XXL-TEST: ELAC Debut 2.0-Lautsprecherset in 5.2.2-Konfiguration

Die Elac Debut-Baureihe gibt es seit einiger Zeit in der zweiten Auflage. Folglich heißen die Schallwandler nun "Debüt 2.0". Ein 5.2.2-Ensemble der aktuellen Debüt-Baureihe hatten wir in der Redaktion und berichten in diesem Test von unseren Eindrücken. Wenden wir uns zunächst dem wichtigen finanziellen Aspekt zu - anders gefragt: Was kostet das Lautsprecherset?

  • Front L/R: Standlautsprecher Elac Debüt F6.2 Marktpreis rund 360 EUR/Stück, Paarpreis 720 EUR
  • Aufsatzmodule Elac Debut 2.0 A4.2, Stückpreis rund 112 EUR (Marktpreis), Gesamtpreis 224 EUR
  • Subwoofer: 2 x Elac Debut 2.0 SUB3010, Marktpreis pro Stück rund 400 EUR, insgesamt 800 EUR
  • Rear L/R: Standlautsprecher Elac Debut F5.2, Marktpreis pro Stück rund 260 EUR, Gesamtpreis 520 EUR
  • Centerlautsprecher Elac Debut C6.2, Stückpreis (Marktpreis) rund 260 EUR
  • Gesamtpreis Elac Debut 2.0-Set in 5.2.2 Konfiguration: 2.524 EUR

Das ist nicht wirklich viel für ein ausgewachsenes Mehrkanal-Lautsprecherset mit vier Standlautsprechern für vorne und den Rear-Betrieb. Klar, die Verarbeitung ist relativ einfach, aber das dürfte in Anbetracht des Preises kein Kaufhinderungsgrund sein. Dass man für diesen Kurs keine erlesene und opulente Gesamterscheinung erwarten kann, sollte von vornherein klar sein. Die Folierung ist recht ordentlich gemacht, die Ecken sind etwas spitz. Die Anschlussterminals für das Befestigen der Bananenstecker/des Lautsprecherkabels sind preisklassengemäß und weisen weder besondere Stärken, noch erwähnenswerte Schwächen auf. Die Chassis auf den Schallwänden der Boxen sind gut eingepasst - mit Hilfe sichtbarer Schrauben.

Standlautsprecher F6.2

ELAC Debut 2.0 F6.2

Rückseite

Hochtöner in der F6.2

Der mittlere Töner ist für die mittleren Frequenzen zuständig, die beiden unteren dienen als Tieftöner

Frequenzweiche

Einzelansicht

Die größere der beiden Standlautsprecher kommt vorn zum Einsatz. Die F6.2 ist eine 3-Wege-Bassreflex-Konstruktion, die Frequenzen zwischen
39Hz – 35000Hz wiedergeben kann. Damit eignet sie sich, wie auch die anderen passivenBoxen des Ensembles, sogar für den Hi-Res-Audio-Einsatz.
Die Impedanz liegt bei 6 Ohm, die Empfindlichkeit geben die Kieler mit 87db @2.83V/1m an. Die Übergangsfrequenzen betragen 90Hz/2200Hz. Ordentlich ist die maximale Belastbarkeit, sie liegt laut Hersteller bei 140 Watt. Der Hochtöner ist eine 2,54 cm Gewebe-Kalotte, es gibt drei Basschassis (jeweils 16,51 cm messend), die Membran besteht aus Aramid Fiber. Das Gehäuse ist aus CARB2 Rated MDF gefertigt. Das Gehäuse-Finish: Black Ash Vinyl, und es finden sich drei Dual Flared Bassreflex-Ports. Zuletzt die Abmessungen (BxHxT): 195 mm x 1097 mm x 268 mm.

