TEST: Teufel BT Bamster – kabellose Noblesse und akustische Stärke?

Teufel BT Bamster Front Seitlich6

Es ist noch nicht lange her – wir schrieben August 2013 -, da hatten wir Teufels neuesten mobilen Stolz im Test: Den PC Bamster, sozusagen ein Soundbar im Kleinformat im Alu-Gehäuse, gedacht, um z.B. dem Note- oder Netbook akustisch auf die Sprünge zu helfen. Unser Kritikpunkt damals war, dass sich keine kabellose Bluetooth-Verbindung an Bord befand. Diese hätte den Wirkungskreis des „Rockstabs“ (Teufel-Jargon) deutlich erweitert. Nun, im Dezember 2013, trifft der „Rockstab 2.0“ bei uns ein: Der BT Bamster zeigt seine klanglichen Talente nun auch bei kabelloser Bluetooth-Signalübertragung, inklusive aptX für bestmögliche Übertragungsqualität. Wahlweise ist er in Weiß-Rot oder Schwarz-Rot zu haben. 

130 EUR kostet der BT Bamster, das sind faire 30 EUR mehr als der „normale“ Bamster. Natürlich kann man auch den BT Bamster als Klangvollender für Komponenten nutzen, die kein Bluetooth besitzen. Ein 3,5 mm analoger Klinkeneingang und ein Micro USB 2.0 sind zusätzlich vorhanden. 

Teufel BT Bamster Verpackung

Elegante Verpackung

Teufel BT Bamster Verarbeitung

 Edles Finish, sehr gute Materialqualität

Teufel BT Bamster Bedienelement2

 Illuminierter Lautstärke-Drehregler

Teufel BT Bamster Anschluesse

 Anschlüsse

Teufel BT Bamster Bedienelement1

 Das Gehäuse besteht aus Alu

Teufel BT Bamster Front Seitlich4

 Kompakt, schlank, edel

Erfreulicherweise ist ein Akku für den vollmobilen Einsatz fest integriert, dieser reicht aus für bis zu 8 Stunden Spielzeit. Der Lithium-Polymer-Akku weist 2000 mAh Kapazität auf. Wer die volle Akku-Spielzeit ausnutzen möchte, sollte am besten mit maximal mittlerem Pegel ans Werk gehen.

Das Teufel „T“ auf dem Lautstärkeregler ist beim BT Bamster blau illuminiert, ebenso ein Ring rund um den Regler. Beim Testmodell eiert der gerasterte Regler ein wenig und ist etwas zu leichtgängig. Schön aussehen tut er allerdings, und leicht gummiert ist er auch. Das solide Metallgitter, welches die Lautsprecher bedeckt, ist sauber eingepasst. Ein schmaler roter Streifen zieht sich rund ums Metallgitter. Das weiß lackierte Alu-Gehäuse liegt schwer und robust in der Hand – ein echtes Premium-Produkt, dies ist der Gedanke, der dem stolzen Besitzer durch den Kopf gehen dürfte. Übrigens nicht erst dann, wenn er den BT Bamster ausgepackt in der Hand hält – bereits die Verpackung ist den „Berliner Diabolikern“ enorm gut gelungen.  

Richtig „krachen“ lassen kann man es mit einer Sinusleistung von 2 x 3 Watt  natürlich nicht – aber es reicht locker für den Musikgenuss zwischendurch, abends im Hotelzimmer, in der Ferienwohnung oder beim Relaxen am Badesee – bzw. auf der Skihütte, das passt von der Jahreszeit her besser. Als maximalen Schalldruck gibt Teufel 83 dB bei 1 Meter Entfernung an. Zwei Tieftöner und das „Double Bass“-System sollen für spürbaren Antritt auch im Bassbereich sorgen.  56 mm messen die Tieftöner. Hinzu kommen zwei 32 mm Breitbänder, deren Membran besteht aus beschichteter Zellulose. Das geschlossene Gehäuse bleibt auch bei höherem Pegel vorbildlich ruhig, wie unsere Testreihen zeigen. Der BT Bamster wiegt 0,59 kg, ist 4,4 cm tief, 30 cm breit und 5,2 cm hoch. 

Wie sieht es mit der klanglichen Performance des „Blauzahn-Signalexperten“ aus? Hier ist zunächst zu loben, dass der Kopplungsprozess enorm einfach. Der Schiebeschalter am BT Bamster muss auf „On“ stehen, und das Smartphone oder Tablet, das gekoppelt werden soll, sollte sichtbar sein – dass Bluetooth aktiviert sein muss, ist Selbstverständlichkeit. 

