CES 2017: Samsung QLED TV

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Samsung präsentiert auf der CES in Las Vegas die neuen QLED-TVs – das Thema 2017. „The Next Innovation in TV“, versprechen die Koreaner. Drei Eckpfeiler gibt es: „Q Picture“, „Q Style“ und „Q Smart“.

Es wird 3 QLED Serien geben: Q7F,/Q7C und Q8C sowie Q9. „C“ steht für „Curved“ und „F“ für Flat. 49 Zoll bis 88 Zoll – das ist das Spektrum an Bildschirmdiagonalen. Einführung in Deutschland (die ersten Q-Modelle) beginnt im März 2017. Samsung setzt aller Voraussicht nach auf weiter optimierte Octacore-Prozessoren. Samsung sieht die QLED-TVs als High-Tech-Gesamtpaket von optimaler Bildgüte, edler Optik, durchdachtem Bedienkonzept und perfekter Integration größtmöglicher Flexibilität (z.B. Zuspieler, VoD). Samsung ist der weltweit erste Hersteller, der QLED als Displaytechnologie flächendeckend einsetzt.

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Q Serie mit Q Gravity Stand

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Detail seitlich

Q Picture

Mit QLED wird eine neue TV-Kategorie eingeläutet, Samsung sieht QLED als neue Display-Technologie für High End-TVs. Es handelt sich um Quantum DOT Displays mit Materialien/Partikeln in Nano-Größe, unter den Schlagworten „Turn Light Into Perfect Colour“ und „One Material – One Billion Colours“ (die „Billion“ entspricht einer Milliarde) soll eine exzellente Farbwiedergabe ein spezielles QLED-Merkmal sein. Wenn man den Stellenwert der QLED-Technologie auf die Spitze treibt, sieht Samsung in QLED den Next Step – und zwar nach OLED. QLED ist die jüngere Technologie und hat noch viel Potential nach oben. Vorzüge gegenüber OLED sind mehr maximale Helligkeit (bis zu 2.000 Nit), 100 Prozent Abdeckung des DCI-P3 Farbraums (wichtig – Samsung spricht von Farbvolumen, also eine 3D Betrachtung. Kein 2-dimensionales Farbdreieck mehr, sondern 3D Betrachtung). Normalerweise werden die Farben flauer und blasser, wenn man die Bildhelligkeit ansteigt. Das passiert bei den neuen Samsung-Displays nicht mehr. Auch die Haltbarkeit von QLED Displays liegt deutlich über der Haltbarkeit von organischen Displays wie Plasma oder OLED. Zudem nimmt die Helligkeit der RGB-Farben gleichmäßig in geringfügigem Ausmaß ab, und dies erst ab einer beträchtlichen Anzahl an Betriebsstunden.

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Zwei TV-Geräte verstecken sich in diesem Bild – wer erkennt sie?

Großer Vorzug ist auch noch der enorm große horizontale Betrachtungswinklel – bei gleichzeitig exzellentem Kontrast. Dieser erstklassige Kontrast ist bei abgedunkeltem ebenso wie bei hellem Raum als Vorzug zu verzeichnen. Dank der großen maximalen Helligkeit kann man auch bei starkem externem Lichteinfall noch nahezu alle Einzelheiten erkennen. Aufgrund der schon erwähnten sehr hoch liegenden maximalen Bildhelligkeit von bis zu 2.000 Nits, dem exzellenten Schwarzwert und dem großen Farbvolumen ist QLED eine erstklassige Displaytechnologie, die die hohen Ansprüche des HDR-Zeitalters noch übertrifft. Was bei QLED in Zukunft alles möglich ist, zeigen zwei 8K Prototpyen in 65 und 98 Zoll. Der sehr geringe Energieverbrauch tut sein Übriges, um QLED als neue Technologie zu definieren.

Q Picture – Bildqualität in der Praxis

Vorausschicken muss man, dass Samsung eigens produzierten Content verwendet. Die Licht-Bedingungen sind auf der CES diesmal nicht so schlecht, es herrscht deutlich geringeres Umgebungslicht als z.B. auf der Samsung Roadshow 2016. Dadurch kann man besser Aussagen zum Schwarzwert tätigen. Zunächst sehen wir eine Kathedrale oder Kirche von innen, und wir stellen fest: Es geht noch mehr hinsichtlich Gesamtbildschärfe, Detailschärfe und Plastizität, als wir es von den letztjährigen Modellen schon kennen. Jeder Ziegelstein des Mauerwerks lässt sich präzise ausmachen, und die Gebrauchsspuren und Abnutzungserscheinungen sind hervorragend sichtbar. Die überragende Farbwiedergabe sieht man an den kunstvoll gestalteten Fenstern. Farbbrillanz und die Feinheit von Farbübergängen ist nochmals besser, so die ersten Eindrücke, als 2016. Schwarzwert und Detailkontrast, das zeigt der Blick auf eine Samsung-eigene „Milchstraße“ mit vielen Sternensystemen vor dunklem Bildhintergrund, sind überragend – hier wird es schwer fallen, so unsere Prognose, bei den meisten praktischen Anwendungen noch ernste Defizite zu erkennen.

