XXL-TEST: Samsung 8K-TV Q950T - visuelle Spitzenklasse in 75 Zoll

Der 2020er 8K-TV Samsung Q950T hat in 75 Zoll den Weg in unsere Redaktion gefunden. Die Serie Q950T ist noch in 65 und in 85 Zoll verfügbar und stellt die aktuelle Speerspitze im Samsung TV-Sortiment dar. Der große 8K-TV kommt derzeit direkt bei Samsung auf exakt 7.309,95 EUR. Da 8K-Panels deutlich mehr Strom brauchen, kommt er lediglich auf das Energie-Effienzlogo "C". 

Die exakte Modellbezeichnung lautet GQ75Q950TSTXZG, das möchten wir nur der Vollständigkeit halber erwähnt haben. Wo sieht Samsung, neben der gigantischen Auflösung, die Hauptvorteile des TVs? Aufgeführt wird der nahezu rahmenlose "Infinity Screen", bei TVs erstmals 2020 eingeführt (Samsung Smartphone Besitzer kennen den "Infinity Screen" schon länger) und "Quantum HDR4000". Letzteres bedeutet, dass der Q950T eine maximale Helligkeit von satten 4.000 Nits bietet.

Somit perfekt für HDR-Inhalte, die der Samsung zwar in HR10, HDR10+ und HLG, aber leider nach wie vor nicht in Dolby Vision verarbeitet. Das ist eigentlich auch der größte Nachteil des ansonsten extrem üppig ausgestatteten Geräts. Der 2020 eingeführte Filmmaker Mode ist übrigens ebenfalls an Bord und kam über ein Update zum Q950T. Der Filmmaker Mode, der hochwertiges Filmmaterial genau in der Ausprägung zeigt wie vom Regisseur beabsichtigt, wird auch Gegenstand in der Bildwertung später sein.  

Weiterhin bietet der Q950T den "Quantum Processor 8K". Dieser verwendet Künstliche Intelligenz, um z.B. beim Hochskalieren von Inhalten (FullHD oder Ultra HD) zunächst Inhalte exakt zu analysieren und anschließend per Künstlicher Intelligenz und Zugriff auf eine Datenbank das exakt zum Material passende Upscaling auszuwählen.

Zahlreiche intelligente Modi

Samsung spricht von "8K AI Upscaling" (AI Upscaling hebt Texturen hervor, schärft Kanten präzise und verringert pixelgenaues störendes Bildrauschen) und von "Adaptive Picture". Letztere Funktion bezeichnet die präzise Anpassung der Bildschirmhelligkeit des TVs ans Umgebungslicht.

Lautsprecher auf der Rückseite

Auch für den Klang (Soundsystem mit 70 Watt integriert) gibt es die Nachbearbeitung unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz. Der Q950T bringt zudem OTS+ mit. Hier folgt die Akustik, so Samsung, jeder Bewegung auf dem Screen, was zu einer ausgezeichneten Wiedergabe führen soll. Samsung setzt spezielle Upfiring-Speaker und seitlich abstrahlende Lautsprecher ein. Praktisch ist auch der "Active Voice Amplifier". Wird es in der aktuellen Umgebung plötzlich lauter, verstärkt der Active Voice Amplifier automatisch die vokalen Anteile - Dialoge sind weiterhin klar verständlich, ohne dass die Gesamtlautstärke erhöht wird.

Q Symphony funktioniert zusammen mit einer kompatiblen Soundbar, im Bild die HW-Q950T

Wichtiges akustisches Feature ist auch "Q Symphony". Hier arbeitet das Lautsprechersystem des TVs mit einer externen Samsung Soundbar zusammen. Im Detail funktioniert das so: Die nach oben abstrahlenden Lautsprecher des QLED-TVs werden mit den vorderen, seitlichen und den nach  oben gerichteten Lautsprechern der Samsung-Soundbar vereint. Dadurch wird, so Samsung, ein "3D Sounderlebnis" erzielt. 

Samsungs Topmodell bietet natürlich ein Full Array LED Backlight mit präzisem Local Dimming ("Ultimate 8K Dimming Pro"). Das führt zu einem sehr hohen Gesamt- und zu einem präzisen Detailkontrast. Dank "Ultra Viewing Angle" ist der Blickwinkel groß - das funktioniert in der Praxis sehr gut, wie wir auch von anderen Samsung TV-Modellen her wissen. 

Samsung weist natürlich auch beim Q950T auf die "eine Milliarde Farbtöne" hin, die dank der Quantum Dot-Technologie dargestellt werden können. Die Quantum Dots bleiben auch unter unterschiedlichen Lichtsituationen immer gleich kräftig, es kommt daher kaum zu Farbverlusten. 

Bestandteil des Q950T ist auch der "Real Game Enhancer+". Hier werden, wie der Name schon verrät, anspruchsvolle Gamer angesprochen. Samsung verspricht "vollen Spielspaß, ohne die Einstellungen anpassen zu müssen". Die Funktion reduziert Unschärfen in schnellen Actionszenen und verbessert die Klarheit in dunklen Sequenzen. Auch akustisch erfolgt eine Anpassung an jede Szene des Spieles. Zudem ist der Q950T zu AMD FreeSync kompatibel, damit wird Ruckeln und Screen Tearing reduziert. 

