XXL-TEST: Dali Callisto 2 C mit Dali Sound Hub Compact - Facelift-Version zum interessanten Kaufpreis

Dänemark, bekannt durch seine wunderschönen Schlösser und durch sein zum UNESCO-Weltnaturerbe gehörenden Naturschutzgebiet vor Jütlands Westküste, ist vielen HiFi- und Mehrkanalfans auch durch exzellenten Lautsprecherbau ständig im Gedächnis. 

Denn im nordeuropäischen Land wurde im Jahre 1983 der Lautsprecherspezialist Dali gegründet; und das gesamte DALI-Team fühlt sich einer hohen Klang- und Produktqualität verpflichtet: Man lebt und prägt auf diese Weise das DALI-Motto „In Admiration of Music".

Von den Dänen haben wir die aufgefrischten Callisto 2 C sowie den Dali Sound Hub Compact zum Test erhalten. Was an den Callisto aufgefrischt wurde, möchten wir natürlich erläutern und beginnen mit der Optik: Die Callisto 2 C gibt es nun in einem neuen Furnier mit dem Namen Tobacco Oak (Tabakeiche). Klanglich präsentieren sich die dänischen Aktiv-Schallwandler ebenfalls als sorgfältig überarbeitet. Wer bereits die Callisto 2 C besitzt, kann das aktuell Soundtuning übrigens per Softwareupdate aufspielen. Was genau an den Parametern verändert wurde, darüber schweigen die Lautsprecherspezialisten - aber wir werden wir selbst unsere Höreindrücke sammeln, dazu später gerne mehr. 

Auch preislich wurde nachbessert und für den geneigten Käufer werden nun interessante Bundles angeboten. So gibt es derzeit das Set, bestehend aus Callisto 2C und dem Dali Sound Hub Compact für 1.699 EUR (UVP bisher 2.697 EUR, -37%) oder ein Set bestehend aus Callisto 2 C & Sound Hub + BluOS-Modul für 1.999 EUR (UVP bislang 3.546 EUR, -44%).

Wer über einen größeren Hörraum verfügt, für den hält Dali für 2.199 EUR ein weiteres Set, bestehend aus Callisto 6C & Sound Hub Compact (UVP bislang 3.697 EUR, -41%) bereit. Wer die Callisto 6 C mit  Sound Hub + BluOS-Modul haben möchten, der muss 2.499 EUR bereithalten (UVP bislang 4.546 EUR, -45%). Damit dürften die Callisto mit Facelift zahlreiche Liebhaber finden. 

Dali Callisto 2 C in der Einzelvorstellung

Callisto 2 C in der Frontansicht

Beginnen wir mit der Einzelvorstellung der dänischen Aktiv-Schallwandler. Wie wir bereits erwähnten, sind die Callisto 2 C nun in dem schönen Furnier Tobacco Oak erhältlich. Auf uns macht das Furnier einen sehr guten Eindruck und ist auch sehr sauber aufgebracht, die Ecken sind aber gerade auf der Rückseite etwas scharfkantig. An der Front sitzt die aufgesetzte Schallwand, die in einem dunklen Metallic-Grau gehalten ist. Ebenfalls neu ist die Bespannung des Lautsprecherabdeckgitters. Sie nennt sich bei unserer in Tabakeiche ausgeführten Callisto 2 C "Shadow Black", diese Ausführung bekommt der Käufer auch, wenn er die Callisto in schwarzer Ausführung bestellt. Wer die weiße Variante der Callisto 2 C erwerben möchte, auch hier gibt es eine neue Bespannung in "Mountain Grey".

Das Gehäuse der Callisto 2 C besteht aus hochdichten und 25 mm dicken MDF-Faserplatten. Diese werden in der Dali-eigenen Holzverarbeitung in Dänemark produziert. Der Einbau der Lautsprecherchassis sowie die akustischen Testreihen werden ebenfalls in Dänemark durchgeführt, der prüfende Mitarbeiter zeichnet die Korrektheit aller Arbeiten auf der Rückseite der Speaker mit seiner Signatur ab.

