XXL-TEST: 17-Kanal-Vorstufe AVX17 plus Siebenkanal-Endstufe AVXP1 von IOTAVX- Echte "Maschinen" fürs Heimkino

Lieferumfang

Fernbedienung oberer Bereich mit Quelleneingangstasten und Navigationskreuz

Unterer Bereich

Gesamtansicht

Das gesamte Gerät sieht schlicht aus und wird mit einer großen Fernbedienung ausgeliefert. Letztere ist von normaler Qualität, fällt weder positiv noch negativ auf. Sie besitzt eine Vielzahl von Knöpfen und Bedienelementen. Oben geht es mit Standby- und Mute-Taste los. Darunter sind die einzelnen Eingänge, jeder direkt anwählbar,  untergebracht. Es folgt die graue "Menü" Taste. Darunter dann die Navigationseinheit, die von vier Bedienelementen, unter anderem die "Zurück" Taste und die "Exit" Taste, umgeben ist. Wieder darunter untergebracht sind unter anderem Wippregler für Lautsprecher und Source. Ganz unten finden sich die Elemente für den Spielbetrieb, verwendet man die Remote als Systemfernbedienung. Die groß gehaltene Fernbedienung liegt gut in der Hand und ist dank der ebenfalls großzügig dimensionierten Tasten insgesamt sehr gut zu bedienen. Unterhalb der dedizierten Tasten für die Eingangsquellen befindet sich, wie erwähnt, in Balkenform die Menü-Taste alleine in einer Zeile und auch das Navigationskreuz ist ausladend und zentral platziert. Das ist nicht unwichtig, denn die Fernbedienung der AVX17 ist leider nicht beleuchtet. Gerade für das Handling in der dunklen Heimkinohöhle, die perfekte Heimat für die IOTAVX-Vorstufe, wäre das schön gewesen. Insgesamt betrachtet ist die beiliegende Remote aber absolut brauchbar, die Tasten haptisch angenehm und mit einem guten Druckpunkt versehen. Für den Betrieb werden zwei AAA-Batterien benötigt.

Bereich rechts vorne

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IOTAVX-Logo und Standby-Button

Display und Bedienelemente, zusätzlich zum MIC-Anschluss gibt es noch einen Miniklinkenanschluss für Kopfhörer

Gerätestandfuß

Kommen wir nochmals aufs Finish der Vorstufe zurück. Ganz ehrlich: Echter hochklassiger Verarbeitungs-Standard ist das nicht. Klar, alles ist ordentlich gelöst, aber wirkt schon eher einfach. Das gilt beispielsweise fürs Display, welches allerdings jederzeit gut ablesbar ist und Platz für ausreichend viele Informationen bietet, oder auch fürs Innere des Gerätes, hier findet sich schlichtweg nicht allzu viel. Aber gut - dafür ist der "Preis wirklich heiß", und zaubern kann man auch bei IOTAVX nicht. Liebhaber opulenter Baugruppen müssen sich hier eben in höheren Preisklassen umschauen. Praktisch und bezüglich des Displays noch zu erwähnen ist die Dimming-Funktion. Denn hier kann in verschiedenen Stufen das Display heller oder dunkler justiert und sogar komplett ausgeschaltet werden. Und wenn man sich entschließt, das Display zu deaktivieren, geht erfreulicherweise auch die Beleuchtung des IOTAVX-Logos mit aus. Hier erkennt man die konsequente Ausrichtung aufs Heimkino. Bei Komponenten anderer Hersteller kann man zwar in der Regel das Display ebenfalls ausschalten, allerdings bleibt dann immer noch eine störende Betriebs- oder Status-LED, die im völlig abgedunkelten Heimkino häufig stört. Verwendet man die Vorstufe und Endstufe von IOTAVX in Kombination und verwendet das beiliegende Klinkenkabel, übernimmt auch die Endstufe das Dimming-Setting der Vorstufe und schaltet das helle Firmenlogo direkt ab.