One Connect Box

Sauberes Finish der Box im Detail

Der Q950T setzt noch auf die One Invisible Connection. 2020 verfügt nur noch die Top Ultra HD-Baureihe Q95T und die Top 8K-Baureihe Q950T über die separate One Connect Box, die mittels dem erwähnten extrem dünnen Kabel mit dem Display verbunden wird (5 Meter Länge im Lieferumfang). 

One Remote

Ebenfalls mitgeliefert wird die "One Remote", die durch die kompakten Abmessungen sehr gut in der Hand liegt. Mittels der Fernbedienung kann man auch externe Quellen, die angeschlossen sind, bedienen. Mittels des Samsung "Universal Guide" werden dem Anwender genau die Inhalte vorgeschlagen, die den Interessen entsprechen (basierend auf den Sehgewohnheiten). Ohne die App zu öffnen, kann man direkt auf die Lieblingsinhalte zugreifen.

Natürlich lässt sich der Q950T auch per Sprachbefehl steuern, der Samsung-eigene Bixby-Sprachassistent ist ebenso integriert wie Amazon Alexa. Weiterhin ist der Q950T zur Samsung Smart Things App kompatibel und zu Apple AirPlay 2. 

Anschlüsse an der One Connect Box

USB Terminals an der Seite (nur 2.0)

Der Q950T oder vielmehr die im Paket enthaltene One Connect Box bringt einen Doppeltuner mit (2 x DVB-C, DVB-S2, DVC-T2) und weist folgende Anschlüsse auf: 4 x HDMI, 3 x USB, 1 optischer Digitalausgang, natürlich WLAN und Bluetooth, ein CI+ Slot. HDMI-seitig wird folgendes unterstützt: 8K@60 Hz, 4K@120 Hz, 4K@60 Hz, 2K@120 Hz, VRR, Dynamic Metadaten (HDR10+), ALLM (Auto Low Latency Mode), eARC auf HDMI-Port 4. Lediglich einer der HDMI-Eingänge ist also als HDMI 2.1 ausgeführt, die übrigen 3 sind HDMI 2.0b.

Samsung verdeutlicht auf der Website auch, dass man unbedingt zu einem Gerät für den deutschen Markt greifen sollte und führt verschiedene Punkte auf:

  • Samsung Collection inklusive Sportworld
  • Unicable-kompatibel (Einkabel-Lösung für Satellitenempfang)
  • HbbTV (Zugang unter anderem zu Mediatheken der Sender)
  • Vorsortierte TV-Senderlisten
  • DVB-T2 HD-Anschluss

Bis zum 31. Dezember 2020 bekommt der geneigte Käufer noch ein interessantes Entertainment-Paket aus der "Samsung Collection" gratis (nur für TVs mit deutschem Modell-Code). 

Edler, extrem dünner Rahmen

Bautiefe trotz Full Array LED Backlight nicht zu üppig

Standfuß von hinten

Der Q950T präsentiert sich optisch schick mit ultradünnem Edelstahl-Rahmen. Trotz der Integration von Full Array LED-Backlight, die dimmbaren LED-Cluster sitzen also direkt hinter dem Panel und nicht an den Seiten, fällt die Bautiefe des Q950T vergleichsweise gering aus. Das Panel in einem OLED-TV ist immer noch dünner, dafür benötigt die interne Elektronik mehr Platz und sorgt dann meist im unteren Drittel des Gerätes für eine höhere Bautiefe als der hier beschriebene QLED-Fernseher. Dank der "cleanen" Rückseite lässt sich der Q950T auch frei im Raum aufstellen. Die rückseitige Beschichtung weist zudem eine interessante Haptik auf, es fühlt sich nicht wie Kunststoff (auch wenn es mit hoher Wahrscheinlichkeit Kunststoff ist) an, sondern hat durch die Struktur etwas Stoff-artiges an sich. Der Standfuß sieht eher langweilig aus, er wirkt auf den ersten Blick recht klein, gewährleistet aber trotzdem einen sicheren Stand. 

Erstinstallation

Der Q950T stellt den Anwender während der Erstinstallation vor keine Probleme. Die Inbetriebnahme wird übersichtlich und Schritt für Schritt vorgenommen. Hier die Screenshots.

Wahl der Sprache

Hinweis auf die Smart Things-App

Alternativ kann man den TV auch per App einrichten. Wir wählten aber hier die klassische Art der Installation

Satelliten-Signal erkannt

Herstellen einer drahtlosen Verbindung

TV ist im Heimnetzwerk

Mit dem Samsung-Konto anmelden

Auswahl zwischen zwei integrierten Sprachassistenten

Eingabe der PLZ für das einfache Finden des Netzbetreibers

Angeschlossene Quellen werden identifiziert

Einrichten des Netzbetreibers

Schnellste Methode zum Verknüpfen relevanter Apps

Einrichtung des Smart Hubs

Intelligenter Modus

"Tap View" holt den Smartphone-Screen auf den TV

Test der Fernbedienung

Insgesamt geht die erste Einrichtung zügig vonstatten. Im Betrieb dann kann man den Smart Hub recht einfach handhaben. Hier ein paar Screenshots.

