XXL-TEST: LG XBOOM Go DXG8T - kompakter Party-Lautsprecher mit Stimmungslicht und kräftigen Klang ?

Klangwertung

Wenden wir uns nun der Kernkompetenz des LG Speaker zu und starten unsere Klangwertung. Im ersten Schritt möchten wir die integrierte Freisprecheinrichtung checken. Wir verstehen den Angerufenen sehr gut, wenn auch etwas leise, und der Angerufene versteht uns ebenfalls ordentlich, allerdings mit deutlichem Hall. Bilanzierend eine gute, aber keine exzellente Performance.

Nun möchten wir wissen, wie es um die klangliche Auslegung des LG XBOOM Go DXG8T bestellt ist. Wir aktivieren die "Sound Boost" Funktion, da diese eine bessere Räumlichkeit und auch mehr Volumen bietet. Wir starten unsere Klangwertung mit einem langsamen und gefühlvollen Titel, da wir in der Vergangenheit bereits festgestellt haben, dass dies die LG Lautsprechern ebenfalls sehr gut können und nicht nur aufgeblasene Krawallbürsten sin, und haben "Leave a Light On" von Papa Roach feat. Carrie Underwood ausgewählt.

Der sehr bewegende, gefühlvolle und mit einer klaren Message versehene Titel beginnt mit einer Akustikgitarre sowie mit Gesang, der nach wenigen Momenten mehrstimmig wird. Beide Facetten kann der kompakte Bluetooth-Lautsprecher überraschend präzise und mit einer tadellosen Tiefenstaffelung abbilden. Selbst, als Jacoby Shaddix irgendwann zur Kopfstimme übergeht, bleiben das Gefühl und die Aussagekraft, die Papa Roach mit diesem Titel mitteilen möchten, nahezu voll erhalten. Sehr gut gefällt uns ebenfalls die Präsentation der Stimmfarbe der US-amerikanischen Country-Sängerin Carrie Underwood. Etwas erstaunt sind wir über die Bassperformance des LG-Device. Selbst die sehr tiefen und langgezogenen Tieftonpassagen meistert der Bluetooth-Speaker tadellos, was unserer Meinung nach alles andere als selbstverständlich ist.

Etwas rockig wird es beim nächsten Titel. Wir spielen dem LG XBOOM Go DXG8T "Throne" von der britischen Band "Bring Me The Horizon" zu. Der Titel startet mit elektronisch verzerrten Klängen, zu der sich dann Drums und harten Gitarreneinsätze gesellen. Dieses Spiel aus verschiedenen Facetten meistert der Speaker prima und kann mit einer guten Differenzierung überzeugen. Auch die Darstellung der Vocals des Frontmann von "Bring Me The Horizon" wird lebendig und mit solider Detaillierung umgesetzt. Selbst die Passagen, als er förmlich ins Mikrofon brüllt, werden gekonnt umgesetzt, mit ordentlicher Dynamik. Auch beim Thema Bass kann der Speaker bei mittleren Pegeln überzeugen. Bei höheren Pegeln und sehr energiegeladenen Titeln fehlt es dann aber etwas an Detaillierung und Durchschlagskraft.

Wir wechseln das Genre und starten die Wiedergabe vom Bob Marleys Klassiker "Jamming", allerdings in einem Fisher-Rework. Bei diesem Titel können wir von der homogenen und präzisen Stimmwiedergabe überzeugen. Die unterschiedlichen Stimmcharaktere werden hervorragenden umgesetzt und besitzen einen erstaunlichen Wiedererkennungswert. Selbst die Chorpassagen der Backgroundsängerinnen werden facettenreich herausgearbeitet. Haben wir noch beim Thema Bass beim vorhergehenden Titel den Zeigefinger gehoben, dürfen wir nun feststellen, dass die musikalische Auslegung des DXG8T anscheinend auf elektronischer Musik basiert. So liefert der Bluetooth Speaker nun einen satten und tiefen Bassbereich, ohne dabei aber überladen oder unpräzise zu agieren. 

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Abschließen möchten wir unsere Klangwertung mit dem Rivo-Remix "You&Me", von Disclosure, Eliza Doolittle und Rivo. Die elektronisch verzerrten vokalen Elemente, zu Beginn des Tracks, werden hervorragend und facettenreich dargeboten. Die hoch angesiedelte Stimmfarbe wirkt luftig, leicht und kann sich hervorragend vom Lautsprecher lösen. In der Mitte des Titels wird ein deutlicher Dynamiksprung geboten und zu den Vocals und Synthesizer kommt noch ein kräftiger Punch hinzu. Aber auch bei diesem komplexeren Musiktrack, beim dem viele fordernden Facetten enthalten sind, fehlt es dem Tieftöner bei höheren Pegeln etwas an Durchschlagskraft. Bei mittleren Pegel wird aber ein relativ sattes und recht präzises Bassfundament erzielt.