Rückseite

Anschlüsse links - fest zugewiesene XLR- und Cinch-Schnittstellen

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Yamaha True X 800x600

Vergoldete Cinch-Ausgänge, sauber eingepasst

Digitalsektion mit HDMI-Slots, Trigger und Dimmer Out sowie USB-B, koaxialen und optischen Digitaleingängen, Zone 2 Out und Extension Port sowie USB-A für Software-Updates

Zur Anschlusssektion. Die Vorstufe verfügt über sechs HDMI-Eingänge (2.0b, kompatibel zu Dolby Vision und HDR10) und zwei HDMI-Ausgänge (2.0b, kompatibel zu Dolby Vision und HDR10). Gaming-Fans werden hier vermutlich etwas enttäuscht sein, reinen Freunden des Film- und TV-Entertainments hingegen sollte 4K60 noch eine ganze Weile ausreichen. Ein USB-B-Eingang ist ebenfalls vorhanden, um die Vorstufe als externe Soundkarte im Zusammenspiel mit dem PC zu verwenden. Hinzu kommen 2 x optische, 2 x koaxiale Digitaleingänge und 3 x Stereo-Cinch-Eingänge plus Zone 2 Ausgang. Der optional erhältliche Bluetooth 5.0 Adapter ist im Übrigen seit dem aktuellen Firmware-Update nicht mehr notwendig. Das interne BT-Modul des AVX17 benötigt diese kompakte externe "Antenne" nicht mehr. Koppeln war kein Problem. Auch die Wiedergabequalität lag völlig im Rahmen, den wir von der drahtlosen Bluetooth-Übertragung erwarten. Dimmer- und Trigger-Ausgänge runden das Angebot ab (jeweils 2 x).

AVXP1

IOTAVX Mehrkanal-Endstufe

Ansicht von schräg oben - massiver Auftritt

Seitliche Ansicht

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Wie bereits zu Beginn des Testberichts erwähnt, ist die AVXP1 eine 7-Kanal Class AB Endstufe mit 150W (8Ω, 2 Kanäle), 120W (8Ω, 7 Kanäle), 250W (4Ω, 2 Kanäle), beziehungsweise 170W (4Ω, 7 Kanäle). Class AB deutet es schon an, hier handelt es sich um eine klassische analoge Endstufe und kein Class D-Kozept. Class D-Endstufen arbeiten effizienter, da während des Verstärkungsprozesses kaum Verlustwärme auftritt, dafür aber, was gerade der Kenner bemerkt, ist der Klang, besonders im Hochtonbereich und bei der Präsentation vokaler Elemente, nicht ganz so authentisch und feinnervig. 

Was die Verarbeitung und die Opulenz der Baugruppen angeht, lässt sich diese aus dem Vollen gefräste Mehrkanal-Endstufe nicht das Geringste vorwerfen.

Rückseite

Auch hier gibt es nichts zu bemängeln - sauber integrierte Schnittstellen, Wechselschalter für jeden Kanal und Trigger- sowie Dimmer-Input

Rechte Seite, auch die Lautsprecherschraubanschlüsse fallen hochwertig aus und unterscheiden sich nicht von Komponenten, die ein Vielfaches kosten

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Mit über 30,3kg Gewicht ist die AVXP1 ein richtiger Bolide, das dieser Eindruck keinesfalls täuscht, beweist auch die Aufnahmeleistung von 1300W. Für eine erstklassige Stromlieferfähigkeit zeichnet sich der riesige Ringkerntrafo verantwortlich. Für kurzfristige Impulse stehen Kondensatoren mit einer Kapazität von üppig bemessenen 90.000µF zur Verfügung. Die Endstufe kann sowohl mit XLR- als auch Cinch-Kabeln angeschlossen werden. Alle Anschlussbuchsen sitzen fest und sind vorzüglich verarbeitet. 

Hierunter verbirgt sich der große Ringkerntransformator

Große Elkos dürfen nicht fehlen

Mehr geht nicht - die AVXP1 bietet zum überdurchschnittlich fairen Preis eine Ausstattung, die ihresgleichen sucht

Alu-Kühlkörper wohin das Auge blickt

Zudem finden sich überdimensionierte, pro Kanal einzeln aufgeteilte Aluminium-Kühlelemente. Das ist deutlich mehr Aufwand, als in vielen anderen Mehrkanal-Endstufen betrieben wird, wo sich beispielsweise nur ein Kühlelement für alle Endstufenzüge im Inneren befindet. Für den Kaufpreis, das wird schnell klar, dürfte es schwer sein, eine bessere Siebenkanal-Endstufe zu finden, zumindest was den Aufbau angeht: Die geschirmte Netzteilsektion, die erwähnten großen Alu-Kühlelemente und identische Arbeitsbedingungen für alle sieben Endstufen machen deutlich: Was das Layout angeht, könnte die AVXP1 auch locker mehr als 2.500 EUR kosten. 

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