XXL-TEST: Yamaha SR-C30A - Ultrakompakte Soundbar mit Wireless-Subwoofer

Klangtestreihen

In diesem Abschnitt unseres Test möchten wir nun wissen, wie es um die klanglichen Eigenschaften der Yamaha SR-C30A bestellt ist. Starten werden wir mit einigen Klangbeispielen die Musikwiedergabe betreffend und wählen dafür die EQ-Klangkurve "Stereo" aus. Wir spielen der Yamaha  SR-C30A als erstes "Komet" von Udo Lindenberg und Apache 207. Der Titel beginnt mit einer Klaviereinlage, welche überraschend natürlich und glaubwürdig auf uns wirkt. Das Klavier klingt für diese Preis- und Leistungskategorie erstklassig - natürlich, das müssen wir gleich eingeschränkend hinzufügen, ersetzt eine Soundbar nie ein normales Stereosetup aus Verstärker und 2 Regallautsprechern oder Standlautsprechern, selbst wenn dieses der Einsteigerklasse entstammt.

Die Stimmfarbe von Udo wird gut getroffen, wirkt aber leicht nasal auf uns. Recht präzise erwischt die Soundbar die vokalen Anteile von Apache 207. Bei den langsameren Passagen zeigt sich der Subwoofer ebenfalls von seiner besten Seite und unterstützt die Soundbar sehr überzeugend. Er liefert ein standhaftes Bassfundament, selbst in unseren mittelgroßen Hörraum. Als der Titel dann schneller wird und mehr vom Equipment, gerade im Bassbereich, gefordert wird, fehlt es natürlicherweise etwas an Durchsetzungskraft, was aber für die Preisklasse völlig in Ordnung ist. 

Etwas genügsamer hinsichtlich tieffrequenter Hürden geht es beim nächsten Titel zu und wir starten die Wiedergabe von "Secret Garden" von Molly Parden & Tony Anderson. Dieser Song beginnt gefühlvoll mit einer Gitarre und einem Klavier. Die beiden Instrumente werden recht facettenreich dargeboten, sodass die ganze Vorstellung durchaus glaubhaft erscheint. Verblüfft sind wir allerdings, als Molly Parden mit ihrem Gesang einsteigt. Die Stimme wirkt auf uns einfühlsam, gefühlvoll sowie zerbrechlich und wir sind erstaunt, was wir für die aufgerufenen 369 EUR von einem Soundbar-System dargeboten bekommen. Sehr löblich agiert bei diesem Klangbeispiel der Wireless Subwoofer. Er liefert ein souveränes Bassfundament, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Selbst langgezogene Basspassagen kann er tadellos präsentieren.

Weiter geht es mit "Sweet Cowboy" von Robin Schulz. Die Eingangssequenzen aus Synthesizer und Gesangseinlagen wirken auf uns harmonisch und homogen. Als der Titel dann an Fahrt und Effekten zunimmt, merkt man die geringe Baugröße der Soundbar und auch des aktiven Subwoofers. Die Gesamtwiedergabe zeigt sich stimmig, kann aber vom Volumen her nicht ganz überzeugen. In Anbetracht der Preisklasse und des Pegels geht diese Performance aber in Ordnung. Überrascht sind wir, als wir die Lautstärke verringern und bei Zimmerlautstärke der Wiedergabe lauschen. Hier liefert der Subwoofer eine hervorragende Bassperformance ab und wirkt nicht überfordert.

Abschließen möchten wir unsere Klangbeispiele bei der Musikwiedergabe mit "Bad Memories" von Meduza & James Carter feat. Elly Duhé & FAST BOY. Die Startpassagen meistert die Yamaha SR-C30A tadellos. Als der Titel dann an Bass & Facetten zunimmt, stellen wir fest, dass sich unser Testkandidaten in diesem Genre offensichtlich sehr wohlfühlt. Die Stimmfarben wirken auf uns gut getroffen und werden zugleich stimmig eingearbeitet. Der Bass wird mit Nachdruck in den Hörraum abgegeben, ohne dabei aber unstrukturiert zu wirken. So liefert der Bassist einen knackigen und präzisen Bass. Für diese Preisklasse ist die Gesamtperformance bei diesem Klangbeispiel sehr beeindruckend.

