild-Partner für 3.499 EUR?

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Das absolute Panasonic-Ultra HD-LCD-Spitzenmodell „4K Pro Studio Master UHD-TV“ TX-58DXW904 mit dem Firefox OS-Betriebssystem für 3.499 EUR ist nun endlich im Test bei uns, anbei folgt das erste Preview. Der DXW904 ist alternativ noch in 65 Zoll lieferbar, ein größeres Modell, z.B. im 75 Zoll-Format, gibt es vom Flat TV mit ultradünnem, edlem Rahmen nicht. Besondere Merkmale der Top-LCD-Serie 2016 sind neben dem Ultra HD Premium-Zertifikat die 3.000 Hz Frame Interpolation (Intelligent Frame Creation), der Studio Master HCX + Prozessor für extreme Performance, das HDR-geeignete Ultra Bright Panel mit spezieller Honeycomb.Struktur beim Direct LED Backlight , Local Dimming Ultra und Wide Colour Spectrum. Die DXW904-Baureihe ist THX-zertifiziert und bringt die Bild-Modi THX Cinema und THX Bright Room mit. Auch an Bord: Die beiden ISF-Betriebsarten Professionell 1 und Professionell 2. Für das nötige Anschlussvolumen sorgen unter anderem vier HDR-fähige HDMI-Terminals und zwei CI+ Slots. Natürlich verfügt auch der TX-58DXW904 über die Quattro-Tuner-Einheit. Dahinter verbirgt sich ein DVB-C/DVB-T+T2/DVB-S2 Doppeltuner und, als vierte mögliche Empfangsform, TV>IP. Bei TV>IP kann man mittels eines „Masters“ (diese Funktion kann der TX-58DXW904 wahrnehmen) DVB-S2-Signale in Netzwerksignale umwandeln und diese dann über das Hausnetzwerk auf entsprechend kompatible Devices (SAT>IP, TV>IP) im ganzen Haus verteilen. Besonderheit: EPG und HbbTV bleiben bei der Signaltransformation bestehen und können daher auch auf den TV>IP Clients verwendet werden. 

Folgende Formate gibt der eingebauten Media Player wieder: 

  • AVCHD 3D/Progressive
  • AVI/HEVC/MKV/WMV/MP4/M4v/FLV/3GPP/VRO/VOB/TS/PS
  • MP3/AAC/WMA Pro/FLAC/Apple Lossless/WAV, JPEG/MPO

Hier geht es zu den gesamten Specs auf der Panasonic-Website. 

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Zwei Fernbedienungen befinden sich im Lieferumfang. Steuerung per App ist natürlich auch möglich

Im Lieferumfang enthalten ist eine Premium-Tastenfernbedienung und eine praktische Touchpad-Remote, die vor der ersten Verwendung mit dem TV gekoppelt werden muss. Dies geschieht innerhalb von 30 Sekunden. Anschließend erhält der Anwender Hinweise zur Verwendung der kompakten Touchpad-Fernbedienung. Praktisch: Man kann auch die Sensibilität des Ansprechens bei Touch-Bewegungen in mehreren Schritten justieren. In die kleinen Touchpad-Fernbedienung ist überdies ein Mikrofon für die Sprachsteuerung des TX-58DXW904 installiert. 

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App-Angebot

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Schnell geladen: ARD-Mediathek

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Mit eigener Taste für den Direktzugang auf der Fernbedienung: Netflix