Standlautsprecher F5.2

ELAC F5.2

Tweeter in der F5.2

Auch in der F5.2 sind drei identisch große Töner verbaut

Frequenzweiche F5.2

Elac Debut F5.2

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Wir setzen mit der Debut 2.0 F5.2 auch im Surroundbereich auf Standlautsprecher, vertrauen hier aber auf das kleinere Modell. Die Gehäusekonstruktion:3-Wege Bass-Reflex, der darstellbare Frequenzbereich steht mit 42Hz bis 35000Hz auf dem Datenblatt. Die Impedanz wird auch bei diesem Modell mit 6 Ohm angegeben. Laut Elac beträgt die Empfindlichkeit 86db (@2.83V/1m). Die Übergangsfrequenzen sind bei 90Hz/2200Hz angesiedelt. Die maximale Belastbarkeit kommt auch bei der kleineren Standbox auf 140 Watt. Verbaut ist der identische Hochtöner (1″ Gewebe-Kalotte), die ebenfalls in dreifacher Ausfertigung vorhandenen Basstreiber fallen etwas kleiner aus (3 x 13,35 cm). Das Membran-Material auch bei der F5.2: Aramid-Faser. Das Gehäuse besteht aus CARB2 Rated MDF, foliert im Black Ash Vinyl-Finish. 3 x Dual Flared Bassreflex-Ports und die folgenden Abmessungen (BxHxT) 180 mm x 1016 mm x 234 mm ergänzen den Datensatz. 

Center C5.2

Elac Debut C5.2

Tiefmitteltöner

Tweeter

Rückseite

Anschlüsse

Frequenzweiche

Bassreflexöffnung

Detail rechts

Frontansicht C6.2 ohne Abdeckung

Der Center ist eine Zweiwege-Bassreflexkonstruktion mit einem darstellbaren Frequenzbereich von 55Hz bis 35000Hz. Die Impedanz liegt bei 8 Ohm, die Empfindlichkeit bei 87db (@2.83V/1m). Die Übergangsfrequenz wird mit 2200Hz angegeben, und die maximale Belastbarkeit mit 120 Watt. Als Tweeter arbeitet die auch in den anderen Modellen verwendete  1″ Gewebe-Kalotte. Die beiden Woofer: 2 x 5-1/4″ (13,35 cm) Chassis mit Aramid-Faser-Membranen. Das Gehäuse besteht aus CARB2 Rated MDF mit Black Ash Vinyl-Folierung. Bassreflex-Ports: 2 x Dual Flared. Fehlen noch die Abmessungen: (BxHxT): 540 mm x 180 mm x 219 mm.

Dolby Atmos-Lautsprecher A4.2

Elac A4.2

Detailansicht

Rückseite

Frequenzweiche

Elac Debut 2.0 Dolby Atmos-Lautsprecher

Vorn auf den beiden F6.2 legen wir die Debut 2.0 A4.2 Aufsatzmodule. In der geschlossenen Konstruktion sitzt ein koaxiales Chassis (Hochtöner befindet sich im Zentrum des Tief-/Mitteltöners). Der Hochtöner ist ein kleiner 0.5 Inch (1,27 cm) Treiber mit Polymer Dome. Der Tief-/Mitteltöner misst 4 Inch (10,16 cm) mit einer Membran aus gewebter Aramid-Faser. Die Übernahmefrequenz liegt bei 5000 Hz, der Frequenzbereich reicht von 180 bis 20.000 Hz. Die Empfindlichkeit: 85 dB (@ 2.83 v/1m). Die Impedanz beträgt 6 Ohm. Das Finish ist in Black Ash Vinyl ausgeführt, es fehlen noch die Abmessungen: BxHxT 180 mm x 125 mm x 234 mm, damit passt das Modul problemlos auf die Standboxen der Debut 2.0 Serie. 

SUB 3010

SUB3010

Unterseite mit Passivmembran

Rückseite

Innenleben

Eingänge

Teil unseres Debut 2.0-Systems sind auch zwei der neuen Subwoofer SUB3010. Der SUB3010 möchte hohe Leistungsfähigkeit zum erschwinglichen Preis bieten. Neben dem 10 Zoll-großen Chassis mit Papiermembran steckt ein 400 Watt (200 Watt RMS) starker BASH-Verstärker sowie ein ebenfalls 10 Zoll großer Passivradiator im MDF-Gehäuse des SUB3010. BASH-Verstärker kommen in allen ELAC-Subwoofern zum Einsatz und maximieren durch innovative Technologie die akustische Performance. Im Gegensatz zu herkömmlichen Verstärkern verfolgt ein BASH-Amp das Eingangssignal und passt die verfügbare Versorgungsspannung an einen konventionellen Class-AB-Verstärker an. So gewinnt der Sub nicht nur an Leistung, sondern ist auch hocheffizient. Im Gehäuse ist noch eine horizontale Mittelstrebe untergebracht, um das Gehäuse zu versteifen und unerwünschte Vibrationen minimieren zu können. Außerdem verfügt der SUB3010 über eine automatische Ein-/Ausschaltung, je nachdem, ob ein Audiosignal anliegt.

