XXL-TEST: Elac Debut Connex DCB41 Adsum - kompaktes Master-/Slave-Aktivlautsprecherset im hochwertigen Design

Klangtestreihen 

Wir starten unser Klangtestreihen mit dem Titel "Separate Ways" allerdings nicht die Version von Journey, sondern in einer explosiven Coverversion von der Band Eva Under Fire. Der Titel beginnt mit elektronisch erzeugten Effekten, die dann bereits nach wenigen Momenten in harte Gitarrenriffs übergehen. Beide unterschiedlichen akustischen Anforderungen können die Elac Debut Connex DCB41 Adsum hervorragend meistern und die Klänge der Gitarren wirken glaubhaft auf uns. Voll überzeugen können uns die aktiven Schallwandler bei der Darstellung von Eva Marie vokaler Präsenz. Die Stimmfarbe wird gekonnt in Szene gesetzt und selbst bei schnellen Passagen wird diese nie zu aggressiv oder zu harsch. Aufgrund der kompakten Baugröße und unserem großen Hörraum, haben wir zudem die XBass-Funktion aktiviert. So eingestellt, liefern die Aktivlautsprecher einen sehr guten Bassbereich, was wir so nicht erwartet hätten.

Deutlich ruhiger und gefühlvoller wird es nun beim nächsten Titel. Dafür haben wir uns "Last Resort" in einer Coverversion von Falling in Reserve ausgesucht. Los geht der Titel mit Bläsern, die aus dem Hintergrund agieren, sowie mit ersten Vocals von Frontmann Ronnie Radke. Auch hier können die Aktivlautsprecher mit einer sauberen Umsetzung überzeugen. Als Ronnie dann mit dem Klavier loslegt, gelingt eine hervorragende Differenzierung zwischen den verschiedenen Effekten. Selbst dann, als als Ronnie förmlich ins Mikro schreit, bleiben die verschiedenen Facetten des Titels erhalten. Der tieffrequente Bereich gefällt uns ebenfalls sehr gut, kann aber aufgrund der Baugröße nicht die Pegel und den Tiefgang liefern, den man von deutlich größeren Lautsprechern her kennt. Das liegt aber an den Grenzen der Physik, die auch ELACs Ingenieure nicht überlisten können. In Anbetracht der Preisklasse notieren wir bilanzierend eine ordentliche und solide Performance bei diesem Titel. 

Bevor wir das Genre wechseln, wird es nochmal "rockig". Wir spielen der ELAC/Adsum Konstruktion "The Loneliest Hour" der schwedischen Rocker von Takida zu. Der Titel startet mit elektronisch erzeugten Effekten, und darauf folgen umgehend harte Drums. Auch hier sind wir erstaunt, wie kultiviert und glaubhaft die Schallwandler die unterschiedlichen Effekte präsentieren. Als Frontmann Robert Patterson mit seiner unverwechselbaren Stimme einsetzt, sind wir sogar richtiggehend begeistert, wie sauber und gefühlvoll die Vocals ertönen, selbst als der Titel merklich an Fahrt aufnimmt. Ein klare Differenzierung der unterschiedlichen Instrumente und des doch fordernden Gesangs klappt  bei höheren Pegeln immer noch sehr gut. Überzeugen kann ebenfalls der Bassbereich, wirkt dieser knackig auf uns und offeriert für die kompakten Boxen ein tadelloses Volumen.

Wir wechseln das Genre und spielen den Debut Connex DCB41 "Anti-Hero" von Taylor Swift zu. Die sehr feinfühlige und unverkennbare Stimme der Künstlerin meistert die Aktivlautsprecher problemlos und bildet diese mit einer hervorragenden Räumlichkeit ab. Auch die mehrstimmigen Gesangspassagen können die Schallwandler gekonnt in Szene setzen. Die tieffrequenten Elemente des Tracks bleieben ebenfalls nicht auf der Strecke, sondern werden mit einer sehr guten Präzision und ordentlichen Tiefgang in unseren Testraum getragen.