Dali Logo an der Front inkl. der neuen Bespannung in Shadow Black

Bändchen-Hochtöner in der Nahaufnahme

In jedem Callisto Lautsprecher kommt ein zweikanaliger Class D-Digitalverstärker mit 250 Watt Peak-Leistung zum Einsatz. Das sind, verglichen mit dem Konkurrenzumfgeld, gute, aber keine sensationellen Werte. Canton bietet bei der GLE 3 z.B. Endstufen mit satten 350 Watt pro Lautsprecher an. Der Class D-Verstärker arbeitet äußerst effektiv, typisch für digitale Verstärkereinheiten wird kaum Verlustwärme produziert. Ein hochentwickelter Digitalprozessor sorgt dafür, dass die Leistung präzise und kontrolliert umgesetzt wird. Bei einem aktiven Lautsprecher-Konzept ist einer der Hauptvorzüge, dass man durch ein leistungsstarkes DSP eine optimale Anpassung der Chassis an die Endstufen umsetzen kann. So exakt und prüzise kann es beim Einsatz eines Verstärkers und separaten passiven Boxen nicht "matchen". Weiterhin wurden hochwertige, exakt arbeitende 24-Bit-Digital-Analog-Wandler aus dem Hause Burr Brown installiert. 

Den Hochtonbereich der Callisto 2 C übernimmt ein Bändchen mit starkem Magneten und vier Bändern, und eine speziell beschichtete Kalotte. Zusammen nennt sich das "Hybrid-Hochtöner". Im System ist das Bändchen für die impulstreue Wiedergabe höchster Frequenzen zuständig. Dass es sich für diesen Job besonders gut eignet, liegt am extrem geringen Gewicht - je weniger Masse desdo höhere Impulstreue gerade bei kleinen, kurzen, für ein komplettes musikalisches Gesamtbild aber so wichtigen Impulsen. überdies ist das breite Abstrahlverhalten ein großer Vorteil des Bändchen-Hochtöners. Der Kalottenhochtöner übernimmt die tieferen Frequenzen des Hochtonbereichs und steht für einen nahtlosen, homogenen Übergang in den Mitteltonbereich. Genau das stellt bei einem reinen Bändchen-Hochtöner oftmals ein Problem dar.

Kalotte in der Detailansicht


165 mm Tiefmitteltöner mit Holzfaser-Membran

Das Tieftonchassis ist mit 165 mm üppig bemessen. Auch bei der Callisto Serie  setzt Dali auf Polstücke aus SMC. Diese Eigenentwicklung der dänischen Lautsprecher-Manufaktur reduziert die durch mechanische Verluste hervorgerufenen Verzerrungen im Magnetantrieb drastisch. SMC ist ein beschichtetes magnetisches Granulat, das in nahezu jede gewünschte Form gebracht werden kann und sich daher als sehr flexibel erweist. Die besondere Eigenschaft von SMC ist es, eine große magnetische Leitfähigkeit mit einer äußerst geringen elektrischen Leitfähigkeit zu verbinden. Genauso, wie Dali es bei den Modellen der Opticon- und Rubicon-Baureihe macht, ist auch beim 165 mm Tiefmitteltöner der Callisto 2 C das SMC-Polstück mit einer Kupfer-Kappe ausgestattet. Den weiter oben beschriebenen SMC-Effekt steuern die Ingenieure über kleine schlitzförmige Ausformungen in der Kupfer-Kappe. Das hat als unmittelbare Folge, dass sich das Wirken von SMC um den Bereich in direkter Nähe zur Schwingspule konzentriert - was wiederum für eine praktisch lineare Induktivität der Schwingspule sorgt.