Technische Daten:

  • Treiber: 1 x 10" hoch belastbare Papier-Membran
  • Passivtreiber: 1 x 10" hoch belastbare Papier-Membran
  • Frequenzbereich: 28 bis 150 Hz
  • Crossover: 50 bis 150 Hz, einstellbar
  • BASH-Verstärker
  • Leistung: 400 Watt maximal/200 Watt RMS
  • Standby-Power: 0.5 Watt
  • Eingänge: L/R/LFE Cinch
  • Finish: Black Ash vinyl
  • Abmessungen (BxHxT): 343 mm x 364 mm x 343 mm

Der kompakte Subwoofer ist flexibel bei der Aufstellung und wirkt in seiner Asche-schwarzen Folierung sehr schick und dezent. Geradlinig und schnörkellos tritt er auf. Neben dem breiten, grauen Zierring auf der Vorderseite setzt auch der abgestufte Sockel einen schicken optischen Akzent. Natürlich passt er so auch perfekt zum Design der übrigen Debut 2.0-Komponenten. Die Kanten sind nicht gerundet, die Folierung ist aber auch an den Ecken sauber aufgebracht. Klares Highlight ist aber die Integration eines DSPs inklusive App-steuerbaren Equalizern. Zum Ausstattungsumfang gehört nicht nur ein manuelles Eingreifen, sondern auch ein Auto EQ. In Kombination mit ELACs Sub Control-App und dem Mikrofon des Smartphones werden acht parametrische Kurven automatisch an die individuellen Raumeigenschaften angepasst. Eine Einbindung des Subs ins Netzwerk ist dabei nicht notwendig, sowohl Steuerung als auch Einmessung wird mit der Smartphone-App via Bluetooth erledigt.

Wir laden die ELAC Sub Control App, die kostenlos für iOS und Android verfügbar ist, herunter und wollen die Einmessung und Anpassung der EQ-Kurven beschreiben. Da wir ja gleich zwei SUB3010 haben und diese selbstverständlich an verschiedenen Positionen im Raum stehen, muss die Einmessung zwei mal erfolgen. Nach dem Öffnen der App werden automatisch die Subwoofer gesucht und gefunden.

ELAC Sub Control 2.0 App

Sub-Übersicht und EQ-Presets

Optionen

"Auto On" Empfindlichkeit

Low Pass

EQ manuell

ELAC Sub Control 2.0 möchte auf das Mikro zugreifen

Messung direkt am Subwoofer

Während der Messung

Messung an der Hörposition, Vergleich und Anpassung

Nun kann man direkt die Optionen durchgehen und sieht, dass vier EQ-Kurven "Flat", "Cinema", "Music" und "Night" direkt integriert sind. Mit der App kann man Phase, Delay, Low Pass einstellen und auch, wie bereits erwähnt, manuell 8 parametrische EQs festlegen. Auch die Empfindlichkeit der Auto On/Off-Schaltung lässt sich hier fein justieren. Außerdem gibt es den Punkt "Auto EQ", der die automatische Einmessung startet. Die App bittet dann um Erlaubnis, das integrierte Mikrofon des Smartphones zu verwenden und startet den Messvorgang. Da wir den EQ auf Herz und Nieren prüfen wollen, haben wir das Setup in einem konventionellen, alles andere als akustisch perfekten, Wohnzimmer installiert. Zunächst wird eine Messung in unmittelbarer Nähe des Subwoofers durchgeführt und direkt im Anschluss eine erneute Messung über das gesamte Spektrum an der späteren Hörposition. Die ganze Prozedur ist binnen einer Minute abgeschlossen. Wermutstropfen ist, dass man nicht nach der Messung die Eingriffe des Auto EQs in den manuell einstellbaren parametrischen EQ-Kurven nachvollziehen und eventuell noch nachjustieren kann.

Klang

Das Elac Debut 2.0 Set in 5.2.2 Konfiguration überzeugt bei der Filmtonwiedergabe mit einer erstaunlichen Souveränität. Das liegt darin begründet, dass die beiden aktiven Subwoofer gerade in der Doppel-Bestückung unerbittlich anschieben – aber auch die beiden Debut 2.0 Standlautsprecher vorn erweisen sich als außerordentlich pegelfest.

DTS 2019er Demo Ultra HD Blu-ray

Wir hörten verschiedene Ausschnitte aus der aktuellen 2019er DTS Demo-Ultra HD Blu-ray in DTS:X. Hier zeigt unser Elac Debut 2.0 Ensemble eine geschlossene und kraftvolle Performance beim Ausschnitt aus „Jurassic Park – Fallen Kingdom“. Alle Effekte werden klar erkannt und mit einer tadellosen Impulstreue präsentiert. Das betrifft den gesamten Frequenzbereich.

