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TEST: JBL portabler Bluetooth-Lautsprecher Charge

18.06.2013 (cr/bar/sw)

Charge von JBL - "klangstarke Trend-Dose" mit sauberer Verarbeitung

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Das Produkt

JBL bietet mit dem nagelneuen Charge einen optisch modisch gestalteten, ultra-kompakten Bluetooth Lautsprecher an, den einen Durchmesser von 74 mm und eine Länge von 175 mm aufweist. Mit 303 g ist der kleine dosenförmige Lautsprecher so leicht, dass man ihn z.B. in den Urlaub oder zum Picknick mitnehmen kann. Integriert in den Lautsprecher ist ein 6.000 mAh Lithium-Ionen-Akku, der eine Laufzeit von bis zu 12 Stunden ermöglicht. Das Aufladen über das mitgelieferte Netzteil dauert mit 5 h allerdings recht lange. Sehr praktisch ist der USB-Eingang, dieser kann dazu verwendet werden, angeschlossene Smartphones aufzuladen. Neben der Möglichkeit zur Bluetooth Signalübertragung gibt es auch noch einen 3,5 mm Miniklinkeneingang zum Anschluss von Devices ohne Bluetooth. 

Micro USB- und 3,5 mm Miniklinkenanschluss

Seitlicher USB-Anschluss für das Aufladen von Smartphones

Standby-/Kopplungstaste und Lautstärke-Wippregler, ordentlich eingepasst

Kleine "Klangröhre" für unterwegs

Hochkant wirkt Charge formal wie eine große Cola-Dose - trendbewusst ist dieses Produkt auf jeden Fall

Mitgelieferte Tasche für den Transport ohne Kratzer

Der JBL Charge ist in grün, schwarz oder blau lieferbar und kostet stolze 149,-- EUR. Das ist viel Geld für einen derartigen Lautsprecher, dies möchte JBL durch besonders guten Klang rechtfertigen. Die Verstärkerleistung beträgt 2 x 5 Watt, was sich in der Theorie nicht besonders üppig anhört. Für die Klangreproduktion kommen 2 Stck. 41 mm Vollbereichslautsprecher zum Einsatz. Damit der Bassbereich intensiver wahrgenommen wird, setzt JBL auf das Bassreflexprinzip. Für sicheren Transport liegt eine entsprechende Tasche bei. Möchte man den Charge per Bluetooth mit dem Mobiltelefon koppeln, drückt man einfach längere Zeit den kreisförmigen Hauptschalter oben auf dem Lautsprecher. Bei unseren Testreihen mit dem iPhone 5 erkannten sich beide Komponenten sofort und der Betrieb konnte beginnen. Die gut sichtbare LED-Anzeige oben informiert auch, ob der integrierte Akku aufgeladen werden muss. 

Klang

In den Klangtestreihen waren wir überrascht, welche Klanggüte der kompakte portable Lautsprecher zur Verfügung stellt. Dies beginnt schon bei der Pegelfestigkeit, die für ein solches Gerät als enorm zu bezeichnen ist. Erst knapp vor dem Erreichen der Maximallautstärke beginnt der Charge etwas zu verzerren, sonst präsentiert er alle Arten von Musikstücken mit klarem, dynamischem Klang. Wer häufig Trance- oder House-Musik hört, stößt sich bei derartigen kompakten Lautsprechern oft an der unzureichenden Basswiedergabe. 

Der Charge kann größenbedingt hier auch keine Wunder vollbringen, bietet aber einen gut wahrnehmbaren und recht präzisen Bass. Dass es an Tiefgang fehlt, sollte bei einer derartigen Komponente auch dem weniger versierten Anwender klar sein. Das leistungsfähige, interne Soundprocessing sorgt ansonsten für eine gelungene Umsetzung des jeweiligen Quellmaterials unter Berücksichtigung der speziellen Rahmenbedingungen eines ultrakompakten portablen Lautsprechers. Der Charge verschließt sich keinem Musikstiel: Bei „Bella Vita“ von DJ Antoine überzeugt die natürliche Räumlichkeit, die mit einer guten Effekt- und Stimmwiedergabe verbunden ist. Auch der Bassbereich ist ordentlich. 

Bei „Diamonds“ von Rihanna stellt der Charge die Stimme der Sängerin für einen portablen Lautsprecher ausgezeichnet dar. Natürlich macht sich der fehlende Tiefgang im Bassbereich bei diesem Stück schon bemerkbar, mit diesem Nachteil kann man aber bei einem solchen Gerät durchaus leben. Bei „ A View To A Kill“ von Duran Duran bietet der JBL Lautsprecher eine überraschend hoch liegende Dynamik, die dafür sorgt, dass sich der Hörer überraschend gut ins musikalische Geschehen hereinversetzen kann. Selbst Klassik gegenüber zeigt sich der Charge aufgeschlossen. Bei Wolfgang Amadeus Mozarts Klarinettenkonzert (Köchelverzeichnis 622) gefällt der Charge gleich von Beginn an. Scheitern andere Bluetooth Lautsprecher an der Darstellung der Streicher, legt sich der Charge richtig „ins Zeug“ und präsentiert sie erstaunlich lebendig und frisch. Selbst kleinere Dynamikunterschiede kann der Lautsprecher akustisch darstellen. In allen Testreihen fiel die stabile Bluetooth Datenübertragung positiv auf. 

Insgesamt entfaltet der Charge eine tolle Raumwirkung, gerade bei freier Aufstellung verwundert sein Können tatsächlich. Er spielt angenehm und nie störend, eignet sich sehr gut auch zur Hintergrundbeschallung z.B. beim Picknick im Grünen. Durch die lange Akkulaufzeit bleibt die Freude an der Musik auch über einen längeren Zeitraum erhalten. Vergleichen wir mit anderen, kompakten mobilen Lautsprechern, so können wir sagen, dass das Verhältnis Größe zu Sound beim Charge wirklich hervorragend ist. Es gibt deutlich größere Alternativen, die bei der Klangqualität nicht mithalten können. Durch die universelle akustische Auslegung verweigert sich der Charge überdies keiner Musikrichtung und eignet sich daher für einen ungemein breiten Anwenderkreis.

Fazit

Auf den ersten Blick erscheint der Preis des JBL Charge recht hoch. Beinahe 150 EUR für einen so kleinen Lautsprecher sind schon ein Wort. Untersucht man das Produkt jedoch umso genauer, macht sich Begeisterung beim stolzen Besitzer breit. Die frische, moderne Optik, die saubere Verarbeitung und ganz besonders der dynamische und erwachsene Klang bringen dem Charge viele Sympathien. Lieferbar in drei Farben, kann man sich seine Lieblingsvariante aussuchen. Dank des leistungsstarken, eingebauten Akkus und der kleinen Abmessungen, kann man den Bluetooth Lautsprecher beinahe überall mit hinnehmen – und an der eingebauten USB-Schnittstelle sogar noch das Smartphone aufladen.

Ultrakompakter, portabler, trendiger Bluetooth-Lautsprecher mit klarem Klang

Portable Bluetooth-Lautsprecher Mittelklasse
Test 18. Juni 2013

+ Klarer, lebendiger Klang
+ Für alle Musikrichtungen geeignet
+ USB-Aufladefunktion fürs Smartphone
+ Stabile Bluetooth-Datenübertragung
+ Trendiges Design und saubere Verarbeitung

- Kein NFC

Test: Carsten Rampacher, Barbara Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 18. Juni 2013

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