Auffällig: Die sehr schnellen Reaktionszeiten, auch z.B. beim Laden von Inhalten von VoD-Diensten (Netflix 1.080er FullHD-Content „Sherlock“) oder Mediatheken (ARD-Mediathek), das alles deutet auf viel Prozessorleistung der eingebauten „Quad Core Pro“ CPU-Einheit hin. Das Firefox OS Betriebssystem agiert gewohnt zuverlässig. Kennen wir sonst noch ab und zu stattfindende Abstürze, so verhält der der DXW904 hier vorbildlich zuverlässig. Die Bedienung mit beiden Fernbedienungen funktioniert vorbildlich. Sehr gut: Wenn man sich z.B. bei Netflix neu anmelden möchte und verschiedene Eingaben tätigen muss, ist dies mit der großen Hauptfernbedienung ungemein komfortabel. Die Kommunikation TV-Remote funktioniert ausgezeichnet. Was noch auffällt – akustisch verhält sich der TX-58DXW904 wirklich ordentlich. Ein klarer, lebendiger Sound ist keinesfalls selbstverständlich für einen Flachbildschirm. Insgesamt 40 Watt Ausgangsleistung stehen beim eingebauten „VR Audio Master Surround 2.1“. Zahlreiche Sound-Modi (Standard, Musik, Ambiente, User) sorgen für eine stimmige Anpassung des Klangs auf das jeweilige Quellmaterial. Mit feiner Materialqualität sowie geringen Spaltmaßen überall findet auch die Verarbeitung des TX-58DXW904 unseren vollen Zuspruch. 

Video-EQ und Bildeinstellungen: Screenshots

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THX Cinema Bildmodus

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Professionell 1 Bildmodus

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Kontrast-Regelung „aus“

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Kontrastregelung „Benutzerdefiniert“. Alternative: „Aus“ oder „Auto“

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Wählt man „Benutzerdefiniert“, finden sich die im obigen Screenshot gezeigten Einstellmöglichkeiten

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Weißabgleich

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Farbabgleich

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Detaileinstellungen (Sekundärfarben)

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Gamma-Feintuning

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Eingangssignalpegel

Bildqualität und Bildeinstellungen – Generelles
  • Ein Highlight ist der Video-EQ: Die erweiterten Einstellungen, die auch den sehr versierten Anwender glücklich machen dürften, sind in den Professionell 1 und Professionell 2 Modi (ISF Night, ISF Day) zugänglich. Hier kann man dann Weißabgleich sowie Farbabgleich (für Primär- und Sekundärfarben) sowie verschiedene Einstellungen rund um Kontrast/Gamma gezielt vornehmen.
  • Schon im normalen Video-EQ findet sich die enorm leistungsfähige Zwischenbildberechnung (Frame Interpolation) Intelligent Frame Creation. Sie offeriert verschiedene Modi, überlässt es aber auf Wunsch auch dem User, was im einzelnen verbessert werden soll (Modus „Benutzerdefiniert“). 
  • Wichtig für die Wiedergabe von HDR-Inhalten, z.B. von Ultra HD Blu-ray: Im Setup des TX-58DXW904 ist darauf zu achten, dass die HDR-Funktion der entsprechenden HDMI-Inputs (4 insgesamt) aktiviert ist, damit man HDR-Inhalte perfekt darstellen kann, Im Zusammenspiel mit unserem Samsung UBD-K8500 wurden die HDR-Flags von ID4 und von Kingsman – The Secret Service sofort erkannt. 
  • Was fällt noch generell auf? Trotz der Hightech-Direct-LED-Hintergrundbeleuchtung in Bienenwaben-Struktur (Honeycomb) ist die Ausleuchtung zwar besser als bei einem Edge-LED-LCD-TV, aber trotzdem nicht perfekt. Leichte Hot Spots sind in dunklen Filmsequenzen bei abgedunkeltem Raum auszumachen.
  • Sehr gut gefallen uns die ISF- und THX-Modi. Obwohl wir den Eindruck haben, dass die ISF-Modi noch neutraler abgestimmt sind, schätzen wir den „THX Cinema“ Modus bei Betrieb im dunklen Raum ganz besonders. Wir haben „Bastille Day“ (Blu-ray), Mission Impossible: Rogue Nation (Blu-ray), Independence Day (Ultra HD Blu-ray) und Kingsman – The Secret Service (Ultra HD Blu-ray) auf dem Panasonic betrachtet, und haben im abgedunkelten Raum die Betriebsarten „THX Cinema“ sowie „ISF Night“ verwendet. 
Unsere Beobachtungen im einzelnen