Smart Hub. In der oberen Reihe gibt es die Thumbnails/Funktionen zur aktuellen App (hier Apple TV)

Und hier die Sport-Experten von DAZN

Netflix-Vorschläge

Nach kurzer Eingewöhnungszeit lässt sich der Q950T ohne Schwierigkeiten bedienen. Der Hub ist recht logisch aufgebaut, zudem reagiert der TV schnell auf Befehle, die mit der Fernbedienung gegeben werden. 

Menü

Schnelleinstellungen, direkt anwählbar im Smart Hub

Quellenauswahl

In den Bildschärfe-Einstellungen lässt sich die Bewegungsoptimierung feinjustieren

Präzise Einstellungsmöglichkeiten Bild

Toneinstellungen

EQ

eARC aktivieren

Einstellungen zur Barrierefreiheit

Menüpunkt "Allgemein"

Einstellungen des intelligenten Modus

Menüpunkt "Unterstützung" inklusive Firmware-Update

Das Tizen Betriebssystem mit bewährtem Smart Hub bietet gute Übersicht und ermöglicht den schnellen Zugriff auf die gewünschte Optionen binnen weniger Klicks. Es unterscheidet sich weder optisch noch funktional vom Betriebssystem, dass in den Ultra HD QLED-Fernsehern von Samsung zum Einsatz kommt. Aufgefallen ist uns, dass der Q950T nach dem Kaltstart aus dem Standby kurze Zeit braucht, bis er auf Betriebstempo ist. Direkt nach dem Einschalten reagiert er etwas träge auf unsere Eingaben auf der Fernbedienung, das fällt sowohl im Smart Hub als auch im Einstellungsmenü auf. Er spricht zwar zuverlässig an, genehmigt sich aber einen kurzen Moment, bis er den Befehl umsetzt. Nach 30 Sekunden bis 1 Minute gibt sich dieser Umstand und der TV reagiert sehr flink. Auch mehrmaliges Klicken und schnell aufeinander folgende Befehle setzt er dann sauber um. Dieses Verhalten ist bei vielen Geräten zu beobachten und nachvollziehbar, da direkt nach dem Einschalten viele Prozesse im Hintergrund verarbeitet werden. Trügt uns unsere Erinnerung nicht, sind die UHD-Geräte von Samsung, bis sie die typische Befehlsverarbeitungszeit erreicht haben, aber einen Tick schneller als das 8K-Modell. Unschön ist, dass immer wieder Werbung in der Leiste des Smart Hubs angezeigt wird. Sicher wird hier auf möglichen Content hingewiesen, bei einem Premium-Gerät, wie es der Samsung Q950T zweifellos ist, halten wir das aber für unangebracht.

An Optionen stehen wieder die üblichen Parameter zur Verfügung. Der intelligente Modus wird unter Allgemein aktiviert und möchte man tiefer in die visuellen Einstellungen einsteigen, muss der intelligente Bildmodus ausgeschaltet werden. Wie üblich bringt der Samsung 8K TV lediglich die typischen, wenigen Bildfelder "Dynamisch", "Standard", "Natürlich und "Film" mit - außerdem seit dem Firmware-Update den "FILMMAKER MODE". Manchen wird die Integration der wenigen Presets stören, andere begrüßen die praxisgerechte Einfachheit. Da die visuelle Darstellung der Bildmodi ihrem Namen entsprechen und der Film-Modus ab Werk eine authentische Darstellung liefert, sind wir mit den gebotenen wenigen Presets auf jeden Fall einverstanden. Im Ton-Menü gibt es einen Equalizer und hier lässt sich auch die ab Werkt deaktivierte eARC-Funktion einschalten, wenn objektbasierte Tonspuren per HDMI an eine geeignete Komponente gesendet werden sollen. Ansonsten gibt es die üblichen Einstellungen bezüglich des TV-Empfangs, in der Regel ist hier aber nach Durchführung der Erstinstallation nichts weiter zu tun, sowie allgemeine Einstellungen und den Punkt "Unterstützung", in dem sich neben dem Zugriff auf das e-Manual und verschiedenen Service-Punkten auch ein Software-Update durchführen lässt.

Ambient Mode

Der vor einigen Jahren eingeführte und stetig weiter optimierte Ambient Mode ist auch Bestandteil des Q950T. Auch zu diesem Feature haben wir einige Screenshots erstellt.

Willkommensbildschirm: Der Ambient Mode als schicke Alternative zum leeren Bildschirm

Im Ambient Mode können z.B. Uhrzeit, das Wetter oder aktuelle Schlagzeilen eingeblendet werden

Persönliche Bilder können angezeigt werden

In wenigen Schritten kann man eine eigene Umgebung erstellen

Inhalte sind auch schon ab Werk vorhanden

Auswahl eines Themas

 Einstellung von automatischer Helligkeit und Sleep Timer

Mittels des Ambient Modus kann man den Bildschirm bei Nicht-Verwendung so konfigurieren, dass z.B. persönliche Fotos angezeigt werden, oder der Anwender in der Lage ist, einen eigenen Bildschirm-Hintergrund zu erstellen. Zudem kann man sich verschiedene Informationen anzeigen, zum Beispiel Uhrzeit, das aktuelle Wetter oder die Schlagzeilen des Tages.                  