Frontansicht ohne Abdeckung

Kantenverarbeitung und die aufgesetzte Schallwand

Magnete der Lautsprecherabdeckung

Um die Chassis vor Fremdeinwirkung zu schützen, befinden sich an der Front Lautsprecherabdeckungen aus schwarzem Kunstoff. Diese sind mit Akustikstoff in Shadow Black akkurat bezogen, allerdings könnte das Gitter, auf dem der Stoff aufgebracht ist, etwas hochwertiger wirken. Beim Thema Befestigung der Lautsprechergrills geht Dali aber einen speziellen Weg, sozusagen ein "2-Wege-Prinzip". So werden die Abdeckungen mit Stiften am Tieftöner befestigt, ohne dabei störende Löcher in der Schallwand zu hinterlassen. Zudem setzt Dali im oberen Bereich auf starke und gummierte Magnete. 

Die Stifte der Abdeckung werden am Tieftöner eingesetzt

Rückseite der Callisto 2 C 

Wenden wir uns nun der Rückseite der aktiven Callisto 2 C zu. Im oberen Bereich befinden sich das Bassreflexrohr der Lautsprecher. Diese ist aus schwarzem Kunststoff gefertigt und wurde aufgesetzt. Im Mittelteil der Lautsprecher wurde die "Link Connect" Taste untergebracht, mit der sich die beiden Lautsprecher koppeln lassen und eine Verbindung zum Sound Hub oder Sound Hub Compact hergestellt werden kann.

Im unteren Teil der Rückansicht befinden sich die Anschlusssektion der Lautsprecher. So befindet sich neben dem Hauptschalter auch der Stromanschluss für die aktiven Lautsprecher sowie ein USB-Anschluß für Firmwareupdates. Zudem verfügt jeder Speaker über einen Cinch-Eingang für ein in der Lautstärke geregeltes Audio-Signal, dadurch ist auch der direkte Anschluss einer Audioquelle möglich.

Anschlußsektion

Dali Sound Hub Compact

Die Frontansicht des Sound Hub Compact

Wie wir eingangs erwähnten, gibt es verschiedene Sound Hub-Modelle. In unserem ersten Test, mit der "alten" Callisto 2 C, verwendeten wir den normalen Sound Hub. Für diesen Test haben wir aber den neuen Dali Sound Hub Compact erhalten, den wir nun etwas genauer unter die Lupe nehmen möchten. Der Sound Hub Compact spielt eine im wahrsten Wortsinn "zentrale" Rolle in den aktiven kabellosen Dali-Systemen. Er überträgt die digitalen Daten aller mit seinen Eingängen verbundenen Audioquellen über eine hochauflösende Funkstrecke (96 kHz/24-Bit) zu den Oberon C, Callisto C und Rubicon C Lautsprechern.

Da der Sound Hub Compact erfreulicherweise auch über einen HDMI-Anschluß verfügt, kann ein Fernseher mittels HDMI-ARC angeschlossen werden. Die Dali Lautsprechern fungierten dann als externes Audiosystem des TVs. Das Audiosystem wird synchron mit dem Fernseher ein- und ausgeschaltet. Zudem lassen sich über die TV-Fernbedienung die Lautstärke regeln und die Stummschaltung (de-) aktivieren.

Der Sound Hub Compact hat keinerlei Netzwerkfunktionen, verfügt dafür über ein Bluetooth-Modul, das die hochauflösenden Codecs AAC und aptX HD überträgt und ermöglicht dadurch eine kabellose Verbindung zu Smartphones, Tablets, Laptops oder Desktop-Computern. Auch Bluetooth-fähige TV-Geräte lassen sich anschließen.