Keine störenden klanglichen Lücken, im kleineren Hörraum und bei keinem zu großen Abstand der beiden Front L/R Lautsprecher voneinander reicht auch der relativ kompakte Centerlautsprecher ohne Probleme aus. Er macht seine Sache richtig gut, stellt Stimmen und Effekte, die vorn aus der Mitte kommen, tonal angenehm und mit ausgezeichneter Dynamik dar. Dies beweist er auch beim Ausschnitt aus „The Incredible Hulk“. Der kurze Ausschnitt aus „American Made“ belegt, dass das preiswerte Elac-Set auch dann nicht überfordert ist, wenn es um die Darstellung eher subtiler Effekte und um einen atmosphärisch dichten Music Score geht.

Wir hatten im Test zwei Dolby Atmos/DTS:X Aufsatzmodule für den Gebrauch vorne angeschlossen. Demnach die kleinste 3D Audio-Speaker-Konfiguration. Trotzdem wird durchaus Lebendigkeit in der Überkopf-Ebene offeriert, und die Übergänge verlaufen nahtlos und homogen. Die gesamte Front-Klangkulisse ist in sich geschlossen und vermittelt den Eindruck lückenloser Räumlichkeit. Klar, die beiden Debut hinten machen ihre Sache auch sehr gut. Impulstreu und mit einer tadellosen Weitläufigkeit, fügen sie sich bestens in die bisherigen Gesamteindrücke ein.

Dolby Demo Blu-ray "The Sound Of HD3"

Von der schon älteren Dolby True HD-Demo-Disc „The Sound Of HD3“ haben wir ebenfalls Sequenzen anhört, diese aber mittels Dolby Surround von unseren beiden Denons AVC-X6500H und AVC-X8500H aufpolieren lassen. Das sorgt für Freude beim Ausschnitt aus „The Dark Knight“, eine üppige Effekt-Bestückung, von der man sogar in der Überkopf-Ebene noch etwas merkt. Mit ihrer hohen Belastbarkeit und der gelungenen Auslegung kann man den Debut 2.0 Komponenten erneut hohe Lautstärken bedenkenlos zumuten. Klar, die Elac Einstiegsserie besitzt nicht diese Transparenz im Hochtonbereich, die wir gerade von größeren Elac Lautsprecherbaureihen mit dem Jet 5 Bändchenhochtöner her schätzen.

Aber das darf man von einem Set der preislichen Starter-Liga auch nicht ernsthaft erwarten. Elac ging den Weg, den wir salopp als „Nummer sicher“ bezeichnen. Ein ausgewogener Hochtonbereich, der lieber maximale Prägnanz mit maximaler Harmonie ausgleicht. So wird auch „Transformers: Dark Of The Moon“ zu einem effektgeladenen Erlebnis, mit wiederum überzeugender Grobdynamik,. Prima, wie wir finden, gerade für den alltäglichen Einsatz sehr gelungen. Auch Musik klingt überzeugend. „You And I“ von Lady Gaga sowie „Iridescent“ von Linkin Park überzeugen uns durch natürliche Räumlichkeit., Hören wir nativ in Dolby True HD, erscheint das gesamte Klang-Erlebnis noch präziser als beim Aufpolieren mittels Dolby Surround.

James Bond 007 "Ein Quantum Trost", Blu-ray (englisch, DTS-HD)

Wir polieren mittels DTS Neural:X den Sound der in DTS-HD vorliegenden 007-Blu-ray „Ein Quantum Trost“ hoch und sind ein weiteres Mal erstaunt: Die heftige Verfolgungsjagd rund um den Gardasee direkt zu Filmbeginn kommt tadellos heraus. Schon der tiefe, satte Bass ganz am Anfang, als die Kamera langsam auf die Jagd am Seeufer zufährt, gelingt den beiden Subwoofern glänzend. Sie untermauern das Geschehen mit einem allzeit präsenten Fundament, das aber nie übertrieben, sondern stets passend in Erscheinung tritt. Hier macht sich auch die App-basierte Einmessung positiv bemerkbar. Auch im nicht akustisch optimierten Raum kann man so mit einem solidem, präzisen Bass ohne störendes Aufschaukeln oder andere unerwünschte Nebeneffekte genießen.