Bild Tuner DVB-S2

Bild-Grundeinstellungen

Bild-Experteneinstellungen

Im adaptiven Bildmodus passt sich der Samsung sehr schnell und auch, wie wir finden, sehr passend der aktuellen Lichtsituation im Aufstellungsraum an. Wir haben in 720p und 1.080i TV-Sendungen über DVB-S2 betrachtet. Wenn man bei deutlichem externen Lichteinfall schaut, erweist sich die Justage, die der adaptive Bildmodus vornimmt, sehr gut. Das Bild wirkt rauscharm und dynamisch. Lediglich dann, wenn man nahezu direkt vor dem großen 8K-TV steht, erscheint das Bild zwar immer noch rauscharm, aber für unsere Empfinden etwas "digital weichgezeichnet" (ARD, "Meister des Alltags"). Auch der "Notruf Hafenkante" im ZDF wirkt authentisch. Wer abends oder bei geringem externen Lichteinfall schaut, kann den Filmmaker Mode sogar bei TV-Material anwenden (da die Frame Interpolation ausgeschaltet ist, ist das Bild nicht vollkommen flüssig). Insgesamt kann man dem TV-Tuner eine natürliche, realistische Bildqualität zugestehen, das Upscaling von 720p oder 1.080i auf die native Panelauflösung erledigt der rechenstarke Quantum 8K-Prozessor ausgezeichnet. 

Bild Ultra HD Blu-ray, Mord im Orientexpress

Wir testen den Q950T mit der Ultra HD Blu-ray von "Mord im Orientexpress". Wir starten direkt mit dem Filmbeginn und sehen hier rechts im Bild die Klagemauer in Jerusalem. Wir schauen von schräg oben auf das Geschehen auf dem belebten Platz und beschäftigen uns damit, wie präzise der Samsung die einzelnen Mauersteine darstellt. Selbst dann, wenn wir nur 1 Meter entfernt vom Display sind, sehen wir praktisch kein Rauschen, das Stroh, das zwischen den Steinen wächst, wird präzise, beinahe Halm für Halm, herausgearbeitet.

Auch unten die Kleidung der Menschen wird sehr gut wiedergegeben, mit einem hervorragenden Kontrast. Ein Herr beispielsweise trägt einen dunkelgrauen Mantel über einem schwarzen Anzug, und der Kontrast zwischen den beiden Schattierungen kommt selbst aus der Distanz exzellent heraus. Die Panoramawirkung des Bildes überzeugt uns sehr, hinten sieht man weitere Teile der Stadt auch der Bildhintergrund wird plastisch und mit guter Schärfe sowie nur geringem Rauschen präsentiert.

Schauen wir uns nun den gebotenen Blickwinkel an. Dieser kann zweifellos als praxisgerecht groß angesehen werden. Erst dann, wenn man extrem schräg zum Bild sitzt, wirken Farben etwas blasser, die Helligkeit des Bildes ändert sich aber selbst dann nicht. 

Samsung rüstet den Q950T mit dem Filmmaker Mode aus

Wir haben bewusst den Filmmaker Mode verwendet, der schließlich bei Samsung neu hinzugekommen ist. Er sorgt zwar für minimales Ruckeln (Frame Interpolation nicht aktiv), das sehen wir aus der Vogelperspektive bei den unten laufenden Personen. Die Farbgebung ist absolut authentisch und die Kontraste erscheinen realistisch.

Dass es sich um HDR10 Material auf dieser Ultra HD Blu-ray handelt, verdeutlicht der Q950T sofort. Er bietet einen sehr großen Kontrastumfang und zugleich eine überzeugende Kontrast-Staffelung. Diese Szene an der Klagemauer spielt im Sonnenschein, was der Samsung sehr überzeugend herausstellt. Er neigt nicht zum Überstrahlen, auch nicht in komplexen Kontrast-Situationen.

Als wir die Menschen vor der Klagemauer stehen sehen, werfen wir einen Blick auf den sandigen Unterboden. Hier finden sich unterschiedlich große Steine, die der Q950T allesamt prima herausmodelliert. Auch die verschiedenen Bildebenen sind tadellos zu unterscheiden. 

Das Upscaling des 8K-Quantum-Prozessors überzeugt nahezu ohne Abstriche: Detaillierung, Plastizität und Rauscharmut sorgen für Bestnoten. Während der kleinen Kamerafahrt vor der Klagemauer gibt es zudem kaum Ruckeln, obwohl keine Frame Interpolation aktiv ist. 

Nun sehen wir den kleinen Jungen laufen, sein Lauf wird exakt wiedergegeben, mit flüssigen Bewegungen. Nun hastet er eine Treppe hinauf, lediglich links an der Steinmauer ist etwas Zittern zu sehen, für den Bruchteil einer Sekunde. Er bringt frische Hühnereier zum Koch, der sie für Hercule Poirot vorbereitet. Wie sauber der Samsung arbeitet, sieht man auch an der Eieruhr, die kurz im Bild ist: Das Glas und die Holzstruktur des Rahmens kommen plastisch und präzise zur Geltung. 