Anzeige auf der Oberseite des Sound Hub Compact

Rückseite des Sound Hub Compact 

Auch anschlussseitig hat der Sound Hub einiges zu bieten. Herzstück dabei ist zweifelsohne der bereits ausführlich behandelte HDMI Anschluß, für die Verbindung zu einem TV. Weiterhin befinden sich auf der Rückseite ein optischer Digitaleingang für z.B. einen CD-Spieler oder andere digitale Quellen. Am zweiten optischen S/PDIF-Eingang des Sound Hub Compact kann ein TV-Gerät mit einem optischen Digitalausgang angeschlossen werden. Der in der Lautstärke mitgeregelte analoge Subwoofer-Ausgang versorgt bei Bedarf einen hier angeschlossenen Aktivsubwoofer mit allen Tieftonsignalen unterhalb von 100 Hz. Der Sound Hub Connect erkennt automatisch, wenn der Subwoofer-Ausgang genutzt wird und filtert die an die Hauptlautsprecher übertragenen Frequenzen unterhalb von 80 Hz aus, um eine höhere Belastbarkeit der Lautsprecher zu ermöglichen

Die USB-A-Buchse auf der Rückseite ist in erster Linie für Service- und Diagnosezwecke vorgesehen. Zudem lässt sie sich zum Aufladen eines mobilen Geräts oder zur Stromversorgung eines Streaming-Geräts wie einem Amazon Echo einsetzen.

Anschlusssektion 1

Anschlusssektion 2

Fernbedienung des Dali Sound Hub Compact

Gesteuert kann das ganze System mittels der mitgelieferten Fernbedienung. Diese besteht aus schwarzem Kunststoff auf der Oberseite und grauem Kunststoff auf der Unterseite. Das System kann durch die Remote ein- sowie ausgeschaltet werden und die Lautstärke verändert werden. Zudem befinden sich auf ihr Taster für die Eingangswahl oder auch ein Taster für das Stummschalten des Systems. Wer nur die Lautstärke verändern möchte, kann aber auch die Berührungssensoren auf der Oberseite der Callisto 2 C verwenden.

Klangtestreihen

In diesem Abschnitt möchten wir uns voll und ganz den klanglichen Eigenschaften der dänischen Schallwandler widmen. Auch sind wir gespannt, was das Klangtuning bewirkt hat, hatte uns ja schon die "Urversion" überzeugt. Wir starten mit Zoe Wees mit ihrem Hit "Girls like us". Sofort zu Beginn fällt uns die klare Verständlichkeit von Zoes Stimme positiv auf. Die Callisto 2 C brillieren nun durch eine absolute Natürlichkeit in der Stimmwiedergabe - ohne dabei Effekthascherei zu begehen. Auch der Tiefgang ist präzise und auf den Punkt - klar, manch einer mag sich noch mehr Punch wünschen. Aber die klaren Konturen, das exzellente Timing sind selbst in deutluch höheren Preisklassen nicht selbstverständlich. Die Räumlichkeit wirkt authentisch, sehr fein ausbalanciert, sodass man sich als Hörer nie "erdrückt" fühlt, sondern sich entspannt inmitten eines ausgezeichnet auflösenden Klangteppichs wiederfindet. 

Weiter geht es mit "Hypnotized" von Purple Disco Machine, Sophie and the Giants. Der Track starten mit einem Synthesizer sowie einen leichten Chorus Gesang, was die Dali Komponenten tadellos und auch glaubwürdig darbieten. Auch als der Titel dann an Fahrt aufnimmt, bleiben die Schallwandler absolut souverän. Der Gesang wird absolut natürlich präsentiert, hier wird nichts dazu "gedichtet" - im positiven Sinne neutral, klar und durch das hohe Maß an exakter Einarbeitung auch durchaus faszinierend. Der Bass ist prägnant und sehr gut auf den Punkt gebracht. Auch der Mitteltonbereich, der gerne mal bei höheren Lautstärken selbst bei teureren aktiven Lautsprechern flach und etwas konturenlos erscheint, wird hier hervorragend an den Hörer abgegeben. Hinzu kommt wieder die hervorragende Arbeit des Hybrid-Hochtöners, einerseits exzellente Impulstreue, anderseits eine fließende, nahtlose Anbindung an den Mitteltonbereichs. Vergleichen wir mit der "Ur-Callisto", so notieren wir bei der Version mit Upgrade mehr Feinheiten in Form von einer höheren Auflösung, gerade im Hochtonbereich. Die Mitten weisen etwas mehr Kontur auf, der Bass tritt straffer, definierter auf. Das Firmware-Update hat daher ausnahmslos gut getan. 