Herausfordernd wir es beim nächsten Titel. Wir haben dafür "Escapism" von Raye feat. 070 Shake ausgesucht. Der Titel hat schon deutlich teuere Lautsprecher zur Kapitulation gezwungen. Bereits nach wenigen Sekunden geht es mit harten Bässen sowie mit sehr fordernden Sprechgesang zur Sache, und die Lautsprecher werden aufgrund dieser Rahmenbedingungen voll gefordert. Die Sprechgesang von Raye wird in Anbetracht der Preisklasse hervorragend dargestellt. Die Tiefmitteltöner überzeugt auch bei diesem Track wieder mit einem sehr guten Bassbereich. Bei höheren Lautstärkepegeln fällt allerdings auf, dass die Debut ConneX Adsum bei effektreichen Passagen leicht überfordert ist. So wird das Gesamtgeschehen deutlich leiser dargestellt, als einzelne Gesangsparts von Raye. 

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Konkurrenzvergleich

Elac Debut Connex Dcb41 Gruppenbild1

  • Elac Debut Connex DCB41: Wir beginnen unseren Konkurrenzvergleich mit der Standard-Version der Elac Debut Connex DCB41. Diese sind in den Farbvarianten orange, blau, schwarz sowie Walnuss für eine unverbindliche Preisempfehlung von 529 EUR im Handel erhältlich. Die nach dem Master/Slave Prinzip arbeitenden Speaker, bieten einen HDMI-ARC Anschluß für den TV, Bluetooth inklusive aptX, einen USB-B Anschluss (gekoppelt an einen 96 kHz/24-Bit-DAC), einen optischen Digitaleingang und endet und einen 2-Kanal-Cinch-Eingang, den man über Kippschalter wahlweise in einen Phono-Input verwandeln kann. Weiterhin kann ein aktiver Subwoofer dank des Subwoofer Pre-Outs verbunden werden. Die Verarbeitung der Schallwandler entspricht dem Standard der Preisklasse, ist aber erwartungsgemäß nicht auf dem Level, welches man normalerweise von der Kieler Manufaktur kennt. Klanglich zeichnet die Lautsprecher ein sehr guter Hochtonbereich aus, der selbst bei kritischen Stimme fast immer stabil blieb. Dem Tieftonbereich fehlte es leider an Punch und an der notwendigen Präzision. Die Verarbeitung der Elac/Adsum Variante möchten wir als deutlich moderner und aufwändiger einstufen. So wirken die neuen Schallwandler deutlich frischer und hochwertiger verarbeitet. Auch bei den klanglichen Eigenschaften wurden anscheinend bei einigen Parametern Hand angelegt, vermutlich mittels Software-Updates. Den aufgerufenen Mehrpreis von 120 EUR zur Elac/Adsum Variante halten wir für absolut fair.

Heco Aurora 200 P Gruppenbild1

  • HECO Aurora 200 P: Weiter geht es mit Aktivlautsprechern aus dem Hause HECO. Das kompakte Aurora 200 P-Set ist ausschließlich in der von uns getesteten schwarzen Farbvariante für einen Paarpreis von 749 EUR erhältlich. Um diese vielseitig nutzen zu können, unterstützen diese Bluetooth 5.0 mit aptX-Standard. Darüber hinaus verfügen die HECO Lautsprecher über einen HDMI-Eingang für die Einbindung eines TVs. Somit können Inhalte vom TV mittels HDMI-ARC ohne Aufwand auf den Speakern wiedergegeben werden. Die Lautsprecher bieten ebenfalls leider keinerlei Netzwerkschnittstellen und können somit auch nicht in einem Multiroom-Verbund eingesetzt werden. Die HECO Aurora 200 P sind als Master/Slave-Lautsprecher konzipiert, dies bedeutet, dass der Masterlautsprecher mit der Verstärkertechnik ausgestattet ist und den passiven Slavelautsprecher mit einem Signal versorgt. Da im passiven Lautsprecher keinerlei Elektronik verbaut ist, erfolgt die Signalübertragung klassisch über Lautsprecherkabel und nicht drahtlos. Die Gehäuse der kompakten Lautsprecher bestehen aus MDF, die Front sowie die Oberseite besitzen ein hochglanz-lackiertes Finish, die Seitenwangen sowie die Rückseite sind mit Furnier beschichtet. Die lackierten Flächen weisen ein sehr gute Oberflächenqualigtät auf und auch das verwendete Furnier ist ordentlich aufgebracht. Unserer Meinung nach könnten die Ecken der Gehäuse etwas besser abgerundet sein, wirken diese doch etwas scharfkantig. Weitere Quellen wie z.B. ein CD-Player, Netzwerkspieler oder eine Spielekonsolen lassen sich mittels eines optischen Digitalkabels und der optischen Anschlussbuchse realisieren. Für die Einbindung eines externen Subwoofer steht ein Subwoofer-Vorverstärkerausgang zur Verfügung. In unseren Klangtestreihen boten die Aurora ein sehr breites und räumliches Stereobühnenbild und punktete mit einer sehr guten Differenzierung im Hochtonbereich. Beim Mittel- sowie Tieftonbereich meisterten die HECO Speaker ruhigere Stücke tadellos, bei dynamischeren Titeln mussten wir stellenweise Einstellungen am Hoch- sowie Tieftonbereich vornehmen. Positiv überrascht hat uns die Performance bei der Wiedergabe von Filmton. So wirkten die Dialoge zwischen den Protagonisten absolut klar und authentisch und selbst dynamische Szenen mit vielen parallel stattfindenden Effekten präsentierten die HECO Speaker hervorragend.