Jetzt bekommt der Meisterdetektiv seine Frühstückseier serviert. Hercule sitzt in einem deutlich dunkleren Raum, demnach haben wir nun einen Wechsel in den Lichtverhältnissen, den der Q950T überzeugend verdeutlicht. Das gedämpfte Licht im Inneren kommt sehr gut heraus, Details z.B. an den edlen Perserteppichen auf dem Boden oder an den goldbeschichteten Säulen im Hintergrund sind allzeit beinahe rauschfrei erkennbar (2 - 3 Meter Distanz zum TV).

Auch Einzelheiten an der Uniform des Polizisten - Stoffstruktur und Abzeichen - werden ausgezeichnet herausgearbeitet. Dank des Filmmaker Mode wirken die Farben auch in der dunkleren Umgebung sehr realistisch, inklusive feiner Übergänge.

Nun sehen wir Hercule im Großformat, mitten auf dem Screen. Bewusst ist in dieser kurzen Sequenz der Bildhintergrund unscharf gehalten. So konzentrieren wir uns voll auf das Gesicht und die Kleidung des Detektivs. Die Oberflächenstruktur der Weste wird trotz des schwierigen Musters rauscharm und ohne störendes Zittern von Einzelheiten wiedergegeben. Dass der Stoff der Weste rau und der der Krawatte glänzend ist, stellt der TV exzellent heraus. An Hercules charakteristischem Schnauzbart sind die einzelnen grauen Haare zu erkennen. 

Der Samsung stellt Hercule Poirot in einer kurz darauf folgenden Sequenz absolut scharf und klar da, obwohl direkt im Hintergrund ein Fenster ist, durch das viel helles Tageslicht fällt. Das beweist auf ein neues, dass der Q950T auch mit komplexen Kontrastverhältnissen keine Probleme hat. 

Wir springen einige Kapitel nach vorn und befinden uns nun im 8. Kapitel im Orientexpress. Wir sehen den Gang im Schlafwagen aus der Vogelperspektive. Unten wird gerade Frühstück serviert. Der hochwertige Boden im Waggon und die Holztäfelung der Wände ist sehr gut erkennbar. Das warme Licht der Beleuchtung des Gangs kommt authentisch zum Ausdruck. Auch hier ist nur sehr wenig Rauschen erkennbar. Die silbernen Klinken der Türen zu den Abteilen kommen mit scharf gezeichneten Konturen heraus, ebenfalls der Stock von Hercule. 

Im 9. Kapitel sind zunächst die schneebedeckten Berge zu erkennen. Sehr schön arbeitet der Q950T einzelne Teile der Strukturen heraus, und das Weiß des Schnees erscheint mit der richtigen Farbtemperatur. Das wäre früher bei LCD-basierten TVs nicht denkbar gewesen. Im Anschluss fährt nun ein einfacher Holzwagen auf den Schienen durchs Bild. Auf diesem befinden sich die Männer, die den Orientexpress nach dem Lawinenabgang wieder fahrtüchtig machen sollen. Die einfache, warme Kleidung der Männer wird vom Q950T, so wie wir es schon kennen, mit sehr gutem Kontrast und sauberer Detaillierung präsentiert.

Anschließend erfolgt wieder der Wechsel ins Innere des Zuges - dort herrscht gedämpftes Licht. Diesen Übergang schafft der Q950T problemlos und bietet im Inneren des Luxuszuges wieder die gewohnt scharfe, feine Detaillierung auch der Einrichtung des Speisewagens. 

Bild Blu-ray 1080p, Skyfall

Bei der Wiedergabe der Blu-ray von Skyfall mit der nativen Auflösung von 1920x1080 Pixel leitet unser verwendeter Blu-ray-Disc Player das Signal in originaler Auflösung an den Samsung TV. Dieser muss also von FullHD auf seine native 8K-Auflösung skalieren. Die erste Szene, als Bond den dunklen Gang durchschreitet, ist stets prädestiniert für Rauschentwicklungen in den niedrigen Helligkeitsbereichen. Der Samsung vermeidet dies aber nahezu vollständig, selbst die leicht verschwommenen Bereiche wirken clean. Die Nahaufnahme von Daniel Craigs Gesicht gelingt dem Q950T exzellent, sämtliche Details werden sichtbar und nicht durch das Scaling negativ beeinflusst. Das gilt auch für die folgenden Einstellungen und die Durchzeichnung der Kleidung und Möbel, als James Bond den verwundeten Kollegen versorgt. Die Farbgebung ist sehr natürlich und in keiner Situation zu beanstanden, hier hat Samsung seine Hausaufgaben gemacht.