Nun schlagen wir etwas leisere Töne mit "I Will Remember" von Toto an. Dieser Titel startet mit einen Drum-Solo, gepaart mit einem Chor, der sich leicht im Hintergrund befindet. Sofort fesseln uns die Dali Komponenten mit ihrer tonal ausgeglichenen und dennoch fantastisch emotionalen Darstellung. Hier wirkt nichts auf uns überladen oder künstlich, sondern wir lauschen hier der Wiedergabe, die mit ihrer Lebendigkeit und ihrer Echtheit ganz im Sinne des Künstlers erfolgt. Natürlich, sauber und dennoch gefühlvoll. Auch die Drums werden mit der nötigen Portion Punch an den Hörraum freigesetzt, knackig, präzise und auf den Punkt. Klasse, so macht das Testen Spaß.

Als nächstes hält Corey Taylor Einzug in unseren Hörraum. Aber keine Sorge, lieber Leser, nicht mit seiner Band Slipknot, sondern mit Stone Sour, wo er beweist, dass er auch leisere, differenziertere Töne beherrscht. Wir starten die Wiedergabe von "Wicked Game" in einer Acoustic-Version. Auch bei diesem Titel fällt uns sofort die Luftigkeit und Leichtigkeit des Bändchenhochtöners auf, dessen Impulstreue immer wieder aufs Neue beeindruckt. Die akustische Gitarre zum Beginn des Stücks nehmen wir als authentisch und fesselnd wahr. Die verschiedenen Facetten von Coreys Stimme überzeugen uns, da er in diesem Titel sehr oft auch mit der Kopfstimme agiert, was selbst ausgezeichnete Lautsprecher vor immense Herausforderungen stellt. Die Callisto 2C aber managen alles mit einer unerschütterlichen Souveränität. Die Pegel dürfen gern auch mal höher sein - die Leistungsreserven reichen locker aus. Nur sollte man dann auch wirklich gutes Quellmaterial zuspielen. Da die Callisto 2C, wie mehrfach erwähnt, sehr natürlich aufspielen, enttarnen sie auch sofort Schwächen im Quellmaterial. 

Als Nächstes haben wir uns für "Tears of the Dragon" von Bruce Dickinson entschieden. Die zu Beginn erklingende Gitarre wirkt absolut authentisch und natürlich, auch die leichten Zupfer in die Saiten sind wahrnehmbar. Auch Bruces Stimme wirkt auf uns, so wie wir sie kennen, auch mit deutlich teueren Lautsprechern. Auch als er vom langsamen Part und den schnelleren Gesang wechselt und dabei auf seine Kopfstimme setzt, die deutlich höher ist, zeigen sich die Callisto 2 C mit dem Dali Sound Hub Compact absolut unbeeindruckt und liefern ein tolles Hörerlebnis ab.

Im nächsten Stück erwecken wir nordische Klänge in der Redaktion, wie passend für unsere Dali Komponenten. Das musikalische Projekt Wardruna wurde zur Erkundung und Erweckung der Erinnerung an die „nordische Spiritualität und Weisheit“ und der Runen des älteren Futharks (Wörterbuch) gegründet. Das Titel ist voller akustischer Reize und führt uns zurück in die Vergangenheit. Auch die Chorgesänge, die uns sehr bekannt aus der Serie Vikings sind" wirken absolut glaubwürdig, selbst als die Bläser im Hintergrund mit einsteigen. Die Trommeln werden ebenfalls mit einer gut strukturierten Bassstaffelung an die Testumgebung abgegeben. 