Bei „ID4“ fliegt in er Eröffnungssequenz das Alien-Mutterschiff am Mond vorbei. In dieser Sequenz zeigt der Panasonic sein HDR-Können: Feine Differenzierung aller Schwarz-Grau-Stufen, und das Panelrauschen ist praktisch nicht vorhanden. Was rauscht, ist nur das Quellmaterial. Stellt man die Rauschunterdrückung des TX-58DXW904 auf „niedrig“ ein, fällt das Rauschen leicht geringer aus, ohne dass das Bild matschig erscheint. In weiteren ID4-Szene trumpft der TV groß auf. So z.B., als der Helikopter zwecks Kontaktaufnahme mit den Außerirdischen Lichtsignale aussendet. Trotz des grellen Lichts, das dank des leuchtstarken Panels auch entsprechend zur Geltung kommt, ist der Hubschrauber in Konturen und Details noch gut erkennbar. Als die Aliens ihn kurzerhand abschießen, sind die lodernden Flammen des zu Boden gehenden Fluggerätes gut zu erkennen und werden farblich differenziert abgebildet. Das Innere von Area 51, zu sehen vor allem gegen Ende des Films, wird sehr detailreich dargeboten, z.B. der Hangar, in dem der Raumgleiter der Aliens untergebracht ist, mit dem Steve und David dann zum Mutterschiff der Aliens aufbrechen. Immer bringt der Panasonic auch in dunklen Sequenzen feine Muster, Strukturen und Details sehr gut heraus.

Das beweist er uns auch in der Wüsten-Festung gleich am Anfang von „Kingsman“. Hier arbeitet er trotz des geringen Lichts die Struktur des sandigen Bodens sehr gut heraus. Auch hier fällt auf, dass das Bild nur gering zum Rauschen neigt. Als später dann die Keilerei in der Kneipe stattfindet, arbeitet der TX-58DXW904 die schnellen Bewegungen des „Kingsman“ Harry Hart sauber und nahtlos heraus. Auch im Dämmerlicht der Kneipe kommt die Struktur des Stoffs von Harrys edlem Anzug sehr gut heraus. Der spezielle Regenschirm, den der Agent bei sich trägt, wird mit seinen Zusatzfunktionen visuell erstklassig zum Ausdruck gebracht – mag lächerlich klingen, ist es aber nicht: Denn bei den vielen sehr schnellen, plötzlichen Bewegungen ist hohe Leistungsfähigkeit seitens des TV-Gerätes gefragt. 

Bei der aktuellen Blu-ray „Bastille Day“ mit Idris Elba, die zwar ein gutes, aber kein sensationelles Bild aufweist, zeigt der Panasonic in dunklen Sequenzen bei gleichzeitig abgedunkeltem Raum zwar einen Top-Schwarzwert, aber leichte Inhomogenitäten bei der Ausleuchtung, trotz Direct LED. Sehr gut arbeitet er wieder Einzelheiten heraus, so z.B. bei der Flucht von Michael Mason aus der Wohnung des Hehlers. Schnelle Hell-Dunkel-Wechsel verarbeitet der TX-58DXW904 souverän. Das Upscaling von 1.080p auf UltraHD haben wir natürlich dem TV überlassen und den entsprechenden HDMI-Ausgang unseres Samsung UBD-K8500 auf „1080p“ gesetzt. Das rauscharme und detailreiche, sehr plastische Upscaling des TX-58DXW904 gehört zum Besten, was wir bislang gesehen haben. Als Sean, Zoe und Brian sich nach ihrer Entführung im Inneren des Transporters der korrupten französischen Spezialeinheiten befinden, kommen Einzelheiten im Innenraum, besonders an der Trennwand zum Fahrerabteil, sehr akkurat und scharf heraus. 