Beim aktuellen Charthit „Komodo – Hard Nights“ von R.I.O legt der BT Bamster bei sehr stabiler Bluetooth-Verbindung vehement los und bringt eine gute Räumlichkeit zustande. Die Stimme wird tadellos eingearbeitet. Natürlich kann man keine enorme Wucht vom Bass erwarten, aber der harte, trockene Bass des Tracks kommt so gut heraus, dass wir erstaunt sind – besser als beim einige Monate zuvor getesteten PC Bamster, der hier schwächlicher auftrat. Die melodiösen Anteile stellt der Teufel BT Bamster glaubwürdig und klar da – anstatt mit matter Oberflächlichkeit. „Jubel“ von Klingande beweist ebenfalls, dass einiges an Potential in den Tiefen des Alu-Gehäuses schlummert. Wiederum ist eine erstaunliche Raumwirkung festzustellen. Der Klang erscheint dadurch nicht gepresst und monaural, sondern besitzt einen richtigen Stereoeffekt mit gewisser Bühnenwirkung. 

„A View To A Kill“ war Roger Moores Abschiedsvorstellung als 007. Der Titelsong von Duran Duran ist heute noch legendär. Und daher machen wir eine Zeitreise und lassen den BT Bamster exakt diesen Titelsong wiedergeben. Dies geschieht erneut in hoher Klarheit, mit einer Stimmpräsentation, die Lust aufs Zuhören macht. Der Klang des BT Bamsters ist komplett, kultiviert und frisch – also eigentlich atypsich für derartige Konstruktionen, die zwar manchmal schon recht füllig klingen, dafür aber gerade im Hochtonbereich eine Transparenz aufweisen, die rapide im Sinkflug ist. Und bei „Skyfall“ von Adele, dem Titellied des aktuellsten Bond-Films, arbeitet der BT Bamster sogar das Piano tonal stimmig heraus. Man kann nicht erwarten, die Anschlagdynamik der Tasten präzise zu vernehmen, schließlich ist es immer noch ein portabler, kompakter Lautsprecher, aber mit harmonischer Gesamtakustik sowie passender Stimm- und Instrumentaltrennung erweist sich der BT Bamster als angenehmer Partner. 

Und wieder „back to the 80thies“ – diesmal mit „Heart“ von den Pet Shop Boys. Das britische Pop-Duo hatte in den 80ern und 90ern den Höhepunkt des großen Erfolges, und „Heart“ war auch ein Titel, der gern gespielt wurde. Die Stimme ist auch bei diesem Musikbeispiel wieder prima verständlich, und der Klang ist natürlich und frisch, obwohl das Quellmaterial nicht mehr neusten Standards entspricht. „Building A Bridge To Your Heart“ von Wax war ebenfalls in den 80ern sehr erfolgreich. Und der BT Bamster weckt durch die aktive, impulstreue Wiedergabe direkt Erinnerungen. Die gelassene, kultivierte Gesamtakustik sorgt auch hier für Freude. 

Viel Freud und wenig Leid – was sagt die Konkurrenz dazu?

Einiges, und ganz besonders spielt sich der Grundig Bluebeat GSB 120 in den Vordergrund. Er kostet lediglich 99 EUR und ist ausgezeichnet verarbeitet. Durch die leichte Gummierung des Gehäuses wirkt er sehr hochwertig. Allerdings fehlt aptX als BT-Übertragungsstandard – schade. Klanglich legt sich der GSB 120 pegelfest ins Zeug und begeistert durch die hohe Gefälligkeit. Ein starker Konkurrent aus Nürnberg,  so lautet die Bilanz. Der BT Bamster rechtfertigt seinen Mehrpreis durch mehr Detaillierungsvermögen und das noch edlere Finish. 

Auch für 99 EUR tritt der Audiovox Twiek6 an. Sehr kompakt und optisch schlicht, brilliert er mit bis zu 18 Stunden Akkulaufzeit – eine Top-Leistung, außerdem kann man am Twiek sein Smartphone aufladen. Der Klang ist ordentlich, so dass man auch hier von einem gelungenen Paket sprechen kann. Der BT Bamster erscheint optisch stylischer und kann höhere Pegel sowie mehr Räumlichkeit für seinen Mehrpreis bieten. 

Sehr stylisch tritt auch der JBL Charge BT-Lautsprecher für 149 EUR auf. Er klingt klar, hat eine recht lange Akkulaufzeit und ist ausgesprochen robust und kompakt. Der Preis für so viel Performance und Freiheit ist allerdings recht hoch. Noch nobler und mindestens ebenso klangstark, ist der BT Bamster eine verlockende Alternative. Allerdings kann man an ihm kein Smartphone aufladen. 

Fazit

Teufel BT Bamster Rueckseite Seitlich1

Der BT Bamster ist schick, edel, klingt klar und erweist sich als überaus praxisgerecht. Unter allen Bedingungen macht er mit seiner Optik und vor allem auch mit seinem klaren, kultivierten Sound eine glänzende Figur. 

Bluetooth aus Berlin – in hochwertiger, eleganter und klangstarker sowie ultrakompakter Bestform
ueberragend
BT-Lautsprecher Mittelklasse bis 150 EUR
Test 02. Januar 2014

+ Optisch edel
+ Tolle Materialqualität
+ Klarer und kultivierter Klang
+ Stabile Bluetooth-Verbindung
+ Attraktiver Kaufpreis

– Keine Auflademöglichkeit fürs Smartphone

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 02.01.2014




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