Konkurrenzvergleich

Fender X Teufel Rockster Cross Frontansicht2

  • Teufel Rockster Cross: Wir starten unseren Konkurrenzvergleich mit dem Teufel Rockster Cross. Die Standard Version des Speakers ist derzeit im Onlineshop des Herstellers für reduzierte 249,99 EUR erhältlich. Wer die limitierte Fender x Teufel Edition sein Eigen nennen möchte, der muss für den Kauf 349,99 EUR einplanen. Der robuste Bluetooth-Speaker ist strahlwassergeschützt, gemäß der IPX5 Spezifikation und ist mit zwei 20 mm Gewebe-Hochtönern, einem aktiv angetriebenen 120 mm Subwoofer-Chassis (Gewebe-Membran) und zwei passiven Radiatoren (95 x 75 mm, Metallmembran) bestückt. Im Inneren gibt es einen Class D-Verstärker mit drei Verstärkerkanälen (2.1-System). Das Teufel-Device verfügt über einen Party-Modus: Hier kann man Songs abwechselnd abspielen von 2 Smartphones. Im Connect-Modus spielen zwei Rockster Cross gemeinsam. Mit an Bord ist ein spezieller "Outdoor-Modus" für die Verbesserung des Hochtonbereichs im Außeneinsatz. Der integrierte Akku hält 16 Stunden - ein tadelloser Wert für einen Bluetooth-Speaker dieser Größe. Drückt man den Standby-Knopf kurz, sieht man, wiegele LEDs noch aufleuchten, das gibt Auskunft über den Ladezustand des Akkus. Um den Speaker wieder voll zu laden, vergehen bis zu 3,5 Stunden. Dank der Powerbank-Funktion, kann am Rockster Cross ein Smartdevice geladen werden. Der Rockster Cross arbeitet nach dem geschlossenen Prinzip und gibt Frequenzen zwischen 50 Hz und 20 kHz wieder. Der Berliner BT-Speaker erzeugt maximal 98dB Schalldruck (1 Meter). Akustisch glänzte der Rockster Cross mit einer ausgeprägten Dynamik und eine authentisch wirkende Räumlichkeit. Er kommt mit vielen Musikstilen zurecht und gibt auch Stimmen in den meisten Fällen sehr ansprechend wieder. 
      

Klipsch The Three Plus Frontansicht2

  • Klipsch The Three Plus: Der nächste Kandidat in unserem Konkurrenzvergleich ist der Klipsch The Three Plus. Der edel anmutende Bluetooth-Lautsprecher verfügt über App-Konnektivität und ist in den Farbvarianten Echtholz Esche schwarz mit schwarzer Stoffbespannung sowie Echtholz Walnuss mit grauem Stoff für einen Kaufpreis von 399 EUR im Handel erhältlich. Der Einsatzzweck des Klipsch-Devices ist mehr für den Wohnbereich konzipiert und aufgrund des fehlenden Akkupacks ist er nicht mobil einsetzbar. Durch die hochwertig wirkende Verarbeitung ist der Bluetooth-Lautsprecher ein Blickfang und wertet den Wohnraum auf. Für eine ressourcenschonende Verbindung zum Smartdevice sorgt Bluetooth in der Version 5.3. Über eine Netzwerkschnittstelle verfügt der Klipsch Schallwandler nicht. Für die Einbindung weiterer Zuspieler besitzt der Klipsch-Speaker einen USB-C-Eingang, an dem sich z.B. ein USB-Stick anschließen lässt. Zudem bringt der Lautsprecher eine Powerbankfunktion mit, um ein Smartdevice zu laden. Ein optischer Digitaleingang ermöglicht die Einbindung eines TVs. Über einen HDM-Eingang verfügt der Three Plus nicht. Durch die beiden analoge Cinch-Buchsen kann zum Beispiel ein Plattenspieler oder eine weitere analoge Signalquelle verbunden werden. In unseren Klangtestreihen überzeugte der Klipsch Speaker mit einer tadellosen Stimmdarstellung und einer kräftigen Basswiedergabe. Leider fehlte es bei manchen Titeln an einer klaren Differenzierung der unterschiedlichen Effekte. Auch mussten wir mehrmals in den EQ eingreifen, da die Hochtonwiedergabe etwas harsch wurde.

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