Wir haben übrigens auch hier, noch aus dem Beispiel zuvor, den FILMMAKER MODE  aktiviert. Dieser unterscheidet sich aber insgesamt kaum vom Film-Modus des Samsung TVs und bietet diesbezüglich identische Farben und eine klare Durchzeichnung. Allerdings sind sämtliche internen Signalverarbeitungsprozesse, die das Bild in spezifischer Weise beeinflussen, deaktiviert. Das ist bei hochwertigem Material, und dazu zählt auch die hier vorliegende Blu-ray, selbst wenn die Auflösung von der nativen Pixelanzahl des Q950T weit entfernt ist. Viele Anwender wollen jedoch auf die Zwischenbildberechnung, die mit dem FILMMAKER MODE ebenfalls außen vor ist, nicht verzichten. Umso erfreulicher, dass die grundsätzlichen Eigenschaften der beiden Modi nicht unterscheiden. Im Film-Modus kann nämlich selbstverständlich problemlos die Frame-Interpolation hinzugeschalten werden. Vorab wollen wir aber erwähnen, dass der Q950T ein enorm geschmeidiges und stabiles Bild bei reiner 24p-Signaldarstellung abliefert. Judder ist hier nur in geringstem Maße spürbar, ein Ruckeln gibt es nicht. Natürlich lässt sich bezüglich der Bewegungsschärfe mit der Zwischenbildberechnung noch etwas herausholen, insgesamt aber ist das Bild aber auch ohne zusätzliche Frame-Erzeugung stabil, sehr angenehm zu sehen und auch während der flotten Verfolgungsjagd durchgängig scharf.

Um ehrlich zu sein, gefällt uns die native 24p-Darstellung sogar besser als mit aktivierter Frame-Interpolation, zumindest im Auto-Modus. Diese lässt sich im Bild-Menü nach Auswahl des normalen Film-Modus unter Experteneinstellungen und Bildschärfe-Einstellungen aktivieren. Das Bild wirkt zwar sehr clean und flüssig und präsentiert selbst flotte Bewegungen aalglatt, dafür muss man in Kombination mit Scaling von 1080p einen leichten Seifenoper-Effekt in Kauf nehmen, der dem Kino-Enthusiast sofort auffallen wird. Das Bild wirkt zu sauber und nicht mehr so Kino-like wie mit deaktivierter Frame Interpolation. Auch Artefakte sind sichtbar, die insbesondere bei sich abrupt ändernden Bewegungen, im Kampfgeschehen und bei Fahrzeugen in der Verfolgungsjagd bemerkbar machen. Wechselt man von Auto auf Benutzerdefiniert und nimmt man die Punkte "Unschärfe-Minderung" und "Judder-Minderung" zurück, kann man allerdings ganz hervorragende Ergebnisse erzielen und eine leicht optimierte Bewegungsschärfe bei immer noch sehr authentischer und angenehmer Bilddarstellung erreichen. Die native 24p-Darstellung des Q950T ist aber so gut, dass man bedenkenlos den FILMMAKER MODE aktivieren und sich über alles andere keine großen Gedanken machen muss.

Bild 8K nativ, NASA .mp4 7680 x 4320

Wir sind uns bewusst, dass es sich hier, wenngleich keinesfalls schlecht, nicht um das absolute Optimum an Material handelt. Wer sich genauer über das von Florian Friedrich von FF Pictures optimierte Videomaterial informieren möchte, kann dies in unserem Special tun. Aber das 8K-Video der NASA ist kostenfrei für jeden verfügbar und die bearbeitete MP4-Datei kann problemlos am Samsung Q950T wiedergegeben werden. Da sonst eher wenig frei verfügbares Material in nativer 8K-Auflösung vorhanden ist und auch selbst im High-End-Gaming-Bereich noch Verbesserungsbedarf herrscht, soll es uns hier als nachvollziehbares Beispiel dienen. Wer weitere Inhalte sucht, kann sich auf YouTube umsehen. Hier muss man darauf achten, dass man nach dem Start der Wiedergabe die Qualität auf "4320p" stellt.

Präzise, scharf und mit extrem vielen Details stellt der Q950T das 8K-Material dar und zeigt in der dunklen Umgebung des Weltalls auch erneut, welche Kontrastwerte er zu realisieren vermag. Ein tiefsitzender Schwarzwert und, für einen TV mit Hintergrundbeleuchtung stets ein heikles Thema: eine homogene, ausgewogene Helligkeitsverteilung ohne sichtbare Hot Spots. Ganz minimal kann man im Standbild erhellte Bereiche erkennen, die beim Übergang und dem harten Schnitt von sehr hellen Raumschiff-Elementen zur Dunkelheit des Alls zu erkennen sind. Wer genau hinsieht, erkennt es, insgesamt bleibt es aber definitiv im Rahmen und bei bewegten Bildern fällt es kaum ins Gewicht. Das Bild ist klar definiert und strukturiert, stark kontrastierende Bildinhalte werden exzellent gemeistert.