Die donnernden Schüsse aus den automatischen Waffen der Killer, die 007 in seinem Aston Martin DBS verfolgen, haben richtig Kraft. Die zahlreichen Unfälle, bei denen die Gangster zunächst einen der beiden Alfa 159 und Bond die Tür seines edlen Sportwagens verliert, stellt das Debut-Set überzeugend dar. Die Auflösung, auch bei feinen, wegspritzenden Glassplittern, ist ordentlich, und die beiden aktiven Bässe erzeugen eine nachdrückliche Grundlage. Den Music Score arbeiten die Elac Komponenten ausgezeichnet ein. Dass das Ensemble musikalisch auch wirklich überzeugt, beweist es uns im Anschluss an die Startsequenz: Hier steht bei allen Bond-Filmen traditionell die ausführliche Wiedergabe des Titelsongs an. Sauber ausbalanciert und lebendig wird das Titellied zu den Zuhörern transportiert.

Tiesto, Elements Of Live, Blu-ray 2, DTS-HD

Bei „Tiesto – Elements Of Live – Copenhagen” hören wir von der zweiten Blu-ray in natovem DTS-HD Master Audio die Tracks „He’s A Pirate“ und „Back In Your Head“. Mit sattem Kickbass, der enorm schnell und hart zur Geltung kommt, lassen sich die beiden aktiven Subwoofer nichts vorwerfen. Aber auch der Rest gefällt: Klar, kraftvoll und frisch gehen sie zu Werke, wobei dieses „frisch“ nie überzogen ausfällt. Immer ist der Klang angenehm, nie zu scharf oder metallisch. Langweilig oder monoton wirkt der Sound in keiner Sekunde, sondern immer erwischt das Elac-Set die richtige Mischung. Parallel stattfindende Effekte, ganz gleich, in welchem Teil des Frequenzspektrums, erfassen die Debut-Lautsprechr zuverlässig und schnell.

Lichtmond-Blu-ray "The Journey", Dolby Atmos

Lichtmonds „The Journey 1 + 2“ in Dolby Atmos ist voll von umfassenden, räumlichen Effekten, aber auch kurze, alternierende Effekte, die sich in rascher Folge durch alle Kanäle bewegen, stellen das Equipment vor einige Herausforderungen. Gelassen, mit hervorragender räumlicher Dichte und mit einem ein weiteres Mal großartigen Bassfundament, sammelt das Elac-Set und insbesondere die beiden Debut Subwoofer zahlreiche weitere Punkte. Die Geschlossenheit der Klangkulisse sticht erneut hervor, und die gut sortierte Überkopfebene erfreut ebenfalls. Auch schnelle Effekt-Kombinationen werden souverän pariert.

Fazit

Das Elac Debüt-Ensemble in 5.2.2-Konfiguration erzielt einen großen Testerfolg. Natürlich muss man das preiswerte Mehrkanalset hinsichtlich seiner bei den Testreihen gezeigten Leistung richtig einordnen, das möchten wir gleich zu Beginn des Fazits klarstellen.

Wer sehr hohe Anforderungen an Verarbeitungs- und Materialqualität stellt und überdies akustisch ein exzellentes Auflösungsvermögen und eine ungemein fein dosierte Räumlichkeit bis in die hintersten Ebenen schätzt, wird in diesen Preisklassen, in denen sich das Debüt 2.0 Set aufhält, generell nie glücklich werden. Wer jedoch für kleines Geld ein Ensemble sucht, das bei Filmton und Musik sowie in Stereo prima Leistungen erbringt, der liegt bei unserem Test-Setup genau richtig. Vorwerfen lässt sich das 5.2.2 Debut-System gar nichts.

Highlight sind die kraftvollen Hightech-Subwoofer, die sich ohne Schwierigkeiten per App einmessen lassen und weit überdurchschnittliche Leistungen erbringen. Gleich zwei davon, wie in unseren Testreihen, reichen auch für Räume oberhalb der 30 Quadratmeter locker aus. Die Bassgewalt, die bereitsteht, ist immens, aber auch Tiefgang und Struktur sind sehr zu loben.

Aufgrund der Tatsache, dass wir auch hinten Standlautsprecher eingesetzt haben, ist das Klangbild auch bei Mehrkanal-Musik sehr homogen und in sich schlüssig. Bilanzierend dürfte es nicht leicht sein, für weniger Geld mehr Ausgewogenheit und Performance auf dem Markt zu finden.

Preislich sehr faires, akustisch sehr starkes 5.2.2 System mit enormer Pegelfestigkeit

5.2.2.Mehrkanal-Lautsprecherset bis 3.000 EUR

Mehrkanal-Lautsprechersets

Test: Philipp Kind, Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 08. Dezember 2019

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