Abschließen möchten wir unsere Höreindrücke mit "Diamonds" von Sam Smith schildern. Die Dali Callisto 2 C kann hier auch wieder mit einer sehr guten Stimmwiedergabe punkten, Die Dali Komponenten zeigen auch hier wieder eine runde, impulstreu und dynamische Wiedergabe. Der Tiefgang ist für die Lautsprechergröße hervorragend, die Callisto 2C könnten aber für unseren Geschmack doch etwas mehr Volumen vertragen. Dies ist aber "Meckern auf hohem Niveau", und zudem ein subjektiver Punkt. Wer auf enorme Präzision Wert legt, fährt mit der Callisto 2C in der aktuellen Version goldrichtig, was eine exakte Wiedergabe und einen hohen Detailtreichtum angeht, befindet sich die dänische aktive Box in einer deutlich höheren Preisklasse. 

Konkurrenzvergleich

Canton Smart GLE 3 (1.250 EUR): Die Canton Regalbox kontert mit bärenstarken Endstufen, die offenbar immer nur ein Ziel kennen: Noch höhere Pegel. Klanglich sind die aktiven Hessen anders ausgelegt. Akustisch sehr verbindlich, sehr auf füllige Räumlichkeit bedacht. Auch ein sehr schöner Weg der Abstimmung. Doe Callisto sind noch präziser, liefern gerade im Hochtonbereich noch mehr Kontur, sind aber schlanker ausgelegt. Hier definiert sich alles über die persönlichen Vorlieben. Für die Canton-Offerte spricht der sehr günstige Kaufpreis und der integrierte Dolby Digital/DTS-Decoder, fürs Dali-Angebot die höhere Flexibilität in mehrerlei Hinsicht. Den Hub kann man schön unauffällig unterbringen, und dann braucht jede Box nur ein Stromkabel. Bei Canton sind alle Anschlüsse direkt an der Box, und dorthin müssen auch die Kabel, wenn z.B. ein CD-Player verbunden werden soll. Zudem hat der Dali-Hub HDMI-ARC, sodass die Verbindung zum TV besonders einfach wird.

Elac Navis ARB 51 plus Discovery Connect Hub, 2.450 EUR: Die beiden Elac Navis Boxen sehen sehr attraktiv aus und bieten mit 300 W/Box einiges an Leistung. Allerdings, was etwas enttäuschend ist, setzt der Kieler Bändchen-Pionier auf eine Kalotte und nicht auf einen der legendären JET Hochtöner. Im Hochtonbereich passiert dann auch das, was wir befürchtet haben: Mit mehr Auflösung und einer enorm transparent dargebrachten Räumlichkeit sehen wir die Callisto 2C hier vorn. Das trifft auch aufs Finish des Hubs und aufs Preis-/Leistungsverhältnis zu. Die Navis-Kombination ist natürlich insgesamt ein guter Wurf, aber doch sehr kostspielig. 

Fazit

Das Firmware-Update hat der Callisto 2C sehr gut getan: Mit mehr Auflösung und mehr Kontur spielt die dänische aktive Box noch überzeugender die Rolle des akustischen HiFi-Ästheten. Das neue Tobacco-Finish steht dem Lautsprecher glänzend, wir sind uns sicher, dass sich viele Kunden für diese elegante Farbgebung entscheiden werden. Der kompakte Hub ist ordentlich verarbeitet und gibt sich funktional, inklusive praktischem HDMI-ARC-Anschluss. Dass Dali die Callisto-Serie nun zu deutlich reduzierten Preisen offeriert, wird die Beliebtheit weiter steigern. 

Alles passt: Preislich faire, akustisch begeisternde Hub-/Aktivboxen-Kombination für den HiFi-Fan

Aktivlautsprecher mit Hub bis 2.000 EUR
Test 12. Juli 2021

Test: Sven Wunderlich, Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 21. Juli 2021

 

Anzeige

Werbung - Für Käufe bei Amazon.de, Media Markt, SATURN, JPC, Disney+, Sky & Apple iTunes erhalten wir Provisionen über Affilliate-Links. Preise & Verfügbarkeit unter Vorbehalt.

Tags:

Anzeige

Alle aktuellen Tests auf AREA DVD
  ZURÜCK