Auch beeindruckend ist die gebotene Plastizität und Tiefenwirkung, die besonders innerhalb der ISS sichtbar wird. Die verschieden tiefen Ebenen kommen eindeutig heraus, Gänge im Hintergrund scheinen ins Bild hinein zu führen. Dass es sich um HDR-Material handelt, kann man an Highlights ebenfalls sofort erkennen. Z.b. als ein Besatzungsmitglied einen sehr kalten Behälter aus seiner Behausung entfernt und der sehr hell angestrahlte Dampf aufsteigt, kann man hier noch klare Strukturen und Details erkennen. Auch im Gewächshaus mit sehr hellem Kunstlicht zeichnet der Samsung TV noch sauber durch. Aber auch dunklere bis sehr dunkle Bereiche, wie z.B. im Schatten liegende Werkzeuge gelingen authentisch. Bei weiten Panorama-Aufnahmen auf die Erde fällt geringfügiges Rauschen auf, bei den Szenen innerhalb der Raumstation oder auch in das dunkle All hinein wirkt das Bild hingegen absolut klar und sauber. Erstaunlich, wie stark man sich als Zuschauer dem Bildgeschehen zugehörig, wie man sich einbezogen fühlt. Gegen Ende begleiten wir ein weibliches Besatzungsmitglied nahe bei einem Experiment und man kann die Poren auf der Haut beinahe zählen. Die Kombination mit der ausgezeichneten Objektplastizität und Tiefenstaffelung versetzt einen dann fast selbst in den Orbit.

Klang

Ton - Experteneinstellungen

Der Samsung überzeugt auch akustisch - das Soundsystem liefert eine tadellose Pegelfestigkeit, die 70 Watt scheint es nicht nur auf dem Papier zu geben. Auch die Dynamik überzeugt, und, wir sind verwundert, die Räumlichkeit ebenfalls. Samsung bietet bei den 2020er Modellen das sogenannte Object Tracking Sound+ (OTS+), was die Nachverfolgbarkeit von bewegten Objekten im Bild mit sich bringen soll. Die räumliche Tiefe und Immersion des Zuschauers profitiert hiervon besonders bei der Wahl des richtigen Materials, generell aber wirkt die Darstellung überzeugend und glaubhaft. Selbst dann, wenn man 3 bis 3,5 Meter entfernt vom TV sitzt, fühlt man sich, zumindest in Ansätzen, noch vom Klang umgeben. Der Soundmodus "verstärken" funktioniert gut, bringt Klarheit und eine ordentliche Auflösung ins Klangbild.

Anspruchsvollere Hörer werden, trotz der Benefits von OTS+ und Adaptiver Ton+ selbstverständlich weiterhin auf zusätzliche externe Lösungen setzen. Eine attraktive Möglichkeit ist z.B. die Nutzung des Q950T 8K TVs in Kombination mit der HW-Q950T Soundbar. Das Topmodell ist mit einem aktiven Subwoofer und zwei Satelliten, ebenfalls drahtlos angebunden, für echten Surround-Sound ausgestattet. Die Kombi aus Samsung TV und Soundbar ist deshalb so interessant, da Samsung in den 2020er TV-Geräten "Q Symphony" integriert. Während konventionell beim Anschluss einer Soundbar die Lautsprecher im TV deaktiviert werden, bezieht Samsung mit Q Symphony die im TV integrierten Speaker mit ein, um ein noch eindrucksvolleres Klangerlebnis zu liefern und besonders die Überkopf-Ebene zu intensivieren.

In Kombination mit der HW-Q950T

Q Symphony "in Aktion"

Da wir gerade die HW-Q950T in der Redaktion haben, wurde sie direkt mit 8K-Fernseher verbunden. Wir gehen noch genauer auf die Soundbar in einem separaten Test ein, der Anschluss gestaltet sich aber als sehr einfach. Schließt man zunächst Satelliten und Subwoofer an den Strom an und aktiviert dann die Soundbar, verbinden sich die Geräte automatisch und quittieren dies mit einer konstant leuchtenden blauen LED auf der Rückseite. Die Satelliten sind klar mit links und rechts beschriftet, über die optimale Aufstellung gibt die Bedienungsanleitung Auskunft. Prinzipiell kann man Samsung TV und Samsung Soundbar auch drahtlos verbinden, für Q Symphony ist aber ein HDMI-Kabel (oder ein optisches Kabel) erforderlich. Obligatorisch verbindet man die HDMI-Schnittstelle der Soundbar mit dem eARC-fähigen Eingang des Samsung Q950T. Dass Q Symphony aktiv ist, bestätigt der Fernseher mit der Anzeige "TV + [AV] Soundbar Q950T" im Ton-Menü - wir mussten dies extra auswählen, ohne Zutun wäre der Ton nur über die Soundbar ausgegeben worden.

Auf die akustischen Eigenschaften der Soundbar werden wir im eigentlichen Test noch genauer eingehen. Zweifellos wird hier aber ein sehr immersives und umhüllendes Klangbild mit authentischer Kulisse geboten. Der Zuschauer fühlt sich bei Action-geladenen Szenen, wir haben hier die Dolby Atmos-Tonspur von Mission Impossible - Rogue Nation gewählt, inmitten des Geschehens. Zudem sind die Stimmen stets verständlich und das Gesamtgeschehen mit guter Struktur versehen. Doch wo liegt der Benefit von Q Symphony? Tatsächlich empfinden wir bei der Kombination mit dem Fernseher einen Zugewinn, insbesondere was die Einbeziehung in das Bildgeschehen und die Räumlichkeit betrifft. Die gesamte Kulisse erweitert sich spürbar nach oben hin und scheint sich noch freier, weitläufiger zu entfalten. Ein wenig Präzisionsverlust muss man in Kauf nehmen und es scheint, als würde es ein minimales Delay zwischen den Lautsprechern geben, was sich in einem ersten Eindruck als leichter Hall bemerkbar macht. Das fällt allerdings schon nach wenigen Sekunden kaum mehr auf und man sitzt mitten in einer glaubwürdigen, atmosphärisch dichten Kulisse, die jede Menge Spektakel bietet. Klassische Musik in Stereo würden wir hier vielleicht nicht hören, für den abendlichen Filmgenuss wird hier aber aus wenigen und vergleichsweise kompaktem Komponenten extrem viel geboten.