Teufel Stereo M 2 Gruppenbild1

  • Teufel Stereo M 2: Abschließen möchten wir unseren Konkurrenzvergleich mit den Teufel Stereo M 2. Mit einem Kaufpreis von derzeit 899,99 EUR, sind die Teufel Lautsprecher die teuersten in unseren Konkurrenzvergleich, bieten aber dafür die beste Ausstattung - zumindest unserer Meinung nach. Die Gehäuse der Stereo M 2 bestehen aus FSC-zertifiziertem Holz sowie aus recycelten Stofffasern für die Lautsprecherabdeckungen. Die Außenflanken der Schallwandler sowie die Schallwand sind in edlem Schleiflack ausgeführt. Die Stereo M 2 besitzen ein WLAN-Modul und unterstützten AirPlay 2, auch Google Chromecast ist vorhanden plus der Teufel Home Plattform. Dadurch ist es komfortabel möglich, die Stereo M 2 in zahlreichen Multiroom-Umgebungen zu integrieren. Selbstverständlich können Dienste wie Spotify Connect oder Tuneln Radio ebenfalls komfortabel genutzt werden. Eine klassische Bluetooth-Verbindung steht außerdem auf der Ausstattungsliste. Weitere Zuspieler können via USB-C, optischen Digitaleingang sowie AUX direkt am Hauptlautsprecher angeschlossen werden. Die Stereo M 2 sind mit einem aufwändig konzipierten 3-Wege System ausgestattet In den Teufel Stereo M 2 kommt ein SCA-Koaxial-Chassis zum Einsatz. Mitteltöner und Hochtöner verschmelzen hier zu einer Einheit und dienen für eine sehr präzise und zeitgerechte Wiedergabe als "Punktschallquelle". Die tieffrequenten Signale setzt ein 165 mm Langhub-Wok-Tieftöner aus Kevlar um. Dieser kann dank des leichten, hochfesten Membranmaterials reaktionsschnell agieren, verfügt aber für einer souveränen Wiedergabe auch bei hohem Pegel auch über entsprechende Steifigkeit. Den Frequenzgang gibt der Hersteller mit 34 - 22000 Hz an. Der maximale Schalldruck beträgt 109 dB/1m. Im Inneren der beiden Lautsprecher sitzen jeweils drei digitale und leistungsstarke Class D-Endstufen, die jeden Treiber einzeln versorgen. Moderne DSP-Komponenten sowie der 250 Watt starke, äußerst verlustarm arbeitende Class-D Verstärker ermöglichen eine problemlose Beschallung von mittelgroßen bis großen Räumen. Das Leistungsvermögen der Endstufen inklusive Pegelfestigkeit setzt in dieser Preisliga aktuell Maßstäbe. In unserer Klangwertung boten uns die Teufel-Aktivlautsprecher ein überragendes Auflösevermögen an, gepaart mit einem harten präzisen Punch im Bassbereich. Selbst bei kritischen Stimmcharakteren wurde die Gesamtwiedergabe nie harsch oder schrill. Bei zahlreichen unterschiedlichen Genres lieferten die Teufel-Speaker immer eine überragende Gesamtwiedergabe ab. Ein kleiner Wermuts-Tropfen bleibt aber, so fehlt es den Stereo M 2 an einem HDMI Terminal für die komfortable Einbindung eines TVs.

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