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Beginnen wir nun mit der Filmtonwiedergabe im 3D Movie-Modus. Als ersten Titel haben wir uns "Kingsman - The Golden Circle" ausgesucht. Eggsy, der Hauptakteur dieses Films, soll die kriminelle Organisation "The Golden Circle" aufhalten. Wir verwenden in unseren Klangtestreihen sehr gerne die Anfangssequenz, in der sich Eggsy mit Charlie einen harten Faustkampf im Taxi liefert. Die sehr actiongeladene und facettenreiche Szene werden von den Yamaha Komponenten mit Nachdruck und zugleich mit klanglicher Tiefenstaffelung präsentiert, selbst kleinere Nuancen wie z.B. die Verwendung des Elektroschockers, dürfen wir präzise wahrnehmen. Tatkräftige Unterstützung erhält die Soundbar vom aktiven Subwoofer, dieser liefert einen satten und knackigen Bass, selbst bei relativ hohem Pegel können wir kein Durchschlagen wahrnehmen. Natürlich kann die sehr kompakt gestaltetet Soundbar nicht mit der feinsten Detaillierung überzeugen, wie es große Soundbar Systeme können, für den aufgerufenen Kaufpreis ist die Performance als sehr gut zu bezeichnen.

Weiter geht es mit James Bond und "Skyfall", und wir beginnen mit der Anfangssequenz. James Bond alias 007 findet zu Beginn des Film die schwer verletzten bzw. getöteten MI6-Mitarbeiter in einer Wohnung in Istanbul. Die Dialoge mit der Londoner Zentrale kann die SR-C30A mit klaren Konturen darstellen. Seine Kollegin fährt danach im Land Rover Defender vor, und 007 springt in den Wagen. Die Verfolgungsjagd zwischen dem flüchtenden Killer Patrice und dem MI6-Team wird mit klaren Konturen und sogar mit einigem Nachdruck wiedergegeben - und Einzelheiten entgehen der Yamaha Soundbar nicht: Selbst das Zerbersten des Außenspiegels des britischen Geländewagens kann die Yamaha Soundbar gekonnt abbilden. Die Schüsse aus den automatischen Waffe werden lebendig dargestellt, und das Stürzen der Polizisten auf den Motorrädern wird mit ordentlicher Bassperformance unterstützt. Natürlich merkt man schon, dass es ein relastiv kleines System ist. In größeren Räumen, deutlich über 20 Quadratmeter, lässt die Räumlichkeit schon hörbar nach, und auch der kompakte aktive Subwoofer gerät dann an seine Grenzen.

Bevor wir zu unserem Konkurrenzvergleich übergehen, möchten wir unsere Klangtestreihen mit "Mission Impossible: Rogue Nation" abschließen. Zu Beginn des Films soll Tom Cruise alias Ethan Hunt ein Militär-Flugzeug mit einer gefährlichen Fracht, natürlich actiongeladen, stoppen. Die Dialoge der Protagonisten erklingen erstaunlich natürlich mit klarer Differenzierung. Das Starten des großen Frachtflugzeuges kommt im Hörraum authentisch zur Geltung und wird mit einer ordentlichen Portion Dynamik präsentiert. Nun skippen wir zu der Filmsequenz, die im Wiener Opernhaus stattfindet. Auch hier gefällt uns die sehr gute Darstellung des Orchesters und der Gesang des Tenors. Als Ilse Faust ihre Waffe lädt, erklingt diese Szene glaubhaft. Bei den actiongeladenen Szenen wie z.B. der Kampf zwischen Ethan und dem Killer hoch oben über der Bühne gelingt die klare und präzise Differenzierung nicht mehr ganz. So findet die Schlägerei parallel zur Oper mit den Sängerinnen und Sängern und dem Orchester auf der Bühne statt. Hier kommt es gerade bei höheren Pegeln vor, dass einzelne Konturen leicht verwischen oder zu weit in den Hintergrund rücken. Aber wieder in Anbetracht der Preisklasse, absolut vertretbar. Das Film-DSP-Programm hat uns gut gefallen und schafft in allen Beispielen eine tadellose Räumlichkeit und eine gute Trennung der verschiedenen akustischen Ebenen.

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