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Im Vergleich mit konventionellen TVs

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Exzellenter Blickwinkel

Samsung hat auch verschiedene Vergleiche der Bildgüte QLED versus konventionelle Displays aufgebaut. Natürlich ist so etwas immer mit gewisser Vorsicht zu genießen, denn schließlich möchte Samsung deutlich die Vorteile der neuen Technologie hervorheben. Aber selbst, wenn man dieses Wissen mit einbezieht, ist es höchst beachtlich, wie brillant in den Farben, wie tief im Schwarz und wie unabhängig vom Blickwinkel hinsichtlich Farben und Helligkeit QLED Displays sind. Zudem hat Samsung auf der CES einen „Wohnraum“ aufgebaut, in dem das Licht von „Tag“ (starker externer Lichteinfall) zu „Nacht“ (geringer externer Lichteinfall) wechselt. So wird verdeutlicht, dass bei jeder Intensität des Umgebungslichts ein optimaler Kontrast und eine hohe Farbtreue erzielt werden können.

Auch Gaming-Demos werden gezeigt. Gerade in Verbindung mit aktuellen Konsolen-Games, die auch HDR unterstützen, sollen die Vorzüge von QLED-Displays zum Tragen kommen. Top Dynamikumfang und ein tiefes Schwarz, dazu kaum ein feststellbarer Input Lag: Für Gamer werden die QLED-TVs auch sehr interessant sein. Übrigens – Dolby Vision unterstützt Samsung, im Gegensatz z.B. zu LG, auch 2017 nicht.

Q Style

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No-Gap Wandhalterung

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Q Serie – Front

Von einer Top-Brand wie Samsung erwartet der Kunde eine rundherum erstklassige Bildqualität. Daher möchte Samsung zusätzlich mit weiteren wichtigen Merkmalen punkten. Samsung sieht das hochwertige Design (Motto „Design Your Space“) als einen wichtigen Kaufgrund für die neuen QLED-TVs. Zur hochwertigen Anmutung der TVs gehört die reichliche Verwendung von echtem Metall – so für Rahmen, die komplett „cleane“ TV-Rückseite (keine Kabel mehr dank intelligentem Kabel-Management mit Kabeln im Standfuß sichtbar) und sogar für die neue 2016er Smart Remote, die sehr deutlich edler wirkt als die Remote von 2016.

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Typisch für Samsung: Die saubere Rückseite

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Rückseite

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Verschiedene Q Gravity Standfüße

Samsung setzt auch 2017 wieder auf die One Connect Box, an die alle externen Quellen angeschlossen werden. Die One Connect Box ist mit dem Display verbunden mit einem besonders dünnen optischen Kabel (nur wenige mm dünn). Samsung bietet Längen bis zu 15 Metern an. Die „No Gap“ Wandhalterung sorgt für einen sehr geringen Abstand zwischen TV-Rückseite und der Wand, ähnlich wie bei einem Bilderrahmen. Samsung bietet zudem auch unterschiedliche Standfuß-Varianten an (Gravity und Staffelei). Durch das noble Design, attraktiv von allen Seiten, kann man die neuen QLED Samsung-TVs auch problemlos frei im Raum aufstellen. Unseren ersten Eindrücken nach begeistern die QLED-TVs durch eine außerordentlich hochwertige optische Anmutung, die dem technischen Anspruch absolut gerecht wird.

Q Smart

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Die neue Remote

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Smart Hub

Natürlich gehört die neue in edlem Metall gehaltene Smart Remote auch zum Smart Hub 2017. Die Remote ist auch 2017 recht zierlich und liegt dementsprechend gut und sicher in der Hand. Wenig Tasten garantieren eine hohe Übersichtlichkeit. Der Smart Hub 2017 zeigt sich weiter optimiert hinsichtlich der Kompatibilität mit externen Geräten. Überdies sind neue Dienste integriert, wie der neue Musikdienst. Integriert ist auch Shazam als Musikerkennung. Hört man also ein Musikstück, das man nicht kennt, aber das einem gefällt, muss man nicht das Smartphone zücken, um Shazam oder SoundHound dort zu aktivieren, der TV managt alles. In der Smart Remote ist überdies eine besonders gute Sprachfunktion, die sehr schnell agieren kann, integriert. Die komplette Steuerung des TVs ist mittlerweile sprachbasiert möglich.

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Q-Serie mit Q Audio Stand

Samsung hat einen Vergleich des heute antiquiert aussehenden 2013er Smart Hubs mit dem 2017er Smart Hub auf dem CES-Stand. Samsung fasst unter einem Motto den neuen Smart Hub zusammen: „Entertainment Starts Here“. Mit nur einer Fernbedienung, nämlich der 2017 Smart Remote, kann alles gesteuert werden. So z.B. der Zugriff auf zahlreiche VoD Dienste wie Netflix, Amazon oder Maxdome und das Management und die Bedienung beinahe sämtlicher externer Zuspieler. 2013 brauchte man für externe Quellen noch die jeweils zur Quelle gehörende Remote, das veranschaulichen die Koreaner dadurch, dass sie die ganzen Fernbedienungen und Controller vor den TV mit dem 2013er Smart Hub gelegt haben. „Smart Hub On Mobile“ ist die übersichtlich gestaltete Smartphone-App dazu. Wie sieht der 2017er Smart Hub aus? Das Design wurde überarbeitet, bei den „empfohlenen Apps“ erscheinen die einzelnen Vorschläge optisch noch attraktiver und zudem größer. Nach wie vor besteht der Smart Hub aus verschiedenen Ebenen für den schnellen Zugriff auf die jeweils gewünschte Funktion. Unten sind die zuletzt verwendeten Dienste und Funktionen aufgelistet, darüber dann erscheint das gerade aktive Funktions- oder App-Menü.

 

Special: Carsten Rampacher, Philipp Kind
Datum: 07.01.2017




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