Bei „Rogue Nation“ managt der TX-58DXW904 die von uns gern verwendete Wien-Sequenz aus viuseller Sicht meisterlich. Das fängt gleich mit dem kurzen Blick auf das beleuchtete Wien bei Nacht an. Hier bringt der Panasonic Plastizität und Detailtreue ins Spiel. Es folgt das Innere der U-Bahn-Station, als Benjamin Dunn nahe der Wiener Oper aus der U-Bahn steigt und von Ethan einen Umschlag mit als Programmheft getarntem Notebook sowie zugehöriger Spezialbrille übergeben bekommt. Die Gesichter der Menschen, der herausfahrende Zug, die Rolltreppe – all dies bringt der TX-58DXW904 vielschichtig und mit natürlicher, authentischer Bildschärfe zur Geltung. Das Opernhaus von Außen in der Dunkelheit beweist ein weiteres Mal die Fähigkeit des Panasonic, zum einen ein scharfes, klares Bild zu präsentieren, zum anderen hebt sich das hell erleuchtete Opernhaus aus kontrasttechnischer Sicht nahezu perfekt ab. Der Zuschauerraum und das Trpepenhaus im Inneren der Oper werden, wie wir es von den anderen Beispielen her gewohnt sind, rauscharm und mit klaren Konturen gezeigt. Für den TX-58DXW904 spricht auch die hohe Farbtreue – dadurch wirkt das Bild ungemein authentisch. Als die Oper „Turandot“ von Puccini beginnt, zeichnet der Panasonic Viera Ultra HD-TV die Ereignisse auf der Bühne mit enormem Differenzierungsvermögen durch. Die Kostüme kommen ausgezeichnet heraus. Die Ereignisse hinter der Bühne entgehen dem TX-58DXW904 natürlich auch nicht. So beweist er bei der Schlägerei zwischen Ethan und dem Killer erneut, dass ihm auch bei fast dunklem Bild kaum eine Einzelheit entgeht. 

Selbst Netflix-Full HD-Content (erste Staffel „Sherlock“) sieht richtig gut aus auf dem TX-58DXW904. Gute Bildschärfe, feine Kontraststaffelung, tadellose, natürliche, angenehme Farbwiedergabe – man muss keine Ultra HD Blu-ray anschauen, um sich von den diversen Qualitäten des Luxus-Panasonic verführen zu lassen. Kleine Strukturen sowie Einzelheiten im hochfrequenten Bildbereich arbeitet der TX-58DXW904 hervorragend heraus. Komplexe Farben wie zum Beispiel die Hautfarben der Protagonisten bringt der TV sehr gut zur Geltung. Stabile Bewegungswiedergabe und ein insgesamt gleichermaßen homogenes wie dynamisches Bild sprechen für den 58-Zöller. Beeindruckend ist, wie gut der Panasonic auch bei Nicht-HDR-Material beim Bild-in-Bild-Kontrast agiert. 

Erstes Fazit

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Unser erstes Fazit: Der TX-58DXW904 präsentiert sich als extrem bildstarker TV für den anspruchsvollen Anwender. Besonders die THX- und ISF-Betriebsarten zeigen die Vorzüge des Panasonic eindrucksvoll auf. Der Schwarzwert ist enorm tief, trotz Direct LED ist die Homogenität der Ausleuchtung aber nicht perfekt. Dank des extrem hellen HDR-fähigen Panels kommen HDR-Inhalte brillant heraus. Alle Arten von Helligkeitsunterschieden modelliert der TX-58DXW904 überragend heraus. Die Performance bei Ultra HD Blu-rays gehört zum Besten, was wir bislang gesehen haben. Der Panasonic „bekriegt“ sich hier mit dem Samsung KS9590 und mit der ZD9-Serie von Sony. Während der KS9590 noch etwas heller erscheint, bietet der Panasonic ein noch minimal satteres Schwarz – Geschmackssache. Tolle TVs sind beide, leichte Pluspunktekann der Panasonic durch die erstklassigen Bildprogramme und den sehr umfangreichen sowie nützlichen Video-EQ für sich verbuchen. Die im Panasonic eingesetzte CPU-Einheit agiert enorm leistungsstark und knickt bei keiner Anwendung ein. Herausragendes Upscaling von 1.080p auf Ultra-HD, sehr schnelles Agieren beim Streamen von VoD-Inhalten und Mediatheken sowie generell zügiges Ansprechen auf Bedien-Befehle sind weitere große Vorzüge des edel anmutenden Panasonic. Leider ist die Energie-Effizienz-Klasse, der der TX-58DXW904 zugehörig ist, mit „B“ nicht allzu vorteilhaft. Für passionierte Stromsparer ist der Highend-TV demnach nicht der richtige Partner. 

Preview: Carsten Rampacher
Fotos: Carsten Rampacher
Datum: 07. November 2016




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