Konkurrenzvergleich

Abgesehen vom Vorgängermodell von Samsung aus 2019, dem Q950R, konnten wir Ende letzten Jahres den LG SM99 in 75 Zoll unter die Lupe nehmen. Das LG 8K-Pendant war damals schon ein echter Preis-/Leistungstipp und ist inzwischen zu unsagbaren Marktpreisen von unter 2.500 Euro erhältlich. Mit ausgezeichnetem Upscaling und flexiblen Eigenschaften, darunter Support für Dolby Vision (aber kein HDR10+), ist er immer noch eine sehr gute Wahl für Anwender, die ein großes 8K-Panel zum vergleichsweise kleinen Preis suchen. Das Samsung-Flaggschiff spielt preislich in einer anderen Liga, kann aber als aktueller technischer Maßstab gelten: Insbesondere, was die Helligkeitsverteilung und die Minimierung von Blooming/Halos angeht, hat Samsung 2020 nochmal nachgelegt und liefert ein enorm kontraststarkes, sauberes Bild mit überragender Plastizität. Auch und gerade bei externem Lichteinfall, hier profitiert der Q950TS zudem von der 2020 nochmals verbesserten Entspiegelung, die ein angenehmes Betrachten selbst bei viel Umgebungslicht ermöglicht. Die Signalverarbeitung und Bewegungswiedergabe ist auf absolutem Top-Niveau, daran ändert sich auch trotz des zusätzlichen Scaling-Aufwands bei UHD- und FullHD-Inhalten nichts. Darüber hinaus gibt es die praktische One Connect Box und eine solide akustische Untermalung - die in Kombination mit einer Samsung Soundbar und Q Symphony durchaus zum eindrucksvollen Erlebnis wird. Bildschön ist das Samsung 8K-Topmodell auch und wird selbst im ausgeschalteten Zustand die Blicke auf sich ziehen.

Fazit

Samsung Q950TS in 75 Zoll

Der Samsung Q950TS ist nahezu ein Design-Objekt und wird dank seines schlanken Auftritts, dem sehr schmalen Rahmen und der hohen Verarbeitungsqualität zweifellos zum Blickfang im Wohnzimmer. Aber auch die inneren Werte überzeugen beinahe restlos: Die Installation ist einfach und kann sowohl nur mit dem TV als auch per Smartphone-App erfolgen, auch das Handling geht problemlos von der Hand und mit dem Smart Hub hat man sämtlichen Content sowie die Einstellungsmöglichkeiten schnell im Überblick. Dass sich der TV nach dem Einschalten noch ein paar Momente genehmigt, bis er auf "vollen Touren" ist und Eingabebefehle sofort umsetzt, ist schade, aber zu verschmerzen. Die inzwischen typische Fernbedienung liegt gut in der Hand und wirkt edel. Visuell gibt es kaum etwas auszusetzen, dank Full Array LED-Technologie und speziellen Maßnahmen gelingt die Helligkeitsverteilung für einen LCD-TV überdurchschnittlich homogen. Hot Spots sind quasi gar nicht sichtbar und man muss sich während der Filmwiedergabe schon anstrengen, um überhaupt ein wenig Blooming bzw. Halos in dunklen Bereichen zu sehen. Die per Firmware-Update hinzugekommene Filmmaker Mode-Integration gelingt perfekt und dank der ausgezeichneten Bewegungswiedergabe, auch bei 24p, ist auch die Präsentation ohne Zwischenbildberechnung ein Genuss. Tadellos ist das Upscaling, ganz gleich, ob TV-Signale in 720p/1080i oder eine Ultra HD-Blu-ray: Es kommt kaum zu Scalingrauschen, und die Detaillierung, die Farbtreue sowie die Gesamtbildschärfe überzeugen. Hinzu kommt, dass das eingebaute Soundsystem mit 70 Watt eine rundherum gefällige Leistung erbringt und, kombiniert mit einer hochwertigen Samsung-Soundbar und Q-Symphony ein erstaunlich dichtes, spektakuläres akustisches Erlebnis im Wohnzimmer ermöglicht.

Bildschön, visuell in allen Situationen absolut überzeugend und mit innovativer Technik üppig bestückt, platziert sich das Samsung 8K-Topmodell an der Spitze

16.10.2020

Test: Carsten Rampacher, Philipp Kind
Fotos: Philipp Kind
Datum: 16.10.2020

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